Die Schulen am Montag weitgehend leer. Foto: Thomas Merkenich

In ganz NRW und damit auch in Bergisch Gladbach findet am Montag in den Schulen kein Unterricht statt. Damit reagiert das Schulministerium frühzeitig auf Glättewarnungen. Stattdessen sollen die Schulen einen Distanzunterricht anbieten und eine Beaufsichtigung organisieren für diejenigen, die dennoch kommen. Auch einige Kitas bitten darum, die Kinder zu Hause zu behalten.

In einer Mail an alle Schulen in NRW hat das Ministerium für Schule und Bildung am Sonntagnachmittag den regulären Unterricht für Montag abgesagt. Grundlage sei eine Vorabwarnung des Deutschen Wetterdienstes, der „verbreitete Gefahr von Glatteis mit erheblicher Beeinträchtigung auf allen Verkehrswegen erwartet“.  Die Sicherheit der Schüler und Schülerinnen gehe vor, erklärte Schulministerin Dorothee Feller (CDU).

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Laut Mail findet „landesweit kein Unterricht in Präsenz am 12. Januar 2026 statt“. Stattdessen sollen die Schulen Distanzunterricht wie in Corona-Zeiten durchführen.

Am frühen Abend warnte der Deutsche Wetterdienst für große Teile von NRW und auch für den Rheinisch-Bergischen Kreis für die Zeit von Mitternacht bis Montag 10 Uhr vor einer „Gefahr für Leib und Leben“ durch plötzlich gefrierenden Regen. Er empfahl, den Aufenthalt im Freien und Fahrten zu vermeiden bzw. das Verhalten im Straßenverkehr anzupassen.

Die weiterführenden Schulen in Bergisch Gladbach sind inzwischen darauf eingerichtet, den Unterricht über die digitale Plattform „Teams“ anzubieten.

Erste Grundschulen haben ihre Elternschaften bereits über die Schulapps und/oder ihre Homepage informiert und angekündigt, Aufgaben zur selbstständigen Bearbeitung zuhause zu verschicken. Allerdings wurden viele der Schulen von der Entwicklung überrascht. Da die Materialen in den Schulen lägen, müssten die Lehrer:innen zunächst dorthin gelangen, um die Aufgaben dann am Vormittag verschicken zu können, teilte zum Beispiel die GGS Hebborn mit.

Für die Kitas gibt es keine Anweisung oder Empfehlung des Bildungsministeriums. Da die Stadt Bergisch Gladbach selbst keine Kitas betreibt, liegt die Entscheidung bei den einzelnen Trägern. Einige der Kitas informierten ihre Eltern am Sonntagnachmittag über die Lage und baten darum, die Kinder möglichst zuhause zu behalten.

Beaufsichtigung – aber keine Notbetreuung

Für Schülerinnen und Schüler, die diese Informationen nicht erreicht hat und die dennoch in die Schulen kommen, sei „eine angemessene Beaufsichtigung durch die Schulen zu gewährleisten“, so das Ministerium.

Einzelne Schulen in Bergisch Gladbach weisen jedoch darauf hin, dass es keine echte Notbetreuung geben werde. Es seien unter Umständen nur wenige Lehrer:innen vor Ort, um die Kinder solange zu beaufsichtigen, bis sie abgeholt werden.

Den Wetterprognosen zufolge steigen die Temperaturen in der kommenden Nacht über Null Grad an, ab der zweiten Nachthälfte wird es Schneeregen und später Regen geben. Daher ist mit überfrierender Nässe und Glatteis zu rechnen.

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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  1. Mag mich ja irren, aber Schnee und Eis gab es auch in meiner Schulzeit. Und an eine Schließung kann ich mich nicht erinnern. Gut, da gab es ja auch noch nicht die Möglichkeit des Distanzunterricht.
    Zum rodeln kann man überall hinfahren, in die Schule geht nicht. Ich verstehe das Ministerium bei solchen Entscheidungen ehrlicherweise gesagt nicht.

    1. Sie irren sich! Es gab in meinen mehr als 25 aktiven Schul-Dienstjahren und mehr als 40 “Mutterjahren” immer schon mal Schulausfall wegen Schnee und Eis. Ich erinnere mich sehr gut, weil die Schüler frei hatten und wir Lehrer hatten Anwesenheitspflicht – es gab dann spontan Konferenzen oder sonstige Arbeiten. Es erschien auch der eine oder andere Schüler – vor Handy- und Internetzeiten hab es Telefonketten in den Klassen, die aber nicht immer funktionierten. Distanzunterricht gab es nicht, der ist neu.

      1. “mehr als 40 “Mutterjahren”
        Alle Achtung! Wie viele Kinder haben Sie denn?(wenn man fragen darf)

        @Schildgen, also ich bin/konnte als Kind/Schüler immer, auch wenn Schnee lag, zu Fuß in die Schule (2km) gehen, aber das geht/darf ja heute alles, aus verschiedenen bekannten Gründen, nicht mehr.

    2. Ich kann das schon nachvollziehen. Ich denke früher ist auch nicht wegen allem gegen Behörden geklagt worden. Heute muss aber immer jemand persönlich schuld sein, wenn was passiert. Sprich: wären die Schulen offen gewesen und es wäre durch Glätte zu Unfällen, Knochenbrüchen oder Schlimmerem gekommen, wäre über das Ministerium ein – Entschuldigung – biblischer “Shitstorm” hereingebrochen.

    3. 1978 ist mehrfach die Schule wegen Glatteis ausgefallen. Ich erinner mich sehr gut, denn meine Eltern hatten die Nachricht im Radio verpasst und ich stand vor verschlossenen Türen! 2mal. Bin den Berg nach Hause kaum hochgekommen.

  2. Verstehe die Herausforderung und möglichen Ärger, den das mit sich bringen kann, und maße mir nicht an, anderen etwas Gelassenheit zu wünschen – nur, es geht hier um eine recht überraschende und seltenere mögliche Gefahr (vor allem für unsere Kinder) durch Blitzeis. Wünsche mir, dass wir ein wenig mehr andere Perspektiven einnehmen: Diese Nachricht kam meines Wissens nach Sonntagnachmittag bei den Schulen an. Fokus lag dann darauf diese weiterzuleiten und zu verhindern, dass Kinder sich auf den Weg machen. Wo dann was wie gut darüber hinaus funktioniert hat weiß ich nicht, kenne zwei positive Beispiele. Kann aber schlicht nachvollziehen, wenn das nicht einwandfrei funktioniert hat von einem auf den anderen Tag, trotz teils etwas besserer Infrastruktur durch vor allem auch die Pandemie.

  3. Distanzunterricht? Stan 8:30 Uhr hatte jedenfalls mein Sohn am NCG weder Distanzunterricht noch Arbeitsaufgaben. Das nach seiner Auskunft, denn Eltern dürfen den Teams-Zugang nicht nutzen.
    Er wird somit wieder einen freien Tag haben …. Bildung 4.0