Für Samstag ruft Hale Bagherzadeh zu einer Mahnwache zur Solidarität mit den Protestierenden im Iran und zum Gedenken an die Opfer der Repression durch das islamische Regime.

Wir dokumentieren den Aufruf zur Mahnwache im Wortlaut

„Seit Ende Dezember 2025 gehen Hunderttausende Menschen im Iran gegen Armut, politische Repression und ein unmenschliches Regime auf die Straße. Trotz massiver Gewalt, Massenverhaftungen und gezielter tödlicher Angriffe durch Sicherheitskräfte halten die landesweiten Proteste unvermindert an. Berichte von Menschenrechtsorganisationen sprechen von vielen Hundert bis zu 12.000 Todesopfern – darunter zahlreiche Jugendliche und Kinder.

Die Protestierenden fordern nicht nur soziale Gerechtigkeit, sondern ein freies, demokratisches Iran ohne Unterdrückung. Ihr mutiger Widerstand ist getragen von der Hoffnung auf ein Leben in Frieden, Würde und Freiheit. Der Ruf Jin, Jiyan, Azadî (Frau, Leben, Freiheit)“ ist längst zu einem globalen Symbol für Gleichberechtigung, Demokratie und Menschenrechte geworden.

Hale Bagherzadeh, Initiatorin der Mahnwache ist selbst aus dem Iran geflüchtet und  erklärt dazu: „Als ich die Nachrichten von 12.000 Toten im Iran gelesen haben, hat es mir die Sprache verschlagen. Ich mache mir große Sorgen um meine erwachsenen Kinder, Verwandten und Freunde. Ich habe geweint. Wir dürfen die Namen der Opfer nicht vergessen, denn sie haben nichts getan – außer auf ein besseres Leben zu hoffen.“

Hinweis der Redaktion: Hale Bagherzadeh ist Mitglied im Ausschuss Chancengerechtigkeit und Integration (früher: Integrationsrat) in Bergisch Gladbach und Mitglied der Linken. Sie betont den überparteilichen Charakter der Mahnwache.

Wir trauern um die Opfer der staatlichen Gewalt und erklären unsere uneingeschränkte Solidarität mit allen Menschen im Iran, die für Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie kämpfen.

Mit der Mahnwache wollen wir der Opfer gedenken und ein Zeichen der Solidarität setzen. Teilnehmende sind eingeladen, Kerzen, Blumen, Plakate mit Slogans wie „Frau, Leben, Freiheit“, „Jin, Jiyan, Azadî“, „Solidarität“, „Demokratie jetzt!“, „Frieden statt Krieg!“ oder Fotos der Opfer mitzubringen.

Einladung zur Mahnwache in Bergisch Gladbach
Trotzenburgplatz / Fußgängerzone Stadtmitte, Bergisch Gladbach
Samstag, 17. Januar 2026, 11:30 Uhr

Die überparteiliche Mahnwache ist offen für alle Demokrat:innen, unabhängig von Herkunft, Glauben oder Parteizugehörigkeit.

Im Anschluss der Mahnwache fahren wir gemeinsam mit der S-Bahn nach Köln, um ab 
14 Uhr an der Bündnisdemonstration für Iran auf dem Heumarkt in Köln teilzunehmen.“

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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  1. Unsere Augen brennen vor Tränen. Unsere Herzen zerreißen, weil sie bei den Menschen im Iran sind. Wir fühlen Ohnmacht, Verzweiflung und eine Wut, die kaum auszuhalten ist. Wir sitzen hier in Sicherheit – und genau das fühlt sich falsch an.

    Am liebsten würden wir alles stehen und liegen lassen, in ein Flugzeug oder einen Zug steigen und nach Teheran fahren. Wir würden an der Seite unserer Freundinnen und Freunde stehen, Schulter an Schulter, egal wie gefährlich es ist. Doch wir können es nicht. Diese Hilflosigkeit frisst sich in uns hinein.

    Wir versuchen, ruhig zu bleiben, doch unsere Hände zittern. Wenn wir sprechen, bricht unsere Stimme. Tränen laufen, während wir versuchen, Haltung zu bewahren. Am liebsten würden wir still trauern, schreien, weinen, zusammenbrechen. Doch wir dürfen uns diese Stille nicht erlauben. Schweigen wäre Verrat.

    Unsere Wut richtet sich gegen ein Regime, das mordet, foltert und Menschen zum Schweigen bringen will. Unsere Trauer gilt jedem Leben, das genommen wurde, jeder Stimme, die erstickt werden soll. Diese Wut gibt uns Kraft, diese Trauer zwingt uns, aufzustehen.

    Wenn wir nicht dort sein können, dann hier.
    Wenn wir nicht schützen können, dann sprechen.
    Wenn sie versuchen, unsere Freundinnen und Freunde zum Schweigen zu bringen, dann werden wir umso lauter.

    Das Einzige, was wir tun können, ist unsere Stimme zu erheben – mit zitternden Händen, mit Tränen in den Augen, mit brennender Wut im Herzen.

  2. Weinende Wut!

    Die Lage im Iran im Januar 2026 ist ein Albtraum, der uns alle mit tiefer Betroffenheit erfüllen sollte! Iran ist ein Land, das in einem Strudel aus Unterdrückung und Gewalt versinkt, während die Welt hilflos zusieht und die Regierungen in Europa nichts tun. Wie kann es sein, dass ein Regime seine eigenen Bürger mit solcher Brutalität niedermetzelt, nur weil sie nach Freiheit und Würde rufen? Die Proteste, die aus wirtschaftlicher Verzweiflung und lang aufgestauter Frustration entbrannt sind, haben sich zu einem landesweiten Aufstand ausgeweitet, der nun in einem Blutbad mündet.

    Trotz der erbarmungslosen Internet- und Kommunikationsblockade, die seit dem 8. Januar anhält und den Informationsfluss fast vollständig abschnürt, sickern Berichte heraus, die uns das Grauen vor Augen führen – und doch sind sie so schwer zu verifizieren, dass jede neue Meldung wie ein Stich ins Herz ist. Wir haben Angst um unser Familien und Freunde vor Ort!

    Die offiziellen Zahlen der iranischen Regierung sprechen von rund 2.000 Toten, eine Zahl, die als “notwendige Opfer” im Kampf gegen “Terroristen” dargestellt werden! Eine zynische Lüge, die uns vor Wut kochen lässt.

    In Wahrheit, basierend auf Schätzungen von Menschenrechtsorganisationen wie HRANA und Amnesty International, die unzählige Quellen auswerten, liegen die Todesopfer bei bis zu 12.000 in nur wenigen Tagen, und sogar CBS hat zeitweise von 20.000 gesprochen.

    Das ist kein Konflikt, das ist ein Massaker: Sicherheitskräfte setzen schwere militärische Waffen ein, darunter Maschinengewehre und Automatikwaffen, gegen unbewaffnete Demonstranten, die nichts als ihre Stimmen und ihre Hoffnungen haben. Die Bilder, die uns erreichen – Reihen von Leichensäcken in überfüllten Leichenhallen, blutüberströmte Straßen – sie wecken eine unermessliche Trauer um all die unschuldigen Leben, die ausgelöscht werden, darunter Kinder und Jugendliche, die eine bessere Zukunft ersehnten.

    Noch empörender ist die Tatsache, dass das Regime islamistische Söldner aus dem Ausland holt – Kämpfer von Hisbollah und irakischen Milizen –, um die eigenen iranischen Kräfte nicht mit dem Blut ihrer Landsleute zu belasten. Das ist Feigheit in Reinform, eine skrupellose Blut-Strategie, die die Wut auf ein Regime schürt, das lieber Fremde morden lässt, als die eigene Brutalität einzugestehen.

    Und es wird noch schlimmer: In Gefängnissen, die mit 10.000 bis 18.000 Verhafteten überquellen, werden Hinrichtungen durchgeführt, um Platz zu schaffen – schnelle, farcehafte Prozesse, die Menschen wie Erfan Soltani dem Tod überlassen.

    In Regionen wie Teheran, Kermanshah oder Sistan und Baluchestan berichten Zeugen von regelrechten Massenmorden, wo ganze Gruppen von Zivilisten wie Vieh zusammengetrieben und niedergemetzelt werden, als wären sie Ungeziefer.

    Diese Unterdrückung auf “beispielloser Skala”, wie Amnesty es nennt, ist nicht nur ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit – sie ist ein Schlag ins Gesicht der gesamten Weltgemeinschaft, die zu lange geschwiegen hat.

    Wir trauern um die Tausende, die gefallen sind, fühlen tiefe Betroffenheit über das Leid der Überlebenden und kochen vor Wut über ein System, das Freiheit mit Kugeln beantwortet. Es ist höchste Zeit für internationale Interventionen, Untersuchungen und Sanktionen, bevor der Iran in einem Meer aus Blut ertrinkt.

    Tomás M. Santillan …. ist wütend und weint!

    1. Und keine großen Demos von Palis und Linken zu sehen. *mmmmh*
      Vielleicht sind es die Perser nicht wert.

      Wird Zeit, dass die Perser und die persische Kultur/Freiheit im Iran wieder gewinnen, und die Islamisten verschwinden.