Aufatmen an der GGS Hand: Das neue Gebäude für die Mensa und den Offenen Ganztag kommt gerade noch rechtzeitig. Auch hier gilt ab dem Sommer der Rechtsanspruch auf einen OGS-Platz. Die Bauarbeiten für die Erweiterung liegen im Zeitplan – Stadt, Schule und Baufirmen feierten jetzt Richtfest.

Sie haben sehr lange gewartet, mussten viele Jahre improvisieren und eng zusammenrücken. „Jetzt sind wir sehr glücklich und beseelt, dass es endlich so weit ist“, sagt Barbara Dortmann, Schulleiterin der GGS Hand, als sie am Mittwoch beim Richtfest zum ersten Mal das künftige Mensa- und OGS-Gebäude betritt.

Die Schulleiterin ist erleichtert darüber, dass die Bauarbeiten im Zeitplan liegen und die Schule die dringend benötigten Räume ab dem kommenden Schuljahr nutzen kann. Im Untergeschoss befindet sich die Mensa mit Frischküche – „dafür haben wir sehr hart gekämpft“, so Dortmann. Drei multifunktionale Räume im Obergeschoss dienen vormittags als Klassenräume und nachmittags dem Offenen Ganztag.

„Wir waren stadtweit mit die Ersten, die Klassenräume auch für die OGS genutzt haben“, erinnert sich die Schulleiterin. Auch das Mittagessen wurde größtenteils in diesen Räumen eingenommen. Bislang gab es nur einen kleinen Essensraum, der Platz für 30 Kinder bot. Und weil nicht alle Klassen im Gebäude der GGS Platz hatten, stellte die benachbarte Katholische Grundschule (KGS) einen Raum zur Verfügung. 

Gebäude für Mensa und OGS

Dieses Improvisieren gehört ab dem kommenden Schuljahr der Vergangenheit an. Auf dem Schulhof der Gemeinschaftsgrundschule ist in kürzester Zeit das zweistöckige Gebäude mit einer Bruttogrundfläche von 822 Quadratmetern entstanden – in bewährter Modulbauweise. 

Vetreter:innen von Stadt, Schulbaugesellschaft, Schule, OGS und Baufirmen beim Richtfest. Foto: Redaktion

„Anders wäre ein solches Tempo nicht möglich“, sagt Sebastian Rolko, Geschäftsführer der städtischen Schulbau GmbH. Mit der Firma Alho aus Rheinland-Pfalz habe man zudem ein Unternehmen an der Seite, das über viel Erfahrung im Modul- und Schulbau verfüge.

Die Bauarbeiten begannen im Oktober, nun ist der Rohbau fertig, es folgt der Innenausbau. Im Juni plant die Baufirma das Gebäude zu übergeben. Es erhält ein begrüntes Flachdach, eine Photovoltaikanlage und wird über eine Wärmepumpe energieeffizient beheizt. 

Im Kostenrahmen geblieben

Die Kosten liegen bei 6,8 Millionen Euro. „Wir sind im Kostenrahmen geblieben“, verkündet Bürgermeister Marcel Kreutz beim Richtfest. „Unser Ziel ist es, Räume zu schaffen, in denen Kinder sich wohlfühlen, mit guten Lernbedingungen.“ 

Dort, wo ab dem neuen Schuljahr das Mittagessen ausgegeben wird, liegen weiße Bauhelme aufgereiht nebeneinander für diejenigen, die sich durch das Gebäude führen lassen oder sich über die Außengerüste auf das Flachdach wagen – das später begrünt wird. Die Stellage für die PV-Anlage ist schon installiert. Im Obergeschoss ist der frisch verlegte Estrich noch feucht und darf nicht betreten werden.

Auch wenn die Bauarbeiten für Lärm sorgen, Parkplätze weggefallen sind und der Schulhof durch den Neubau kleiner wird: Schulleiterin Dortmann ist voll des Lobes für alle Beteiligten. „Wir wurden bei den Planungen toll ins Boot geholt.“

Der Neubau kommt mit Blick auf den künftigen OGS-Rechtsanspruch gerade noch rechtzeitig: Ab dem kommenden Schuljahr gilt der Rechtsanspruch auf einen OGS-Platz – zunächst für alle Erstklässler, dann folgen Jahr für Jahr die weiteren Jahrgänge. Ohne das neue Gebäude wäre das für die Schule nicht zu stemmen gewesen.

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Erstklässler werden bei OGS-Plätzen künftig bevorzugt

Ab dem kommenden Schuljahr gibt es einen Rechtsanspruch auf einen OGS-Platz – zumindest für alle Erstklässler. Allerdings übersteigt die Nachfrage an vielen Bergisch Gladbacher Grundschulen schon jetzt das Angebot. Die Stadt hat daher mit den Trägern Kriterien festgelegt, die darüber entscheiden, wer einen Betreuungsplatz erhält.

An der GGS Hand sind die Anmeldezahlen „seit vielen Jahren sehr hoch“, so Dortmann. Auch in diesem Jahr kann die Schulleiterin bei weitem nicht alle Kinder aufnehmen. Aber: „Immerhin können wir allen Erstklässlern einen OGS-Platz anbieten.“ 

Aktuell besuchen 220 der insgesamt 310 Schüler:innen die OGS. „Durch die neuen Räume können wir künftig auf 300 Plätze aufstocken“, sagt OGS-Leiter Philipp Haag. Auch personell sei die OGS „gut aufgestellt“. Träger der Einrichtung ist der Förderverein der Schule – auch das ist Dortmann zufolge ein Grund für das „enge und gute Miteinander zwischen Schule und Offenem Ganztag“.

ist seit 2024 Redakteurin des Bürgerportals. Zuvor hatte die Journalistin und Germanistin 15 Jahre lang für den Kölner Stadt-Anzeiger gearbeitet. Sie ist unter anderem für die Themen Bildung, Schule, Kita und Familien zuständig und per Mail erreichbar: k.stolzenbach@in-gl.de

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