In ihrer Ausstellung „Resonanz der Stille“ beschäftigt sich die Aquarellkünstlerin Annett Coumont mit der emotionalen Beziehung des Menschen zur Natur. Ihre Werke zeigen Wälder, Moore und Landschaften des Bergischen Landes und der Frage, was der Verlust von Natur bedeutet. Die Ausstellung eröffnet am 15. November in der Kleinen Rathausgalerie Odenthal.

Wälder, Moore, Wasserlandschaften und das Bergische Land: In ihrer Ausstellung
„Resonanz der Stille“ zeigt die Aquarellkünstlerin Annett Coumont Landschaften, die durch Licht und Atmosphäre wirken. Zugleich geht es um ihre Verletzlichkeit und um die Frage, was geschieht, wenn vertraute Naturorte sich verändern oder gänzlich verschwinden.

Foto: Annett Coumont

Coumont lebt und arbeitet in Bergisch Gladbach im Atelierhaus Halfen Dombach. Ihre Landschaften sindfür sie auch Orte der Erinnerung und Zugehörigkeit. „Mich interessiert unsere emotionale Beziehung zur Natur. Wenn sich vertraute Landschaften verändern, kann sich das anfühlen, als ginge ein Stück Heimat verloren“, sagt die Künstlerin.

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Das Aquarell gibt dieser Auseinandersetzung eine eigene Form. Transparente Farbschichten, ausgesparte Papierflächen und weiche Übergänge machen Licht und Atmosphäre sichtbar. Zugleich lässt sich der Verlauf des Wassers nie vollständig kontrollieren. „Im Aquarell muss ich Entscheidungen treffen und zugleich offenlassen, was das Wasser mit der Farbe macht. Diese Offenheit passt für mich zu Natur und Landschaft, die nicht unveränderlich sind“, so Coumont.

Die Ausstellung führt von Wald- und Moorlandschaften über Feuchtgebiete und jahreszeitliche Übergänge bis zu den Kulturlandschaften des Bergischen Landes. Der gedankliche Ausgangspunkt ist Solastalgie – die Trauer über die Veränderung oder den Verlust eines vertrauten Lebensraums, während man weiterhin in ihm lebt.

Als Vorstandsmitglied der Deutschen Aquarellgesellschaft engagiert sich Coumont für die Sichtbarkeit und Weiterentwicklung der zeitgenössischen Aquarellmalerei. Mit „Resonanz der Stille“ verbindet sie diese überregionale Perspektive mit einer Frage, die unmittelbar in der Region verankert ist: Was möchten wir an unserer Landschaft bewahren?

Die Ausstellung wird von einem Spendenaufruf für den konkreten Waldschutz im Rheinisch-Bergischen Kreis begleitet. Die Spenden kommen über den BUND dem Waldschutz zugute.

Vernissage: Sonntag, 15. November 2026, 16 Uhr
Ausstellung: 15. November 2026 bis 3. Januar 2027
Ort: Kleine Rathausgalerie Odenthal, Bergisch Gladbacher Straße 2, 51519 Odenthal
Besuch: Eintritt frei · barrierefreier Zugang

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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