Dichter Verkehr auf der Mülheimer Straße in Gronau. Foto: Stadt GL

Für die Aufstellung des Strategischen Entwicklungskonzeptes Gronau hat die Stadtverwaltung jetzt per Ausschreibung ein drittes externes Planungsbüro gefunden. Damit geht das Projekt in die nächste Etappe – mit einer eigenen Website und einer Reihe von Beteiligungsformaten.

Der Weg für die Entwicklung Gronaus ist frei: Nach einer intensiven verwaltungsinternen Grundlagenermittlung und Vorbereitungsphase konnte in einer Ausschreibung ein externes Büro gefunden werden, das das Strategische Entwicklungskonzept (StEK) Gronau erarbeitet: Das Stadtplanungs- und Städtebaubüro Machleidt GmbH aus Berlin/Köln wird in Kooperation mit bgmr Landschaftsarchitekten GmbH und den Verkehrsplanern von SHP Ingenieure in 2023 und 2024 das StEK Gronau gemeinsam mit den Akteurinnen und Akteuren vor Ort und der Verwaltung erarbeiten.  

Für die Veränderung und Zukunftsgestaltung von Städten, Bezirken oder Stadtteilen dienen StEKs als übergeordnete Konzepte mit inhaltlichen und räumlichen Leitlinien für die Entwicklung. Sie enthalten Strategien, wie Städte auf aktuelle Herausforderungen reagieren wollen, und sind ziel- und umsetzungsorientiert. 

Gronau Zukunft steuern

Mit der Erarbeitung eines StEK für Gronau verfolgt die Stadt Bergisch Gladbach das Ziel, Gronaus Zukunftsgestaltung zu steuern: Es geht darum, ein Konzept aufzustellen, das

  • die städtebaulichen Potentialflächen Gronaus nutzt,
  • die Anpassung an den Klimawandel vorantreibt,
  • die Verkehrswende mitgestaltet und
  • soziale Infrastruktur bereitstellt.

Das Konzept wird durch ein interdisziplinäres Team, bestehend aus den drei kooperierenden Büros, erarbeitet werden, das in den Fachrichtungen Stadtplanung, Verkehrsplanung sowie Freiraumplanung Expertise aufweist.

Breite Bürgerbeteiligung

Die Erarbeitung eines StEK ermöglicht darüber hinaus in einem größeren Rahmen die Einbeziehung der Öffentlichkeit durch Vereine, Initiativen und die interessierte Bürgerschaft. In dem vom Büro Machleidt vorgelegten Konzept ist eine umfangreiche Bürgerbeteiligung mit mehreren Terminen vorgesehen.

Die gemeinsam mit Bürgerschaft, Politik und Verwaltung ausgearbeiteten Ergebnisse sind wesentlicher Bestandteil des StEK und werden sich in den konkreten Maßnahmen, die für Gronau erarbeitet werden, widerspiegeln.

Hinweis der Redaktion: Das Bürgerportal und die Solidarconsult gGmbH hatten das Strategische Entwicklungskonzept Gronau mit einem eigenen ForumGronau begleitet, das bereits eine Vision der Bürger:innen für ihren Stadtteil erarbeitet hat und nun eigenständig weiterarbeitet. Dabei ist auch eine Schwerpunktseite für Gronau entstanden.

Bereits im Jahr 2020 wurde ein politischer Antrag gestellt, einen Rahmenplan für Gronau zu erstellen, damit städtebauliche Mängel in Gronau beseitigt und planerische Perspektiven für eine sozial, ökologisch und städtebaulich ausgewogene Entwicklung erarbeitet werden können.

Nach Bildung einer Arbeitsgruppe und intensiven Vorbereitungen wurde dann schließlich im Stadtentwicklungs- und Planungsausschuss am 10. Januar 2023 ein Beschluss zur Ausschreibung von Planungsleistungen für das StEK Gronau gefasst. Nach der Ausschreibungsphase haben sich die drei Büros in einer Konzeptpräsentation am Donnerstag, den 22. Juni 2023 vor einer Jury durchgesetzt. Die Stadt Bergisch Gladbach dankt auch den weiteren Büros, die teilgenommen haben, für das Engagement und die ansprechenden Konzepte.

Das StEK Gronau wird 2023 und 2024 erarbeitet. Über die nächsten Schritte und die Beteiligungsmöglichkeiten wird die Stadtverwaltung zu gegebener Zeit nochmals gesondert informieren.

Für Bürgerinnen und Bürger steht ab sofort auf der städtischen Website eine Website des StEK Gronau zur Verfügung. Interessierte können sich dort über das StEK und die Vorhaben informieren und immer auf dem neusten Stand bleiben. Ebenso gibt es dort die Dokumentation der Vorbereitungsphase zum Download sowie Antworten zu vielen Fragen rund um das StEK. Für Fragen und Anmerkungen wurde außerdem die Mailadresse stek-gronau@stadt-gl.de ins Leben gerufen.

Hier werden offizielle Pressemitteilungen der Stadtverwaltung veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung des unabhängigen Bürgerportals iGL wieder.

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