Am Mittwoch hatte der Schneefall pünktlich um 13 Uhr begonnen, der Verkehr lief zunächst ohne größere Beeinträchtigungen

Die Bezirksregierung hat ihre Verfügung, dass der Schulbetrieb aufgrund der Schneelage ruht, auf Donnerstag ausgeweitet. Erneut sollen die Schüler:innen in der gesamten Region zu Hause bleiben und die Schulen Distanz-Unterricht anbieten. Dieses Mal ist auch die Stadt Köln eingeschlossen.

Die Mitteilung der Bezirksregierung an alle Schulen in der Region ist nahezu identisch mit der vom Vortag: Da der Deutsche Wetterdienst die „Gefahr des Auftretens von starkem Schneefall / Glatteis“ vorhersagt ruhe wie am Mittwoch auch am Donnerstag (18.1.) der Schulbetrieb im gesamten Regierungsbezirk.

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Aktuelle Warnlage des DWD: „Von Mittwochmorgen bis Donnerstagmorgen bevorzugt vom Aachener Raum, der Eifel und dem südlichen Niederrhein bis zum Siegen-Wittgensteiner Land und Hochsauerland markante bis unwetterartige Schneemengen von 15 bis 30 cm in 24 Stunden (UNWETTER). Von der Eifel bis in den Rhein-Sieg-Kreis kurzzeitig auch Übergang in Schneeregen oder gefrierenden Regen, dabei lokal Glatteis. Am Donnerstagvormittag südostwärts abziehende Schneefälle. Danach bis auf einzelne leichte Schneeschauer niederschlagsfrei.“

Dieses Mal ist auch die Stadt Köln eingeschlossen, nur in der Stadt Leverkusen sowie jetzt im Kreis Heinsberg sollen Schulen und Schulträger selbst entscheiden. In allen anderen Landkreisen – und so auch im Rheinisch-Bergischen Kreis – lasse „das Unwetter einen geordneten Unterrichtsbetrieb ohne eine Gefährdung von Schülerinnen und Schülern“ nicht zur.

Die Lehrerschaft soll dennoch in die Schulen kommen und Distanzunterricht anbieten. Für Schüler:innen, die dennoch in den Schulen erscheinen soll eine Betreuung organisiert werden.

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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  1. zu Schulschliessungen wegen Schnee:
    sollte man hier nicht etwas differenzierter vorgehen.? Bei solchem Wetter müssten in Bayern und Österreich den halben Winter über die Schulen geschlossen bleiben.

  2. Vorsicht!
    Ab Montag ist wieder Starkregen mit Sturm angesagt. Ab Mai ist es wahrscheinlich wieder sehr heiss.
    Warum die Schulen zwischenzeitlich wieder öffnen?

  3. Denkt bitte auch an die Lehrer! Nicht nur für die Schüler ist es ein Graus auf den Unterricht aufgrund der starken Unwetterlage (bis zu 5 cm Schnee) verzichten zu müssen!

  4. Das große Problem wird wohl sein, dass heute keiner mehr so richtig auf Winter eingestellt ist.

    In den 60ziger Jahren gab’s zu meiner Schulzeit noch richtige Winter. Der Bus fuhr dann teilweise auch nicht mehr. Die Schule war 4KM in der nächsten Kreisstadt. Der Unterricht fand aber statt. Schulfrei wegen Schnee ? Ich kann mich nur erinnern, dass es ein Schulbrot extra gab und man um kurz nach 6 los marschierte um um 8 Uhr pünktlich in der Schule zu sein.
    Wir hatten dann aber eine findige Idee, die aber leider zu grossen Ärger für uns führte.
    Wir klauten die langen Ketten der früher üblichen Pendeluhren und bastelten daraus Schneeketten für unsere Fahrräder.
    Funktionierte aber nur für eine Fahrt und endete für die Ketten regelmässig mit Totalschaden und in Folge mit Stubenarrest.

    Am besten hier gefällt mir der Kommentar von Dirk Greinius mit den Vorstadtförsterinnen. Der Gedanke ging mir auch durch den Kopf :-))) Super! ;-)

  5. Wer wie ich heute morgen zu Fuß unterwegs war/ist (Fahrrad ist mir gerade zu gefährlich), wird gewisse Sympathien für geschlossene Schulen entwickeln. Fuß- und Radverkehr sind quasi vom Straßenverkehr ausgeschlossen. Während die wichtigen Straßen für den Kraftverkehr selbstverständlich geräumt sind, gucken alle Anderen in die Röhre. Wobei zumindest die meisten Anwohner ihrer Räumpflicht nachzukommen scheinen. Für die städtischen (Rad)Wege konnte ich das eben nicht beobachten.
    Mit dem Fahrrad ist es so also nur unter quasi Lebensgefahr, zu Fuß nur sehr beschwerlich (mit unfreiwilligen Slapstick-Einlagen) möglich von A nach B zu kommen. Ich glaube Busse fahren gerade überhaupt nicht(?). Die Haupt-Fortbewegungsarten für Schüler*innen sind somit kaum zumutbar bzw nicht verfügbar und ich kann mir lebhaft vorstellen wie es wäre, wenn nun tausende verzweifelte, mit dem Schnee völlig überforderte Eltern, versuchen würden ihre Kinder mit dem Auto irgendwie der Schulpflicht zuzuführen…

    1. Doch, die Busse fahren in Bergisch Gladbach. Und das war auch um 7.00 Uhr schon so.
      Gestern Nachmittag waren zig Eltern mit ihren Kindern mit Schlitten unterwegs – zum gemütlichen Spaziergang. Aber der Weg zur Schule ist nicht möglich, da unsicher. Komisch.

    2. Versuchen Sie mit Ihren Birkenstocks gerade von A nach B zu kommen? Oder haben Sie zum ersten Mal Kontakt mit Schnee? Mit halbwegs ordentlichen Schuhen ist das ganze kein Problem, achja, bitte ziehen Sie noch eine Jacke, Mütze und Schal an, der Schnee kann kalt sein.
      Solch eine Einstellung/Meinung kann ich nicht wirklich ernst nehmen.

      1. Es können halt nicht alle Menschen so Profis sein wie Sie, lieber Herr Lesnik. Aber danke für die Tipps und die netten Worte.

        “Solch eine Einstellung/Meinung kann ich nicht wirklich ernst nehmen.”

        Das beruht immerhin schon mal auf Gegenseitigkeit.

  6. Wenn ich hier so eine dummen Kommentare lese könnte ich Kotzen.
    Klar ist es für einige Eltern doof wenn die Kinder plötzlich Zuhause sind,weil sie vielleicht arbeiten müssen,aber was nützt es wenn die Schulen offen sind und wir als Busfahrer nicht fahren können,weil Grade in Lindlar,oder Kürten die ganzen Berge. Da wo ihr kaum mim Auto her fährt,sollen wir mit den Bussen fahren,oder glaubt ihr das euere Kinder von Lindlar zu Fuß nach Kürten,oder Richtung Wipperfürth zu Fuß laufen. Ich lach mich weg

    1. Hallo Max,
      lange nicht jedes Schulkind ist auf den Bus angewiesen und kann fußläufig den Weg zur Schule bestreiten. Und die Lehrkräfte müßten – wie viele andere Berufstätige auch – den Weg zur Arbeit gehen/fahren. Warum diese für sich aus dem unterrichtsfrei gleich einen “Urlaubstag” machen ist mir unerklärlich. Ich bin vor Jahren mal 1 1/2 Stunden im Schnee zu Fuß zur Arbeitsstelle gegangen. Und fahren mit dem Auto war sowohl gestern und ist auch heute in Bergisch Gladbach möglich.

    1. Weil sie nicht von der Bezirksregierung freigestellt bekommen ob sie öffnen und die Beschäftigten nicht so von der Arbeitsstelle wegbleiben können.

  7. Morgens 3 cm Schnee, jetzt gut 10. Sind ja quasi sibirische Verhältnisse…
    Solange die Heizung funktioniert, ist das wohl kaum ein Grund, Schulen zu schließen. Wenn die Busse im Stau stehen, kommen Manche eben verspätet (oder schlimmstenfalls gar nicht) – so what? Dafür machen Schulweg und Pausen zehnmal soviel Spaß!

    Zunehmende (Extrem-)Hitze, bei der sich niemand konzentrieren kann, ist ein viel größeres Problem: Ab welcher Temperatur fällt im Sommer der Unterricht aus?

  8. Die Maßnahme der Schulschließung ist für beide Tage nicht verhältnismäßig.

    1. Sehe ich ganz genauso! Flächendeckende Schulschließungen scheinen sich etabliert zu haben. Ist auch wahnsinnig einfach. Ich bin nur noch sprachlos. Im Artikel steht etwas von „Distanzunterricht“. Gibt es wirklich eine Schule in Bergisch Gladbach die das anbietet?

      1. Das tun im Grunde alle. Das wurde in der Coronaphase technisch etabliert und ist eingeübt. Für die Schulen (die weiterführenden zumindest) ist es kein Problem, kurzfristig von Präsenz- auf Distanzunterricht zu wechseln.

      2. @Drucker:
        Leider kann ich das so nicht bestätigen.
        Vereinzelt haben die Lehrer meiner Kinder Aufgaben gestellt.
        Vom Begriff Distanzunterricht ist das aber weit entfernt.

      3. Es gibt keinen Distanzunterricht. Und keine extreme Wetterlage. Gilt für mein Umfeld.

      4. Kommt drauf an,
        meine Tochter 3te Klasse hat einiges an Arbeitsmaterial erhalt, darf meine Frau nun zusehen, wie die bearbeitet werden, obwohl die Klassenlehrerin 1 km weiter im Klassenraum sitzt und ein Weg absolut zumutbar wäre.
        meine zweite Tochter 5te Klasse Gymnasium hat stellenweise Arbeitsmaterial und stellenweise Online-Unterricht.

        Ich finde die Regelung der Bezirksregierung immernoch falsch, eine Familie, die auf einem Berg im bergischen wohnt, wo kaum ein Auto vorbeikommt kann doch selbstständig in Absprache mit Schule entscheiden zuhause zu bleiben, während nun dutzende Kinder irgendwie betreut werden dürfen.

        Hauptsache wir entmündigen nach und nach die Menschen und wundern uns dann, dass diese stellenweise seltsame Verhaltensweisen an den Tag legen.

      5. Da habe ich wohl zu stark verallgemeinert, was ich von Schülern und Lehrern aus der Familie und dem Bekanntenkreis gehört habe. Die waren, soweit sie Gymnasien oder Realschulen besuchen bzw. dort unterrichten, wie zu Coronazeiten im Distanzunterricht.

        Können sollten es jedenfalls alle weiterführenden Schulen, denn die Technik ist vorhanden, und die Lehrerinnen und Lehrer haben ihre Unterrichtsstunden sowieso vorbereitet. Wenn einzelne Schulen dann einfach nur die Tür abschließen und sonst nichts tun, ist das tatsächlich ein schwaches Bild.

  9. Schade,
    jetzt hätten die Vorstadtförsterinnen in ihren fetten SUVs endlich mal Gelegenheit zu zeigen dass sie auch Auto fahren können, auf den 1300 Metern zur Schule.

  10. Das morgen die Schulen geschlossen werden, ist vermutlich einfach nur konsequent, weil er will sich nachher erzählen lassen, dass bei Schneefrei die Schulen geschlossen waren und dann am Folgetag die Schulen bei Schnee offen.
    Man hätte sich auch einfach für die verspätete Meldung von Dienstag entschuldigen können und zugestehen können, dass man wohl überreagiert hat.

    Mir bereitet Sorge, wie schnell hier “zum Schutze der Kinder” die Familien, Lehrer, Arbeitgeber einfach vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Werden wir in Zukunft sowas auch bei Mittelmäßigem Wind, stärkeren Regen, 29 Grad im Schatten erleben?

    Sollten wir mal einen richtigen 3-Wochen Winter erleben, lassen wir dann die Schulen Wochenlang zu?

    Das diese Meldungen Nachmittags rausgehen, wenn Lehrer und Arbeitnehmer stellenweise schon auf dem Heimweg sind und nun alle beteiligten irgendwie Hals über Kopf den Folgetag planen dürfen, ist einfach nur eine bodenlose Frechheit.

  11. Ich kann Pierre nur zustimmen. Das ist echt ein Witz. Besser wäre es, wenn man es den Schülern offen lässt ob sie kommen oder nicht und einfach auf die Anwesenheitspflicht verzichtet. Das würde vielen schon helfen!

  12. Passt hier nur am Rande, aber: Gibt es Infos, ob die Müllabfuhr morgen kommt?
    Wsl eher unwahrscheinlich…

  13. Wenn ich da an meine Schulzeit zurück denke , da ist das jetzt gar nichts gegen und wir mussten zur Schule , was die Kinder heutzutage alles an freien Tagen und aus welchen Gründen teilweise haben ist nur als Paar zu bewerkstelligen wenn es um freie Tage geht , es wird immer wieder so schnell Schulfrei erteilt, egal wie die Eltern es bewerkstelligt bekommen , denn mit normalen Urlaubstagen bekommt man es schon nicht abgedeckt dazu dann die unfreiwilligen Schließungstage! Allein das heute die Schule meiner Tochter geschlossen wurde und 10 Minuten bevor regulär Schulfrei gewesen wäre fing es leicht an zu schneien… Dafür musste der Tag dennoch frei genommen werden !! Hier sollte das Schulamt und die Entscheidungsträger unbedingt mal wieder nah am Bürger und mit Verstand Agieren.

    1. Der Vergleich hinkt ein bisschen. Auch in meiner Schulzeit gab es Unterricht bei Schnee. Ab einer bestimmten Menge gab es allerdings Schneefrei, das Pendant zu Hitzefrei im Sommer. Was kein Problem war, da in der Regel die Mutter oder eine Oma zu Hause war für das Kind.
      Der andere Unterschied ist, dass es in meiner Kindheit möglich war, auch 2 Klassen zusammen zu legen, falls Lehrkräfte ausfielen, ohne dass das Chaos aus rache. Wir waren es einfach gewöhnt, auf Erwachsene zu hören und uns zu benehmen. Heute riskieren Lehrer Beschwerden, Klagen und Ähnliches, wenn etwas passiert; sowohl im Klassenzimmer als auch auf dem Schulweg. Dass der Schulträger das nicht riskieren will, kann ich gut nachvollziehen.
      Ich habe 3 Kinder groß gezogen und war mir vom ersten Tag bewußt, dass die Betreuung und Erziehung in erster Linie MEINE Aufgabe ist und nicht die des Staates.