Die linke der beiden Kastanien ist schwer geschädigt und wird am Montag gefällt.

Seit mehr als 100 Jahren stehen zwei Kastanien im heutigen Forumpark, eine davon ist jedoch schwer geschädigt und muss jetzt gefällt werden. Zuvor hat die Stadt sicher gestellt, dass der Baum tatsächlich unbewohnt ist.

Eine der Kastanien im Forumpark ist nicht mehr standsicher und muss daher gefällt werden, teilte die Stadtverwaltung jetzt mit. Da in der kommenden Woche die Pfingstkirmes aufgebaut ist müsse der mächtige, 1917 gepflanzte Baum mit einem Stammumfang von 400 cm bereits am Montag gekappt werden.

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Das Todesurteil für den Baum sei gefallen, nachdem ein unabhängiger Sachverständiger hat bei einem Zugversuch festgestellt hatte, dass die Kastanie nicht mehr verkehrssicher ist und Bürgerinnen und Bürger gefährden könne. Deshalb sei der Stadtverwaltung keine andere Wahl, als die Kastanie noch vor der anstehenden Pfingstkirmes zu fällen.

Vor Ort fällt der Unterschied der beiden Bäume sofort ins Auge. Die Kastanie, die weiter in den Park hinein auf der Wiese steht hat einen gleichmäßigen Wuchs und wirkt vital; die zweite Kastanie am Rand des Parks an der Einfahrt in die Tiefgarage sieht dagegen schwer geschädigt aus, ihre Krone wird bereits mit Seilen zusammengehalten.

Damit bei der Fällung keine Tiere zu Schaden kommen, wurde der Baum bereits von der Abteilung Umweltschutz mit Hilfe eines Hubsteiger und eine rEndoskopkamera auf bewohnte Nester und bewohnte Höhlungen abgesucht. Neben Vögeln wurde dabei auch auf Fledermäuse geachtet. Da keine Tiere gefunden worden seien steht der Artenschutz der Fällung des Baumes nicht entgegen.  

Der Baum wird voraussichtlich am gleichen Stadtort ersetzt, die Stadt geht dabei von einem „etwas größeren Exemplar als üblich“ aus.

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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  1. Guten Morgen, es mag ja sicherlich erforderlich sein, die Kastanie zu fällen.
    Allerdings stellt sich mir die Frage, warum dies in der Vegetationszeit gemacht wird.
    Warum nicht davor? Es geht ja nicht nur darum, ob Nester, Fledermäuse etc. dort derzeit nisten, sondern auch darum, dass der Baum in der Blüte steht und für viele Insekten und Pilze eine Heimat ist.
    Seit Jahren ist bekannt, dass der Baum nicht der sicherste ist, sonst hätte man ihn
    schließlich nicht schon durch Bänder in der Baumkrone vor Jahren gesichert.
    Natura 2000 scheint für die Stadt Bergisch Gladbach nicht zu gelten!
    Fragwürdiges Vorgehen.

  2. Schade um die Kastanie, die noch vor 100 Jahren als Alleebaum zur Villa Zanders diente. Ein Baum stirbt i.d.R. langsam. Mit dazu beigetragen hat sicherlich leider auch die Kirmes noch vor der Umgestaltung des Forumparks. Immer wieder wurden im Kronenbereich des Baumes angeblich unschädliche Kirmesgeschafte angeboten oder die Fläche als Abstellplatz für Kirmesgefährte missbraucht, die den empfindlichen Wurzelbereich verdichtet haben. Das ehemalige Grünflächenamt und später StadtGrün mussten unzählige Male, den von Autoreifen zerfahrenen Rasen auf Kosten der Steuerzahler wieder instand setzen. Seit der Umgestaltung des Forumparkes ist dieser Missstand zum Glück behoben.
    Aber merke – Bäume sterben langsam!, deshalb rechtzeitig den Kronenbereich von Bäumen schützen und bitte nicht verdichten.

  3. Und es reicht leider nicht, einen relativ großen Ersatzbaum zu pflanzen, sondern es muß die CO2-Leistung dieses Baum ersetzt werden.
    Auch ein Forum-Park sollte ein Park sein und kein Park-Platz!

  4. Gladbach, deine grauen Parks – vermutlich muss der Baum rechtzeitig vor der Kirmes weg, damit dort noch ein beknacktes Fahrgeschäft hin passt.
    Wo andere Städte, sogar kleinere, wenigstens ein ansehnliches Grün vorweisen können, holzt man hier lieber gleich alles ab (Schloßstraße, Hauptstraße) oder zäunt es ein (Friedhof Sand). Es ist eine Schande…

  5. Du kommst aus Bergisch Gladbach, wenn…
    … du dich daran erinnerst, welch beeindruckende Bäume früher im Forum-Park standen :’-(
    Und es ist jetzt egal, ob die Tiefgarage, die Parkpflasterung, die Kastanienminiermotte oder etwas anderes zu diesem Ergebnis geführt haben, der menschliche Anteil daran wird wahrscheinlich hoch sein.
    Daher bin ich dagegen, hier für teures Geld einen weiteren Baum seinem baldigen Ende entgegenzupflanzen. Wie sollte er sich in dieser lebensfeindlichen Steinwüste denn etablieren können? Geeignet ist in so einer Umgebung höchstens ein Feigenbaum, der liefert dann sogar genügend echte Feigenblätter.

  6. Nin ja….,wenn man an bzw. neben alterwürdigen Bäumen ein Parkhaus baut und zu diesem Zweck die Baumscheibe versiegelt,braucht sich nicht zu wundern.
    Tiere,wie Specht,Baumläufer oder auch Fledermäuse und Eichhörnchen ,meiden instinktiv Bäume,die ” eingehen” als Domizil.

    Da ich , seit über 30 Jahren , in der Schorfheide zuhause und seit längerer Zeit in der Außenanlagenpflege eines großen Universitätsklinikums tätig bin,sind mir solche ” Fauxpas” wie in meiner Heimatstadt GL , auch in Berlin bekannt.

    Wer die Kosten der Fällung übernimmt? Die Stadt….!
    Tja,wer nicht achtet,was schon lange ist,bezahlt am Ende den( selbst-) verursachten ” Mist”!
    Als ob GL nicht genug im Minus steht….!

  7. In dem Artikel “Ein Baum ist ein Baum – und kein Schrank” im Bürgerportal stellt sich eine Kastanie von 1880 vor. Welche Kastanie ist denn von 1917?

    Gab es nicht schon mehrmals die Behauptung, ein Baum sei krank, und hinterher stellte sich heraus, dass er von selber wieder gesundete, vor allem bei Kastanien?

    Und warum jetzt diese merkwürdige Eile mit der Fällung? Was sagt denn der Stadtrat dazu? Hat er wieder gegenüber der Verwaltung nichts zu sagen –wie bei den Wahllokalen? Demokratie lässt grüßen.

    1. Eile? Wissen Sie, wann der Baum untersucht wurde?
      Und merkwürdig? Ein nicht mehr standsicherer, sehr großer Baum, direkt an / in einem großen Platz / Park, in dessem direkten Umfeld regelmäßig Veranstaltungen stattfinden. Was ist daran merkwürdig, wenn der zeitnah gefällt wird (nachdem er von einem Sachverständigen untersucht worden ist).

      Natürlich ist das Schade. Und natürlich ist der Forumspark an und für sich nicht gerade mit Bäumen gesegnet (ich habe nie verstanden, wer diesen Spielplatz ohne jeden Schatten geplant / abgesegnet hat). Aber deshalb muss man doch nicht direkt fabulieren, dass hier irgendwas “merkwürdig” abläuft. Hilft doch keinem weiter.

  8. Oh je, wie unglaublich schade! Dabei gibt es kaum freie Sitzflächen in Bergisch Gladbach, die auch etwas Schatten bieten.

  9. Ich komme eben aus dem Parkder Villa Hügel, in dem wunderschöne alte Kastanien stehen. Dort haben die aber einen anderen Untergrund, kein Pflasterung unter der Krone. Ich habe den Eindruck, daß wir mit unserer Versiegelung den “Tod” der schönen alten Bäume fahrlässig herbeiführen. Alle Bäume haben es aufgrund der Umweltbedingungen immer schwerer. Der Mensch tut wirklich alles, um ihnen den letzten Stoß zu versetzen. Ich bin schockiert. Endlich hat die Kirmes keine Einschränkungen mehr (Ironie)