Den klassischen Postboten gibt es schon lange nicht mehr, jetzt geht es auch den Briefträger:innen auf den Lastenrädern an den Kragen: Die Deutsche Post hat auch in Bergisch Gladbach die Brief- und Paketzustellung zusammengelegt und fährt im motorisierten Transporter vor. Dafür hat sie bereits alle Stützpunkte vereint, in einer neuen Zentrale an der Zinkhütte.

Immer weniger Briefe und immer mehr Pakete werden verschickt – und haben die Deutsche Post zu einer grundlegenden Strukturreform veranlasst: seit 2022 setzt sie in ländlichen Bereichen auf die „Verbundzustellung“. Eine Person liefert alles zusammen aus. Und das geht nur mit einem motorisierten Fahrzeug – bislang in der Regel mit dem klassischen VW-Transporter mit Dieselantrieb.

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Dieses Verbundsystem wird jetzt aber auch auf Großstädte ausgeweitet: In Bergisch Gladbach habe die Post ihre bisherigen Zustellstützpunkte (für Briefe) und ihre Zustellbasis (für Pakete) bereits an einem einzigen Standort im Gewerbegebiet An der Zinkhütte zusammengelegt, bestätigte ein Sprecherin des Unternehmens auf Anfrage.

Zudem gebe es in einigen Stadtteilen schon jetzt keine Briefträgerinnen oder Briefträger mehr, sondern nur noch „Verbundzusteller“. Nach und nach soll diese Struktur in ganz Bergisch Gladbach installiert werden, kündigt die Sprecherin an. „Mittelfristig“, einen konkrete Zeitplan gebe es dafür aber nicht.

Das neue Verbundzentrum an der Senefelder Straße. Foto: Thomas Merkenich

Kann das für das Klima gut sein? Ein Besuch auf der Basis von Post und DHL an der Senefelder Straße bestätigt den Verdacht. Dort ist eine ganze Flotte von Dieselfahrzeugen stationiert, die nun statt der elektrisch betriebenen Lastenräder eingesetzt werden.

Ein Bürgerportal-Leser, der uns auf diese Entwicklung aufmerksam gemacht hat, beschreibt die Praxis so: „Der Zusteller fährt einige Meter, lässt den Motor laufen, bedient 3 bis 4 Häuser zu Fuß – und dann alles wieder von vorne. Und keiner schreit auf!“

Foto: Thomas Merkenich

Nach und nach, so die Postsprecherin, sollen die Transporter elektrisch angetrieben werden. E-Ladesäulen seien in der Senefelder Straße bereits installiert worden, „einige elektrisch betriebene Fahrzeuge“ seien schon im Einsatz. Die E-Flotte werde „sukzessiv weiter ausgebaut“, dabei werde die Post aber durch Lieferschwierigkeiten gebremst.

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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  1. Das mit der neuen Zustellart bei der Post funktioniert super. Jetzt bekomme ich Briefe, Zustellurkunden, etc., die zwar die gleiche Hausnummer haben wie ich, aber in eine ganz andere Straße gehören und natürlich auch mit einem anderen Namen adressiert sind. Ist bei mir jetzt schon 3-mal passiert. Beim ersten Mal habe ich die Post dann an die korrekte Anschrift gebracht, dann nochmals in einen Briefkasten geworfen und beim letzten Mal habe ich den neuen Zusteller erwischt und ihm die Post wieder mitgegeben. Das gleiche ist einer Nachbarin genau so passiert. Läuft!!!
    Die Pakete kommen jetzt auch nur noch schleppend, an meine Privatadresse lasse ich ab sofort nichts mehr liefern, nur noch an eine Paketbox, in der Hoffnung das die Lieferungen dann besser funktionieren und pünktlich sind! Ich bin total enttäuscht, alles war super und jetzt herrscht nur noch Chaos

  2. In der Bensberger Fussgängerzone haben schon viele Läden aufgemacht und wieder zugemacht.
    Die Mieten viel zu teuer, die traditionelle Laufkundschaft gibt es nicht mehr.
    Es gibt nur noch ganz wenige Geschäfte, die punkten mit Tradition und Fachkompetenz.
    Dazu gehört vielleicht Immobilienbesitz, wie kann ich einen Laden am Laufen halten wenn ich jeden Monat Miete abdrücken muss?

  3. Wenn ich mir eine Jacke kaufen will hätte ich gern eine die passt.
    Im Internet kann ich sie nicht anprobieren.

    Ist das denn so schlimm zum örtlichen Händler zu gehen und vielleicht 20 € mehr zu bezahlen?

    Rückversand, Bestellung in anderer Größe ist auch nicht stressfrei. Womöglich passt es dann immer noch nicht.

    Die Behauptung, Einzelhandelskaufleute seien nicht geschult, kann ich nicht bestätigen.

    Beispiel (25 Jahre her): Beerdigung, ich wollte eine schwarze Hose. Sagte der Verkäufer: nehmen sie eine Levi´s 501,
    damit kommen sie überall hin, so lange sie noch schwarz ist und noch nicht 20 Mal durchgewaschen.

    Hat funktioniert, damals gab es noch den Dresscode, das man bei Beerdigungen in bedeckter Kleidung, nicht unbedingt voll in schwarz, auflaufen sollte.

    Die Hose habe ich heute noch, Ok, inzwischen ist sie nur noch dunkelgrau, ich nutze sie immer noch für bei der Arbeit.

    Die Behauptung dass Einzelhandelskaufleute keine Ahnung hätten von dem was sie verkaufen kann ich nicht bestätigen.

    Bei mir um die Ecke gibt es einen Elektromeister, dessen Hobby sind wohl Lampen.
    Der hat mehr Lampen im Schaufenster als IKEA.

    Der hat derartigen Zulauf, da findest du keinen Parkplatz mehr.
    Da sitzt die Fachkompetenz.

    Im Internet versuchen sich viele irgendwas zu verkaufen.
    Ist ja auch einfach, Account einrichten, Großhändler finden, prüft doch kaum einer ob du Ahnung von der Materie hast.
    Ich möchte nicht wissen wie die Paketdienste mit den Hin- und Her- und Rücksendungen beschäftigt sind.

    Ich möchte nicht, wenn ich mit dem Rad durch die Bergisch Gladbacher Fußgängerzone fahre, leere Ladenlokale sehen.
    Die paar Cent, die wir da mehr zahlen müssen sollte es uns wert sein.

    1. “Ich möchte nicht, wenn ich mit dem Rad durch die Bergisch Gladbacher Fußgängerzone fahre, leere Ladenlokale sehen.”
      Oha, ein neuer Punkt für Diskussionen….nix für ungut.

  4. An der Zinkhütte

    Erklär mir bitte einer warum vor einigen Jahren der Bahnanschluss zum Industriegebiet “An der Zinkhütte” unwiederbringbar plattgemacht worden ist.

    Ich hatte damals Briefe geschrieben, an alle mögliche Stellen.

    Die Idee war klar: das Paketaufkommen kommt mit der Bahn da an, liegt zentral, zwischen Gladbach und Bensberg,
    mit einem elektrisch unterstütztem Lastenrad ist man in wenigen Minuten in der Gladbacher Fussgängerzone, Bensberg ist auch nicht allzu weit. Man hätte den Lkw-Verkehr bestimmt auf die Hälfte reduzieren können.

    Meine Fräse…

  5. Ich habe heute im Radio eine Musik gehört:
    Freitags ist sie nie da.

    Was die Post angeht:
    Montags ist er nie da, und das geht schon seit vier, fünf Jahren so.

    1. Dass der Briefträger montags selten kommt, liegt daran, dass die gewerblichen und behördlichen Briefversender, die inzwischen den größten Teil des Briefaufkommens ausmachen, am Samstag dicht haben. Wenn die neuen Regeln in Kraft treten, nach denen der Post längere Brieflaufzeiten zugestanden werden, wird auch montags wieder öfter mal was im Kasten sein – da kommt dann die Post, die freitags verschickt wurde und die bislang größtenteils samstags eintrifft.

  6. Wenn man einen kalten Dieselmotor startet gibt es immer eine Extraportion Diesel, damit er eben zügig anspringt.
    Wenn man ihn laufen lässt hat man das Problem nicht.

    Also stellt sich für mich die Frage, ab wieviel Sekunden oder Minuten es sinnvoll ist den Motor abzustellen.

    Der Anlasser zieht Strom, den kriegt man nicht geschenkt, die Lichtmaschine muss arbeiten, wieder ein paar Tropfen Diesel durch den Auspuff.

    1. Wenn der Zusteller aus dem Depot kommt und beim ersten Zustellpunkt den Wagen ausmacht, dann ist der Motor nicht mehr kalt. Und der kühlt auch nicht so schnell wieder ab, dass danach ein Kaltstart erfolgen würde.

      Die Stromfrage für den Wiederstart ist technisch längst gelöst. Startergeneratoren oder Supercaps für das Start-Stopp-System regeln die Sache.

  7. Zum Artikel Postboten mit dem Auto.
    Wenn schon Dieselfahrzeuge dann kann doch wenigsten der Motor aus gemacht werden.
    Auch vor unserem Garten stand das Postauto mit laufendem Motor. Das ist nicht zu mutbar denn Dieselmotoren sind zu laut.!!!!!

    1. Angelika,
      Dieselmotoren sind nicht mehr laut.

      Nun sollte der Fahrer/die Fahrerin geschult sein, ab wieviel Sekunden/Minuten es sinnvoll ist den Motor abzustellen

  8. Lustig, wie eine Diskussion von der Ausgangslage Fahrrad-Auto auf den Einzelhandel schwappt.
    Und wenn dann noch die Streitigkeiten über die einzelnen Formen der Energieberechnung aufkommen…sorry, aber werden auch die “abgehenden Winde” der Zusteller erfasst?
    Manche haben scheinbar zuviel Zeit am Tag.

    1. Der Daimler wird es machen,
      den Sesselfurz ins Verbrennungssystem zurückzuführen.

  9. Unsere Wohlstands-, gehfaule- und kaum fahrradaffine Gesellschaft, wovon ich natürlich alle Menschen mit Behinderung ausnehme, nähert sich römischen Verhältnissen der Zeit, als die Fress- und Saufgelage in Rom auf Liegen stattfanden und von Sklaven den Herrschaften so viel in den Mund gestopft und geschüttet wurde, dass hinterher Federn verlangt wurden, deren Funktion wohl bekannt ist.

    Nein, Spaß beiseite. Die mal wieder aus Amerika rübergeschwappte Unsitte, sich zuhause alles ansehen zu können, dann bequem zu bestellen, 1 – 3 x zurückzuschicken, um dann doch was anderes zu bestellen, hat die Umsätze von Einzelhändlern stark zurückkgesdrängt. Wenn hier geschrieben steht, dass man “Kauferlebnisse” nicht kenne, scheint mir das schon in die Richtung römischer Lebensart zu gehen.

    Aber Fahrradaffinität, wo ist sie denn vor Einzelhändlern zu finden? Ich kann mir nicht vorstellen, dass Lastenräder, die alle einen Ständer haben, nicht auf den Bürgersteigen parken können.

    Natürlich stellen die Baumaßnahmen in der Schlossstraße eine besondere Situation dar, aber Aufenthalts- und Kauferlebnisse vor Beginn der Arbeiten dort waren schon weit entfernt vom ehemaligen Flair, der die Schlossstraße einst ausmachte. Daran sind sicher auch die vielen Versandhändler schuld aber auch die fehlenden Ideen der Einzelhändler und die teils unangemessene Mietengier der Immobilieneigentümer.

  10. Bei uns ist es genau wie in dem Artikel beschrieben, die Zustellerin kommt und läßt den Motor laufen. Verteilt in 2-3 Häusern zu Fuß die Post/Pakete, steigt wieder ein und der Prozess beginnt von vorne. Ein Gruß an das Klima.

  11. Abgesehen von der Umweltbelastung finde ich es auch eine Zumutung für die ehemaligen Zusteller. Bisher mit dem E-Bike an frischer Luft unterwegs, schnell von Haus zu Haus geteilt wurde aus dem Zusteller ein Paketfahrer. Unser Paketfahrer ist jetzt nach 2 Wochen völlig gestresst von der Hetze und der ständigen Suche nach einem Parkplatz auf 4-5 Metern. Was sind das bloß für furchtbare Arbeitsbedingungen.

  12. Freuen uns auf mehr Straßenschäden durch noch mehr schwere Lieferfahrzeuge auf Bergisch Gladbachs Straßen. Aber vielleicht findet hier doch noch jemand eine Pseudostudie, welche das Vierte-Potenz-Gesetz wiederlegt und herausfindet, dass die Lastenräder auch ganz schlimm für die Straßen und Gehwege waren.

    1. Als ob der Einfluss einen VW Transporters so schlimm sei.
      Ein 3t Transporter hat gegenüber einem 2t PKW eine 5-fach höhere Belastung.
      Da ist jede Möbellieferung oder 5 Elterntaxis morgens schlimmer.

      Ein 7,5 Tonner = 3,75x PKW => 4er Potenz => 200-fache Belastung.

      Wohnstraßen mit Bk1,0 sind für 300k – 1 Mio 10-t Achsbelastungen ausgelegt.
      (2t Auto => 1t pro Achse // 10t = 10*10*10*10 = 10000-fache)

      Da macht ein Post-Transporter nun wirklich nichts ;)

      1. Warum fehlt das Lastenrad in dieser Vergleichsrechnung. Leider wird aber oft halb auf dem Gehweg gehalten, welche nun man nicht für 10t-Achslast ausgelegt sind.

  13. Ich bin sehr froh, dass es die Zustellung meiner Post und Pakete auch durch Verbundzusteller gibt, da ich meine Einkäufe (außer Lebensmittel) nur noch online bestelle. Hier bin ich sicher, dass meine Ware verfügbar ist und ich nicht beim stationären Handel Bittsteller sein muss.

    In GL kann man wirklich nicht vernünftig einkaufen! Das, was ich suche ist meist nicht vorhanden, Beratungen der Verkäufer sind aufs unterste Minimum begrenzt und die Waren im Vergleich zum online-Handel zu teuer.

    Letzten Monat habe ich einmal versucht vor dem Urlaub Kleidung in der Stadt zu kaufen – bin mindestens durch 10 Läden in GL gelaufen und habe nichts passendes gefunden. Zuhause habe ich 10 Minuten online geshoppt und die (zudem reduzierte) Ware war am übernächsten Tag passend bei mir.

    Also ist mir die Zustellung per PKW vollkommen egal, solange ich meine Bestellungen erhalte. Die Zusteller in Hebborn sind total freundlich und zuverlässig. Post erhalte ich zu 95 % per Mail, daher ist mir die eingeschränkte Briefzustellung auch egal!

    1. ….genau das. Kann ich nur zustimmen. Die Einzelhändler sind anscheinend nicht
      flexibel genug und das Personal ist auch eher auf der Flucht als beim Kunden. Es könnte ja die Work.Life-Balance ins Ungleichgewicht geraten.
      Letztlich noch erlebt. Ich war in 3 Fachmärkten um ein Bambusrollo zu erstehen.
      Nichts. Auch keine Nachfrage ob es besorgt werden soll.
      Ich habe es dann kurzerhand online bestellt. Ohne Probleme.

      Auch ich erhalte meine Post per Mail und kann mit eingeschränkter Briefzustellung sehr gut leben.

  14. Was ist denn mit den Briefträgern, die seit Jahren zuferlässig die Post zugestellt haben, die nicht im Besitz eines Führerschein sind?

  15. Es war leider zu erwarten, dass es zu Änderungen kommt, schon lange wurde ja diskutiert, dass Briefe zukünftig eventuell nicht mehr jeden Tag zugestellt werden und schon lange wurden kleine Päckchen mit der Briefpost durch den Briefträger zugestellt, was natürlich auch zu einem höheren Transportvolumen führt. Hier bei uns kam es nach Umstellung schon zwei Mal zu einem Tour-Abbruch, so dass die erwartete Post erst am nächsten Tag mit der nächsten Tour zugestellt wurde.

    Natürlich ist es ungünstig, wenn das Lieferfahrzeug mit laufendem Motor abgestellt wird, während die Post zugestellt wird, ich könnte mir aber auch vorstellen, dass es motortechnisch ungünstig ist, ein Fahrzeug im sehr kurzen Zeitabstand immer wieder zu starten. Dass derzeit weiterhin Dieselfahrzeuge verwendet werden, empfinde ich als “nicht dramatisch”, ich gehe davon aus, dass die Post nach und nach mehr Elektrofahrzeuge einsetzen wird.

    Ich finde die heutigen Möglichkeiten der Onlinebestellungen hervorragend. Ob nun jeder einzeln durch die Gegend fährt, um einen Artikel zu besorgen, den er vielleicht noch nicht einmal vor Ort erhält und so mehrere Punkte anfahren muss oder ob dieser Artikel durch ein Lieferfahrzeug geliefert wird – da sehe ich die Lieferung klar im Plus. Unnötige Wege, Zeit und Parkgebühren gespart.

    Ich kaufe zwar bewusst bestimmte Artikel im Einzelhandel, hätte aber auch kein Problem damit, wenn ich diese vor Ort nicht mehr kaufen könnte und würde dabei auch noch kräftig sparen. Gerade bei z.B. Elektrogroßgeräten ist die Auswahl vor Ort gering und die Beratung oft kaum vorhanden. Wenn man sich vorab informiert hat, weil man eigentlich Produkt x oder zumindest ein vergleichbares Produkt vor Ort kaufen möchte und zur Antwort erhält “haben wir nicht, kann ich Ihnen aber bestellen” und auf die Bitte um Beratung dann durch den Verkäufer das vorgelesen bekommt, was auf deren Internetseite steht, kann man sich den Besuch im Geschäft auch sparen und direkt im Internet bestellen.

    Sehr viele Artikel, gerade die, die nicht dem klassischen Sortiment entsprechen, findet man im Einzelhandel vor Ort sowieso nicht, egal ob es Schuhe, Kleidung (besonders in Sondergrößen/Kurzgrößen), Elektroartikel oder Ersatzteile usw betrifft. Und gerade jetzt, wo alles schon sehr teuer ist, freue ich mich, wenn ich bei einer Onlinebestellung einen deutlich geringeren Preis für einen Artikel zahle.

    1. Nur zur Motorenbelastung: Das ist für den Motor kein Problem und mit einer Start-Stopp-Automatik auch für den Fahrer komfortabel zu lösen. Damit werden ein paar Prozent Treibstoff gespart (was DHL in Summe schon eine runde Summe einbringen würde) und die Umwelt entlastet. Für den Motor ist das Laufenlassen im Stand auch nicht sonderlich gut (mehr Kraftstoffeintrag ins Öl, geringer Öldruck mit schlechterer Schmierung), Taxibetreiber können ein Lied davon singen.

      Zudem ist es nach § 30 StVO untersagt, den Motor im Stand laufen zu lassen – das kann 80 € Bußgeld einbringen. Nach § 11a Landesimmissionsschutzgesetz NRW ist das ebenfalls eine Ordnungswidrigkeit, die Bußgelder nach LImschG reichen bis 5000 €.

    2. Ich Frage mich, was die Zusteller davon halten,
      Besonders die ohne Führerschein?
      Und diejenigen die seid Jahren Briefe ausgetragen haben und nun Pakete schleppen dürfen? Zudem , das erlebe ich, wenn ich Mal bestelle und hier in der Nähe (dabei sind es 3 standorte) kein Paketfach frei ist, wird es zum Edeka in ein dortiges Zeitschriftengeschäft gebracht. Ein paar Kilometer entfernt und mir bescheidenen Öffnungszeiten.
      Leider sind die Unterschiede zu groß bei manchen Dingen sodass ich online kaufe. Dabei gehöre ich zu der Sorte die gerne shoppen geht und sich noch ein Eis, Kaffee oder dergleichen gönnt. Bei den Preisen heutzutage verzichte ich jedoch immer mehr darauf. Also wird online bestellt.
      Und das tun viele,also mehr und mehr Arbeit für die Zusteller. Bis 67. Viel Spaß…
      Warum bleibt es nicht freigestellt und zb die mit den Paketen erhalten etwas mehr Lohn, aufgrund der körperlich anstrengenderen Arbeit? Ach ja. Auf e Fahrzeuge umzusatteln wird günstiger sein. Bis in ein paar Jahren gemerkt wird, E Fahrzeuge sind auch nicht toll.

  16. Ich bin über diese Entwicklung sehr traurig. Ich wohne in Gummersbach Karlskamp. Meine Erfahrungen sind negativ. Zweimal ist es in den letzten Monaten vorgekommen das ich Terminpost zugestellt bekommen habe. Bei Eintreffen derselben war erstmal die Frist nicht einzuhalten. Ich musste erst die entsprechenden Ämter und die Krankenkasse anrufen um den Grund mitzuteilen warum meine Antwort nicht zeitnah eingeht.
    Aber auch die Frage der Umwelt Belastung ärgert mich.
    Und die soziale Komponente.
    Hier wohnen sehr viele ältere Menschen und Single. Selbst das kürzeste Gespräch mit einem lebendigen und wahrhaftigen Menschen, dem völlig überlastentem Briefzusteller würde ihnen genommen.

  17. Tja, und die Fahrzeuge von amazon rollen schon seit Jahren immer nur elektrisch bei uns vor die Haustür. Aber die Post kauft erstmal Diesel und stellt dann “nach und nach” auf elektrisch um. So sieht also der Fortschritt bei großen deutschen Unternehmen aus. Man bekommt langsam echt Angst um Deutschland.

    Und dabei bietet gerade im ständigen Stop & Go-Verkehr eines Paketboten ein elektrischer Antrieb noch viel mehr Vorteile als ohnehin schon.

    Was den lokalen Einzelhandel angeht, davon fange ich lieber nicht an. Jeder meiner Versuche, den lokalen Einzelhandel zu nutzen, ist buchstäblich bestraft worden. Im Lampenladen, wo ich nach einer neuen Glühbirne für eine vom Vorbesitzer übernommene Deckenlampe nachgefragt habe, bekam ich eine völlig unsinnige “Beratung”. Diese Spezialbirne müsste aufwendig bestellt werden, würde 90 EUR kosten und mehrere Tage dauern.
    Einmal bei Amazon die Fassungsbezeichnung eingegeben: Die Halogenbirne gab es für 45 EUR. Direkt darunter der Hinweis auf eine LED-Variante für dieselbe Fassung für 9.95 EUR. Gekauft, eingeschraubt, problem gelöst.

    Zweiter Anlauf: Wir brauchen neue Deckenlampen, weil wir als neuer PV-Haushalt kein Halogen mehr haben möchten. Trotz geringer Zahl an Modellen ein schönes Modell in der Austellung gefunden. Jetzt wollten wir das in unterschiedlichen Varianten für unterschiedliche Räume haben (also auch als zweier- und dreier Variante). Aussage des Verkäufers: das muss aufwendig in Holland bestellt werden und die Lieferung dauert dann mehrere Tage.
    Also doch wieder bei amazon nachgeschaut, weil der Elektriker in 2 Tagen diese montieren sollte, und alle gewünschten Modelle für 5 bis 10 EUR weniger pro Modell gefunden. Lieferzeit: am nächsten Tag.

    Dritter Fall: ich wollte mit meiner Frau neue Matratzen kaufen gehen. Also sind wir eines freien Vormittags in den Matratzenladen um die Ecke gefahren. Ich habe auf dem Hinterhof parken wollen, meine Frage ist schonmal reingangen, um zu Fragen, ob wir den Parkplatz verwenden können (war unklar ausgeschildert). Sie kommt völlig erbost zurück. Der Verkäufer hätte sie als erstes gefragt, ob sie einen Termin hätte. Als sie mit “nein” geantwortet hat, wurde sie wieder weggeschickt. Das war im Sommer 2023! Da waren die Corona-Lockdowns nun wirklich schon lange vorbei. Wir sind dann spontan in ein Matratzengeschäft weiter unten auf der Kölner Straße gefahren und dort wunderbar beraten worden. Und haben seitdem dort insgesamt 3 Matratzen und zwei neue Betten (auch für die Tochter) mit lokaler Herstellung in Rösrath gekauft. Der andere Matratzenladen macht gerade zu.

    Mein Mitleid hält sich daher inzwischen in Grenzen. Vieles ist selbstverschuldet. Die Dauerbaustelle in der Schlossstraße trifft allerdings ohne Frage alle Geschäfte. Warum man da einer Vollsperrung zugestimmt hat, obwohl jeder eigentlich weiß, dass keine öffentliche Baustelle ihren Zeitplan einhält, ist mir ein Rätsel.

  18. Wer hier nach Umweltschutz fragt , ist leider nicht auf dem neusten Stand der Wissenschaft.es ist mühsam geworden den Unwissenden immer wieder zu erklären ,das das ein Wahlkampf Slogan war und nicht seriös wissenschaftlich begründet ist .Wegen solchen Bürgern, die indoktriniert sind ,geht Deutschland unter. SELAM

    1. Selam,
      wo haben Sie denn Ihr Wissen in Sachen Umweltschutz vervollkommnet?
      “nicht auf dem neusten Stand der Wissenschaft”?
      “nicht seriös wissenschaftlich begründet”?
      “geht Deutschland unter”?
      Indoktriniert durch AfD-Verein “Migranten für Deutschland” ? (vermutlich)

      1. Grüß Gott , Allein ihre Unterstellungen zeigen wessen Geistes Kind sie sind . Unfähig für Kritik .. keine Einsicht ! Sie dürfen nicht von sich auf andere schließen..

      2. Selam,
        falls ich Sie wirklich falsch verortet habe, bitte ich um Entschuldigung.
        Vielleicht sind Sie ja ein ganz netter Kerl, aber dieses ständige, dümmliche Rumgequatsche von wegen
        “welcher Klimawandel?”
        „nicht auf dem neusten Stand der Wissenschaft“
        „nicht seriös wissenschaftlich begründet“
        “hat es immer schon gegeben” usw.
        bringt mich mittlerweile zur Weißglut. Diese AfD-Parolen sind doch reine Volksverdummung! => “Versuch, Menschen etwas glauben zu lassen, was bei näherer Betrachtung und Untersuchung so (wirklich) kaum stimmen kann”
        https://de.wiktionary.org/wiki/Volksverdummung

  19. Wir wohnen in Lückerath und bekommen in der Regel nur noch einmal pro Woche Briefpost. Wenn ein Paket ankommt dann auch zwei mal die Woche.

  20. Zitat:
    “Kann das für das Klima gut sein?”
    Frage dazu: Welches Klima, bitte?
    Typisch für die heutige Diskussionskultur. “Weasel words”, hohle Phrasen: Jeder meint erwas (anderes) und alle stimmen zu.
    Oder ist das “Klima von Bergisch Gladbach” eine globale Singularität, nämlich unter einer hermetischen Käse – pardon Klimaglocke?

  21. Ich wohne in Bensberg. Folgende Szene. DHL-Zustellerin stellt Lieferwagen ab. Sie wirft einen Brief in Wohnungsbriefkasten. Steigt wieder ein und fährt das Auto 5 Meter (!!!) vor und wirft den nächsten Brief ein. Steigt wieder ein und fährt wieder ca 5 Meter vor und … … So geht es jeden Tag aufs Neue los. Das nennt man wohl Fortschritt im Sinne von Umweltschutz!!??

    1. Auch wenn Sie nur Briefe erblickt haben, wie soll die DHL-Dame Ihrer Meinung nach Briefe und die Massen an Warenbestellungen, die sie darüber hinaus noch im Lieferwagen transportiert, “umweltschonend” zustellen?

  22. Ich selber gehöre zu den Paketdienstleistern der ersten Stunde und war nachdem mir einiges bewusst wurde, einer der erbittertsten Gegner von diesem ganzen Paket Wahnsinn. Hinzu kam noch „Just in Time”, alles Vorfahren des heutigen Großlagers der Industrie, genannt BAB, wo heute LKW an LKW steht, das Klima verpestet und die Infrastruktur wie Brücken auf Kosten des Steuerzahlers vernichtet.

    Mit diesem Bewusstsein drückte ich nach 22 Jahren den Beruf des Logistikers in die Tonne und machte 25 Jahre lang ganz was anderes.

    Ich war bis vor wenigen Jahren ein Befürworter des örtlichen Einzelhandels und deckte meinen gesamten Bedarf im örtlichen Einzelhandel, u.A. auch deshalb, weil ich den ganzen LKW- und Transport-Irrsinn nicht unterstützen wollte. Teilweise kurven bis zu 4 Kleinbusse durch unser kleines Dorf.

    Nun hat mich aber in den letzten Jahren der gesamte örtliche Einzelhandel inzwischen überzeugt, doch zu diesem Päckchen Irrsinn zu wechseln.

    Lustlose gelangweilte junge Herren in den großen Elektronik Geschäften.

    In den Inhabergeführten kleineren Elektronik Geschäften: Haben wir nicht mehr im Sortiment. drangegeben, aufgegeben.

    In den Bekleidungsläden: Hosen in ihrer Länge führen wir nicht. Haben wir nicht mehr im Sortiment.

    Schuhe in ihrer Größe haben wir nicht. Ende der Durchsage.

    Das Sonderangebot gilt nicht für ihre Größe. Ende der Durchsage

    Inzwischen habe ich den Eindruck, man ist kein Kunde mehr, sondern ein Bittsteller wenn man nicht der allgemeinen Masse entspricht.

    Dann doch zu Hause Recherche am PC.

    Meine Hosen, die ich früher alle ohne Probleme bei C & A oder Kaufhof kaufte, kommen inzwischen mit Paket aus Amsterdam. Meine bequemen Schuhe, die ich früher in jeder Stadt, auch Bergisch Gladbach, bekam, per Paket aus den USA.

    Meine gesamten Elektronik Artikel über den grossen Versandhändler im Internet. Nee, halt zuletzt ein Smartphone beim Aldi erstanden. Preisgünstig und top.

    Und wenn’s dehmnäx das Päckchen klimaschädlich von der Deutschen Post gibt, ist mir das allemal lieber als von Hermes, wo ich immer ein ganz schlechtes Gefühl habe, wenn ich die abgehetzten Fahrer in ihren rollenden Schrotthaufen sehe.

    1. Ich teile ihre Meinung voll und ganz..und als türkischer Bürger ist das alles ,was sie beschrieben haben , noch ein Tick schlimmer..den man spürt die “Wertschätzung “der Deutschen beim Einkaufen jeden Tag ( Ironie Off). Habe meinen ganzen Bedarf an Kleidung und Elektronik bei Amazon und in der Türkei gedeckt.

      1. “als türkischer Bürger”?? Schreiben Sie uns direkt aus der Türkei oder sind Sie gerade nur zu Besuch hier?

    2. @Ulla In Deutschland leben viele Menschen mit türkischer Staatsbürgerschaft, warum also sollte er sich nicht als türkischer Bürger bezeichnen?

      1. Wenn ER in Deutschland wohnt, ist er nicht türkischer Bürger sondern deutscher Bürger!

        “Die Menschen, die den Staat Deutschland bilden, sind die Bürger und Bürgerinnen von Deutschland (und nicht von der Türkei)
        Eine Gemeinde oder eine Stadt ist auch eine Gemeinschaft von Menschen.
        Die Menschen, die zu der Gemeinschaft gehören, heißen auch Bürger und Bürgerinnen.
        Z.B. Menschen, die zu der Stadt Köln gehören, sind die Bürger und Bürgerinnen von Köln

        https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/lexikon-in-einfacher-sprache/249817/buerger-buergerin/#:~:text=Die%20Menschen%2C%20die%20den%20Staat,hei%C3%9Fen%20auch%20B%C3%BCrger%20und%20B%C3%BCrgerinnen.

      2. Auch wenn es nicht wirklich zum Thema gehört.
        Nicht jeder hier Lebende ist auch Bürger, viele sind “nur” Einwohner.
        (Zu den Gemeindebewohnern gehören die Einwohner und Bürger. Einwohner ist, wer in der Gemeinde wohnt und Bürger, wer zu den Gemeindewahlen wahlberechtigt ist (§ 21 GO). Jeder Bürger ist damit gleichzeitig auch Einwohner der Gemeinde, so dass auch Bürger zum Beispiel an einem Einwohnerantrag im Sinne von § 25 GO mitwirken können.)

  23. […]„spätes Shopping oder vernünftiges Shopping am Wochenende“
    „Shopping Erlebnis“[…]

    Das darf ich also in einer Stadt mit über 150.000 Einwohnern nicht verlangen?

    Wieso möchte man “lediglich sein Geld loswerden”, wenn man ein Einkaufserlebnis fordere?
    Es ist doch eher umgekehrt: Wenn ich einfach was haben möchte, brauche ich kein Einkaufserlebnis, da reichen mit auch blanke Regale und Wände, ohne Verkäufer.

    1. Wer einkaufen geht, um etwas zu erleben, der hat definitiv zu viel Geld in der Tasche.

      1. Ja, ich auch. Und ich probiere es gerne an. Aber ich muss kein Erlebnis dabei haben. Gute Ware, dafür gutes Geld – tschüss, das war’s, mehr muss nicht sein.

      2. Also, sie gehen in den örtlichen Einzelhandel, schauen sich die Ware an, inklusive Anprobe, dann fahren sie nach Hause und bestellen das Produkt für 10-20% günstiger im Internet.

        Das Leben setzt sich aus Geben und Nehmen zusammen, man kann nicht immer nur nehmen.

      3. Wie kommen Sie denn auf das schmale Brett? Wenn ich im Einzelhandel etwas finde, es passt und gefällt mir, dann kaufe ich es da auch. Was denn sonst?

        Ein Erlebnis brauche ich dabei trotzdem nicht. Das ist was für Leute, die sich toll fühlen wollen, wenn sie ihre paar Kröten unters Volk bringen, weil sie sonst keine Gelegenheit haben, sich toll zu fühlen.

  24. “spätes Shopping oder vernünftiges Shopping am Wochenende”
    “Shopping Erlebnis”

    Wer so einkaufen bzw. lediglich sein Geld loswerden möchte, der fährt doch besser mit der Bahn nach Köln. Da kann man alles anprobieren und kaufen (oder es sein lassen) und muss nicht alles 1 bis 2 mal hin- und hertransportieren lassen.
    Und wer sich schlußendlich über die “umweltverschmutzenden” Transporteure zu beschwert, macht die falschen schwarz.

  25. Lieber Herr Watzlawek,
    Ihrem Artikel über das Austragen der DHL von Post und Paketen mit Diesel-Transportern statt mit Lastenfahrrädern muss faktisch Wichtiges nachgetragen werden:
    Das Pariser Klimaabkommen erfordert eine “Wiege zur Wiege” oder Cradle to Cradle CO2 Bilanzierung.
    Entsprechend sind die CO2 Emissionen pro km oder im Falle der Paketauslieferung auch in CO2 pro kg Auslieferungsgewicht zu optimieren.
    Dabei setzt sich auch in den Ausschüssen, in denen ich aktiv bin und Sie anwesend sind, die korrekte Ansicht vom Umweltbundesamt (UBA) durch, dass der Mensch einen CO2 Fußabdruck hinterlässt, der von der den körperlichen Anstrengungen abhängt.
    Die zugehörige Literatur zeigt zwar eine größere Bandbreite aber als grobe Richtwerte kann ein Autofahrer mit ca. 15 g/km oder ein Fahrradfahrer– wegen der größeren körperlichen Anstrengungen — je nach Belastung zwischen 60 bis 180 g/km angenommen werden.
    Sollte jemand einwenden, es sei doch ein e-Bike, müsste der Strom-CO2-Fußabdruck mit ca. 350 g/kWh unterlegt werden.
    Jetzt kommt beim fossilen Diesel-Fahrzeug Betrieb ca. 110 bis 150 g/km zur Fahrer CO2 Emission hinzu.

    Bereits hier stellt sich die Frage, kann es sein, dass der Transport und das Austragen von Paketen mit Lastenfahrrädern, wegen der begrenzten Zuladung mehr km absolvieren muss als der Diesel Transporter?
    Dass die CO2 Fußabdrücke daher entsprechend pro Volumen und/oder Gewicht signifikant ansteigen?

    Nun haben wir als CDU — auch mit der Unterstützung der iGL — den Widerstand der SPD und Grünen gegen die Nutzung von HVO100 reduzieren können.
    D.h., dass die Post oder DHL vernünftiger Weise 90% der Betriebs-CO2-Emissionen einsparen kann.
    Damit steht nun CO2-seitig die Option zur Verfügung, das Pariser Klimaabkommen in jedem Fall einhalten zu können. Oder sogar mit einem Dieseltransporter und HVO100 einhalten zu müssen, weil das Abkommen Gesetzesrang in der EU hat.

    Dazu gibt es noch einen Spruch der früher mehr Bedeutung hatte: “Zeit ist Geld”!
    Dieser Spruch gilt physikalisch und volkswirtschaftlich immer noch. Und wir täten alle gut daran den Spruch für ein nachhaltiges Verhalten zu beherzigen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Ihr Wolfgang Maus

    1. Hallo Herr Maus,
      HVO100 (synthetische Kraftstoffe) müssen ja auch irgendwo herkommen und sind nur dann klimaneutral, wenn diese mit grünem Strom erzeugt werden. Bei allem was man dazu nachlesen kann wird das auf absehbare Zeit nicht der Fall sein. Und für die Erzeugung und Bereitstellung von Kraftstoffen an einer Tankstelle wird auch Strom benötigt, was oftmals ausgeblendet wird.
      Somit wäre die Umstellung der Postflotte auf E-Transporter schon ein Schritt in die richtige Richtung. Und es würde nebenbei auch eine Zukunfttechnologie fördern.

      1. Sie sagen es! Es gibt schlicht nicht die Kapazitäten für synthetische Kraftstoffe.

      2. Guten Tag Herr Heider,
        Sie geben mir Gelegenheit 2 Dinge klarzustellen. Bei Ihrem Kommentar geht es nicht um Politik, sondern ausschließlich um Fakten:

        1.) HVO100 wird mit den energiehaltigen Kohlenwasserstoff Abfällen hergestellt. Dazu sind deshalb nur geringe Energie Anteile von Strom erforderlich (Beleuchtung, Pumpen, Transport etc.)
        Aus diesen Gründen wird die CO2-Einsparung auch “nur” mit ca. 90% angegeben.

        2.) Nicht verwechselt sollte man die Biokraftstoffe der 2. Generation mit den strombasierten eFuels.
        UBA und Grünen versuchen die Mythen aufrecht zu erhalten, das eFuels wegen des Umwandlungs-Wirkungsgrads keinen Sinn machen.

        Das ist falsch und “Politik”!

        Es wäre närrisch eFuels mit einem Wirkungsgrad von gut 50% mit europäischen Strompreisen herstellen zu wollen.

        Grünen, SPD wollen — und früher auch die CDU — den Import von preiswerter CO2-neutraler Energie für Mobilität und Heizung verhindern. Das ist aktuell immer noch der Fall.
        Die ehrliche Lösung der Paris konformen Energieversorgung liegt mit eFuels aus wind- und sonnenreichen Regionen bei Strompreisen von 0,9 ct/kWh in MENA und ca. 2 ct/kWh in Chile.

        Daraus ergibt sich in der Massenproduktion Literpreise für z.B. Benzin oder Heizöl von 0,70 bis 1,20 €ct.

        Und warum lösen wir die Klima und Wohlstands Probleme nicht….?

      3. Sehen wir uns den Kommentar von Wolfgang Maus mal etwas genauer an.

        Hier werden Maßzahlen mit unterschiedlichen Einheiten (g/km und g/kWh) verglichen. Pro km lassen sich mit E-Bike 0,005 kWh ansetzen (https://www.brose-ebike.com/de-de/magazin/e-bike-stromverbrauch/). Die 350 g/kWh unterschätzen sogar den deutschen Strommix (https://www.knlv-missione.nrw/blog/energiethemen/co2-emissionsfaktor_strommix-Deutschland_2022). Rechnen wir also mit dem Wert aus 2022 von 434 g/KWh. Das macht etwa 2,2 g/km durch den E-Motor. Dabei müsste man natürlich beachten, dass der E-Bike fahrer dann weniger trampeln und nach dieser Logik weniger essen müsste.

        Das (mit Tippfehler) genannte Paul-Scherrer-Institut lässt sich sicherlich nicht mit Aussagen wie „Dieselfahren ist besser fürs Klima als Radfahren“ in Verbindung bringen. Für solche Aussagen sind andere Institute zuständig.

        Demokratische Rechte sind wicthtig. Sie können durch Desinformationskampagnen gefährdet werden.

        Und es bleibt dabei: die Aussage „Dazu gibt es noch einen Spruch der früher mehr Bedeutung hatte: „Zeit ist Geld“! Dieser Spruch gilt physikalisch und volkswirtschaftlich immer noch.“ stimmt nicht. Physikalisch gilt nicht „Zeit ist Geld.“

    2. Der Kommentar von Wolfgang Maus gibt meiner Meinung nach vollkommen unreflektiert den Inhalt einer bekannten Desinformationskampagne wieder, vgl. https://www.volksverpetzer.de/social-media/rad-vs-diesel/

      Es ist zynisch, wenn man in Anbetracht der Probleme mit Übergewicht und Überernährung so argumentiert.

      Ferner ist die Aussage “Zeit ist Geld” würde “physikalisch” gelten falsch. Anders als Zeit ist Geld nämlich keine physikalische Größe.

      1. Guten Herr Christian-Andreas,
        es ist Ihr demokratisches Recht, einer Quelle, wie Volksverpetzer zu vertrauen.
        Das etwas im Netz verfügbar ist, heißt, wie Sie sehr gut wissen, noch lange nicht, dass hier der Versuch unternommen werden könnte, Sie zu manipulieren oder Ihre politischen Einstellungen zu bestätigen.
        Wie wäre es, wenn Sie selbst dem Wahrheitsgehalt nachgehen würden?
        Kennzeichen für korrekte wissenschaftliche Aussagen ist eine Validierung durch eine seriöse Institution. In Ihrem Fall wäre dies z.B. das Paul Scherer Institut.

        Bitte überdenken Sie auch nochmals Ihre Anmerkung zu “Zeit ist Geld”.
        Es wurde nicht angemerkt dass der Begriff eine physikalische Größe sei.
        Es geht physiklisch darum, dass ohne Energie nichts bewerkstelligt werden kann. Wenn Energie über eine unnötig (!) lange Zeit einzusetzen ist, ist es unproduktiv und damit Wohlstands einschränkend.

  26. Der Kommentar hätte von mir sein können. Einzelhandel in GL? Lachhaft. Mein letzter Versuch: Kauf eines Paars Schuhe. Meine Größe war nicht im Laden. Sagt der Verkäufer “kann ich Ihnen bestellen. Dauert 14 Tage und Sie müssen sie dann nehmen.”

    Wenn Waren Online bestellt werden ist das meiner Meinung nach umweltfreundlicher, als wenn jeder Einzelne (mit dem Auto) in die Stadt fährt. Voraussetzung ist natürlich, dass die Ware auch behalten wird.

    Wenn ein Zusteller das Auto laufen lässt, während der Briefe/Pakete Zustellung, würde ich mich bei der Post beschweren. Unser Zusteller macht das nicht.

  27. Der Einzelhandel ist meine Ansicht nach an seiner eigene Misere schuld. Inkompetente Beratung, völlig am Bedarf vorbeigehende Sortimente, Intransparenz, Preisgestaltung und vollkommen sinnfreie Öffnungszeiten. Die arbeitende Bevölkerung steht meist vor geschlossenen Geschäften, spätes Shopping oder vernünftiges Shopping am Wochenende ist kaum möglich.

    Dazu kommt, dass Der Einzelhandel kaum noch mit einem Shopping Erlebnis aufwartet, es gibt nur noch Standard von der Stange, den habe ich schneller und billiger bestellt.

    Und vor welchem Laden sind eigentlich Möglichkeiten, Fahrräder anzuschließen, wenn man mal nicht mit dem Auto in die Stadt fahren will?

    Die gesamte Infrastruktur muss hier umgekrempelt werden. Cafés, Treffpunkte, Fahrradstellplätze, Fahrradwege und Fahrradstraßen und Möglichkeiten, mit Kinderwagen und Rollstühlen überall ordentlich durchzukommen und diese auch mal angeschlossen, irgendwo stehen zu lassen.

  28. […]„Der Zusteller fährt einige Meter, lässt den Motor laufen, bedient 3 bis 4 Häuser zu Fuß – und dann alles wieder von vorne. Und keiner schreit auf!“[…]

    Das war doch auch vorher schon mit dem Paketboten (und den anderen Lieferdiensten) so, nur dass der “Briefträger” zusätzlich mit dem Lastenrad kam – in meinen Augen also grundsätzlich keine Verschlimmerung – obwohl es selbstverständlich ein absolutes No-Go ist und nicht mehr Zeit- und Klimagemäß.

    Warum so viel bestellt wird, liegt meiner Meinung nach an dem sehr eingeschränkten Angebot bzw. der Preisgestaltung der Einzelhändler in GL.
    Natürlich müssen Mieten für Ladenlokale und Mitarbeiter gezahlt werden.
    Aber dann erwarte ich in Bezug auf die Mitarbeiter als Kunde auch eine halbwegs kompetente Beratung. Und das gibt es bei dem Großteil der Einzelhändler, wenn diese überhaupt das von mir gewünschte Produkt verkaufen, leider nicht.
    Wenn man überhaupt einen Verkäufer findet, der helfen möchte, und nicht, vor den Kunden flüchtend, zwischen den Regalen verschwindet.
    Selbstverständlich gibt es auch positive Beispiele, aber bedauerlicherweise überwiegen meiner Erfahrung nach die negativen.

    Aber das ist nur *meine persönliche Erfahrung* mit dem Einzelhandel in GL.

      1. Ich verstehe nicht, was Sie damit sagen möchten. Vielleicht können Sie es erläutern?