So könnte die Buchmühlenstraße nach einer Sanierung aussehen. Foto: Stadt GL

Im Ausschuss für Mobilität und Verkehr gab es einige wichtige Neuigkeiten: Ein Zeitplan für die S 11, eine Idee für die Sanierung der Buchmühle und womöglich der ganzen Fußgängerzone – und viel Kritik an geplanten Kürzungen bei Bus und Bahnen. Zudem ging es um den Haushalt, um drei Bäume vor dem Rathaus, die Haltestelle am Markt und einiges mehr.

Wir fassen die wichtigsten Debatten und Ergebnisse in einem ad-hoc-Protokoll knapp zusammen. Alle Dokumente finden Sie im Ratsinformationssystem.

Wie immer begann die Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehrsflächen (AMV) mit einigen Mitteilungen der Verwaltungsspitze, und wie so häufig mit ein paar substanziellen Ankündigungen des zuständigen Dezernenten Ragnar Migenda.

Lange und eine sehr lange Sperrzeit für die S 11

Rasch ratterte Migenda weitere Zeiträume runter, in denen die Bahn den Betrieb der S 11 für Reparatur- und Bauarbeiten einstellen will. Neben den bereits bekannten jeweils knapp dreimonatigen Sperrzeiten in 2026 und 2027 nannte er nun zwei Zeiträume im Winter 2027/28 und im Frühjahr 2029 – sowie eine sehr lange Sperrzeit:

Die Bahn beabsichtige, vom 4. Quartal 2030 bis zum 1. Quartal 2032 den Betrieb der S 11 einzustellen. Das wären bis zu eineinhalb Jahre und ist offenbar der Zeitraum, in dem das zweite Gleis endlich gebaut werden soll.

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Zweites Gleis der S 11 soll 2031 gebaut werden

Seit 15 Jahren hofft Bergisch Gladbach auf ein zweites Gleis für die S 11, doch bislang wollte keiner der Verantwortlichen ein Datum für den Baustart oder gar die Fertigstellung nennen. Jetzt hat Dezernent Ragnar Migenda indirekt einen Zeitplan erkennen lassen. Für den Bau muss Bergisch Gladbach allerdings für bis zu anderthalb Jahre auf die S-Bahn verzichten.

Einsparungen beim ÖPNV: „Liste des Schreckens“

Die umfangreichen Vorschläge der Kreisverwaltung für Einsparungen bei Bus und Bahn stieß vor allem bei Grünen und SPD auf deutliche Kritik. Jonathan Ufer, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen, nannte sie eine „Liste des Schreckens, eines Schreckens ohne Ende“. Vor dem Hintergrund der Verkehrswende und den absehbaren Einschränkungen bei der S 11 müsse alles getan werde, damit Bergisch Gladbach nicht abgehängt werde. Gerade die KVB Linie 1 und der Schnellbus SB 40 sollten nicht geschwächt werden.

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Kreisverwaltung muss im ÖPNV Millionen einsparen

Der Kreistag hatte die Verwaltung beauftragt, den Haushalt auf sichere Beine zu stellen und alleine im Bereich des Öffentlichen Nahverkehrs innerhalb von vier Jahren rund 19 Millionen Euro einzusparen. Ein erster Vorschlag, der vor allem die sogenannten Tagesrandlagen betrifft, liegt jetzt vor.

Die CDU teilte die Sorge in großen Teilen, wies aber darauf hin, dass der Kreis seine Ausgaben für den ÖPNV in den vergangenen Jahren rasch erhöht habe und nun selbst ein Finanzproblem habe; von den Einsparungen profitiere auch die Stadt Bergisch Gladbach, die den Kreis über die Kreisumlage mit finanziert.

Die Verwaltung kündigte an, dass Bürgermeister Kreutz sich zunächst mit den anderen Bürgermeistern im Kreis abstimmen und dann mit der Kreisverwaltung verhandeln werde; dabei würden alle Bedenken des Ausschusses mitgenommen und angesprochen.

Sanierung der Buchmühlenstraße – und der Fußgängerzone

Migenda stellte in einer relativ kurzen Mitteilungsvorlage vor, wie der völlig marode Pflasterbelag in der Buchmühlenstraße („sieht aus wie ein Mäuseklavier und klappert auch so“) saniert werden soll: Das Pflaster der eigentlichen Fahrbahn soll entfernt und durch eine Asphaltschicht (siehe Foto oben) ersetzt werden, die weniger beanspruchten Randbereiche dagegen repariert werden. Das sei die schnellste, nachhaltigste und kostengünstige Option, sagte Migenda.

Zugleich deutete er an, dass dieses Verfahren, sollte es sich in der Buchmühle bewähren, anschließend auch in der gesamten Fußgängerzone angewandt werden könnte – sobald dort alle rechtlichen Fragen zu Haftung für die eklatanten Schäden geklärt seien. Dabei plädiere er für einen hellen Asphalt, so Migenda, der heize sich im Sommer nicht so schnell auf und sehe auch besser aus.

Vorbilder für diese Lösung gibt es bereits in Bensberg, im ersten Abschnitt der Schlossstraße sowie in der Gartenstraße. Aus der CDU gab es zwar eine Fülle von Fragen und Vorbehalte, aber keine grundsätzlichen Bedenken. Da es sich zunächst nur „um einen ersten Aufschlag“ handelte, blieb es bei der Information der Verwaltung.

Kein Votum, aber Fingerzeige zum Haushalt

Wie bereits die anderen Fachausschüsse gab auch der AVM keine Empfehlung zum Haushaltsentwurf 2026 ab, dieser soll gebündelt im Finanzausschuss diskutiert werden. Anders als bislang schlug die CDU jetzt jedoch eine formale Vertagung in den Finanzausschuss vor, dem stimmten mit Ausnahme der Grünen (Enthaltung) alle Fraktionen zu.

Dennoch kam es zu einer Sachdebatte, bei der deutlich wurde, dass die CDU in den Haushaltsberatungen im Stellenplan Akzente setzen will, auch in Detailfragen. So verlangte Oliver Schillings, dass die Verwaltung weniger Straßenplaner und mehr Bauleiter einsetze, um bei den Straßenbauprojekten schneller voran zu kommen: „Hier erwarten wir Korrekturen, bevor wir dem Haushalt zustimmen können.“ Bislang, so Schillings, würden nur 40 bis 60 Prozent der für den Straßenbau bereitgestellten Mittel auch verbaut.

Bäume kommen vor das Rathaus

Die CDU hatte Widerspruch gegen die Pläne eingelegt, bei der Neugestaltung der Laurentiusstraße drei große Bäume vor das Rathaus zu pflanzen – weil diese die Sicht auf das historische Gebäude verdecken könnten. Daher musste die Verwaltung noch einmal prüfen, ob es im näheren Umfeld nicht doch alternative Standorte gibt.

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Kommunal, kurz & knapp: Von Straßen, Radwegen, Baustellen und Bäumen

Der Verkehrsausschuss hat eine Reihe von Themen kontrovers diskutiert, sich dabei tief in die Details der Verwaltungsvorschläge gebeugt und am Ende doch immer fast einstimmig entschieden. Es ging um die Neugestaltung der Ferdinand-Stucker-Straße, um Alternativen zur S 11, um das Baustellenmanagement und um drei Bäume vor dem Rathaus.

Diese Prüfung ergab, so die Verwaltung, dass es diese Plätze nicht gibt, weil die Bäume sonst mit Versorgungsleitungen im Boden oder mit der Kirmes bzw. anderen Veranstaltungen auf dem Konrad-Adenauer-Platz geraten. Im Ausschuss gab es dazu keine weiteren Wortmeldungen, die Bäume können nun also gepflanzt werden.

Gegen eine Verlegung der Haltestelle Markt

Im Zuge der Debatte über die alten Stadthäuser und einen Masterplan Innenstadt hatte die CDU auch die Idee ins Spiel gebracht, die Bus-Haltestelle vom Markt wegzuverlegen oder die Busspur zur Einbahnstraße zu machen.

Dem widersprachen im AMV SPD und Grüne heftig. Die Haltestelle Am Markt sei eine der am besten funktionierenden Stationen der ganzen Stadt und für die Anbindung zum Beispiel der Refrather sehr wichtig. Dem stimmte nun auch die CDU zu – da diese Haltestelle nicht nur den direkten Zugang zur Fußgängerzone, Markt und Rathaus, sondern auch zum Marien-Krankenhaus ermögliche.

Weitere Themen in aller Kürze

  • Die Ergebnisse einer Haushaltsbefragung über das werktägliche Verkehrsverhalten der Wohnbevölkerung wurde vorgestellt; demnach hat der Anteil des Fuß- und Radverkehrs innerhalb von zehn Jahren von 27 auf 35 Prozent zugenommen, gerade die Radwege werden als schlecht bewertet. Die Grünen werteten das einerseits als Erfolg, sahen aber noch viel Potenzial, die Sicherheit des Radverkehrs zu verbessern. Auch der Vertreter des Seniorenbeirats forderte eine zügige Sanierung der Radwege.
  • Alle 19 Vorschläge der Grünen für Grüne Pfeile für den Radverkehr sind von der Verwaltung gründlich geprüft worden. Vier wurden umgesetzt, ein weiterer folgt – doch alle anderen vorgeschlagenen Kreuzungen seien dafür nicht geeignet.
  • Der Parkplatz an der Linie 1 in Lustheide soll für LKW, Wohnmobile und Wohnwagen gesperrt werden. Bevor dort ein richtiger Park & Ride-Platz eingerichtet werden könne, müssten jedoch die Baustelle für die Sanierung der Linie 1 sowie Bauarbeiten des Abwasserwerks abgewartet werden.
  • Eine Forderung der Grünen nach Tempo 30 in Paffrath muss sich in die allgemeine Prioritätenliste der Verwaltung für die Einrichtung von Tempo-30-Zonen einordnen – die jetzt erstmals vorgelegt wurde.
  • Schildgen bekommt ein Parkleitsystem, um v.a. auf die Stellplätze Am Schild hinzuweisen. Die CDU erinnerte an einen alten Beschluss, auch in Bensberg nach der Erneuerung der Schlossstraße ein dynamisches Parkleitsystem einzurichten.
  • Die Markierung der Parkplätze in der Schlossstraße wurde von den Grünen begrüßt; sie forderten, Falschparker jetzt konsequent zu ahnden.

Die Stadt hatte am Sonntag die erlaubten Parkplätzen auf der rechten Straßenseite der Schlossstraße mit weißen Ecken markiert und ein weiteres Schild aufgestellt. Am Dienstag wurde jedoch weiterhin auch auf der linken Seite geparkt, der Blindenleitweg dabei als Parkmarkierung interpretiert.

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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  1. Pflaster und pflastern können wir auch nicht mehr! Die gepflasterten Strassen der Römer von vor 2000 Jahren tun immer noch ihren Dienst. Wenn ich zurück denken, sollte über den Bereich der Pflastersteine am Buchmühlenparkplatz der gesamte Verkehr der Laurentiusstrasse ( zukünftig Laurentiusweg) geführt werden! Den Fahrbereich der Fussgängerzone zu asphaltieren ist bestimmt sehr schick und die Aufenthaltsqualität wird sich markant verbessern. Aktuell wird auch die Planung einer Radroute nach Köln vorgestellt. Wie wäre es statt mit einer kleinen einzelnen Lösung, ein komplettes Konzept für Verkehr in Bergisch Gladbach er erstellen, incl. Anbindung an unsere Nachbarstädte und Gemeinden? Nur eine Beispielfrage, wie sollen in Zukunft die Anwohner und Firmen in das Zandersgelände kommen?

    1. Nun ja, was man so „ihren Dienst tun“ nennt. Ich möchte darauf jedenfalls nicht unterwegs sein:
      https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/44/Viatraiana-egnaziartp.jpg
      https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/3/3b/Minturno_Via-Appia.jpg/960px-Minturno_Via-Appia.jpg

      „incl. Anbindung an unsere Nachbarstädte und Gemeinden“ – Ich würde erst einmal die Anbindung zwischen den Stadtteilen ins Visier nehmen. Dass beispielsweise die Statistikbezirke 5 und 6, in denen etwa die halbe Einwohnerschaft zu Hause ist, nur durch zwei chronisch überlastete Straßen mit der sogenannten Stadtmitte verbunden sind, ist eigentlich ein Unding.

  2. Asphalt statt Pflaster: “sollte es sich in der Buchmühle bewähren, anschließend auch in der gesamten Fußgängerzone”. Ich vermute, dass damit Randbereiche z.B. in der Poststraße gemeint sind. Eine Asphaltierung der gesamten FGZ wird wohl kaum in Erwägung gezogen… oder doch?

    Die unten geschilderten Erfahrungen mit dem elektronischen Parkleitsystem in der Innenstadt kann ich bestätigen: Es funktioniert nicht, die Anzeigen widersprechen sich komplett. Ist so etwas wirklich sinnvoll für Schildgen (und Bensberg) – zumal bei angespannter Haushaltslage?

    1. Als Option steht das schon im Raum, wie in der Buchmühle geplant und in der Gartenstraße sowie im unteren Teil der Schlossstraße umgesetzt könnten die Randbereiche rechts und links gepflastert bleiben, der zentrale Bereich über die gesamte Länge aber asphaltiert werden. Wie gesagt – eine Option.

      1. lol – am besten gleich den Stand der 60er Jahre wiederherstellen: Freie Fahrt für Autos und LKW, und eine Straßenbahn bis zum Forum! Aber danke für die Antwort.

      2. Wenigstens für die Straßenbahn würden immerhin zahlreiche Menschen in GL auf den Knien danken. Aber, wie es so schön heißt: „Wat fott es, es fott.“

  3. Ich bin viel mit dem Fahrrad unterwegs in Bergisch Gladbach und würde mich freuen wenn der Straßenbelag überall so gut wäre wie in der Buchmühlenstraße. Oft habe ich mir schon gewünscht, ganz BGL wäre gepflastert und nicht asphaltiert. Und wofür soll die Fußgängerstraße fahrradverbessert werden? Dort darf ich doch (in den Morgen- und Abendstunden) eh nur in Schrittgeschwindigkeit fahren, dann ist der jetzige Belag bestens geeignet.

  4. Auch die Frage der Kosten ist über den Link in meinem Kommentar beantwortet.

    Sachliche Informationen scheinen Sie aber eigentlich nicht weiter zu interessieren.

    Interessant – der von ihnen verlinkte Bericht schreibt: „Auf dem Parkplatz ist eine geringe bis mittlere Auslastung vorhanden“.

    Warum suggerieren Sie mit „noch voller“ etwas anderes?

  5. Es wurde schon oft kommentiert: Ein Parkleitsystem für Schildgen ist pure Geldverschwendung.

    Statt existenzielle Fragen für unsere Stadt zu klären, wird hier über drei Bäume vor dem Rathaus diskutiert.

    ÖPNV, Straßen, Schulen, KiGa, Abwasser, Wärmeplanung – überall brennt der Baum und hier wird nur KleinKlein besprochen.

  6. Das dynamische KI-gestützte Parkleitsystem für Schildgen bzw. konkret die Optimierung der Wegweisung zum großen, nicht immer ausgelasteten Parkplatz “Am Schild” ist eine Aktion aus einem Maßnahmenbündel.

    https://mandatsinfo.bergischgladbach.de/bi/vo0050.asp?__kvonr=34514

    Zusammen mit Einführung einer Parkraumbewirtschaftung, um Dauerparken zu vermeiden (kostenlos, aber Parkscheibe mit zeitlicher Begrenzung), soll eine gleichmäßigere Auslastung der vorhandenen Parkplätze jetzt und in Zukunft – bei Wegfall einiger Parkplätze an der Altenberger-Dom-Str. nach Umbau – gelingen und Parksuchverkehre reduziert werden.

    Weitere Details sind dem Ratsinformationssystem der Stadt zu entnehmen:
    aktuell: https://mandatsinfo.bergischgladbach.de/bi/vo0050.asp?__kvonr=35058

    1. Durch das Wiederholen politischer Erklärungen (und hier auch mal der Hinweis zur Erhebung, vergl. https://in-gl.de/wp-content/uploads/2023/11/231016_Parkraumerhebung_Schildgen_gesamt.pdf) macht es für gut 40 Plätze kaum Sinn, mit einer Parkleitsystem-Kanone auf Parkplatzsuch-Spatzen zu schießen. Gut, wenn durch Umgestaltung der Altenberger-Dom-Str. dort Parkplätze wegfallen, könnte es noch voller werden als zur Situationsaufnahme 2023.

      Was soll der “Spaß” denn kosten und wie lange funktionieren (siehe meinen untenstehenden Eintrag zum Ausfall in der Innenstadt)?

  7. Ein Parkleitsystem für Schildgen? Wie viele Parkplätze/-flächen sollen denn da angezeigt werden? „Zählt“ eigentlich für eine größere Parkfläche, ohne Schranke, ein Parkleitsystem sowohl Brötchentaste, als auch kontaktlos gezahlte Parkscheine und die aktuellen Online-Buchungen = ist die Anzeige dann aktuell?

    Nebenbei: im November 2025 reklamierte ich bei der Stadt eine definitiv falsche Anzeige (an zwei Stellen für dieselbe Parkfläche wurden je nach Richtung über 80 oder über 90 freie Plätze angezeigt, aber es gab keine freien Plätze und man musste an der Schranke warten) und erkundigte mich nach dem Zustand anderer Anzeigen. Trotz Nachfrage bisher keine Rückmeldung, teils sind weitere Anzeigen abgeschaltet. Laut Archiv von in-gl.de mit Bericht vom 4.4.2014 könnte das System ca. acht Jahre funktioniert haben.

    Wäre das nicht mal ein Thema für die Redaktion, den aktuellen Stand und die geplante Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit bei der Stadt zu thematisieren? Als Einzelperson kommt man nicht weit.

    1. Welche paar Parkplätze in Schildgen sollen damit teuer verwaltet werden?
      Als ein Anwohner der Altenberger-Dom-Str. sehe ich mehr Staus in Schildgen.

  8. Uff, was für ein breites Themengewirr, Danke an die Redaktion.

    Verstehe ich das richtig? Über wie viel Jahre hat sich die Verwaltung und der Rat über die Entfernung des alten, gemusterten Belags aus Pflastersteinen und des neuen Belags gestritten?

    Und jetzt will der oberste Planer der Fahrradstraßen einen optimierten Belag für Zweiräder durch die Fußgängerzone legen lassen? Wer ist dafür eigentlich entscheidungberechtigt?

    PS: mal sehen, wie lange das Pflaster in Bensberg hält

    1. Der Rat hat sich über dieses Thema nicht gestritten. Sondern die Stadt Bergisch Gladbach mit dem Architekten und der Baufirma, vor Gericht in mehreren Instanzen. Das dauert – und ist immer noch nicht ganz abgeschlossen.

      1. Das ist ein Missverständnis. Ich meine die Veränderung von dem Mosaik aus Pflastersteinen mit den Wellen zum jetzigen Belag. Nicht die von Ihnen zu Recht benannten juristischen Streitigkeiten zum jetzigen Belag.

  9. Kommt die Stadt für die Schäden am Auto auf , wir zahlen Autosteuer und die Straßen sind kaputt , wo gehen die Gelder hin ?

    1. Die Kfz-Steuer ist eine nicht zweckgebundene Einnahme des Bundes, die jährlich rund 9 bis 9,5 Milliarden Euro einbringt. Sie fließt in den allgemeinen Haushalt zur Deckung diverser Staatsausgaben, einschließlich Verkehrsinfrastruktur, Umweltschutz und Klimamaßnahmen. Die Verwaltung erfolgt durch die Hauptzollämter. D.h. Bergisch Gladbach selbst bekommt diese nicht. Nur indirekt, wenn davon etwas für die Infrastruktur über die Länder an die Kommunen geht.

    2. Umgekehrt wäre die Frage auch berechtigt: Kommen die Autofahrer für die Schäden an Straßen auf? Denn eins ist doch klar: Ursache der Schäden ist der Autoverkehr.

  10. Ehrlich gesagt glaube ich der CDU ihre Sorge bezüglich des ÖPNV nicht.
    Bisher hat sich die CDU in Bergisch Gladbach immer massiv als pro PKW-Partei gezeigt.

    Im Endeffekt hat man, was die Verkehrsinfrastruktur betrifft, in Bergisch Gladbach eh nur die Wahl zwischen Pest und Cholera:
    – Radinfrastruktur bescheiden
    – ÖPNV unzuverlässig
    – Straßen in sehr schlechtem Zustand

    Danken möchte ich für die Parkmarkierungen auf der Schlossstraße.
    Hoffentlich wird dadurch aus der SUV-Allee so dann wirklich eine Straße der Begegnung.