Was macht die Stadtmitte von Bergisch Gladbach für Sie besonders? Wie würden Sie das gastronomische Angebot beschreiben? Das sind nur zwei Fragen einer Online-Erhebung zum Thema Gastronomie, die im Auftrag der Stadtverwaltung zurzeit durchgeführt wird.

Wir veröffentlichen einen Beitrag der Stadt Bergisch Gladbach

Ziel der Umfrage ist es, einen allgemeinen Überblick über die Einschätzungen, Bedarfe und Wünsche der Bürgerinnen und Bürger in Bezug auf den gastronomischen Status quo in Bergisch Gladbach zu erhalten. 

Die Informationen, die die Stadtverwaltung durch diesen Austausch mit der Stadtgesellschaft erhält, stellen eine wertvolle Grundlage für die zukünftige gastronomische Entwicklung in den verschiedenen Teilzentren Bergisch Gladbachs dar. Als aktuelles Stimmungsbild ist das Ergebnis der Umfrage ein wichtiger Ansatzpunkt, um den langfristigen Planungsprozess auf ein stabiles Fundament zu stellen.

Um ein möglichst detailliertes Bild zu gewinnen, tragen die Fragen der polyzentrischen Stadtstruktur Bergisch Gladbachs Rechnung und widmen sich den verschiedenen Teilzentren individuell. Die Ergebnisse für die einzelnen Stadtteile können dann einerseits in eine Gesamtvision einfließen, andererseits aber auch die spezifischen Planungen für die Stadtmitte, Bensberg oder Refrath unterfüttern.

Umgesetzt wird die Umfrage in Kooperation mit dem Büro Progacon, das auf gastronomische Projektentwicklung und Standortvitalisierung spezialisiert ist.

Bis zum 11. August 2024 haben interessierte Bürger*innen nun die Möglichkeit, bei der Umfrage mitzumachen und ihre jeweilige Perspektive zu teilen. Unter folgendem Link kann an der Befragung, die ca. 5-7 Minuten dauert, teilgenommen werden: https://progacon.de/gastro-umfrage-bergisch-gladbach

Hier werden offizielle Pressemitteilungen der Stadtverwaltung veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung des unabhängigen Bürgerportals iGL wieder.

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  1. @Schmidt: Gute Idee. Wäre sehr gut wenn Sie dies anstoßen und das Ergebnis hier veröffentlichen würden.
    Es scheint, dass es sich bei dem „Büro“ Progacon, das mit dieser Befragung beauftragt wurde, um die Firma Fun Concept GmbH handelt. Auf der Webseite dieser Firma habe ich folgende Informationen gefunden: „Fun Concept ist ein junges, dynamisches Team, das sich mit der Konzeption und Durchführung von Veranstaltungen und der Betreuung verschiedener Gastronomie-Objekte beschäftigt …“
    Wenn ich mir die „Referenzen“ und „Events“ dieser Firma anschaue, bleibt zu hoffen, dass diese investierten 25.000 Euro auch tatsächlich das gewünschte Ergebnis erzielen.

  2. Nachdem ich das alles hier aufmerksam gelesen habe, möchte ich hier einmal den Blick einer Zugezogenen kundtun. Ich stellte letztens überrascht fest, dass ich bereits seit 2007 in und um Bergisch Gladbach lebe. In einer Stadt, in der ich glaubte, es kein ganzes Jahr aushalten zu können.

    Ich lernte Bergisch Gladbach zur Zeit der Bergischen Bautage kennen. Die RheinBerg Galerie war noch eine grosse Baustelle. Der Gang durch die Fußgängerzone war ein Spaziergang des Schreckens, die natürlich durch die Ausstellungsstände der Bautage verfälscht wurden.

    Als die dann weg waren, wurde es nicht besser. Fußgängerzonen kaum begehbar wegen holperpflasterung, so gut wie keine sitzmöglichkeit, keine Cafés in denen man verweilen wollte. Es gab, soweit ich mich erinnere, zwei Bäckereien, die Plastikstühle vor der Türe stehen hatten, die man nur als Behelfssitzmöglichkeit identifizieren konnte. Das Warenangenot war dermaßen überschaubar, dass man überhaupt keinen Grund hatte, die Innenstadt aufzusuchen. Ich arbeitete zu dieser Zeit in Overath. Also erledigte ich meine Einkäufe dort, da das Angebot in dieser Stadt wesentlich besser war.

    Nachdem dann die RheinBergGalerie und der strassenbelag fertiggestellt war, änderte es sich langsam zum Positiven. Plötzlich gab es vermehrt Cafés etc. mit einladender Bestuhlung draussen. Und obwohl in vielen anderen Städten das Einzelhandelsterben bereits massive Leerstände verursacht hatte, passierte in Bergisch Gladbach das genaue Gegenteil. Das Warenangebot wurde vielfältiger und ich suchte die Innenstadt sehr gerne auf.

    Sicher gibt es immer Verbesserungsbedarf. Man darf nie stehen bleiben. Inzwischen wohne ich in Frankenforst und mit Bus und Bahn bin ich schneller und einfacher in Köln.

    Hinzu kommt das mangelhafte kulturangebot in bergisch gladbach. Es gibt KEIN Kino in Bergisch Gladbach. Das Kino in Bensberg ist mit seinem Angebot absolut unzureichend und nur auf eine bestimmte Zielgruppe abboniert. Daß hier dringender Bedarf besteht, zeigt die “Seniorenkinoreihe” in Bensberg. Hier werden qualitativ gute Filme gezeigt und fast jedesmal sind die zwei größten Säle des Kinos ausverkauft.

    Nach dem Kino kann man in Bensberg nur noch nach Hause, da in der Gastronomie die Türen bereits geschlossen sind. Ein programmkino in der Innenstadt, wo ich nach dem Film auch noch nett sitzen kann, das würde mich jetzt z.B. auch wieder in die Innenstadt locken. Solange bin ich eine von denen die die KVB Bahnen verstopfen auf meiner Pilgerreise zu Museen, Theater und Kino.

    Es ist eben alles im Wandel. Und daß die Stadt Bergisch Gladbach nun diese Umfrage in Auftrag gegeben hat, zeigt mir, daß sie am Ball bleibt und nicht erst abwartet, bis jegliche Maßnahmen ins Leere gehen.

  3. Hat jemand in dieser Runde dazu mal FragdenStaat bemüht?
    Ansonsten würde ich das mal anstoßen.

  4. Das bekam ich als letzte Antwort vom Pressebüro:
    “Hallo Herr Müller,
    ich kopiere Ihnen nochmals den Absatz aus meiner Mail vom 6.11. hier rein:
    “Darüber hinaus muss ich Ihnen leider mitteilen, dass die Pressestelle eigentlich nur für Anfragen der Presse zuständig ist. In diesem Ausnahmefall helfe ich Ihnen gerne, allerdings bitte ich darum in Zukunft die Stellen in der Stadtverwaltung direkt (Kontaktdaten zu zahlreichen Abteilungen finden sich auf der städtischen Homepage) anzuschreiben oder eine Anfrage an die Stelle für Anregungen und Beschwerden unter https://www.bergischgladbach.de/anregungen-und-beschwerden.aspx zu stellen.
    Natürlich würden wir interessierten Bürgerinnen und Bürgern gerne weiterhelfen; das scheitert aber an Kapazitätsgründen. Tut mir Leid, ich bitte um Verständnis.”
    Schöne Grüße
    Patrick Ortmanns

    1. Das ist ja wie beim BAMF im Fall Magdeburg.
      Sind wir nicht für zuständig, wenden sie sich an den und den.

      Ist es so schwer, die Mail weiterzuleiten und den Fragenden in CC zu nehmen, damit dieser Bescheid weiß?

      Kein Wunder, dass man in der Öffentlichkeit oft so einen schlechten Eindruck über die Verwaltung hört.

      Man kann es langsam verstehen…

      1. Hallo Sam Urai, ich sehe es anders. Warum macht sich der Schreibende nicht die Mühe, die Funktionsadresse für Anregungen und Beschwerden auszusuchen. So schwer ist es insbesondere auf der städtischen Internetseite nicht. Scheinbar hat sich Herr Müller einfach mal die (für ihn) erstbeste Email-Adresse gewählt ohne sich selbst Mühe zu machen. Wie Sie selbst schreiben, kann es doch nicht so schwer sein. Und es hätte Herrn Müller doch klar sein können, dass die Pressestelle für Pressearbeit zuständig ist. Das hat rein garnichts mit Anregungen und Beschwerden zu tun. Ansonsten gibt es auf der Internetseite die Kontaktseite, auf der man dann zur zentralen Poststelle der Stadt kommt. Die hätte Herr Müller auch nutzen können oder die im Impressum aufgeführte “info@…”-Adresse.
        Herr Ortmanns hat doch sogar sehr genau geantwortet und noch mehr getan, als die Mail weiterzuleiten.

      2. “Ist es so schwer, die Mail weiterzuleiten”
        Das Weiterleiten von E-Mails oder anderen Gesprächsverläufen an Dritte kann rechtlich problematisch sein. Vielleicht lässt man es deswegen in der Regel lieber sein und verweist den Schreiber lieber an die für sein “Anliegen” zuständige Stelle.

  5. Wann werden wir, Bürger dieser Stadt, das Ergebnis dieser Gastro-Umfrage, die ja immerhin ca. 25.000€ unserer Steuergelder gekostet hat, endlich erfahren?
    Ich kann mir nicht vorstellen, daß die Firma Progacon nicht in der Lage ist, eine digitale Umfrage innerhalb von 5 Monaten auszuwerten und das Ergebnis an den Auftraggeber (die Stadt Bergisch Gladbach) zu übergeben. Oder liegt das Ergebnis bereits vor und wird uns Bürgern (aus welchem Grund auch immer) vorenthalten?

  6. Was ist eigentlich nach nunmehr 4 Monaten aus dieser Gastronomie-Umfrage geworden? Mittlerweile wissen wir, dass sie ca. 25 000 € gekostet hat.

  7. Die Umfrage hat die Stadt 25 000 € gekostet.
    Und dies sind die Kommentare von Autoren (z.B. Niewels) des Stadtanzeigers zu der Umfrage:
    “Wenn es in Bergisch Gladbach etwas genug gibt, dann Untersuchungen, Studien und Umfragen. ”
    “Studien und Untersuchungen bekommen immer mehr in den Verdacht, davon abzulenken, dass in der Wirklichkeit nichts geschieht. Aber man hat ja eine Untersuchung in Auftrag gegeben. “

  8. ..nicht immer nur negativ..!
    Gute Vorschläge machen… eem Rathaus sagen, was wir als Bewohner von BGL möchten und brauchen, damit unsere Stadt attraktiver wird…!

  9. Ich bin erstaunt über die wirklich teulweise konstruktive Kommentare.
    Um was geht es denn..? … um die Attraktivität von BGL zu steigern und gute Vorschläge einzubringen.
    Es gab vor einiger Zeit, super Vorschläge..
    -Bibliothek (Quader) am Bahnhof
    -Kinocenter mit Gastro am Marktplatz
    -…..
    Versuchen wir vielleicht einfach mal konstruktive Vorschläge einzubringen als immer nur das Negative in Focus zu haben. BGL ist und wird nie die Königsallee wie i. D’dorf werden…aber sie könnte einfach nett und gemütlich werden…

  10. Auch nach Nachfrage beim Presseamt wurde mir bisher nicht die Frage beantwortet “Was zahlt die Stadt für die Beauftragung der Firma Progacon?” Warum wird diese Frage nicht beantwortet? Der Stadtrat, die gewählte Vertretung der Bürgerschaft, scheint übrigens überhaupt nicht beteiligt zu sein. Haben Sie die Befragung persönlich schon einmal durchgeführt? Ich ja. Und komme dabei zu keiner positiven Bewertung der Befragung.

  11. Also diese Umfrage war jetzt mal längst überfällig, aber dass es die Gastronomie der “Aufhänger” ist, ist mindestens bedenklich. Es hängt und hakt an vielen anderen Stellen: Seit das Gebäude vom “Marktkauf” leer steht, modert es so langsam vor sich hin. Sieht inzwischen aus, wie ein abgewrackter Ozeanriese, der so langsam vor sich hinrostet. Auch die Wege zu und um das Gebäude werden nicht mehr gepflegt…

    Der Busbahnhof ist eine interessante Fehlkonstruktion. An den Bussteigen 1-6 gibt es zu keiner Tageszeit Schatten, hier bietet nur das Dach der DB etwas Abhilfe.
    Bei Regen sind viele nasse Stellen auf den Wartebänken der Bussteige und die Bank an Bussteig 5 ist vollständig nass.

    “Sauberkeit” ist in der gesamten Innenstadt nicht wirklich gegeben. Ich meine damit die optische Sauberkeit, die sich auch an Kleinigkeiten wie Unkraut-Bewuchs festmacht. Die Anzahl der Mülleimer ist zwar ausreichend, doch die Konstruktion der darin enthaltenen Aschenbecher ist fragwürdig. Die unmittelbare Umgebung der Mülleimer ist oft stark verschmutzt.

    Nachmittags und abends gibt es keine Sitzgelegenheiten im Schatten (wenn man KEIN gastronomisches Angebot in Anspruch nehmen möchte) um sich einen Moment auszuruhen. Seit die Fußgängerzone neu gepflastert wurde, ist auch die Anzahl der Bänke zu gering, die auch oft abgebaut und dann nicht wieder aufgebaut werden.

    Es gibt seit mehreren Jahren genau ZWEI Supermärkte für den täglichen Bedarf.
    Kleine Fachgeschäfte haben längst geschlossen. Das Angebot an Spiel- und Schreibwaren ist sehr überschaubar.

    Die Innenstadt hat ungefähr die Attraktivität eines ausgekochten Teebeutels…

    Ich lebe seit 24 Jahren citynah in Bergisch Gladbach, bewusst ohne Auto. Im Zweifel kann ich immer zu Fuß nach Hause gehen. Was aber ist mit den umliegenden Stadtteilen?

    Wie soll sich ein interessantes gastronomisches Angebot ansiedeln, wenn die letzten Busse auch samstags zwischen 19.00 Uhr und 21.00 Uhr in die umliegenden Stadtteile fahren? – Das Szenario eines gemütlichen, geselligen Abends in einem Restaurant, an dem es “etwas später” werden kann und genug verzehrt wird, dass auch der Gastwirt sein auskommen hat, entsteht bei dieser Anbindung der Innenstadt an die umliegenden Stadtteile per ÖPNV nur schwer!

    In Bensberg gibt es ein Kino, Billiard gibt es an der Britanniahütte. Beide Standorte laden nicht zu einem abendlichen Bummel durch GL-City ein.

    Den Einkauf von Lebensmitteln, der mich bisher fast täglich ins Zentrum geführt hat, erledige ich inzwischen lieber außerhalb. Besonders schätze ich inzwischen den Rewe in Dellbrück, Haltestelle Möhlstr. Dort ist das Angebot sehr umfangreich, die Klimaanlage funktioniert und die Bushaltestelle für den Rückweg liegt im Schatten. – So entfällt auch die Notwendigkeit im Zentrum von GL nach einem schattigen Bänkchen zu suchen bzw. der Wunsch nach einem Café-Besuch nach dem Einkauf entsteht gar nicht erst.

    Es gibt viele Ansatzpunkte, um die Innenstand von Bergisch Gladbach attraktiver zu machen. Ich habe hier nur die genannt, die mir jetzt spontan eingefallen sind.

    Andere Altersgruppen (ich bin 54, die Kinder sind erwachsen) haben sicher noch andere Bedürfnisse. Eine Umfrage nach diesen Bedürfnissen könnte vielleicht helfen, das Problem zumindest ansatzweise zu lösen, das eingeschränkte Gastronomie-Angebot ist ja nur ein Symptom!

    1. “„Sauberkeit“ ist in der gesamten Innenstadt nicht wirklich gegeben. Ich meine damit die optische Sauberkeit, die sich auch an Kleinigkeiten wie Unkraut-Bewuchs festmacht”
      Wie soll man die Einwohner:innen bzw. die Immobilieneigentümer:innen von Bergisch Gladbach dahin bringen, ihre Fassaden zu begrünen oder Flächen zu entsiegeln, wenn u.a. Sie sich bereits an einem “bisschen” Grün stören bzw. dies als “optisch unsauber” oder “ungepflegt” bezeichnen.
      Das fehlende Grün (und wenn es nur ein paar wildwachsende Pflanzen sind) verleiht der Innenstadt tatsächlich die “Attraktivität eines ausgekochten Teebeutels”.

      1. Begrünten Fassaden und entsiegelte Flächen sind, wenn sie denn gepflegt ;) werden, keine “Unordnung”.

        Die Frage ist eher: Wie bringt man die Einwohner:innen dazu, die Mülleimer zu benutzen?

        Es gab relativ hohe Bäume in der Fußgängerzone, bis sie neu gepflastert wurde… die hätte man durchaus erhalten können.

        Mehr Grün ist eine tolle Idee… dieses Jahr gibt es leider auch die großen bunten Blumenkästen nicht mehr.

        Wer nach Ideen für Innenstädte, auch sehr kleine sucht, kann einmal verschiedene Städtchen in den Niederlanden besuchen. Meist ist es dort “sauberer” und gepflegter.

        Vielleicht ist das Stichwort “Tourismus” ein Teil der Lösung.

        Den “Marktkauf” könnte man in ein schickes Hotel umbauen. Die Deutzer Messe ist mit der S11 in 20 Minuten erreicht, WENN die Bahn denn auch mal fährt ;(

        Ich finde es gut, wenn hier ein paar Ideen und Bedürfnisse notiert werden. Dazu muss man sich aber nicht gegenseitig angreifen, im Sinne von “wenn u.a. Sie sich bereits an einem ,bisschen’ Grün stören bzw. dies als ,optisch unsauber’ oder ,ungepflegt’ bezeichnen.”

        Sie könnten ja auch einfach feststellen, dass Sie das Unkraut nicht stört und Sie sich eher mehr Grün wünschen…

      2. Claudia, wer will seine Fassade begrünen oder Flächen entsiegeln, wenn er sich damit gleichzeitig anderen (und sich selbst) verpflichtet fühlen muss, alles was darauf und drumherum von alleine wächst oder runterfällt, laufend akribisch zu entfernen?
        Sollten wir nicht unsere, sicherlich anerzogene, neurotische Einstellung, alles “sauber” halten zu müssen, auf innerhalb unserer vier Wände begrenzen?
        Wie krank sind wir eigentlich schon, wenn wir alles was natürlich wächst als „Unordnung“ bezeichnen und nur noch Kübel mit Balkonblumen aus dem Bau- oder Gartencenter als Stadtbegrünung akzeptieren können.
        Also ja, ich fände es “schöner”, wenn man sich entschließen könnte, solche kleinen “Grünanlagen”, zumindest solange sie nicht wirklich stören, in Ruhe zu lassen.

      3. Sollten wir nicht unsere, sicherlich anerzogene, neurotische Einstellung, alles „sauber“ halten zu müssen, auf innerhalb unserer vier Wände begrenzen?
        Wie krank sind wir eigentlich schon, wenn wir alles was natürlich wächst als „Unordnung“ bezeichnen und nur noch Kübel mit Balkonblumen aus dem Bau- oder Gartencenter als Stadtbegrünung akzeptieren können.

        Ein “echter” Wald braucht tatsächlich keine “Ordnung”, der sieht naturbelassen am besten aus. Aber in der Stadt, insbesondere in der schäbigen Fußgängerzone, sollte das Stadtgrün schon etwas gepflegt werden. Und das sag ich als Mann… ;-) Und wie sonst außer in Kübeln soll man da Pflanzen unterbringen?

      4. @Stephan: In Deutschland werden Sie lange und gründlich suchen müssen, bis Sie einen „echten“ Wald finden. Das sind so gut wie durchgehend forstwirtschaftliche Kulturflächen – teils auch ehemalige, aber tatsächliche Naturlandschaften sind sehr selten geworden. Kurz und gut: Im Wald herrscht bei weitem mehr Ordnung, als man ahnen würde.

      5. Zu Baumscheiben habe ich eher so diese Phantasie:

        https://www.baunetzwissen.de/stadt–und-dachbegruenung/fachwissen/urban-green/bepflanzte-baumscheiben-8352904

        Für meinen Geschmack darf es noch ein bisschen mehr “Biedermeier” sein. ;))
        Das würde dem Charakter der Stadt am ehesten entsprechen… ;,))

        Aber das Stichwort “Baumscheibe” ist gut! Baumscheiben sind deutlich nachhaltiger als Blumenpyramiden!

        Ich finde das ja toll, Ulla, dass wir beide “mehr Grün” gut fanden, aber an der Art der Gestaltung scheiden sich unsere beiden Meinungen…

        Aber nochmal mehr zur allgemeinen Situation in der Fußgängerzone:
        Es gibt da Ecken, ganz ohne irgendwelches Grün, die einfach nur schmutzig sind! Dies betrifft vor allem die Gebäudegrenze zwischen dem “Backwerk” und den Haus links daneben und den Seiteneingang zum Kaufhaus “Löwencenter” von der “Grünen Ladenstraße” her.

        Da brauche ich keine Phantasie! Die Ecken sind schmutzig! Ich finde bestimmt noch mehr, wenn ich suche.

        Auch Stephan empfindet die Fußgängerzone als “schäbig”.

        Als 2020 oder 2021 wegen Corona der “große Putzfimmel” über der Stadt ausgebrochen ist, war der Busbahnhof sauber, sogar die Scheiben waren geputzt, die “schäbigen” Ecken waren sauber… nirgends der Geruch nach Urin!

        Ich fand das super!

        Abgesehen davon, dass man schon über Baumscheiben SEHR unterschiedliche Vorstellungen haben kann, ist vor allem die Frage: WER nimmt den Besen in die Hand?

        Es ist zwar nicht mehr Innenstadt, aber ein sehr gutes Beispiel:

        Am Supermarkt “Kaufland”, Refrather Weg 1, stehen an der Kreuzung Richard-Zanders-Str./Refrather Weg an dem Parkhaus ein paar Bänke.

        Unkraut und Müll drumherum!

        “Kaufland” sagt, das sei städtisches Gebiet, die Stadt sagt, er gehöre zum Supermarkt. Die “wilden Beikräuter” wären mir ja echt noch egal, aber den Müll räumt halt keiner weg!

        Es geht um Zuständigkeiten.
        Die bunten Blumenkästen wurden von den Geschäften bezahlt und sollten mehr Umsatz bringen. Das hat vermutlich nicht funktioniert, sonst wären sie ja dieses Jahr auch wieder da. Schade.

        Ulla, Stephan und Claudia wollen “mehr Grün” und haben mindestens zwei unterschiedliche Vorstellungen…

        Die Umfrage bezieht sich auf die Gastronomie in Bergisch Gladbach.
        Hintergrund ist (vermutlich) eine Belebung der Innenstadt und damit auch mehr Umsatz für den Handel, weil wir sonst nämlich in 5 Jahren nur noch im Internet bestellen können. Dann wird es keine Geschäfte mehr geben, die es sich lohnt zu besuchen…

        Also ist eigentlich doch die Frage: Welche Angebote braucht die Innenstadt, um zu überleben (politisch formuliert: attraktiver zu werden)?

        Ich vermute mal, dass leipziger oder sonst irgendwelche Baumscheiben das Problem nicht lösen werden!

        Ich fände ein Irish Pub mit Billard und Dart in der Innenstadt cool.
        Dann noch min. einen Supermarkt dazu, der bis 22.00 Uhr geöffnet hat (wie vor Corona) und ein Steakhouse mit bezahlbaren Preisen. DAS wäre mein “Wunschkonzert”.

        Und wenn die alle auch noch ein paar “Blömsche off’m Finsterbrett” haben, ist alles super!

      6. @Drucker: Was sagen Sie denn zur Gestaltung der Innenstadt?

        Welche Angebote hätten Sie dort gerne? Welche Geschäfte?

      7. @Claudia: Zur derzeitigen Gestaltung oder zur möglichen? Die derzeitige erinnert mich an den Satz des Kabarettisten Hagen Rether, den man auch auf die Innenstadt GL anwenden könnte: „Wuppertal heute sieht aus wie Leningrad 1970.“

        Die künftige interessiert mich offen gesagt überhaupt nicht. Das einzig Wichtige ist für mich, dass die Behörden, die man dort hin und wieder besuchen muss, halbwegs erträgliche Öffnungszeiten haben. Und auch das wird mit fortschreitender Digitalisierung der Verwaltung unwichtiger werden.

        Was Geschäfte und Lokale betrifft, habe ich ebenfalls keinerlei Wünsche. Dank guter Anbindung mit der Linie 1 brauche ich bis ins Kölner Zentrum kaum mehr Zeit als bis in die Innenstadt von GL. Und das Angebot, das man da findet, wird es in GL ohnehin nie geben. Dinge des täglichen Bedarfs finde ich hier fußläufig, dafür muss ich mich auch nicht in den Bus setzen. Von mir aus kann also alles bleiben, wie es ist, darum sollen sich die Leute Gedanken machen, die es betrifft.

    2. Mir fällt gerade ein: Der “Ratskeller” war mal ein sehr gefragtes Restaurant…
      Zum Thema Gastronomie…
      Vielleicht findet sich ja nach gefühlten 50 Jahren malwieder ein Pächter.

  12. Die ganze Umfrage ist sehr unprofessionell gemacht. Vor allem die Kommentare sind an manchen Stellen, wo sie nötig wären, nicht gefragt. Ein Kontakt zu der Firma funktioniert auch nicht. Was zahlt die Stadt für die Beautragung dieser dubiosen Firma?

  13. Ich bin hier neu hingezogen und bin echt erschüttert. Die ganze Stadt und insbesondere die Verkehrsinfrastruktur sieht so aus, als hätte man sich bis in die 60er Jahre Mühe gegeben und dann nie wieder etwas angefasst sondern nur noch dem Verfall überlassen.

    1. Wo haben Sie denn vorher gewohnt? Das muss ja im Vergleich ein Paradies gewesen sein.

      1. Muss man – glaube ich – nicht lange suchen, oder? Das ist aber leider das “Kreuz” einer größeren Stadt, die eigentlich keine ist, sondern eine Ansammlung kleiner Gemeinden, die aus verwaltungstechnischen Gründen zusammengelegt wurden. Hier ein attraktives Stadtzentrum zu definieren, ist zugegebenermaßen eine Herausforderung. Fehlt dann noch der städtebauliche Weitblick und das Geld, kommt man dahin, wo man heute ist. Stellvertretend nur die triste Fußgängrzone aus schlecht verlegter Grauwacke.

      2. Eigentlich müsste man dann aber auch bei den verschiedenen Stadteilen differenzieren. Es gibt ja nach wie vor reichlich Einwohner, die das Bergisch Gladbacher Zentrum aus guten Gründen nicht als das des Stadtlebens empfinden – da fährt man höchstens gewzungenermaßen mal hin, wenn man einen neuen Führerschein oder Ausweis braucht, ansonsten hält man sich besser fern.

        Bewegt man dagegen in Bensberg und seinen früheren Stadtteilen, dann sieht die Sache schon weit freundlicher aus. Da sind in der Vergangenheit schon einige bessere städtebauliche und Infrastrukturentscheidungen getroffen worden und die Verkehrsanbindung ist 1a. Und was es beispielsweise über die Schloßstraße (durchaus berechtigt) zu meckern gibt, ist im Vergleich zur Hauptstraße schon Jammern auf hohem Niveau.

        Dass die Bergisch Gladbacher Innenstadt jemals ein funktionierendes echtes Zentrum für das gesamte Stadtgebiet werden kann, halte ich für illusorisch. Was in den letzten knapp 50 Jahren nicht gelungen ist, wird auch in den nächsten 50 nicht klappen.

      3. das muss es vielleicht auch gar nicht. Dennoch würde ich die Sache nicht fatalistisch betrachten. Es gibt genug Funktionen und Einrichtungen, die durchaus in einem zentralen Teil der Stadt organisiert werden können und sollten.
        Es wird zum Beispiel viel über die Möglichkeiten der Neugestaltung des Zandersareals nachgedacht. Ein zentraler Ansatz könnte sein dort Räumlichkeiten für Veranstaltungen aller Art für Jung und Alt zu definieren und mit ausreichend infrastrruktureller Anbindung zu versorgen. So müssten zum Beispiel nicht in den Stadtteilen die Schulen als Veranstaltungslokale herhalten, sondern könnten sich wieder auf ihre Kernaufgabe – Schule sein! – beschränken.
        Ich denke man sollte das parteipolitische Gezänk einmal über Bord werfen und anfangen lösungsorientiert zu denken und zu handeln. Vielleicht macht es auch Sinn mal die jüngere Generation in die Planung miteinzubeziehen, die – wenn wir mal ehrlich sind – das ganze schließlich hauptsächlich finanzieren werden muss. Die “Bewahrer” unter uns würden sich vermutlich wundern, welch interessante Ansätze zu Tage gefördert würden. Und glauben Sie mal nicht, dass es dann keine Generationen übergreifenden Ansätze sein könnten.
        Etwas mehr Beteiligung von allen und wir hätten auch mehr Akzeptanz zu verzeichnen. Betroffene zu Beteiligten machen ….sozusagen.

    2. Mario L.: Wir bieten den Autofahrern hier, natürlich auf Kosten der Allgemeinheit, auch viele Vorteile. Hier gibt es z.B. die Brötchentaste (=15 Min. frei Parken für den schnellen Einkauf), kostenlose Parkplätze auf vielen Straßen usw.

      1. Die “Broetchentaste” gibt es in anderen Städten auch.

        Kostenpflichtige Parkplätze entstehen immer da, wo die Nachfrage das Angebot übersteigt.

    3. Ende der 80er Jahre ist ein Tunnel gebaut worden, ich war im Ausland, war erstaunt als ich wiederkam.

      Eine Freundin sagte zu mir: Volle Möhre durch die Röhre!