Für die Kreuzung zur Kempener Straße legt die FWG einen Änderungsantrag vor. Foto: Thomas Merkenich

Die Debatte um die Altenberger-Dom-Straße in Schildgen geht in die nächste Runde: Die FWG stellt einen Änderungsantrag zur Entwurfsplanung vor. Trotz positiver Aspekte wie breitere Fußwege und geschützte Radstreifen bleibt die Fraktion kritisch – besonders die Verkehrsführung an der Kempener Straße stößt auf Widerspruch. Hier fordert die FWG Alternativen zum Schutz von Fußgängern und Radfahrern.

Wir veröffentlichen einen Beitrag der FWG

Seit Jahren diskutieren wir über die Neugestaltung der Altenberger-Dom-Straße in Schildgen. Die Notwendigkeit etwas zu tun zu müssen ist unbestritten. Aber der zur Verfügung stehende Verkehrsraum lässt großzügige Lösungen für alle Verkehrsteilnehmer nicht zu. An dieser Tatsache kommt niemand vorbei.

Rainer Röhr, FWG-Fraktionsvorsitzender: „Wir müssen das Beste aus den gegebenen Möglichkeiten machen.“

Die Verwaltung hat nun nach mehreren Bürgerveranstaltungen eine Entwurfsplanung vorgelegt, die die Anregungen und Eingaben, aber auch zum Teil heftigen Proteste der Bürgerversammlungen berücksichtigt hat.

Begrüßenswerter Kompromissvorschlag

Aber auch hier wird klar: Es ist ein Kompromissvorschlag, der aufgrund durchaus unterschiedlicher Meinungen der Bürgerschaft zustandegekommen ist. Dies begrüßen wir.

Im jetzigen Entwurf sieht die FWG eine geeignete Grundlage für weitere Planungen. Wir haben aber gleichzeitig erhebliche Vorbehalte und bringen deshalb einen Änderungsantrag beim am Dienstag tagenden Ratsausschuss für Mobilität und Verkehrsflächen ein. 

Änderung bei der Kempener Straße

Der Antrag bezieht sich insbesondere auf die vorgeschlagene Lösung an der Einmündung der Kempener in die Altenberger-Dom-Straße. Sie ist unzureichend und wir wollen Planungsalternativen. Denn ansonsten wäre die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern gerade hier stark gefährdet.

Die vorgesehene Regelung trägt im Übrigen auch nicht dazu bei, den gewünschten Abfluss des KFZ-Verkehres in Richtung Bergisch Gladbach zu beschleunigen. Längere Staus in beide Richtungen wären die Folge.

Vorteile des vorgelegten Planungsentwurfes sieht die FWG hingegen darin, dass

  • die Fußwege mit einer Mindestbreite ausgestattet und gesichert sind
  • die Fahrradwege nun überwiegend als Schutzstreifen auf der Straße, getrennt von den Fußgängern geführt werden, um sie keiner Unfallgefahr auszusetzen
  • die Dooringgefahr, also die Gefährdung der Radfahrer durch Öffnen der Autotüren gemindert wird
  • nach Aussagen der Verwaltung nunmehr keine Privatgrundstücke mehr überplant und in Anspruch genommen werden
  • eine größtmögliche Zahl von Längsparkplätzen erhalten bleibt 
  • die Grundstückszufahrten in der jetzigen Form weiterbestehen

In Schildgen endlich voran kommen

Der Idee eines vollständigen Mischverkehrs von Fahrrädern und Kraftfahrzeugen auf der Altenberger-Dom-Straße sind wir nicht gefolgt, weil Schülerinnen und Schüler ab einem Alter von zehn Jahren den Gehsteig fahrradfahrend nicht mehr benutzen dürfen und bei einem Mischverkehr auf der viel befahrenen Altenberger-Dom-Straße ohne Schutzstreifen stark gefährdet wären.

Die FWG hofft auf Zustimmung zu ihrem Änderungsantrag und erwartet zielführende Vorschläge der Planer. Den konkreten Änderungsantrag wollen wir aber auch als Zeichen verstanden wissen, in Schildgen endlich weiterzukommen. 

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