Blick in die Ausstellung in der Herz-Jesu-Kirche. Fotos: Jörg Bärschneider

Die zweite Halbzeit läuft. Seit Anfang Dezember ist die Bilderschau zur Geburtskirche „Von  Bergisch Gladbach über Beit Jala nach Bethlehem“ in der Herz-Jesu-Kirche in Schildgen zu sehen. Ende Januar geht sie dann sicher verpackt aus dem berühmten Böhm-Bau zurück zu den Ausstellungsmachern nach Italien. Doch bis dahin steht noch einiges auf dem Begleitprogramm. Zeit für eine Zwischenbilanz mit Ausblick.

Wir veröffentlichen einen Beitrag des Beit Jala Vereins

Was hat es gebracht? Eine Frage, die sich die Veranstalter angesichts einjähriger Vorarbeit und erheblicher Kosten ruhig stellen dürfen. Zunächst einmal: Wunderbare Bilder, welche die Geburtskirche in Bethlehem über Weihnachten nach Schildgen gebracht haben. Achim Rieks vom Begegnungscafé  „Himmel un Ääd“ bringt es auf den Punkt: „Darüber freuen wir Schildgener uns ganz besonders – eine passendere Jahreszeit kann ich mir gar nicht vorstellen.“

Viel Interesse und Zuspruch von Menschen in Bergisch Gladbach und weit darüber hinaus. Ausgebuchte Führungen und rege nachgefragte Begleitveranstaltungen mit bis zu 100 Gästen sprechen für sich.

Dazu großzügige Unterstützung von Bürgern, Vereinsmitgliedern, Geschäftsleuten, der Bethe-Stiftung und weiteren Institutionen, die das Projekt bezahlbar machen. Und einer Kooperation von Städtepartnerschaftsverein, Katholischem Bildungswerk, Pfarreiengemeinschaft West und Himmel un Ääd, die in puncto Kreativität und Ergebnisorientierung jede Regierungskoalition in den Schatten stellt. 

Zeichen setzen

Zugleich weckte die Ausstellung das Interesse am Leben in unserer Partnerstadt. Auch das ein Anliegen des Projekts: Wenn wir angesichts von Krise und Krieg in Nahost schon nicht dorthin reisen können, dann holen wir unsere Partnerkommune zu uns an die Strunde und setzen ein Zeichen für die bedrängten Menschen dort.

„Dass es uns gelungen ist, auch die aktuelle Situation der Bewohner Bethlehems und Beit Jalas in den Blick zu nehmen, die von einer Mauer umgeben sind und mangels Touristen unter fehlenden Einkünften leiden, freut mich besonders“, ergänzt Elmar Funken vom Katholischen Bildungswerk. 

Wie geht’s weiter? 

Mit Führungen, Konzerten und Kreativangeboten für Kinder und Jugendliche (s. Terminliste). Feierlicher Höhepunkt ist das Abschlusskonzert „Music for Hope“ mit Aeham Ahmad. „Der aus Syrien geflohene und mittlerweile deutsche Palästinenser Aeham Ahmad hat uns in Schildgen mit seiner  Klaviermusik zwischen Orient und Okzident schon mehrfach begeistert“, freut sich Rieks auf den neuerlichen Besuch des singenden Pianisten.  

Kommende Veranstaltungen:

  • Konzert mit dem Rheinischen Motettenchor Köln, Leitung: Tanja Heesen, 
    Sonntag, 19.1., 19 Uhr, Herz Jesu
  • Die Geburtskirche: Architektur und Geschichte, Führung mit Kunsthistoriker 
    Markus Eckstein, Mittwoch, 22.1., 20 Uhr, Herz Jesu
  • Male dein eigenes Kunstwerk, Kreativwerkstatt für Kinder und Jugendliche, 
    Samstag, 18.1., 12-15 Uhr, Pfarrsaal Herz Jesu, Info+Anmeldung: 0163/633 7341
  • Mosaikaktion für Kinder und Jugendliche mit dem Team um Matthias Kleudgen vom Hermann-Löns-Forum, Donnerstag, 23.1., 15.30-18.30 Uhr, Herz Jesu, Info+Anmeldung: 01578/053 4320
  • Abschlusskonzert mit Aeham Ahmad: Music for Hope, 
    Donnerstag, 30.1., 19.30 Uhr, Herz Jesu

Überall Eintritt frei, Spenden erbeten. Details unter www.gl-beitjala.net

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