Rainer Röhr, Fraktionschef der FWG im Stadtrat

Die 2024 beschlossene Bevölkerungsprognose mit einem relativ starken Wachstum war bei der FWG von Anfang an auf Kritik gestoßen. Jetzt argumentiere die Stadt im Zusammenhang mit den vielen fehlenden Kita-Plätzen gegen die eigene Prognose, sagt die Freie Wählergemeinschaft – und fordert eine Anpassung an die Realität.

Wir veröffentlichen einen Beitrag der FWG

Die FWG sieht sich aktuell in ihrer kritischen Position zur 2024 mehrheitlich beschlossenen Bevölkerungsprognose für Bergisch Gladbach bestätigt.

Die Freie Wählergemeinschaft hatte sich gegen eine im letzten Jahr von der Stadtverwaltung empfohlenen Berechnung gewandt. Danach soll Bergisch Gladbach aufgrund eines angenommenen oder auch gewollten starken Zuzugs bis 2038 ein Bevölkerungswachstum von 7,8 Prozent entwickeln. Dieser Wert soll den Planungen der Stadtverwaltung zugrundegelegt werden.

Die FWG hatte stattdessen ein maßvolles Wachstum von 3,5 Prozent für realistischer gehalten und argumentiert, dass nur dies mit den Planungskapazitäten der Stadt beim Ausbau der Infrastruktur, insbesondere der Schulen und Kitas in Einklang zu bringen ist.

FWG-Fraktionsvorsitzender Rainer Röhr: „Das wollte leider niemand hören. Nun zeigt die Realität schon ein halbes Jahr später, dass unsere Auffassung richtig war und bleibt.“

Jetzt nämlich empfiehlt die Stadtverwaltung in einer Vorlage zur Sitzung des Jugendhilfeausschusses angesichts des anhaltenden Stockens beim Kitaausbaus eine Abkehr von der seinerzeit beschlossenen Bevölkerungsprognose und einen Abgleich mit der tatsächlichen Einwohnerstatistik. Andernfalls ergebe sich eine rein statistisch ermittelte Zahl von etwa 200 fehlenden Plätzen, was nicht der Realität entspreche. 

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Die FWG verlangt deshalb eine zügige Anpassung der Bevölkerungsprognose an die Realität. Es werde sonst das falsche Signal gesendet, wir könnten hier einen größeren Bevölkerungszuwachs locker verkraften. Das entspricht aber nicht den Tatsachen. Planzahlen sollen nicht vom Wunschdenken geprägt sein, sondern vom Machbaren ausgehen. 

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  1. BevölkerungsWachstum um jeden Preis und als Fetisch schlägt um in zunehmend schlechtere Qualität: noch mehr Verkehr, noch mehr SUVs, verstopfte Straßen, schlechtere Luft, ungebremste Versiegelung….große Versprechungen und dann kein Personal für die dann benötigten KitaPlätze etc.