Michael Metten, Fraktionsvorsitzender der CDU im Bergisch Gladbacher Stadtrat, äußert sich gemeinsam mit allen CDU-Fraktionschefs im Kreis. Foto: Thomas Merkenich

Die Vorsitzenden der Fraktionen der CDU im Kreistag und in allen acht Stadt- und Gemeinderäten des Rheinisch-Bergischen Kreises fordern von Bund und Land, sich sofort um die Sanierung der kommunalen Finanzen zu kümmern. Zudem seien Investitionen in die Infrastruktur und eine Reform des Sozialstaats dringend erforderlich.

Wir veröffentlichen eine Mitteilung der CDU-Kreistagsfraktion

Mit Nachdruck fordern die CDU-Fraktionsvorsitzenden im Rheinisch-Bergischen Kreis, sowohl im Kreistag als auch in allen acht Stadt- und Gemeinderäten, die Bundes- und Landesregierung auf, sofortige Maßnahmen zur Sanierung der Kommunalfinanzen einzuleiten. Ein entsprechender Brief ist an die zuständigen Mandatsträger vor Ort, zuständigen Minister sowie Fraktionsvorsitzenden der Bundes- und Landesebene verschickt worden (siehe Dokumentation unten).

Die strukturellen Defizite in den Kommunalhaushalten haben bereits ein kritisches Maß erreicht, sodass ein Spielraum für notwendige Investitionen nicht mehr gegeben ist. Sie schließen sich damit dem Forderungskatalog des Deutschen Landkreistages „Öffentliche Aufgaben auf das Notwendige konzentrieren“ vom 06.01.2025 an.

Dringender Handlungsbedarf besteht seitens der Unterzeichner bei nachfolgenden Themen:

  1. Finanzielle Situation der Kommunen:
    Die Kommunalfinanzen sind am Limit. Die ständig steigenden Aufgaben, Anforderungen und Kosten übersteigen die Einnahmen der Städte und Gemeinden, was vielerorts zur Erhöhung der Grundsteuer und zu einem enormen Investitionsstau führt.
  2. Investitionen in die Infrastruktur:
    Ohne ausreichende finanzielle Mittel können wir keine angemessene Infrastruktur bereitstellen, die für die Lebensqualität unserer Bürgerinnen und Bürger unerlässlich ist. Schulen, Straßen, Rettungswesen und öffentliche Einrichtungen leiden unter einem drängenden Investitionsrückstand.
  3. Reform des Sozialstaates:
    Auch die Strukturen des Sozialstaates müssen dringend reformiert werden. Es braucht ein zukunftsfähiges Konzept, das die tatsächlich Bedürftigen fördert, Erwerbsfähige jedoch fordert, die Kommunen bei Bürokratie und damit auch Verwaltungsaufwand entlastet.

Forderungen an die Landes- und Bundesregierung:

  • Überprüfung und Anpassung der Kommunalfinanzausgleichsgesetze
    Eine sofortige Reform ist notwendig, um den Kommunen eine tragfähige finanzielle Basis zu sichern und die Investitionsfähigkeit vor Ort wiederherzustellen.
  • Gemeinsame Erarbeitung eines Reformplans für den Sozialstaat
    Wir fordern eine enge Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen, um tragfähige Lösungen zu entwickeln.

Die CDU-Fraktionsvorsitzenden im Rheinisch-Bergischen Kreis sind sich einig: „Nur durch einen entschlossenen und umfassenden Sanierungsprozess der Kommunalfinanzen und eine Reform des Sozialstaates kann die Zukunft unserer Städte und Gemeinden gesichert werden. Die ehrenamtliche Kommunalpolitik lebt vom Drang etwas vor Ort bewegen zu können, dafür braucht es Gestaltungsspielräume.“, so unisono die neun CDU-Fraktionsvorsitzenden.

Dokumentation

Als Beispiel für die Briefe an Bund und Land dokumentieren wir den Brief an NRW-Kommunalministerin Ina Scharrenbach MdL

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  1. Vielleicht könnte die Redaktion die aktuellen Austrittszahlen bei der CDU im RBK anfragen?
    Der Unmut scheint intern ja wirklich immens zu sein.

  2. Sehr geehrte Redaktion,
    sehr geehrter Herr Watzlawek,

    an erster Stelle möchte ich Ihnen danken für Ihre großartige Arbeit und Ihr Engagement!

    Angesichts der gerade wieder von Ihnen berichteten vielfältigen Herausforderungen – insbesondere auch finanzieller Art – und entsprechend notwendiger Priorisierungen würde ich gerne wissen, ob Sie in Vorbereitung zu den Kommunalwahlen wieder ein Bürgerwahlprogramm erstellen, wie Sie es für die Bundestagswahl gemacht haben?
    Als Lehrerin würde ich das sehr begrüßen, um hierdurch meine wahlberechtigten SchülerInnen entsprechend zunächst basisdemokratisch teilhaben lassen und nach Auswertung fundiert auf die Wahlen vorbereiten zu können.

    Beste Grüße

    Ilka Hardkop

    1. Liebe Frau Harkop, danke für die freundliche Rückmeldung. Wir hatten die Bundestagswahl als Probelauf verstanden und werden zu Kommunalwahl – die für uns als lokales Medium noch wichtiger ist – erneut das volle Programm abfahren: eine Umfrage zu den wichtigsten Themen und Fragen, eine BürgerAgenda, einen lokalen Wahl-o-Mat, thematische BürgerClubs mit dem Bürgermeisterkandidaten und eine große WahlArena mit einem breiten Rahmenprogramm, jetzt wieder auf dem Marktplatz, am 27. Juni.