Martin Lucke ist Sprecher der CDU im zuständigen Ausschuss. Foto: Thomas Merkenich

Die Eröffnung einer ersten Tankstelle für den nicht-fossilen Dieselkraftstoff HVO100 ist nach Meinung der CDU ein wichtiger Fortschritt auf dem Weg zur Einhaltung der Klimaziele – auch wenn es sehr lange gedauert habe, bis diese Idee der Christdemokraten umgesetzt worden sei.

Wir veröffentlichen einen Beitrag der CDU-Fraktion

Die CDU-Fraktion in Bergisch Gladbach ist erfreut, dass die kreisweit erste Tankstelle für nicht fossilen Dieselkraftstoff (HVO 100) ab sofort an den Start geht. Der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) der Stadt hat die Anlage am Donnerstag an der Hüttenstraße 57 in Betrieb genommen.

Mit dem Kraftstoff, der auf Basis von biogenen Reststoffen wie Pflanzenöl produziert wird, lassen sich die CO2-Emissionen im Vergleich zu herkömmlichem Diesel um bis zu 90 Prozent verringern. Der neue Kraftstoff soll vor allem im Fuhrpark des AWB eingesetzt werden, aber auch der Allgemeinheit angeboten werden. Der Kraftstoff ist lediglich geringfügig teurer als fossiler Kraftstoff. 

„Wir freuen uns sehr, dass HVO 100 jetzt endlich verfügbar ist und auch eingesetzt wird, wir haben lange dafür gekämpft. Bergisch Gladbach hat damit nun Vorbildcharakter für andere Kommunen“, sagte der Sprecher der CDU-Fraktion Martin Lucke.

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Bei dem Abfallwirtschaftsbetrieb Bergisch Gladbach wurden die Weichen weiter in Richtung Nachhaltigkeitsstrategie gestellt. Am Donnerstag wurde die neue und kreisweit erste Tankstelle für HVO 100 eröffnet. Mit dem alternativen Kraftstoff sollen nahezu alle Müllfahrzeuge der Stadt angetrieben werden.

Die Christdemokraten hatten sich schon 2022 für den Einsatz des neuen Kraftstoffs in einem Modellprojekt stark gemacht, waren aber immer wieder an der rot-grünen Ratsmehrheit gescheitert.

„Die Scheuklappen sind weg, ich bin froh, dass im Rathaus Vernunft eingekehrt ist“, sagte Wolfgang Maus, der als sachkundiger Bürger das HVO-100-Projekt angestoßen hatte. Damals aber habe eine nur ideologisch zu erklärende Fixierung auf elektrische Mobilität eine technologieoffene Lösung verhindert.

„Mit der bestehenden Fahrzeugflotte unseres AWB werden wir deutlich weniger Emissionen erzeugen und damit einen wichtigen Schritt hin zu den Pariser Klimazielen leisten“, freute sich Maus.

Zwar habe man viel Überzeugungsarbeit leisten müssen, aber auch im Rathaus habe man inzwischen verstanden, dass mit HVO 100 eine technisch funktionale Lösung auf den Weg zu synthetischen CO2-neutralen Kraftstoffen zur kompletten Klimaneutralität verfügbar seien. 

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  1. Als Zwischenlösung für eine kleine Zahl von Müllwagen akzeptabel. Eine Dauerlösung kann es schon deshalb nicht sein, weil die verfügbare Menge an HVO 100 eng begrenzt ist und an anderer Stelle dringender benötigt wird (Bsp. Schiffe, Flugzeuge, Notstromaggregate).

    Ob es tatsächlich einen Klimanutzen hat, ist die Frage: Wenn dafür an anderer Stelle wieder fossiler Diesel zum Einsatz kommt, ist es ein Fall von “linke Tasche, rechte Tasche”.

    Ein weiteres Gegenargument sind die Umwelt- und Gesundheitsschäden: Jährlich sterben hierzulande ca. 30.000 Menschen vorzeitig durch Straßenverkehrs-Abgase – daran ändert auch HVO 100 nichts.

    (Die zahlreichen Argumente gegen synthetische Kraftstoffe (“e-Fuels”) wurden bereits dargelegt: https://in-gl.de/2025/06/26/stadt-eroeffnet-erste-tankstelle-im-kreis-fuer-alternativen-kraftstoff/)

      1. Europäische Umweltagentur, Umweltbundesamt.
        Unterschiedliche Studien sprechen von 50 – 100.000 Toten durch Feinstaub und Stickoxide pro Jahr in D. Davon geht grob die Hälfte auf das Konto des Straßenverkehrs – genau von Industrie- und Kraftwerksabgasen trennen lässt sich das naturgemäß nicht.

  2. Hahaha wie sich CDU immer mit fremden Federn schmückt. Wer diese Partei noch kommunalpolitisch irgendwie glaubt, der glaubt auch das die CDU noch für “Christlich” steht. Hust hust Maskenaffäre, Aserbaidschan-Affäre, Augustus Intelligence und und und

  3. Uneingeschränkte Zustimmung zum Einsatz von HVO100 bei den städtischen Dieseln. Von einer Idee der CDU kann aber m. E. keine Rede sein. HVO100 ist in anderen europäischen Ländern seit Jahren am Markt eingeführt.
    HVO100 wurde nicht von der CDU oder einer einzelnen Person erfunden, sondern ist das Ergebnis der Entwicklung und Forschung mehrerer Unternehmen, insbesondere der finnischen Firma Neste. Die CDU hat also lediglich vorgeschlagen, eine funktionierende Lösung auf Bergisch Gladbach zu übertragen. Im Übrigen kann jeder HVO100 seit einiger Zeit jeder in Heidkamp tanken.