Die Evangelische Grundschule Bensberg hat sich ein MINT-Zertifikat verdient. Die Kinder lernen mit Begeisterung durch entdeckendes Lernen, programmieren Roboter und experimentieren mit Naturphänomenen. Eine Schule, die Forschergeist schon in jungen Jahren weckt. Sie sind die fünfte Schule im Rheinisch Bergischen Kreis mit dieser Auszeichnung.

Wir veröffentlichen einen Beitrag vom Rheinisch Bergischem Kreis

„Wir sind ein Haus, in dem Kinder forschen“: Mit diesen Worten werden ab sofort alle Kinder, Eltern sowie die Freundinnen und Freunde der Evangelischen Grundschule Bensberg begrüßt. Die Bildungseinrichtung wurde für ihren Einsatz rund um die MINT-Disziplinen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik von der Stiftung Kinder forschen und dem zdi-Netzwerk MINT Rhein-Berg zertifiziert.

Nun bekam die Schule von Schulamtsdirektorin Ursula Resch und Netzwerkkoordinatorin Katrin Gyr ein entsprechendes Schild samt Urkunde überreicht, um das Engagement sichtbar zu machen. Damit ist die Bensberger Schule eine von kreisweit fünf Grundschulen, die dafür ausgezeichnet wurde, ein ganz besonderes Augenmerk auf die MINT-Disziplinen im Unterricht zu legen sowie ihre Kinder fürs Forschen zu begeistern und darin zu fördern.

MINT im Schulalltag verankern

„Entdeckendes Lernen motiviert die Kinder“, erläutert Schulleiterin Kerstin Bacher, „und mit Forscheraufgaben in verschiedenen Fächern machen sie sich selbst auf den Weg und behalten dadurch Lerninhalte besser im Kopf.“ Dadurch kommen sie schon früh mit dem Forschen in Kontakt und entwickeln eine natürliche Neugierde, um sich in ihrer Schullaufbahn weiter mit den MINT-Themen zu beschäftigen. 

Die Kinder einer 4. Klasse der Evangelischen Grundschule setzten sich in diesem Schuljahr mit vielen verschiedenen Themen auseinander. Dazu zählen Programmieren, Wetter und Umweltphänomene, Elektrizität und Stromkreise, Veränderungen von Stoffen sowie Konstruktion und Technik.

Das Forschen findet vor allem im Sachunterricht statt und es ist den Lehrkräften besonders wichtig, bei den Kindern eine positive Haltung zum Forschen zu fördern. In vielen Fällen bedeutet das vor allem, ihre natürliche Neugierde zu erhalten und weiterzuentwickeln.

Am Tag der Auszeichnung programmierte die 4. Klasse Ozebots, kleine Roboter, die über ein Spielfeld gesteuert wurden und den richtigen Weg zu verschiedenen Zielen finden mussten. Das faszinierte die Kinder, die mit großem Eifer dabei waren, um mit den Mini-Robotern an den richtigen Punkten anzukommen. „Ich glaube, heutzutage sind die Dinge, mit denen wir lernen, viel besser als früher“, machte denn auch eine Viertklässlerin deutlich.  

Fehler machen als Lernchance

„Ein zentrales Element ist der Forscherkreislauf, der bei allen Handlungen eine wichtige Rolle spielt“, erklärt Lehrer Leonhard Gotthardt und ergänzt, dass „Vermutungen, Dokumentationen und Bewertungen der Ergebnisse genauso wichtig sind wie die Durchführung der Experimente selbst. Forschen bedeutet für uns auch, Kindern Raum für eigene Ideen und Lösungswege zu lassen – inklusive der Möglichkeit, Fehler zu machen und falsche Konzepte als wichtige Lernschritte zu erkennen.“

Diesen Ansatz, der im Sachunterricht fest verankert ist, verfolgt die Schule auch in anderen Fächern. So lässt sich etwa das mathematische Problemlösen in sogenannten Mathekonferenzen „erforschen”. Generell ist es das Ziel der Schule, Neugier und das Bedürfnis, Phänomene eigenständig zu hinterfragen, in allen Fächern anzuregen und die Kinder darin zu bestärken.

Dieser Ansatz kommt bei den Kindern der Evangelischen Grundschule Bensberg gut an, die sagen: „Lernen macht Spaß.“

Rheinisch-Bergischer Kreis

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