Solidarität mit Israel. Archivfoto: Thomas Merkenich

Die Berliner Politikerin und Aktivistin Karoline Preisler spricht am 15. Juli auf der Mahnwache für die Geiseln am Trotzenburgplatz. Anschließend hält sie einen Vortrag zum Thema „Demokratie aushalten? Demokratie verteidigen!“. Organisiert wird die Veranstaltung vom Ganey-Tikva-Verein und vom Nir-Oz-Verein. 

Wir veröffentlichen einen Beitrag des Vereins zur Förderung der Städtepartnerschaft Ganey Tikva – Bergisch Gladbach

Karoline Preisler hat keine Angst vor der Konfrontation. Sie steht auf gegen Judenhass – und zwar direkt vor antiisraelischen Demonstrationen in Berlin. Trotz der Überzahl ihrer Gegner, trotz Einschüchterungen und physischer Übergriffe zeigt sie immer wieder Flagge.

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Am Dienstag, den 15. Juli, spricht sie um 18 Uhr auf dem Bergisch Gladbacher Trotzenburgplatz. Dort findet wöchentlich eine Mahnwache für die Geiseln in Gaza statt, die der Ganey-Tikva-Verein (GTV) seit anderthalb Jahren organisiert.

Gleich anschließend, um 19.30 Uhr, hält die Berlinerin einen Vortrag zum Thema „Demokratie aushalten? Demokratie verteidigen!“ Dafür ist eine Anmeldung unter anmeldung@ganey-tikva-verein.de erforderlich. 

Die Volljuristin und Politikerin Karoline Preisler will zeigen, warum das Engagement jedes und jeder Einzelnen einen Unterschied macht. Sie meint: „Demokratie ist kein Cheerleading, und Streit zeichnet eine Demokratie aus.“

Wann: Dienstag, 15.7.
18 Uhr, Rede auf dem Trotzenburgplatz
19.30 Uhr Vortragsveranstaltung in Bergisch Gladbach 
Anmeldung für den Vortrag:
anmeldung@ganey-tikva-verein.de; Ortsangabe folgt
Eintritt: frei, Spenden willkommen 

Preisler, 54, ist seit 1985 politisch aktiv und seit 2013 Mitglied der FDP. Sie schrieb das 2021 erschienene Buch „Demokratie aushalten: Über das Streiten in der Empörungsgesellschaft“ (2021) und ist Co-Autorin in „Zu anders für die Macht? Wie mutige Frauen für Gleichberechtigung in der Politik kämpfen“ (2025). 

„Seit dem 7. Oktober 2023 zeigen Israelhasser ihren Antisemitismus offen, vor allem auf der Straße und in Bildungseinrichtungen. Wenn es jemanden gibt, der unerschütterlich dagegen standhält, dann ist es Karoline Preisler“, sagt GTV-Vorsitzende Petra Hemming. „Wir sind sicher, dass sie mit ihrem Beispiel auch in Bergisch Gladbach viele Menschen inspiriert.“ 

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  1. Wenn ich Solidarität und Gemeinschaft erleben möchte, dann gehe ich in einen Kegelclub und nicht auf eine Mahnwache für Menschen, die seit fast 2 Jahren unter erbärmlichen Bedingungen in den Tunneln von GAZA gefangen gehalten werden.Das Konzept
    und der Zweck unserer Mahnwachen ist ganz einfach zu verstehen.
    Wir fordern öffentlich die Freilassung der Geiseln,verurteilen den zu Zeit alles beherrschenden Judenhass und stehen zur Selbstverteidigung Israels.
    Wir sind die Stimme gegen die Dämonisierung Israels und für die Juden weltweit.
    Das ist unsere Motivation.Natürlich wäre es uns auch lieber, wenn aus der Kleinst Mahnwache eine wöchentliche große,kraftvolle Mahnwache werden würde.Die Teilnehmer Zahl wird von uns ja nicht auf 10 Leute begrenzt. Jeder ist herzlich eingeladen, an der Mahnwache Dienstags um 18 Uhr auf dem Bergisch Gladbacher Trotzenburgplatz, für die Freilassung der Geiseln teilzunehmen.Darunter sind übrigens auch deutsche Geiseln.
    Dass unserer Mahnwachen, nach 79 Wochen ,immer noch so klein ist, ist beschämend, aber auch ein Zeichen des herrschenden Antisemitismus und der Gleichgültigkeit ,wenn es um das Leid von Juden geht.
    Wir werden weiter jeden Dienstag Abend da stehen, bis die letzte Geisel frei ist und Juden sich wieder ohne Angst, auch mit Kippa, auf öffentlichen Straßen bewegen können.

    1. Vielen Dank für Ihre Erläuterungen.

      Sie schreiben: “Wir fordern öffentlich die Freilassung der Geiseln” An wen richten Sie diese Forderung? Mutmaßlich an die Entscheidungsträger der Geiselnehmer. Können Sie diese Personen erreichen?

      “Wir… verurteilen den zu Zeit alles beherrschenden Judenhass” und “Juden sich wieder ohne Angst, auch mit Kippa, auf öffentlichen Straßen bewegen können” Dies scheint eine andere Personengruppe zum Ziel zu haben. Auch hier stellt sich für mich die Frage, ob Sie diese Personen mit einer Mahnwache überhaupt erreichen und mithin Ihrem Ziel auch nur einen Schritt näher kommen können.

    2. Ich bin auch für die Freilassung der Geiseln und für das Verteidigungsrecht Israels. Das darf aber nicht dazu führen, daß die Menschen in Gaza unzureichenden Zugang zu Lebensmitteln und ärztlicher Versorgung haben und Kinder sterben.
      Leider werden wir es nie 100%-ig schaffen, dass z.B. Menschen mit Kippa vor Beleidigungen, Schwarze vor Rassismus und Frauen vor Vergewaltigungen geschützt werden.

  2. Das Konzept von Mahnwachen erschließt sich mir noch nicht. Ich würde gern von den Organisierenden und/ oder Teilnehmenden erfahren, mit welcher Motivation sie daran teilnehmen und welcher Zweck erreicht werden soll. Richtet sich die Mahnwache an bestimmte Personen (welche?), die zu einem bestimmten Handeln bewegt werden sollen? Oder geht es eher um ein Erfahren von Gemeinschaft und Solidarität?

    1. Habe Ihnen geantwortet, leider ist die Antwort nach oben gerutscht. Wahrscheinlich durch einen Fehler meinerseits.
      LG

    2. Mir ist es wichtig, die Namen der Geiseln jeden Dienstag zu nennen, damit an sie erinnert wird. Es sind immerhin auch noch sieben Deutsche unter den verbliebenen Geiseln! Das ist leider in weiten Teilen der deutschen Bevölkerung, auch in Bergisch Gladbach, unbekannt.
      Außerdem zeigen wir durch unsere Anwesenheit Solidarität mit Israel, und auch mit Jüdinnen und Juden in Bergisch Gladbach und ganz Deutschland. Wie sehr das gerade aktuell nötig ist, muss ich hoffentlich hier nicht weiter erläutern.
      Und noch eins: Die Anfeindungen während der Mahnwachen werden immer dreister. Das hat aber auch rein gar nichts mit “Erfahren von Gemeinschaft und Solidarität” zu tun, wir erfahren jeden Dienstag das genaue Gegenteil davon. Das muss ich mir tatsächlich nicht geben und brauche es auch nicht. Hier geht es aber wirklich nicht um unsere eigenen Befindlichkeiten.

      1. @Monika: Danke für Ihre Antwort!
        Ich verstehe Ihre Beweggründe und möchte Ihr Vorgehen keinesfalls kritisieren, sondern nur nachvollziehen können.
        Leider entstehen bei mir – auch auf Grund Ihrer Ausführungen – mehr Fragen, als ich beantwortet sehe (vgl. meinen Post oben von 09:34 Uhr).

  3. In Köln finden regelmäßig Demonstrationen statt für ein Ende des Gaza-Krieges – wozu selbstverständlich auch die Freilassung der Geiseln gehört. Das scheint mir sinnvoller als einseitige Kleinst-Mahnwachen.

    1. Wenn Sie die pro palästinensischen Demonstrationen meinen,die regelmäßig Judenhass verbreiten und Israel dämonisieren,dann muss ich ihnen leider mitteilen,dass dort nie die Freilassung der Geiseln gefordert wird. Das weiß ich, da wir bei diesen Demonstrationen natürlich auch immer anwesend sind,als Gegenprotest und zur Dokumentation. WIR sind diejenigen, die dort und auf Mahnwachen die Freilassung der Geiseln fordern und für das Recht Israels auf Verteidigung und gegen den herrschenden Judenhass eintreten. Von einseitigen Kleinst Mahnwachen kann also keine Rede sein.Wir klären auf, wir erinnern und treten dem aktuell alles beherrschenden Judenhass entgegen. Das ist nicht nur sinnvoll, sondern auch ein Muss in dieser Zeit, wenn die Worte “Nie wieder ” noch eine Berechtigung haben sollten.

    2. In der heutigen Zeit ist jede einzelne Mahnwache, die an die seit 21!!! Monaten gefangen gehaltenen, gefolterten, missbrauchten Geiseln erinnert, wichtig. Judenhass und Antisemitismus werden ganz öffentlich und ungeniert zur Schau getragen. Da ist es umso wichtiger und beispielhaft, dass am kommenden Dienstag die 79. Mahnwache in Bergisch Gladbach stattfindet, um Solidarität mit den Opfern des 7.10.2023 zu zeigen.

      1. Ich versuche, anhand der Beiträge zu diesem Artikel dem Wesen und dem Zweck von Mahnwachen näherzukommen, und deshalb interessiert mich Ihr Beitrag.
        Könnten Sie beschreiben, weshalb aus Ihrer Sicht Mahnwachen wichtig sind und was sie bei wem bewirken sollen?
        Ist die von Ihnen erwähnte Solidaritätsbekundung der einzige Zweck?
        Aus der Beschreibung von Frau Weiß und Monika scheint etwas anderes hervorzugehen, doch leider ist mir der eigentliche oder hauptsächliche Sinn und Zweck von Mahnwachen noch nicht klar.

    3. Die blinde SPD mal wieder :D
      Also ob auf den Pali-Demos die Freilassung gefordert werden würde.
      Linke und Islamisten verstehen sich aber gut in ihrem Antisemitismus, wie man in letzter Zeit so auf den Straßen sehen kann.