Die Kandidat*innen des „Bündnis für Vielfalt und Chancengleichheit“. Foto: Bündnis für Vielfalt und Chancengleichheit

Am 14. September wird in Bergisch Gladbach auch ein neuer Integrationsrat gewählt. Dafür sind rund 20.000 Personen wahlberechtigt. Das Bündnis für Vielfalt und Chancengleichheit stellt sich nach 2020 erneut zur Wahl – mit einem Team von 24 engagierten Personen: Zwölf Frauen und zwölf Männer, die verschiedene Generationen repräsentieren.

Wir veröffentlichen einen Beitrag des Bündnisses für Vielfalt und Chancengleichheit

Die 24 Kandidatinnen und Kandidaten des Bündnisses für Vielfalt und Chancengleichheit treten mit ihren unterschiedlichen Lebenswegen, Berufen und kulturellen Wurzeln für ein gerechtes, weltoffenes und solidarisches Bergisch Gladbach ein. Ihre Ziele sind Förderung von Chancengleichheit, Teilhabe, respektvoller Umgang im täglichen Zusammenleben sowie Stärkung und Ausbau des Integrationsrates als echte Interessenvertretung der Menschen mit internationaler Familiengeschichte.

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Das Bündnis steht für eine Vielfalt, die mehr ist als ein Symbol – sie ist gelebter Alltag, Ausdruck von sozialer Verantwortung und ein klares Bekenntnis zu politischem Engagement. Auf der Liste stehen Menschen mit Herkunftsgeschichten aus Albanien, Angola, Deutschland, der Demokratischen Republik Kongo, dem Kosovo, Marokko, Österreich, Palästina, Pakistan, Somalia, Syrien und der Türkei.

Hintergrund: Der Integrationsrat …

spielt eine wichtige Rolle für die Integrationspolitik in Bergisch Gladbach. Er ist der kompetente Fachausschuss für alle Fragen der Integration und gleichzeitig die Interessenvertretung der hier lebenden Migrantinnen und Migranten.

Wahlberechtigt für die Integrationsratswahlen am 14. September 2025 sind alle Einwohnerinnen und Einwohner mit internationaler Familiengeschichte, die am Wahltag das 16. Lebensjahr vollendet haben – darunter Ausländerinnen und Ausländer mit dauerhaftem Aufenthalt, eingebürgerte Personen, Kinder ausländischer Eltern mit deutscher Staatsangehörigkeit durch Geburt in Deutschland, Spätaussiedler*innen sowie Deutsche mit einer weiteren Staatsangehörigkeit.

Weitere Informationen auf den Webseiten der Stadt Bergisch Gladbach.

Diese in jeder Hinsicht vielfältige Zusammensetzung spiegelt die Realität unserer Stadtgesellschaft wider. Sie macht deutlich: Vielfalt ist kein Schlagwort, sondern eine demokratische Stärke – und Grundlage für eine gemeinsame Zukunft in unserer Stadt Bergisch Gladbach.

Dafür steht das Bündnis für Vielfalt und Chancengleichheit

  • Chancengerechtigkeit und Potenzialentfaltung für Menschen mit internationaler Familiengeschichte.
  • Einsatz für mehr politische Teilhabe, insbesondere das Kommunale Wahlrecht für Drittstaatsangehörige.
  • Antidiskriminierungs- und Antirassismus-Arbeit zur Bekämpfung von Rassismus und Diskriminierung.
  • Zugang für Alle – verständliche Verwaltung und umfassende Unterstützung für alle Bürger*innen.
  • Verbesserung der Schulerfolge von Kindern mit internationaler Familiengeschichte.
  • Förderung der Mehrsprachigkeit und interkulturelle Kompetenz für eine offene Gesellschaft.
  • Erfolgreiche Übergänge von der Schule in den Beruf für junge Menschen mit internationaler Familiengeschichte.
  • Zusammenarbeit mit und Stärkung von Migrantenorganisationen als wichtige Akteure in der Integrationsarbeit.
  • Interkulturelle Öffnung der Verwaltung, um die Verwaltung für alle Bürger*innen zugänglicher und inklusiver zu machen.
  • Nachhaltige Integration von Geflüchteten durch Schaffung sozialer und beruflicher Perspektiven.
  • Öffnung der Sportvereine für Menschen mit internationaler Familiengeschichte
  • Ein Integrationsrat, der zuhört, vernetzt und Brücken baut, um die Partizipation und das Miteinander zu fördern.
  • Sichtbarmachung migrantischer Vielfalt und Stimmen – durch Daten, Geschichte, persönliche Berichte und ihre systematische Einbindung in den öffentlichen Diskurs.
  • Aufbau eines Dialogforums zwischen Polizei und migrantischen Communities bzw. Organisationen

Auf einen Blick: Die Kandidatinnen und Kandidaten der Liste „Bündnis für Vielfalt und Chancengleichheit”:

  1. Redouan Tollih – deutsch / marokkanisch
  2. Michaela Bhattacharjee – deutsch
  3. Kastriot Krasniqi – deutsch / kosovarisch
  4. Sarah Shakil – deutsch / türkisch-pakistanisch
  5. Ahmad Shehab – deutsch / palästinensisch
  6. Nesreen Hussein – syrisch
  7. Michael Erwin Bochniczek – österreichisch
  8. Sema Keskin – deutsch / türkisch
  9. Zulfji Jonuzi – mazedonisch
  10. Hilal Tamer – deutsch / türkisch
  11. Muhammed-Fatih Demir – deutsch / türkisch
  12. Karema El-Aissaoui-Bitich – deutsch / marokkanisch
  13. Halil Ibrahim Gebeçsi – deutsch / türkisch
  14. Dorien Helsin Dos Reis Milolo Tungo – deutsch / angolanisch-kongolesisch
  15. Adnan Ljura – mazedonisch
  16. Ilham Lemkadam – deutsch / marokkanisch
  17. Ilker Sayilam – türkisch
  18. Cheimaa Boukammous – deutsch / marokkanisch
  19. Samir Boukammous – deutsch / marokkanisch
  20. Kıymet Tamer – türkisch
  21. Hassan Nawaz – pakistanisch
  22. Oumaima Bitich – deutsch / marokkanisch
  23. Ismail Ben Haddouch – deutsch / marokkanisch
  24. Hana Ali Mogueh – deutsch / somalisch

Kandidatinnen und Kandidaten im Porträt 

Angeführt wird die Liste von Redouan Tollih, IT-Sales-Manager mit marokkanischen Wurzeln und aktueller Vorsitzender des Integrationsrates. Seit 2014 engagiert er sich im Gremium – und steht damit für Kontinuität, Erfahrung und eine klare Haltung. Tollih betont: „Ich will meine Arbeit mit neuer Energie fortsetzen – für eine Stadt, in der Integration gelingt und Vielfalt selbstverständlich ist. Wir brauchen mehr qualitativ hochwertige Sprachförderung, bessere Integrationsangebote – und ein klares Nein zu Rassismus, Diskriminierung und Rechtsextremismus. Ebenso wichtig sind politische Mitbestimmung und echte Repräsentanz, deshalb setze ich mich auch für das kommunale Wahlrecht für Drittstaatsangehörige und die Sichtbarmachung migrantischer Stimmen im öffentlichen Raum ein. Denn eine vielfältige Gesellschaft kann nur funktionieren, wenn alle die gleichen Chancen auf Teilhabe erhalten – und wenn die Potenziale, Kompetenzen und Talente von Menschen mit internationaler Familiengeschichte gezielt erkannt, unterstützt und gefördert werden.“

Michaela Bhattacharjee, seit 2020 im Integrationsrat und in diesem Jahr erstmalig auch Kandidatin für den Stadtrat für Bündnis 90/Die Grünen, bringt langjährige Erfahrung in der Flüchtlingshilfe mit – unter anderem als Leiterin des internationalen Begegnungscafés im Café Leichtsinn. Sie steht für eine solidarische Integrationsarbeit auf Augenhöhe und sagt: „In Zeiten, in denen rassistische Übergriffe immer mehr Überhand nehmen, ist es mir besonders wichtig, mich deutlich an die Seite unserer Mitbürger*innen mit internationaler Familiengeschichte zu stellen. Ich setze mich für ein gleichberechtigtes Miteinander aller hier lebenden Menschen ein – sei es durch Bildungsarbeit, durch offene Begegnungsräume oder durch die gezielte Förderung von Migrantenorganisationen und eine stärkere Öffnung der Sportvereine für alle Altersgruppen.“

Kastriot Krasniqi, Sozialversicherungsfachangestellter mit Wurzeln im Kosovo, engagiert sich seit 2014 im Integrationsrat und war von 2020 bis 2023 dessen Vorsitzender. Er steht für soziale Gerechtigkeit und fairen Zugang zu Bildung – unabhängig von Herkunft oder sozialem Status. „Niemand soll in unserer Stadtgesellschaft benachteiligt werden“, sagt er mit Blick auf seine politischen Schwerpunkte. „Dazu gehört für mich auch, dass die Verwaltung für alle verständlich, zugänglich und offen gestaltet wird – unabhängig von Sprache, Herkunft oder Bildungsgrad.“ Krasniqi kandidiert nicht nur erneut für den Integrationsrat, sondern auch für die SPD bei der Kreistagswahl, um sich auf mehreren Ebenen für Chancengleichheit stark zu machen.

Sarah Shakil, Wirtschaftsjuristin mit türkisch-pakistanischen Wurzeln, kandidiert erstmals für den Integrationsrat und ist in diesem Jahr auch Kandidatin für den Stadtrat für die SPD. Sie engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich und möchte ihre Erfahrungen nun politisch einbringen. Für sie bedeutet Integration echte Teilhabe statt bloßer Anpassung. „In Zeiten gesellschaftlicher Spaltung müssen wir Brücken bauen und das Verbindende stärken“, sagt sie. „Dazu gehört, dass wir migrantische Stimmen systematisch in den öffentlichen Diskurs einbinden – in Medien, Bildung und Politik. Denn Integration bedeutet echte Teilhabe – nicht nur Anpassung.“ Ihr Fokus liegt auf Demokratie, Menschenrechten, interkulturellem Dialog und Chancengleichheit – nicht als Schlagwort, sondern als gelebte Realität.

Ahmad Shehab, Bauingenieur mit palästinensischen Wurzeln, ist seit 2023 Mitglied des Integrationsrats. Zudem ist er Mitglied des Vorstands des Städtepartnerschaftsvereins Beit Jala Bergisch Gladbach, Mitglied des Bauausschusses der katholischen Kirchengemeinde St. Laurentius und arbeitet bei der Stadt Bergisch Gladbach als Bauingenieur. Sein zentrales Anliegen: Familien mit internationaler Geschichte zur politischen und gesellschaftlichen Beteiligung zu ermutigen. „Mitgestalten kann nur, wer sich einbringt – sei es im Stadtteil, in Vereinen, in der Elternvertretung, bei Wahlen oder in politischen Parteien. Deshalb setze ich mich u.a. auch für den Aufbau eines Dialogforums mit Polizei und Zivilgesellschaft ein – um Vertrauen zu stärken und Barrieren abzubauen. Nur gemeinsam schaffen wir ein gerechtes und vielfältiges Zusammenleben.“

Nesreen Hussein, seit etwa fünf Jahren ehrenamtlich als Dolmetscherin und Sprachmittlerin aktiv und pädagogische Fachkraft in einer Offenen Ganztagsschule, setzt einen klaren bildungspolitischen Schwerpunkt. Seit 2017 lebt sie in Deutschland und bringt ihre persönlichen Erfahrungen als Teil einer Einwanderungsgesellschaft in ihre Arbeit ein. Sie kämpft für gerechte Bildungschancen sowie die gezielte Förderung von Kindern und Jugendlichen mit internationaler Familiengeschichte.
„Als pädagogische Fachkraft sehe ich täglich, wie wichtig gleiche Chancen für alle sind. Mein Ziel ist, dass niemand ausgegrenzt wird – und alle die gleichen Möglichkeiten zur Teilhabe bekommen.“

Michael Bochniczek, langjähriger Unternehmer und seit 2020 Mitglied des Integrationsrates, steht für eine lösungsorientierte und menschennahe Integrationspraxis. Mit seiner Verwaltungserfahrung will er dazu beitragen, dass bestehende Barrieren – sei es durch unnötig komplizierte Verfahren oder die fehlende Erreichbarkeit der Behörden – überwunden werden. Menschen mit internationaler Familiengeschichte sollen in der Gesellschaft ebenso wahrgenommen, ernst genommen und anerkannt werden wie alle anderen.

Sema Keskin, Mutter von zwei Kindern und Bürokauffrau mit türkischen Wurzeln, weiß, wie wichtig Bildung, Gerechtigkeit und echte Teilhabe für unsere Zukunft sind. „Verantwortung tragen – im Beruf, in der Familie und für unsere Gesellschaft“, betont sie. Sie möchte besonders die Stimme derjenigen sein, die im politischen Alltag oft übersehen werden – vor allem von Frauen und Kindern mit internationaler Familiengeschichte. Für sie ist Vielfalt eine Stärke – und Chancen dürfen nicht vom Nachnamen abhängen.

Bündnis mit Engagement, Erfahrung, Haltung

Seit seiner Gründung im Jahr 2020 hat sich das Bündnis für Vielfalt und Chancengleichheit fest in der kommunalen Integrationsarbeit verankert – getragen von Engagement, Fachkompetenz und klaren Werten. Die Kandidierenden auf der neuen Liste haben politische Erfahrung mit erfolgreich realisierten Projekten und Initiativen gesammelt: 

  • Gründung des Bündnisses gegen Rassismus und für Vielfalt: Initiierung eines Bündnisses, das sich aktiv für ein respektvolles Miteinander und gegen Rassismus/ Diskriminierung in Bergisch Gladbach einsetzt. Mehr Infos
  • Einbürgerungsfeiern: Einführung einer feierlichen Zeremonie zur Begrüßung und Integration von Neubürger*innen, die das Zugehörigkeitsgefühl stärkt und die Wertschätzung aller Mitbürger*innen fördert. Mehr Infos
  • Aktion „Radsternfahrt nach Solingen“: Ein kraftvolles Gedenken an die Opfer des Brandanschlags auf die Familie Genç und ein klares öffentliches Signal gegen Hass, Gewalt und Rassismus. Mehr Infos
  • Demokratie-Ausstellungen an Schulen: Bildungsimpulse an zwei Schulen zu Rechtsextremismus, politischer Teilhabe und der Rolle Europas für Demokratie und Mitbestimmung.
  • Mahnmal „10+1 Bäume“: Ein würdiges Denkmal für die Opfer der rechtsextremen Terrorgruppe NSU, das als Mahnung für Toleranz und gegen Rassismus dient. Mehr Infos
  • Würdigung der Lebensleistung der sogenannten „Gastarbeitergeneration“ (1955–1973): Anstoß für die Schaffung eines Erinnerungsplatzes auf dem Zanders-Areal, um den Beitrag der sogenannten „Gastarbeiter*innen“ zur Entwicklung der Stadt zu würdigen und ihre Geschichte anzuerkennen. Der genaue Name des Platzes wird in enger Abstimmung mit Migrantenorganisationen und Vertreter*innen der Stadtgesellschaft festgelegt. Mehr Infos

Die Kandidat*innen des Bündnisses bringen ein tiefes Verständnis für die realen Herausforderungen und Bedürfnisse von Menschen mit internationaler Familiengeschichte mit. Sie kennen die Potenziale und Schwierigkeiten unserer vielfältigen Stadtgesellschaft aus eigener Erfahrung – und setzen sich mit Herz und Verstand für eine solidarische und offene Gemeinschaft ein.

„Wir haben deutlich gezeigt, dass wir Themen setzen, Verantwortung übernehmen und Projekte in unserer Stadt erfolgreich voranbringen. Ich bin stolz auf das, was wir in den letzten Jahren ehrenamtlich gemeinsam erreicht haben – und überzeugt davon, dass wir auch in Zukunft viel bewegen können. Deshalb bitten wir alle wahlberechtigten Einwohnerinnen und Einwohner mit internationaler Familiengeschichte: Unterstützen Sie am 14. September unsere Liste Bündnis für Vielfalt und Chancengleichheit – auf Listenplatz 2 des Stimmzettels – und geben Sie Vielfalt, Teilhabe und sozialem Zusammenhalt Ihre Stimme!“, sagt Redouan Tollih.

Weitere Informationen zum Bündnis finden Interessierte auf Instagram oder Facebook unter @bvc.integrationsrat.gl  

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  1. Das ist mal eine internationale Liste, die fast keine Richtung offenlässt. Respekt! Und es zeigt mir, wieviele Menschen mit sogen. Migrationshintergrund an der politischen Gestaltung ihres Umfeldes mitwirken möchten.
    Auch die Übersetzung in verschiedene Sprachen ist eine tolle Sache. Jeder von uns kennt Personen, die sehr gut deutsch sprechen, sich aber trotzdem nicht sicher in unserer Sprache fühlen.

  2. Mich würde interessieren warum der Text auch auf türkisch, arabisch, italienisch und anderen Sprachen angeboten wird, wenn es sich um Ausländerinnen und Ausländer mit dauerhaftem Aufenthalt, eingebürgerte Personen, Kinder ausländischer Eltern mit deutscher Staatsangehörigkeit durch Geburt in Deutschland, Spätaussiedler*innen sowie Deutsche mit einer weiteren Staatsangehörigkeit handelt, die wählen dürfen. Alle diese Personengruppen sprechen bestimmt sehr gut Deutsch, sonst könnten sie beispielsweise nicht einmal eine Beschäftigung annehmen. In der Presse liest man immer, dass die deutsche Sprache die Grundlage für eine Einbürgerung bzw. Integration sei

    1. Weil es genug Wahlberechtigte gibt, die viele Jahre hier leben und kein Deutsch sprechen, weil sie es in ihren communities auch nicht müssen.

      #####

      Wahlberechtigt zur Wahl des Integrationsrates ist, wer:

      1. nicht Deutscher i.S.d. Artikel 116 Absatz 1 des Grundgesetzes ist;

      2. eine ausländische Staatsangehörigkeit besitzt (auch sog. Doppelstaatler),

      3. die deutsche Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung erhalten haben

      4. die deutsche Staatsangehörigkeit nach § 4 Absatz 3 des Staatsangehörigkeitsgesetzes in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 102-1, veröffentlichten bereinigten Fassung, zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 28.08.2013 (BGBl. I S. 3458), erworben hat. (ab 2016 relevant)

      Die wahlberechtigten Personen nach Nr. 3. und 4. müssen sich bis zum zwölften Tag vor der Wahl in das Wählerverzeichnis eintragen lassen und müssen den Nachweis über die Wahlberechtigung führen (z.B. Einbürgerungsurkunde).

      Darüber hinaus muss die Person am Wahltag

      16 Jahre alt sein
      sich seit mindestens einem Jahr im Bundesgebiet rechtmässig aufhalten und
      Mindestens seit dem sechzehnten Tag vor der Wahl in der Stadt Bergisch Gladbach seine/ihre Hauptwohnung haben.

    2. Zum einen sind alle unsere Artikel in den genannten Sprachen abrufbar. Zum anderen ist eine Einbürgerung keine Voraussetzung für die Teilnahme, sondern lediglich der mindestens einjährige Aufenthalt im Bundesgebiet. In dieser Zeit gelingt es vielen Personen nicht, gute Sprachkenntnisse zu erwerben. Zum Beispiel wenn es zu wenig Sprachkurse gibt oder kleine Kinder betreut werden müssen.

      1. Oder man keine Lust hat oder es einfach nicht braucht, da genug Gesprächspartner da sind.

      2. Oder die eigene Muttersprache ist vielen Zugewanderten doch noch (verständlicherweise) vertrauter und man freut sich über die freundliche Behandlung/Einladung zu Teilnahme durch die Redaktion des Bürgerportals.