Oliver Brügge gibt seinen Posten als Chefentwickler des Zanders-Geländes vorzeitig auf. Foto: Redaktion

Mit großen Aufgaben und hohen Erwartungen war Oliver Brügge Anfang des Jahres als Geschäftsführer der neuen Entwicklungsgesellschaft gestartet. Doch nun hat er seinen Posten gekündigt, aus privat-familiären Gründen. Das Verfahren zur Suche eines Nachfolgers ist bereits angelaufen.

Oliver Brügge, als Geschäftsführer der Zanders-Entwicklungsgesellschaft mbH, seit Anfang 2025 die zentrale Person für die Umwandlung des Zanders-Areals in ein modernes Stadtquartier, hat von seinem Kündigungsrecht Gebrauch gemacht und wird fristgerecht zum 31. Juli 2026 ausschieden. Das bestätigte Bürgermeister Frank Stein auf Anfrage des Bürgerportals.

Brügge habe dem Bürgermeister mitgeteilt, dass ihm „aus persönlichen Gründen ein langfristiges Engagement in der Zanders-Konversion leider nicht möglich sein wird“, berichtet Stein. Die Gründe dafür stünden in keinem inhaltlichen Zusammenhang mit dem Konversionsprojekt, sondern seien rein privat-familiärer Natur. „Ich bedauere dies außerordentlich, habe aber Verständnis für diese Entscheidung“, sagte Stein.

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Auf Zanders übernehmen die Entwickler das Ruder

In einem Jahr will Oliver Brügge, neuer Geschäftsführer der neuen Zanders-Gesellschaft, die wichtigsten Planungsschritte für den Umbau der Papierfabrik in ein Stadtviertel abschließen. Dann soll klar sein, was abgerissen wird, wie das Areal erschlossen wird und wie die Gebäude genutzt werden. Erst dann kann die Vermarktung an private Investoren starten. Gleichzeitig will die Stadt ein „magisches Dreieck“ selbst entwickeln und weitere Bereiche für die Öffentlichkeit zugänglich machen.

Oliver Brügge wird Chef der neuen Zanders-Gesellschaft

Am 1. Januar tritt eine neu gegründete städtische Gesellschaft an, die das Zanders-Gelände zu einem neuen Stadtteil entwickeln soll. Chef wird der 56 Jahre alte Oliver Brügge, der von Monheim am Rhein an die Strunde wechselt. Er hat langjährige Erfahrung in der Stadtentwicklung und zuletzt ein ganz ähnliches Projekt verantwortet.

Brügge werde bis Ende Juli kommenden Jahres die inhaltliche Projektarbeit und den Organisationsaufbau der Gesellschaft uneingeschränkt fortsetzen. Damit sei eine reibungslose Übergabe an die zukünftige Geschäftsführung gewährleistet, betont Stein.

Das Verfahren zur Neubesetzung der Geschäftsführung sei bereits eingeleitet worden. Daher könne der bei der Kommunalwahl neu zu bestimmende Bürgermeister dem Rat eine qualifizierte Person seines Vertrauens vorschlagen, sagt Stein.

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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  1. Nun, Herr Stein, Sie haben gut Verständnis zeigen, in den wenigen Tagen bis zur Wahl, zu der Sie ja freiwillig nicht mehr antreten, tangiert Sie das Problem überhaupt nicht mehr. Nach einem 3/4 Jahr bereits eine derart wichtige Position, möchte sagen eine der wichtigsten, neu besetzen zu müssen, legten Sie der Stadt ein großes Kuckucksei ins Nest. Nach den vielen Verzögerungen bei allen möglichen Fragen und Entscheidungen darf man gespannt sein, wann etwas Reales passiert.