Sie ermahnen Müllsünder und Wildpinkler, lassen Falschparker abschleppen und spüren Verkehrssünder auf. René Schramm und Bajram Hajdinaj sind als Mitarbeiter des Stadtordnungsdienstes täglich in Bergisch Gladbach unterwegs. Sie haben viel Routine und erleben dennoch jeden Tag Überraschungen. Wir haben sie auf einer Schicht begleitet und starten damit eine Serie, die Menschen und ihre Arbeit vorstellt.

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Kein Tag ist wie der andere. Jede Schicht eine Wundertüte. „Man weiß morgens nie, was einen auf der Straße erwartet“, sagt René Schramm. Vom Abschleppen eines Falschparkers über den Fund einer Leiche bis zur Entscheidung, ob eine psychisch kranke Person in eine Klinik eingewiesen werden soll, könne alles passieren. Es ist diese Abwechslung, die er an seinem Job so schätzt. Der 31-Jährige arbeitet beim Ordnungsamt der Stadt Bergisch Gladbach, genauer gesagt beim Stadtordnungsdienst. 

Schramm gehört damit zu einem Team von zwölf Frauen und Männern, die im Stadtgebiet Präsenz zeigen und für Sicherheit und Ordnung sorgen. „Viele denken, wir spazieren den ganzen Tag gemütlich durch die Innenstadt und verteilen ein paar Knöllchen.“ Wie vielfältig der Aufgabenbereich der sogenannten Stadtwächter tatsächlich ist, wird sich im Laufe des Tages zeigen. 

„Pfefferspray und Schlagstock sind das allerletzte Mittel“

Um 13.30 Uhr treffen René Schramm und sein Kollege Bajram Hajdinaj zur Schichtbesprechung im Stadthaus am Konrad-Adenauer-Platz ein. Keine besonderen Vorkommnisse, „bislang ist es ruhig“, teilt Schichtleiter Rasim Celaj den beiden mit. 

Sie ziehen sich ihre Uniformen an: Stichschutzweste und einen speziellen Gürtel, Koppel genannt, an dem Handschellen, eine Taschenlampe, Pfefferspray und ein ausziehbarer Schlagstock befestigt sind. Weste und Gürtel wiegen mitsamt dem Zubehör rund zehn Kilo. 

„Pfefferspray und Schlagstock sind allerdings das allerletzte Mittel und kommen nur bei unmittelbarer Gefahr zum Einsatz, etwa wenn uns jemand mit einem Messer angreift“, erklärt Schramm. Beides habe er bisher nicht nutzen müssen, „zum Glück“. 

Zur Ausrüstung gehören außerdem ein Funkgerät samt Kopfhörer und Handschuhe, die vor Schnittverletzungen schützen, sowie Blöcke und Formulare, auf denen Tatbestände mit dem jeweiligen Verwarngeld aufgelistet sind. Wildpinkeln kann mit 50 Euro geahndet werden, Kaugummi oder Zigarette auf die Straße zu werfen kostet 55 Euro.

Dienst in zwei Schichten

Der Stadtordnungsdienst arbeitet im Zwei-Schicht-System, von Montag bis Samstag. Die Frühschicht dauert von 6 bis 14 Uhr, die Spätschicht von 14 bis 22 Uhr. Nur während der Weihnachtsmarkt-Zeit ist er auch sonntags im Einsatz. Pro Schicht sind – je nach Personallage – zwei oder drei Zweier-Teams im Stadtgebiet unterwegs, die über Funk miteinander verbunden sind.

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Mehr Sicherheit, mehr Sauberkeit, höhere Steuern?

Die Verwaltung kommt einer Forderung des Rates nach und legt ein Konzept vor, um „Sicherheit und Sauberkeit” in Bergisch Gladbach zu verbessern. Es sieht Ausgaben von mehr als einer halben Million Euro vor – und könnte zu einer Steuererhöhung führen.

Ein Team ist in der Regel als Fußstreife in der Gladbacher Fußgängerzone und den umliegenden Parks unterwegs. Die übrigen Kolleg:innen sind in anderen Stadtteilen wie Bensberg, Refrath oder Schildgen auf Streife, machen Kontrollfahrten durch das Stadtgebiet und arbeiten die verschiedenen „Maßnahmen“ ab, wie es im Ordnungsamts-Jargon heißt. 

Bürger:innen melden Störungen

Viele dieser Vorfälle werden von Bürger:innen gemeldet, meist telefonisch. Etwa 30 solcher Anrufe gehen pro Schicht im Schnitt ein, berichtet Schichtleiter Celaj. Sie melden wild abgestellten Müll, beschweren sich über Ruhestörungen, aggressive Bettler, zu laute Straßenmusiker oder Falschparker. 

Schichtleiter Rasim Celaj, Foto: Thomas Merkenich

Info: Bürger:innen erreichen den Stadtordnungsdienst zwischen 6 und 22 Uhr unter der zentralen Handynummer 0160 6152184.

„Für die Falschparker sind wir allerdings nur morgens von 6 bis 9 und von 19 bis 22 Uhr zuständig. Von 9 bis 19 Uhr geben wir das an unsere Kollegen der Verkehrsüberwachung“, erklärt Celaj. Nachts seien Falschparker Sache der Polizei. 

Der Schichtleiter nimmt die Anrufe entgegen und koordiniert die Einsätze der Teams. Ab 18 Uhr ist auch er im Außendienst auf der Straße unterwegs.

Bei Feuerwehrzufahrten und Behindertenparkplätzen drücken wir kein Auge zu.Bajram Hajdinaj

An diesem Nachmittag sind Schramm und Hajdinaj mit Schichtleiter Celaj ausnahmsweise allein im Dienst und daher für alle Bereiche zuständig. Gerade hat ein Bürger ein Dixi-Klo gemeldet, das einfach auf einer Straße abgestellt wurde. „Das schauen wir uns mal an“, sagt Hajdinaj. 

Der Ordnungsamt-Bulli in Streifenwagen-Optik parkt rechts neben dem Stadthaus. Gleich daneben steht ein weißer Kleinwagen im Halteverbot. Hajdinaj macht ein Foto, um den Vorfall beweissicher zu dokumentieren. 

Foto: Thomas Merkenich

„Sie stehen nicht nur im Halteverbot, sondern blockieren eine Feuerwehrzufahrt und sind offensichtlich auch noch durch die Fußgängerzone gefahren“, hält Hajdinaj kurz darauf dem Mann vor, der in das Auto steigen möchte.

Der Ertappte gibt sich reumütig. Er sei ortsunkundig, habe sich gerade erst in Bergisch Gladbach angemeldet. Hajdinaj nimmt seine Personalien auf. 70 Euro wird das den Mann kosten. „Bei Feuerwehrzufahrten und Behindertenparkplätzen sind wir besonders streng. Da gibt es keinen Ermessensspielraum, da drücken wir kein Auge zu.“

In anderen Situationen und wenn jemand einsichtig sei und kooperiere, belassen es die Stadtwächter auch mal bei einer Verwarnung.

Die Fußgängerzone als Abkürzung

Der Falschparker wird in dieser Schicht längst nicht der einzige Autofahrer sein, der verbotenerweise die Fußgängerzone zwischen Rathaus und Turbokreisel als Abkürzung nutzt. „Da können wir nichts machen. Es handelt sich um fließenden Verkehr und ist damit Sache der Polizei“, erläutert Schramm. Das gilt auch für Radfahrer:innen, die zu schnell oder zur nicht erlaubten Uhrzeit durch die Fußgängerzone fahren.

Nun geht es zum Dixi-Klo nach Katterbach. „Das kommt gar nicht so selten vor, dass ein Dixi-Klo für eine Baustelle falsch abgestellt wird und dann den Verkehr behindert“, sagt Hajdinaj, der den Bulli steuert. Schramm sitzt auf dem Beifahrersitz und tippt auf einem Tablet. Alle Einsätze werden digital dokumentiert. 

Foto: Thomas Merkenich

Stadtwächter als Quereinsteiger

Beide Stadtwächter sind Quereinsteiger. Schramm hat lange als Tischler gearbeitet, später als Hausmeister bei der Stadtbücherei. Vor drei Jahren ist er zum Stadtordnungsdienst gewechselt. „Das ist genau der richtige Beruf für mich.“

Hajdinaj ist gelernter Zerspanungsmechaniker und war für eine Sicherheitsfirma tätig, die auch mit dem Ordnungsamt zusammenarbeitet. „Für den Job muss man gut mit Menschen umgehen können“, sagt der 33-Jährige, der seit zwei Jahren beim Stadtordnungsdienst ist.

Höflich sein, deeskalierend auftreten, sich passiv und abwehrend verhalten und verteidigen – das sind einige der Dinge, die die Quereinsteiger in Schulungen und Sicherheitstrainings lernen.

Foto: Thomas Merkenich

Beleidigungen gehören zum Alltag

„Oft reicht schon unsere Präsenz, damit die Leute sich an die Regeln halten“, stellt Hajdinaj fest. „Aber wir kommen leider nicht bei allen so gut an.“ Beschimpfungen und Beleidigungen gehören zum Alltag und sind die Schattenseiten des Jobs.

Manchmal bleibt es nicht bei Worten: „Gestern Abend wurden wir vom Parkdeck des ehemaligen Marktkaufs von Jugendlichen mit Steinen beworfen. Wir hatten Glück, dass wir nicht verletzt wurden.“ 

Die Sache mit dem Dixi-Klo ist dagegen harmlos. Offenbar gab es eine Verwechslung mit der Adresse, wie die Stadtwächter durch Gespräche in der Nachbarschaft und einigen Telefonaten herausfinden. „Das Klo sollte hier zwar nicht stehen, aber behindert in dieser kleinen Straße auch nicht den Verkehr. Die zuständige Firma holt es morgen ab“, berichtet Schramm. Im Auto gibt er diese Infos per Funk an den Schichtleiter weiter und teilt ihm mit, welchen Einsatzort die beiden Männer als nächstes ansteuern. 

Foto: Thomas Merkenich

Auf der Hauptstraße/ Ecke Richard-Zanders-Straße staut sich der Verkehr, weil zwei Umzugswagen zur Hälfte auf dem Gehweg und auf der Straße stehen. „Sie müssen hier wegfahren. Sofort“, ruft Schramm aus dem geöffneten Fenster. „Wenn wir hier gleich wieder langfahren und die stehen da noch, mache ich ein Foto und die bekommen ein Knöllchen.“ Die Wagen werden auf dem Rückweg nicht mehr da sein. 

Detektivarbeit und Amtshilfe

Die nächsten Maßnahmen gehören in die Kategorie Detektivarbeit – oder, bürokratisch formuliert, zu „ordnungsbehördliche Feststellungen und Ermittlungsaufgaben“. Oft versuchen die Stadtwächter Informationen über eine Person herauszufinden, etwa ob diese noch am gemeldeten Wohnsitz lebt – und vielleicht nur den Namen am Briefkasten entfernt hat – oder weggezogen ist. Dafür befragen sie beispielsweise Nachbarn. 

Foto: Thomas Merkenich

„Jede Person muss irgendwo gemeldet sein. Das ist wichtig, wenn jemand eine Straftat begeht oder amtliche Briefe oder Knöllchen zugestellt werden müssen“, erklärt Schramm. Manchmal vergessen Menschen aber auch schlicht, sich nach einem Umzug umzumelden.

Heute sollen die beiden Männer Amtshilfe für eine andere Stadt leisten. Es geht um ein Blitzerfoto aus Frankfurt, das eine unbekannte Person in einem Firmenwagen zeigt, und um eine Strafe von 70 Euro. Die Spur führt zu einem Unternehmen in Refrath. „Wir parken extra nicht direkt vor dem Geschäft, damit nicht jemand noch schnell abhaut, wenn er uns sieht und weiß, dass er Mist gebaut hat“, spricht Hajdinaj aus Erfahrung. 

Heute geht es um 70 Euro, manchmal drohe Betroffenen aber auch ein Fahrverbot. Schramm und Hajdinaj betreten das Geschäft, sprechen mit dem Chef. Nach anfänglichem Zögern verrät er den beiden Männern, um wen es sich auf dem Foto handelt. Ein ehemaliger Geschäftspartner, man sei nicht im Guten auseinander gegangen.

Foto: Thomas Merkenich

„Bitte absteigen!“

Nun geht es zurück in die Innenstadt, im Feierabendverkehr entsprechend langsam. „Es wäre schön, wenn wir Blaulicht hätten. Dann wären wir schneller da, um Kollegen von Polizei oder Feuerwehr bei der Absicherung und Absperrung eines Einsatzortes zu unterstützen“, sagt Hajdinaj. Die Fahrzeuge des Ordnungsamts sind aber nur mit orangefarbenem Licht auf dem Dach ausgestattet.

Zurück in der Fußgängerzone. „Sie müssen bitte absteigen“, sagt Schramm höflich, aber bestimmt zu einer jungen Frau, die ihm auf einem E-Scooter entgegenkommt. „Damit dürfen Sie hier nicht fahren.“ Die Frau hält an und schiebt. 

Die beiden Kollegen gehen langsam die Fußgängerzone entlang, den Blick aufmerksam nach vorne gerichtet. „Der rauchende Typ da links auf der Bank mit der Kappe: Mal sehen, ob er seine Zigarette gleich auf den Boden oder in den Mülleimer wirft“, sagt Schramm. Kurz darauf erhebt sich der Mann, vielleicht fühlt er sich beobachtet. Die Kippe landet im Mülleimer. 

Bajram Hajdinaj, Foto: Thomas Merkenich

Zusammenarbeit mit der Polizei

Zwei Kinder winken den beiden Stadtwächtern lachend zu. Sie winken zurück. Mit ihrer Uniform, die die Aufschrift „Ordnungsamt“ trägt, und der leuchtenden Warnweste erwecken die beiden Männer die Aufmerksamkeit der Passanten. 

Regelmäßig gehen sie mit der Polizei auf Streife durch die Fußgängerzone und auch in große Geschäfte. So solle der Öffentlichkeit gezeigt werden, dass Ordnungsamt und Polizei eng zusammenarbeiten. „Wir tauschen uns über bestimmte Leute aus, geben uns Hinweise“, berichtet Schramm.

„Wir kennen unsere Spezis“, sagt Hajdinaj. Kurz darauf deutet er auf einen Mann. „Der hat mal eine Kollegin mit einem Rad beworfen.“ Mit einem anderen, der regelmäßig in der Innenstadt unterwegs ist, hat der 33-Jährige selbst eine schmerzhafte Erfahrung gemacht. Der hatte Passanten angepöbelt, randaliert und eine Glastür eingetreten. „Ich wollte ihn festhalten, da griff er mich an. Ich bin mit dem Hinterkopf auf das Kopfsteinpflaster gestürzt und musste ins Krankenhaus.“ 

René Schramm, Foto: Thomas Merkenich

Trotz solcher Vorfälle würden die beiden Stadtwächter die Innenstadt nicht als „No-go-Area“ bezeichnen, in der Gewalt und Kriminalität zunähmen, auch wenn das subjektive Gefühl vieler Menschen ein anderes sei oder sie sich von Obdachlosen oder der Drogenszene bedroht fühlten. „Wenn sich jemand unsicher fühlt, kann man jederzeit zu uns kommen und uns ansprechen“, sagt Schramm.

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Über Funk meldet Schichtleiter Celaj (der inzwischen seinen Platz am Schreibtisch verlassen hat und draußen unterwegs ist) eine junge Frau, die ihre Zigarettenkippe an der Bushaltestelle am Markt auf den Boden geschnippt hat. Die Stadtwächter sprechen sie an, nehmen ihre Personalien auf. Sie ist minderjährig, daher werden auch die Eltern darüber informiert.

Außerdem fordert Schramm die Jugendliche auf, ihre übrigen Zigaretten in einem Mülleimer zu entsorgen. Auch diese Maßnahme wird digital dokumentiert und an den Innendienst des Ordnungsamtes zur weiteren Verfolgung weitergegeben. 

Bevor um 22 Uhr die Schicht endet, zieht Hajdinaj eine Bilanz: „Die Stadt war zwar gut gefüllt und es gab viel zu tun, aber eigentlich nichts Besonderes.“ Das kann morgen wieder ganz anders sein.


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ist seit 2024 Redakteurin des Bürgerportals. Zuvor hatte die Journalistin und Germanistin 15 Jahre lang für den Kölner Stadt-Anzeiger gearbeitet. Sie ist unter anderem für die Themen Bildung, Schule, Kita und Familien zuständig und per Mail erreichbar: k.stolzenbach@in-gl.de

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  1. Durch weggeworfene Kippen gelangt Teer und krebserregende Schwermetalle in den Boden und ins Grundwasser, anschließend in die Nahrungskette, ebenso wir schwerabbaubarer Kunststoff aus den Filtern. Nikotin, in Wasser gelöst, ergibt ein Nervengift, das Fische und andere Wasserorganismen vergiftet. Idt das nichts? Und Kaugummi auf Pflaster ist nicht schön. Jeder sollte doch seinen Müll selbst entsorgen.

    1. Warum verpflichtet man nicht alle, die im öffentlichen Raum rauchen wollen, einen kleinen Taschen-Aschenbecher mit sich zu führen?
      Die kann man mittlerweile überall dort kaufen, wo man auch die Kippen erwirbt!

      Außerdem könnte man sich dann die üblichen, in den Abfallbehältern integrierten, wirklich unschön aussehenden und stinkenden Behältnisse sparen.

      Hundebesitzer konnte man auch auf diese Weise dazu bringen, ihren “Müll” mitzunehmen, indem man sie verpflichtet hat, einen Hunde-Schmutzbeutel mit sich zu führen.

      1. Hallo Ulla,
        durch die städtische Satzung besteht auch eine Verpflichtung, seinen Müll (Zigarettenkippen) nicht einfach wegzuwerfen und die Hinterlassenschaften seinen Hundes zu entsorgen. Was bringt es? Bei vielen Menschen nichts – solange sie nicht mit finanziellen Strafen abgemahnt werden. Daher ist Ihre Idee der Taschen-Aschenbecher optimistisch aber nicht realistisch, dass sie auch umgesetzt wird von denen die bisher ihre Kippen so in die Landschaft schmeißen. Sieht man auch an den Hundekotbeuteln. Manche tragen sie zwar an der Leine mit dem Hund spazieren, nutzen sie aber nicht.

      2. Ich sehe das auch nicht als das Problem. Zu Zeiten, als ich noch geraucht habe, hatte ich nie Schwierigkeiten, die Kippen sachgerecht zu entsorgen. Das ist zwar jetzt auch schon etliche Jahre her, aber es dürfte heute nicht schwerer sein. Diejenigen, die das nicht tun, pfeifen einfach drauf.

      3. @AnnoNym”..Hundekotbeuteln. Manche tragen sie zwar an der Leine mit dem Hund spazieren, nutzen sie aber nicht.”

        Oder MANCHE werfen den vorher selbst noch “brav” befüllten Beutel nachher stiekum in die Landschaft, sobald sie sich unbeobachtet fühlen.
        -Oder man findet neben der Hinterlassenschaft auch noch ein paar Tücher, mit denen man seinem Hund von hinten gesäubert hat.
        Dann ist der Hund zwar sauber, aber der Wald oder der Feldwegrand nicht mehr.

        Na ja, man muss sich wohl damit abfinden, dass
        -der “WUNSCH” nach Sauberkeit sich im allgemeinen auf das gesamte Stadtbild bzw. auf Außerbereiche bezieht,
        -die eigene Bereitschaft, sich an Sauberkeitsstandards auch selbst zu halten, sich lediglich auf innerhalb der eigenen vier Wände bzw. die eigene Scholle bezieht. Oder sogar der noch saubere Aschenbecher im eigenen Auto! Warum soll man den verschmutzen? Einfach durchs Fenster damit und gut ists.

        Aber mal angenommen, viele Menschen kennen die “städtische Satzung” nicht einmal (uups! ich auch nicht)
        Dann sollten vielleicht an Brennpunkten mal eine Zeitlang reichlich große und farblich auffällige Verbots- und Hinweisschilder aufgestellt werden und dazu groß und deutlich, was Zuwiderhandlungen kosten?

      4. Hallo Ulla,
        dann sollten wir an jeder Ampel auch mal die Straßenverkehrsordnung aufhängen? Die kennen auch lange nicht alle Verkehrsteilnehmer.

      5. @Drucker, ich bezweifle mal, dass jemand seine Zigarettenstummel oder Kippen weiter als 5 Meter (zwischen 2 Fingern?) zu tragen bereit ist oder die für längere Strecken in die Jacken oder Hosentasche steckt, wenn da, wo man gerade ist, keine Mülltonne ist oder Aschenbecher stehen.
        Eher wird er sie auch (in einem vom Ordnungsamt unbeobachteten Moment) einfach fallen lassen.

        Vielleicht kann die Stadt (oder Karnevalsvereine) den Gebrauch von Taschen-Aschenbechern durch verschenken und bewerben populär / zum Trend machen.

      6. Straßenverkehrsordnung? Das Ordnungsamt, um das es hier geht, überwacht und ahndet zwar Falschparken, kann auch, soviel ich weis, für die Anordnung und Genehmigung von Baustellen oder Veranstaltungen zuständig sein, wenn Verkehrsregeln beeinflusst werden.

        Aber im großen und ganzen sind Sie hiermit (Straßenverkehrsordnung) bereits im Zuständigkeitsbereich der Polizei glaube ich.

      7. @ Ulla, ich wollte nur darauf aufmerksam machen, dass man auf bestehende Regelungen (ob nun als Gesetz, Verordnung oder als Satzung) nicht an “an jeder Ecke” hinweisen muss. Wer dann für die Überwachung (Polizei oder Ordnungsamt, möglicherweise auch der Zoll oder Bundesgrenzschutz) zuständig ist, darum ging es in dem Beispiel nicht. Nicht im Klein-klein denken.

      8. Ulla, Sie können bezweifeln, was auch immer Sie möchten. Das ändert absolut nichts daran, dass niemand gezwungen ist, seine Kippen in die Landschaft zu werfen oder einfach fallenzulassen. Das ist immer eine persönliche (antisoziale) Entscheidung.

      9. Anonym, verstehe ich jetzt nicht. Im Straßenverkehr trifft man doch bereits auf etliches, sozusagen Hinweise “an jeder Ecke” durch Verkehrsschilder und Ampeln oder Strassenmarkierungen z.B. wer wo Vorfahrt hat, Tempolimits, Park- und Halteverbote, Parkplätze, Spiel- und Fahradstraßen, Kreisverkehre, Wendeverbote und vieles mehr, was man darf und was nicht.

        Die Beschilderung ist hier ausreichend groß genug und so deutlich, dass ein jeder sie im Vorbeifahren gut lesen und wahrnehmen kann.

  2. Alles übertrieben.
    Denn in Frankfurt und Offenbach darf man mit dem Rad ohne weiteres auch durch die Fußgängerzone fahren. Auch das mit den Kippen und Kaugummis ist doch Quatsch. Würde mich nicht stören.
    Deutsches Spießertum.

    1. Ich bin froh und dankbar, dass hier in Bergisch Gladbach noch auf Ordnung Wert gelegt wird. Wenn Frankfurt für Sie ein positives Beispiel ist dann weiß ich Ihre Einstellung einzuordnen.

      1. Bin ja gerade am Umziehen nach Frankfurt. Bin froh, dass ich dann im sichereren (und schöneren) Hessen wohne.

      2. Das hat in Frankfurt wohl auch seinen Grund. Laut polizeilicher Kriminalitätsstatistik für 2024 liegt Frankfurt auf Platz 2 (nach Platz 1 im Vorjahr) der gefährlichsten Städte im Land.

        In Bergisch Gladbach lag die Zahl aller Straftaten pro 100.000 Einwohner bei 5.755, in Frankfurt waren es 14.600 pro 100.000 Einwohner.

        Kann man alles nachlesen:
        https://www.bka.de/SharedDocs/Downloads/DE/Publikationen/PolizeilicheKriminalstatistik/2024/Stadt/Faelle/ST-F-01-T01-Staedte-Faelle-HZ_xls.xlsx?__blob=publicationFile&v=4

    2. Lieber Rolf, Sie scheinen sich in der Rolle des Provokateurs wohlzufühlen. Das sei Ihnen gegönnt. Jedoch hätten Ihre Beiträge noch bei weitem mehr Unterhaltungswert, wenn die Absicht dahinter nicht gar so deutlich durchscheinen würden.

  3. Schade, dass die Stadtwächter nicht überall gleichzeitig sein können. Dass es überhaupt notwendig ist Stadtwächter einsetzen zu müssen ist ja schon sehr traurig, spiegelt aber das gesellschaftliche Problem mangelnder Erziehung und die Wertigkeit einer sauberen Stadt für die Menschen wieder. Könnte nur jede zehnte Kippe und jeder zehnte ausgespuckte Kaugummi sanktioniert werden würde die Stadt im Geld schwimmen. Da es mit der Freiwilligkeit bei Sauberkeit und Ordnung leider nicht klappt, wünsche ich den Herren (und uns allen) weiterhin viel Erfolg bei ihrer Arbeit. Sehr schade, dass dieser Job so wichtig ist.

  4. Eine interessante Idee für eine Themenserie.
    Und ein besonderer Dank an die Stadtwächter- gut, dass es Sie gibt.

  5. Ein schöner und informativer Artikel. Respekt und Anerkennung für unserer Stadtwächter in Bergisch Gladbach. Vielen Dank!