Das Go Bami liegt im untersten Stockwerk der Rheinberg Galerie. Fotos: Laura Geyer

Ein Asia-Restaurant im Untergeschoss eines Einkaufszentrums: Klingt nicht wie die Prime Location eines Restaurants, oder? Das Go Bami in der Rheinberg Galerie überrascht jedoch mit freundlichen Mitarbeiter:innen und richtig leckeren Gerichten. Perfekt für ein Mittagessen während der Shopping-Tour in der Innenstadt.

Wenn das Wetter richtig lausig ist, besuchen mein Mann, mein fünfjähriger Sohn und ich gerne mal die Rheinberg Galerie. Hier kann man sich in der Spielecke im ersten Stock die Zeit vertreiben, einen Kaffee trinken, einkaufen. An einem dieser Tage bekommen wir Hunger – und beschließen, das Restaurant im Untergeschoss zu testen.

Zugegeben: Besonders einladend sieht das Go Bami auf den ersten Blick nicht aus. Aber als wir das Restaurant betreten, sagt mein Sohn: „Hier riecht’s super lecker!“ Und er hat Recht. Hinter der langen Theke auf der rechten Seite des Lokals wird offen gekocht, es duftet nach gebratenen Nudeln und würzigen Soßen.

Das große Plakat am Eingang hatte die Auswahl zusammengefasst: Nudelbox, Asia Garküche und Sushi. Auf den Bildschirmen oberhalb der Theke wird es deutlich komplexer. Wir setzen uns lieber und studieren die Papier-Speisekarte. Die ist zwar nicht weniger umfangreich, aber dafür muss ich beim Lesen nicht den Kopf in den Nacken legen.

Highlight Bubble-Tea

Wir entscheiden, uns einmal quer durch die verschiedenen Sparten zu testen und geben unsere Bestellung bei einem sehr netten jungen Mann an der Theke ab. Dann bekommen wir einen Pager, der vibrieren wird, wenn unsere Speisen fertig sind.

Mein Kind hatte schon beim Reingehen die Bubble-Tea-Station im Eingangsbereich entdeckt. Die glibberigen Perlen in leuchtendem Grün, Gelb, Orange oder Rot ziehen nicht nur Jugendliche an, die an der Theke Schlange stehen. Auch der Fünfjährige ist begeistert und bekommt einen Mango-Saft mit Tapioka-Perlen mit Wassermelonen- und Litschi-Geschmack (4 Euro). Leider auch zum Vor-Ort-Trinken im Plastikbecher.

Immerhin ist das Kind so glücklich über das süße Getränk, dass es mich am Ende bittet, dem Mann an der Bubble-Tea-Station dafür zu danken, dessen Gesicht sich daraufhin sichtbar aufhellt.

Go Bami
Untergeschoss der Rheinberg Galerie
Hauptstraße 131
51465 Bergisch Gladbach
Tel.: 02202 / 2726874
Webseite: gobami-gl.de

Öffnungszeiten: Mo-Sa 10-20 Uhr

Doch bleiben wir erst einmal im Restaurant. Während wir auf das Essen warten, lasse ich den Blick durch das Ladenlokal schweifen. Es ist überraschend groß, aber gut in einzelne Bereiche aufgeteilt. Die Wand gegenüber der Theke ist mit einer Fototapete geschmückt, die bunte, leuchtende Laternen vor einem dunklen Hintergrund zeigt.

Davor sind mehrere Tische und Stühle in dunkler Holzoptik mit schwarzen und roten Polstern aufgereiht, alles etwas in die Jahre gekommen, aber bequem. In der Mitte des Raumes steht eine Reihe von Hochtischen mit Barhockern, für die, die nur schnell etwas Essen fassen oder auf ihre Nudelbox zum Mitnehmen warten wollen.

Sushi, Reisnudeln und krosse Ente

Mein Sohn fragt, ob es draußen schon dunkel sei – das weiß man hier unten ohne Tageslicht leider tatsächlich nicht. Aber dann vibriert der Pager auch schon, wir holen die Tabletts mit unseren Tellern ab – und werden überaus positiv überrascht.

Ich starte mit einem klassischen Sushi, sechs Stück Sake Avocado Maki, also mit rohem Lachs und Avocado gefüllte, von Algenblättern umhüllte Röllchen (5 Euro), und alles stimmt: Der Fisch ist frisch und geschmackvoll, der Reis genau richtig klebrig, das Algenblatt knackig und aromatisch.

Auch der vietnamesische Reisnudelsalat schmeckt mir. Der Salat ist knackfrisch, Frühlingszwiebeln und Minzblätter bringen Würze, Erdnüsse eine knusprige Komponente. Das Fischsoßen-Limetten-Dressing ist köstlich. Nur die Frühlingsrollen, die bei meinem Bún Chả Giò (10,50 Euro) als Topping dabei sind, sind mir persönlich zu fettig. Mein Mann hat Gemüsewok mit krosser Ente (12,50 Euro) bestellt und ist sehr zufrieden.

Alles in allem finden wir das Go Bami eine tolle Option zum Mittagessen, wenn man im Einkaufszentrum unterwegs ist, würden aber auch eigens zum Essen zurückkehren. Die Auswahl ist groß, die Preise sind erschwinglich und, das wichtigste: Es schmeckt.


Hinweis der Redaktion: Wir testen die Cafés und Restaurants anonym. Falls für die Geschichte erforderlich, geben wir uns nach dem Bezahlen zu erkennen. Die Rechnung zahlen wir selbst.


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ist freie Reporterin des Bürgerportals. Geboren 1984, aufgewachsen in Odenthal und Schildgen. Studium in Tübingen, Volontariat in Heidelberg. Nach einem Jahr als freie Korrespondentin in Rio de Janeiro glücklich zurück in Schildgen.

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