Jeden Tag fährt Zina Maba ihren Bus durch Staus, Baustellen und Vorurteile. Sie bleibt gelassen, freundlich und professionell, selbst wenn andere die Nerven verlieren. Mit Ruhe, Freundlichkeit und Haltung bringt sie ihren Bus und ihre Fahrgäste sicher ans Ziel. Mit diesem Beitrag setzen wir unsere Serie fort, in der wir interessante Menschen und ihre Arbeit vorstellen.

Sie können sich den Artikel hier auch anhören. Ganz rechts stellen Sie das Tempo des Sprechers schneller oder langsamer.

Foto: Thomas Merkenich

Mittwoch 5:50 Uhr: Draußen ist es noch dunkel, unter dem Dach des Betriebshofs der Wupsi in Bergisch Gladbach aber leuchten die Busse in fahlem Gelb. Zina Maba, 52 Jahre, freundliches Lächeln, üppiges Haar aus kringeligen Löckchen, dunkelblaue Berufskleidung, geht um einen Bus herum. Routiniert lässt sie den Lichtkegel der Taschenlampe über das Fahrzeug wandern, sucht nach Kratzern und Schäden.

Abfahrtkontrolle – damit beginnt ihr Dienst. An zwei Stellen prangt ein weißer Aufkleber, darunter sieht man Kratzspuren. „Diese Schäden sind schon erfasst“, sagt Maba. Wenn nicht alles okay ist, wird der Bus getauscht. Doch heute ist alles in Ordnung. 

„Im Februar 2016 habe ich angefangen“, sagt Zina Maba. „Da war ich die einzige weibliche Schwarze Busfahrerin bei der Wupsi in Bergisch Gladbach.“ Das ist sie längst nicht mehr. Aber auch heute noch sind die Busfahrer hier im Vergleich zu den Busfahrerinnen in der Überzahl: mit 55 zu vier.

Zina Maba hängt ihre Jacke hinter den Fahrersitz und verstaut den Pilotenkoffer in der Tür, nachdem sie die Kasse und ein paar fingerlose Handschuhe herausgenommen hat. Die Kasse befestigt sie in der Innenseite der Fahrertür, justiert als Nächstes Seiten- und Rückspiegel. Zuletzt richtet sie das Mikrofon aus und stellt das Tourenbuch in den Ständer.

Vier Linien wird sie heute fahren: 427, 430, 426 und 432. Per Bordcomputer meldet sie der Zentrale: „Hier ist der 30er. Abfahrt.“ Die Zentrale wisse stets, wo sich der 30er gerade befindet, sagt die Busfahrerin. Ihr gibt das ein Gefühl der Sicherheit. 

Foto: Thomas Merkenich

„Wollen wir?“ 06:04 Uhr. Es geht zum ersten Abfahrtsort: Weiden Siedlung in Kürten. Eine Leerfahrt. „Busfahrer gesucht. M/W/D“ steht auf der Außenanzeige. Sonst seien um die Uhrzeit schon viele Schulkinder unterwegs, sagt Maba. In den Ferien aber zwängt sich ihr Bus gleich durch mehrere Baustellen.

Als das Schild „Splash-Bad“ anzeigt, biegen wir rechts ab, lassen Weiden Garage links liegen und halten an der Haltestelle Weiden Siedlung. Eine Frau steigt ein. 06:34 Abfahrt auf der Linie 427. Wenn keiner aussteigen will und niemand an einer Haltestelle wartet, fährt Zina Maba weiter. Der nächste Fahrgast steigt in Eisenkaul zu.

Foto: Thomas Merkenich

Zina Maba stammt aus Kinshasa, der Hauptstadt Kongos. Mit Anfang 20 kam sie nach Deutschland und arbeitete als Reinigungskraft und Zimmermädchen. Ursprünglich wollte sie studieren, erzählt sie. Doch fehlende Sprachkenntnisse machten den Traum zunichte. Heute ist ihr Deutsch gut, mit leicht französischem Akzent. Als die Rückenbeschwerden zunahmen, konnte Zina Maba nicht mehr als Reinigungskraft arbeiten – sie wurde arbeitslos. „Was kannst du machen?“ fragte sie sich.

Busfahrerin werden! Die Idee kam von einem Bruder aus ihrer Kirchengemeinde, sagt Maba. Zuerst sei sie skeptisch gewesen. Dann sei ihr eine Busfahrerin aufgefallen. Frauen konnten diesen Job also machen, stellte sie fest. „Meinst du, ich schaffe das?“ fragte sie ihren Bekannten. „Du bist eine Kämpferin!“ gab er zur Antwort.

„Das machen wir“, sagte auch die Sachbearbeiterin beim Jobcenter – und begann nach einem Ausbildungsplatz für die Quereinsteigerin zu suchen. „Obwohl ihr Chef dachte, ich schaff‘ das nicht“, erinnert sich Maba. Der sei dagegen gewesen. Nach acht Monaten Ausbildung bei HBB – Herweg Busbetrieb, einer Tochterfirma der Wupsi, trat Maba ihre Vollzeitstelle in Bergisch Gladbach an. Ihrer Sachbearbeiterin vom Jobcenter ist sie für die Unterstützung bis heute dankbar.

Was für eine Ausbildung braucht man?

Es gibt unterschiedliche Wege zum Beruf des Busfahrers. Man kann eine klassische Ausbildung zur Fachkraft im Fahrbetrieb oder als Berufskraftfahrer machen. Zudem besteht die Option, sich über einen Quereinstieg zum Busfahrer ausbilden zu lassen.

Was verdient man?

Die Wupsi GmbH zahlt nach TV-N NW. Man steigt, je nach anrechenbarer Erfahrung, mit mindestens 5.1 ein und kommt automatisch über die Stufen weiter nach oben. Zudem gibt es diverse Möglichkeiten, sich über Schichtzulagen und Zusatzdienste das Grundgehalt aufzustocken.

Welche Perspektiven gibt es?

Lehrfahrertätigkeiten und die Entwicklung zum Allrounder (Einsatz im Fahrdienst, der Leitstelle und der Disposition) sind klassische Aufstiegsmöglichkeiten. Zudem besteht für jeden Mitarbeiter innerhalb unseres Unternehmens die Möglichkeit, dass man sich auf interne Stellenbeschreibung bewirbt und somit seinen Wirkungskreis erweitert.

Auf der Gegenfahrbahn kommt uns die Linie 227 entgegen, Maba grüßt den Kollegen hinterm Steuer – das gehört dazu. „227 gefällt mir,“ sagt sie ein wenig nostalgisch. Es sei die erste Linie gewesen, die sie gefahren sei – in den ersten drei Wochen sogar ausschließlich. Insgesamt einen Monat hatte sie Zeit, um alle ihre Linien zu lernen: 15 sind es, davon sechs in Leverkusen.

Foto: Thomas Merkenich

An der Haltestelle Schanze steigen drei Frauen mit Koffern ein, kaufen sich jede ein Ticket. Andere zeigen der Fahrerin nur ihr Handy oder wedeln kurz mit der Plastikkarte. Eine Frau sagt: „Ich habe ein Abo“ und geht einfach so weiter. Maba lächelt. Wer die Linien schon länger fährt, wisse, wer ein Ticket habe und wer nicht, sagt sie. Nur selten sei es nötig, über Funk Hilfe zu rufen.

Die drei Frauen unterhalten sich lebhaft. Das Gespräch dreht sich um eine Patientin in der Reha, die kurz nach ihrer Ankunft gestorben ist. „Organversagen?“ „Ja“. Zina Maba verfolgt die Gespräche ihrer Fahrgäste nicht, aber sie achtet darauf, was in ihrem Bus los ist. „Ich bin für die Menschen verantwortlich.“ Sie wartet, bis ältere oder gehbehinderte Menschen Platz nehmen, bevor sie anfährt. Sicherheit geht vor Pünktlichkeit, findet sie. Auch wenn manche das nicht verstehen. 

Als wir um 07:05 Bergisch Gladbach Markt ansteuern, werden schon die Marktstände aufgebaut, die Türen der St. Laurentius Kirche stehen offen, im erleuchteten Innenraum wuseln Leute herum. Am Busbahnhof steigen alle Fahrgäste aus – der 427 hat die Endstation erreicht. 

Sechs Minuten Aufenthalt. Maba läuft los, um sich einen Kaffee am Automaten zu holen. Dabei trifft sie ihrem Kollegen Eroll Demir, plaudert kurz. Sie fühlt sich wohl im Kollegenkreis, komme mit allen aus, sagt sie. „Wir sind ein Team.“

Über Probleme werde untereinander aber nicht gesprochen. Zum Beispiel, wenn Fahrgäste an der Haltestelle warten und dann doch nicht einsteigen, weil eine Schwarze hinterm Steuer sitzt. Oder wenn jemand gegen die Tür spuckt, weil sie ihn ohne Ticket nicht mitnehmen will. An der nächsten Haltestelle reinigte sie die Scheibe mit Wasser aus ihrer Trinkflasche.

Anfangs fühlte sie sich durch solche Vorfälle verletzt. Jetzt nicht mehr. Denn für ihren Job sei es wichtig, positiv zu bleiben, sagt sie. „Unsere Arbeit braucht Ruhe.“

Als Linie 430 geht es um 7:13 Uhr nach Burscheid. Die Strecke bis zum Schulzentrum in Odenthal ist kurvenreich, es nieselt ein wenig. Kurven sind neben Ampeln, Baustellen und Stau die Hauptgründe für Verspätung, sagt Zina Maba. „Wir haben immer Verspätung. In Schulzeiten ist es immer voll, viele Autos sind unterwegs.“

Heute ist wenig Verkehr, sie hat schon eine halbe Minute gut gemacht. Der Monitor neben dem Lenkrad zeigt das an. Uns kommt die 430 in die andere Richtung entgegen, Maba grüßt. Als wir das Ortsschild Glöbusch passieren, beginnt es zu dämmern. An der Haltestelle Füllsichel hat Maba 15 Minuten Frühstückspause. Sie parkt den Bus, um frische Luft zu schnappen, hat sich ein Brot mitgebracht. 

Mabas Mann sei ebenfalls Busfahrer, aber in Bonn, erzählt sie. Während Zina Maba vor allem im Frühdienst und Mitteldienst arbeitet, habe ihr Mann oft auch Spätdienst. Deshalb müssten sie sich immer absprechen, damit auch Zeit zu zweit bleibe – gemeinsam essen, ins Kino gehen oder spazieren gehen. 

Manchmal wird sie auch von anderen Frauen angesprochen, ob es schwer sei, Busfahrerin zu werden. „Nein, ist es nicht. Haben Sie den Führerschein B? Dann machen Sie das!“ Denn, so Maba: „Die brauchten die Leute.“ Als sie angefangen habe, seien gerade viele Kollegen in Rente gegangen. „Für mich ist es ein toller Job. Ich bin Chefin in meinem Bus.“ 

Foto: Thomas Merkenich

Abfahrt 11:36 mit dem 432. Mabas letzte Fahrt an dem Tag geht über Land nach Schmeisig. Es ist, was die Amerikaner eine „scenic route“ nennen, eine malerische Route. Geschickt steuert Zina Maba das Fahrzeug im Kreisverkehr und biegt in die Scherfbachtalstraße ab. Mitten durchs Bergische Land geht die Fahrt, mit seinen Kurven und Laubwäldern.

Als sich ein Auto auf unsere Spur verirrt, zirkelt Zina Maba drumherum. Einen E-Bikefahrer überholt sie routiniert. Wenn mehr Verkehr sei oder sie sich unsicher fühle, ließe sie Radfahrer vor – und nehme die Verspätung in Kauf. 

Die Sonne kommt heraus. „Schön.“, sagt sie. Links graben orange leuchtende Bauarbeiter den Gehweg auf. „Überall Baustellen.“ Über Umleitungen informieren sich die Busfahrerinnen und Busfahrer zu Dienstbeginn, doch zur Not gibt es auch noch die Verkehrsmeisterin. Wenn eine Strecke überraschend gesperrt sei, sucht sie nach einem anderen Weg und gibt diesen per Funk durch. Angekommen an der Endhaltestelle in Schmeisig zeigt der Monitor 3,5 Minuten Verspätung an. Zurück geht es als Leerfahrt. 

Foto: Thomas Merkenich

12:36 Uhr: Einfahrt in den Betriebshof. Maba meldet den 30er bei der Zentrale ab. Zieht die Tasche aus der Tür, verstaut das Geld. Nimmt ihre Jacke vom Rücksitz. „Mein Buch!“ Fast hätte sie das Tourenbuch stehen gelassen.

Im Betriebshofbüro brummt es wie in einem Bienenkorb. In dem schmalen langen Gang quetschen sich die Kollegen aneinander vorbei. Besonders knubbelt es sich zwischen dem Büro der Fahrdienstleitung auf der linken und den Glaskästen auf der rechten Seite. Dort hängen die neuen Umleitungen aus. „Gültig ab: Datum, Betriebsbeginn“ und „Voraussichtlich gültig bis: auf Weiteres“ steht da immer wieder.

Stimmengewirr, Lachen. Kaum einer hier, der keinen Akzent hat. „Türkei, Albanien, Russland, Kamerun, Ghana, Kenia, Kongo“ zählt Zina Maba einige der Herkunftsländer ihrer Kolleginnen und Kollegen auf. Was würden wir ohne diese Menschen machen? – geht es mir durch Kopf. Wer würde unsere Busse fahren – morgens, mittags, abends und nachts? 

Zina Maba rechnet ihre Einnahmen am Automaten ab: 63,40 Euro. Das Tourenbuch steckt sie in die Ablage an der Wand, eine Art überdimensionierter Weihnachtskalender. „Hallo Zina!“ „Hallo Stefan.“ „Was machst du am 22. November? Da ist Weihnachtsfeier.“ Zina Maba wird auf jeden Fall hingehen. Jetzt freut sie sich auf den Feierabend. 


Sie finden diesen Artikel gut? Sie sind mit unserer Arbeit zufrieden? Dann können Sie uns gerne mit einem Einmalbeitrag unterstützen. Das Geld geht direkt in die journalistische Arbeit.

Oder Sie werden Mitglied im Freundeskreis, erhalten exklusive Vorteile und sichern das Bürgerportal nachhaltig.


Weitere Beiträge der Serie

„Tafel-Kunden sollen sich nicht schämen“ 

Überfluss auf der einen, Bedürftigkeit auf der anderen Seite: Bei der Bergisch Gladbacher Tafel setzen sich Ehrenamtliche und „Bufdis“ täglich dafür ein, diese beiden Gegensätze miteinander in Einklang miteinander zu bringen. Wir haben sie bei der Abholung, Sortierung und Ausgabe der Lebensmittel begleitet – und einen Einblick in das komplexe System erhalten.

Müllabfuhr ist Teamarbeit: „Wir schaffen viel weg“

Menschen, die im Schlafanzug hinter ihnen her rennen, Kinder, die sie mit Kunstwerken beschenken, Autofahrer, die sie fast umfahren, Ratten, die ihnen entgegen springen: Tobias Lückerath und Achim Nonn erleben Abenteuerliches während ihrer Arbeit bei der Müllabfuhr. Das frühe Aufstehen, das Wetter und der Geruch sind für die beiden kein Problem. Wir haben sie auf einer Schicht begleitet.

Von Verstopfung bis Herzinfarkt: „Wir wissen nie, wer kommt“

Wunden versorgen, Verletzte beruhigen, Entscheidungen treffen: Katrin Labusga-Cremer bezeichnet ihren Job als Berufung – auch wenn Beleidigungen und Angriffe häufiger werden. Die 37-Jährige arbeitet seit vielen Jahren als Krankenpflegerin in der Notaufnahme des Evangelischen Krankenhauses. Wir haben sie auf einer Schicht begleitet.

„Von wegen zack und weg“ – hier wird akribisch sortiert

Wer den Wertstoffhof Kippemühle betritt, sieht schnell: Hinter der glänzenden Konsumwelt beginnt ein komplexer Prozess. Tonnenweise Abfall muss hier sortiert und für den Weitertransport vorbereitet werden. Für manche Bürgerinnen und Bürger bleibt das undurchsichtig – doch die Fachkräfte vor Ort erklären geduldig, was wohin gehört. Wir haben sie auf ihrer Schicht begleitet.

„Im CAP-Markt bin ich das Mädchen für alles“

Der CAP-Markt in Paffrath lebt Inklusion: Menschen mit und ohne Behinderung arbeiten in dem Supermarkt Seite an Seite. Die Atmosphäre ist herzlich und familiär, das schätzen nicht nur die Mitarbeitenden, sondern auch viele Kund:innen. Wir haben Emine Altunkilic, die für Hygieneprodukte verantwortlich ist, aber auch alles andere kann, eine Schicht lang begleitet.

„Bisher musste ich Menschen nur zur Übung aus dem Wasser ziehen“

Jennifer Oestreich kennt das Kombibad Paffrath seit ihrer Kindheit und war Leistungsschwimmerin. Inzwischen achtet sie als Schwimmmeisterin nicht nur darauf, dass niemand untergeht. Sie sorgt mit technischem Sachverstand und handwerklichem Geschick auch dafür, dass der Betrieb reibungslos funktioniert. Mit diesem Beitrag setzen wir unsere Serie fort, in der wir interessante Menschen und ihre Arbeit vorstellen.

„Man weiß morgens nie, was einen auf der Straße erwartet“

Sie ermahnen Müllsünder und Wildpinkler, lassen Falschparker abschleppen und spüren Verkehrssünder auf. René Schramm und Bajram Hajdinaj sind als Mitarbeiter des Stadtordnungsdienstes täglich in Bergisch Gladbach unterwegs. Sie haben viel Routine und erleben dennoch jeden Tag Überraschungen. Wir haben sie auf einer Schicht begleitet und starten damit eine Serie, die Menschen und ihre Arbeit vorstellt.

ist freie Journalistin, Autorin und Regisseurin.

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

24

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Toll, wenn ein Unternehmen noch solch engagierten und sympathische Mitarbeiter hat.
    Die motivieren einen glatt wieder mal den Bus oder die Bahn zu nehmen.
    Toller Bericht. Habe ihn gerne gelesen

    Übrigens wären wir ohne unsere eingewanderten Mitbürger ein ganz armes Land. Ohne diese Leute gehen bei uns die Lichter aus.
    Bei meinem letzten Krankenhausaufenthalt hätte ich mich wohl selber operieren und danach pflegen müssen.

  2. Ich kenne Zina Maba von Busfahrten und schätze sie.
    Freue mich immer, mit ihr zu fahren. Sie ist immer freundlich.
    Danke für den netten Bericht . Sie verdient es, geachtet zu werden.

  3. Ich weiß garnicht, warum in diesen Kommentaren so auf eine (mögliche) Migration der Busfahrerin hingewiesen wird. Und so positive Erfahrungen mit anderen Busfahrern anderer Nationalitäten und Herkunftsländer. Ich lese den Bericht mit Interesse am Beruf der Busfahrerin und ihrer männlicher Kollegen. Und darum geht es in diesem Bericht auch ausschließlich.

    1. Na ja, das alles wird im Artikel ja durchaus thematisiert. Und ich finde das auch richtig – nicht zuletzt um zu zeigen, dass in vielen Bereichen mittlerweile Einwanderer den Laden am Laufen halten.

  4. Ja ; schon ganz okay.
    Aber wir sind trotzdem zuviele Menschen in D. 84 Mio mittlerweile auf engem Raum.
    Gerade NRW ist ja am dichtesten besiedelt.

      1. Noch ein bisschen früher hieß es “Volk ohne Raum” und war damals schon so absurd wie heute.

    1. #Rolf. Was hat ihre Argumentation mit dem v.g. Beitrag zu tun? Dass wir zuviel BusfahrInnen haben? Dass die zu vielen NRW-Siedler besser mit dem Auto fahren oder zu Fuß gehen sollen? Oder was wollen Sie wirklich bezwecken? Sind es nicht dieser Art verkappter Anspielungen, welche die Gesellschaft spalten?
      Es ist das friedliche und tolerante Miteinander, welches das Überleben auch in Überbevölkerungen sichert (wovon NRW noch weit entfernt ist) – und das gilt weltweit. Für dieses einfache Wissen muss man nicht Humanismus studiert haben…
      MfG Dieter Richter, Bergisch Gladbach

    2. Wenn es Ihnen in Deutschland und insbesondere in NRW nicht passt, dann wandern Sie doch gerne aus. Zum Beispiel nach Ungarn, da gibt es nicht so viele Migranten und Migrantinnen.

      1. Da reicht es doch schon, in die brandenburgische Pampa zu ziehen, wo man – wenn man will – tagelang laufen kann, ohne einem Menschen zu begegnen. Oder in die Sächsische Schweiz, wo das Deutschsein als Wert an sich schon seit Jahrzehnten die Wahlergebnisse prägt. Oder nach Thüringen, wo gewisse Geschichtslehrer sich an düstere Kapitel unserer Historie eher mit Nostalgie als mit Abscheu erinnern.

        Seltsamerweise ist aber in dünn besiedelten Gegenden, in denen man kaum einen Migranten trifft, der Hass auf Einwanderer oft am stärksten.

    3. Du kannst mal deine unqualifizierte, rassistische Klappe halten, Rolf. Es interessiert hier keinen, wie beengt du dich hier fühlst. Unsäglich, solche Sidekicks.

      1. Der Hinweis auf eine angebliche Überbevölkerung unter einem Beitrag, der prominent eine Schwarze Frau vorstellt ist schon ziemlich offensichtlich rassistisch. Den Kommentar hätte er ja nicht gebracht, wenn der Busfahrer Jürgen hieße und dessen Großeltern vor 90 Jahren schon gehorsam den Arm gehoben hätten.

    4. #Rolf
      Und wer von den 84 Mio will in Gastronomie und Hotellerie noch bis in die Nacht arbeiten ? Ich sehe nur noch wenige traditionelle deutsche Gastwirtschaften. Deutsche Handwerker werden immer weniger, und, wenn da mal gute ausländische Mitarbeiter vorhanden sind, muss der Meister drum kämpfen, dass sie nicht ausgewiesen werden (s. Fall Dachdecker in Leverkusen). Geburtenrückgang bei deutscher Bevölkerung: ausländische Mitarbeiter zahlen auch Steuern. Wer wird da mal die Gelder für Rentner erwirtschaften ? Die wenigen deutschen Kinder ??? Die Junge Union (CDU) protestiert ja jetzt schon .

  5. Meinen aufrichtigen Respekt! Auch gegenüber allen anderen Busfahrerinnen und Busfahrern.
    Die müssen wahrlich einiges aushalten können und ein “sanftmütiges” Wesen haben.
    Trotz Gemaule, Beleidigungen, Beschimpfungen usw. was die manchmal über sich ergehen lassen müssen, eine friedliche, milde und geduldige Art bewahren zu können ist nicht jedem gegeben.

    Ich bin auch Jahrelang mit dem Bus von GL nach Köln-Dellbrück gependelt.
    Mit mir zusammen sind fast ausschließlich Grundschulkinder zugestiegen.
    Das war jeden morgen, von der Lautstärke her, wie auf dem Schulhof oder im Freibad, so einen Spaß hatten die Kinder im Bus.
    Die Busfahrer waren dabei immer die Ruhe selbst (zumindest schien es mir immer so).

  6. Ein Erlebnis letztens im Münsterland: Der angekündigte Fahrradanhänger fehlte. Der Busfahrer sprach nur gebrochen Deutsch, war aber sehr bemüht und freundlich und machte es möglich, dass meine Frau und ich unsere Räder im Innenraum unterbringen konnten. Schon da habe ich mich gefragt, was wir ohne die Migranten machen würden.

  7. Ich fahre nur Bus und Bahn, und in Bergisch Gladbach kenne ich zwei Busfahrer aus Syrien, inzwischen eingebürgert Deutsche. Ohne diese Vielfalt der Kulturen und Länder würde uns vieles fehlen. Was täten wir ohne diese Menschen. Wir müssten den Bus selber fahren, weil kaum ein Deutscher diese Aufgabe machen will. Es wird aber gut bezahlt. Und es ist ein gutes Betriebsklima. Ich wünsche Ihnen weiterhin gute Fahrt. Und ich hoffe dass ich bald in einem Bus sitze, den sie fahren.
    Liebe Grüße Angela Nölke

  8. Die Zeiten ändern sich… auch zum Guten. Mir war es ebenfalls über viele Jahre vergönnt, mit dem Bus zwischen Hand und Bensberg zu pendeln. Übrigens, lange bevor Slalomfahrten wegen Baustellen zur Normalität gehörten oder mehrere Ampelphasen abgewartet werden mussten, bevor sich Grün zeigte.

    Und doch waren die Busfahrer (ausschließlich männlich) oft genervt, unhöflich und sogar schroff. Eine Szene geht mir jetzt wieder durch den Kopf. Fragte eine Seniorin den mit offener Tür am Busbahnhof wartenden Busfahrer nach dem Fahrziel. Der Fahrer schaute von der Zeitung auf und blaffte: “Steht doch vorne drauf. Können Sie nicht Lesen?”Ende der Durchsage.

    Diese “guten” alten Zeiten, wo solche ausschließlich deutschen Männertypen ihre Machtposition ausspielten, sind Gott sei Dank vorbei. Migranten sind heute zu tragenden Säulen unserer Gesellschaft geworden – unauffällig und leise. Sie sind jetzt einfach da, machen einen tollen Job und sind schlichtweg nicht mehr zu ersetzen.

    Das wird jene Spezies Mensch erschrecken, welche eher blind durchs Leben geht und sich selbst für die Größte hält. Daher ist es an der Zeit, dass Persönlichkeiten mit anderen kulturellen Wurzeln mehr in den Vordergrund gerückt werden, wie jetzt Frau Maba.

    Es ist nicht das krank machende PolitGeleiere vom “verdrängten Deutschen” und das Aufzeigen von Verhaltensstörungen Einzelner (die gibt es in jeder Gesllschaft), der die Menschen in ihren Köpfen und Herzen beeinflussen sollte, sondern die einfache und unmittelbare Begegnung im Alltäglichen.

    Danke an die Redaktion fürs Sichtbarmachen. Wie sagte einst Hanns Dieter Hüsch: “Den Anderen in sich selbst sehen.” Bitte mehr davon …

    Dieter Richter (75), Bergisch Gladbach

  9. Kaum einer hier, der keinen Akzent hat. „Türkei, Albanien, Russland, Kamerun, Ghana, Kenia, Kongo“ zählt Zina Maba einige der Herkunftsländer ihrer Kolleginnen und Kollegen auf. Was würden wir ohne diese Menschen machen? Diese Frage stellt sich nicht nur bei Busfahrer:innen.