Fotos: Grosse Bensberger KG

Die Grosse Bensberger Karnevalsgesellschaft hat sich zum erste Mal im „Esszimmer“ des Technologieparks zum traditionellen Gesellschaftsabend getroffen und den Startschuss in die Session abgegeben. Dabei erhielt der Prinz des Kinderdreigestirns, Prinz Thies I., seine Pritsche. Zudem wurden die ersten beiden Frauen zu Senatorinnen des Vereins ernannt. Für Präsident Rainer Furth-Quernheim wurde es ein sehr emotionaler Abend.

Wir veröffentlichen einen Beitrag der Grossen Bensberger Karnevalsgesellschaft

Das Kinderdreigestirn der Stadt Bergisch Gladbach mit Prinz Thies (Bokeloh), Jungfrau Charlotte (Prinz) und Bauer Ben (Löffelsend) kam gleich zu Beginn des Gesellschaftsabends der Grossen Gladbacher KG auf die Bühne. Es war der erste Auftritt der drei vor ihrer Trägergesellschaft, entsprechend aufgeregt waren alle auf und vor der Bühne.

Nach der Vorstellung wurde es sehr feierlich, denn Prinz Thies I. erhielt von Präsident Rainer Furth-Quernheim und Angela Wallraf seine Pritsche, die er stolz entgegennahm. „Ich werde die Grossen Bensberger in der Session überall möglichst gut vertreten“, sagte der junge Prinz, der zuvor im Interview mit Senatspräsident Christian Ehrlich berichtet hatte, dass es Nachbarn gäbe, die sich nun verbeugen, da er ja Prinz sei.

Auch das designierte „große“ Dreigestirn war später noch vor Ort: Prinz Thomas III. (Schmitz), Jungfrau Lea (Rodenbach) und Bauer Maurice (Jakobs) bekamen traditionell ihre „Notfallkoffer“ überreicht – gefüllt mit allerlei Hausmittelchen, falls es doch mal Zipperlein geben sollte im Laufe der anstrengenden Session.

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Die ersten zwei Frauen im Senat

Mit großer Freude konnte Senatspräsident Christian Ehrlich an diesem Abend gleich drei neue Senatoren feierlich in den Senat aufnehmen – genauer gesagt: Senatorinnen und Senatoren. Denn zum ersten Mal in der Geschichte der Gesellschaft wurden mit Angela Walraff und Saskia Geilenkirchen zwei Frauen in den Senat berufen. Zudem erhielt auch das langjährige aktive Mitglied Martin Lucke – seines Zeichens Landtagsabgeordneter – den Status des Senators der Grossen Bensberger, worauf er sehr stolz sei, wie er verkündete.

Über den Abend verteilt, der erst weit nach Mitternacht endete, gab es zudem eine ganze Reihe weiterer Ehrungen und Ernennungen: So wurden mehrere ehemalige Führungskräfte der Tanzsportgemeinschaft TSG für ihr langjähriges Engagement mit dem Verdienstorden ausgezeichnet: Stephanie Musculus, Petra Held, Katharina Bernards und Jens Schulz hatten die Entwicklung der TSG in den vergangenen Jahren maßgeblich geprägt. Der 1. Vositzende, Thomas Dittrich, konnte zudem über 20 Mitglieder für ihre 11jährige und 22jährige Mitgliedschaft in der GBK ehren.

Verdienstorden für elfjährige Präsidentschaft

Besonders emotional wurde es bei der Ehrung für den moderierenden Präsidenten, Rainer Furth-Quernheim. Ohne, dass er es vorher gewusst hätte, erhielt auch er den Verdienstorden der Gesellschaft für seine 11jährige Präsidentschaft.

Zudem überraschte ihn der Senat mit einem ganz besonderen Auftritt: „Motto-König“ Werner Müller hatte einen Song über den Präsidenten geschrieben, die Senatoren hatten mit Pompons eine Choreographie dazu einstudiert.

Zu dem Zeitpunkt hatte „RFQ“, wie der Präsident gerne mal abgekürzt wird, schon Tränen in den Augen, doch dann übergaben ihm die Herrenreiter des Vereins unter Leitung von Andreas Kaldenbach noch ein goldenes Zepter und hatten ebenfalls einen Song mitgebracht – da war er sprachlos. Nach all den Ehrungen musste er sich erstmals sammeln. „So lange haben wir ihn noch nie still auf der Bühne gehabt“, kommentierte Christian Ehrlich.

Ein weiteres Highlight der Veranstaltung war die Premiere der neuen Tänze der TSG. Die beiden Tanzgruppen, Schlossstadtpänz und Klabautermänner, hatten Monate auf diese „Uraufführung“ hintrainiert und lieferten spektakuläre Tänze, die mit Standing Ovation beklatscht wurden. Und es gab noch eine weitere Premiere.

„Wir müssen hier von einer Weltpremiere sprechen“, sagte Motto-Sänger Werner Müller vor seinem Auftritt, bei dem er das diesjährige Sessionsmotto „Jetzt jon mer op et Janze – Mer losse de Poppe danze“ als Song präsentierte und die „Glitter Girls“ (bestehend aus Damen der Grossen Bensberger) dazu im Charleston-Stil tanzten. Auch hier gab es Standing Ovations.

Das Finale des Gesellschaftsabends bildete die Taufe der neuen aktiven Mitglieder. Präsident Rainer Furth-Quernheim trat im Pastorengewand zur Taufe an – die bei den Grossen Bensbergern tatsächlich eine extrem nasse Angelegenheit ist.

„Endlich geht es wieder los mit dem Karneval, es hat irre Spaß gemacht und bei so einem Abend vergisst man den ganzen Ärger um die geschlossenen Aulen unserer Stadt“, sagte Rainer Furth-Quernheim zum Ende der Veranstaltung.

Und er wies das Publikum darauf hin, dass es noch Karten gäbe für die Kostümsitzung (30.01.) und die Starthilfe-Party (07.02.) sowie die Kindersitzung (11.01.) – diese Veranstaltungen finden dann erstmalig in der Alten Zentralwerkstatt auf dem Zandersgelände statt.

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  1. Kaum zu glauben, wir schreiben das Jahr 2025!!!

    “zum ersten Mal in der Geschichte der Gesellschaft” “wurden… zwei Frauen in den Senat berufen.”

    Herzlichen Glückwunsch an die beiden ersten, dieses Amtes für würdig befundenen;-), Frauen bzw. Senatorinnen!

  2. Als ehemaliger 1. Vorsitzender (2001 – 2012) wünsche ich meiner Gesellschaft einen tollen Karneval und ziehe vor dem Vorstand und allen Mitwirkenden, in dieser schwierigen Zeit mit der Suche nach neuen Veranstaltungsräumen und den damit verbundenen Problemen wie Sitzverteilung etc. meinen Hut.

    Auf eine tolle Session

    3 mol Rut Wiess

    Euer Rolf

  3. Lieben Dank für die tollen Bilder und den entsprechenden Text dazu. Es war eine tolle Feier und ich bin noch heute emotional berührt.
    Der Mottoking Werner Müller