Das Espresso Perfetto heißt jetzt „Mana“. Foto: Redaktion

Deutlich größer und mit ausgeweiteter Speisekarte präsentiert sich das frisch umgebaute und wiedereröffnete „Mana by Espresso Perfetto“ in der Bergisch Gladbacher Fußgängerzone. Trotz der Erweiterung hat das Café nichts von seiner warmen Atmosphäre eingebüßt.

Luftballongirlanden in Rosa, Gold und Grün rahmen die Eingangstür, Blumensträuße zieren Fenster und Theken. Die Neueröffnung des umgebauten und deutlich vergrößerten Espresso Perfetto ist erst einige Tage her. „Wow, ist das schön geworden“ und „Das Warten hat sich wirklich gelohnt“ sind Sätze, die so oder ähnlich zu hören sind.

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Es ist voll – drinnen und draußen. Und das an einem Montagmittag. Damit hatten Lisa und ich nicht gerechnet, als wir uns für unsere Verhältnisse relativ kurzfristig verabredet haben, um das Espresso Perfetto zu testen. Es firmiert nun unter dem Namenszusatz „Mana“, gehört aber weiterhin zur Espresso-Perfetto-Kette.

Zwei Ladenlokale verschmelzen zu einem Café

Ein Mitarbeiter kommt auf uns zu, heißt uns sehr freundlich willkommen. Gleich werde ein Tisch frei. Zeit, um uns umzusehen. Die Wand zwischen dem sehr kleinen Ursprungs-Café und der ebenfalls kleinen früheren Rituals-Filiale wurde herausgetrennt. Dadurch ist ein großer lichtdurchfluteter Raum entstanden. 

Aus einem sehr kleinen wurde ein großzügig bemessenes Café. Foto: Kathy Stolzenbach

Eine lange holzverkleidete Theke erstreckt sich fast über die gesamte Breite. In der Mitte werden wechselnde Kuchen und Gebäcke hinter einer Vitrine präsentiert, links davon befindet sich die offene Küche. 

Obwohl es rappelvoll ist, herrscht eine gemütliche Atmosphäre. Die Einrichtung ist romantisch-verspielt. Die Lampenschirme erinnern an weit geöffnete Blütenblätter. Daneben baumeln Glühbirnen an Seilen von der Decke. Die vielen Lichtquellen tauchen den Raum in warmes gelbliches Licht.

Dort, wo früher das Kosmetikgeschäft war, sind nun gepolsterte Sitzbänke in die Fensterfront eingelassen. Kleine quadratische Holztische können flexibel zusammen geschoben werden – je nachdem, ob man allein, zu zweit oder in einer größeren Gruppe kommt.

In der Fensterfront zur Hauptstraße hin sitzen die Gäste auf Barhockern wie an einer Theke mit dem Blick nach draußen, umrahmt von grünen Topfpflanzen. 

Ansturm nach der Neueröffnung

„Wir haben auch nicht erwartet, dass der Ansturm so groß sein würde“, sagt eine Kellnerin und weist uns einen frei gewordenen Tisch zu. Wir studieren die neue Karte, die nun eine deutlich größere Auswahl bietet, vor allem bei den Speisen. Frühstücks- und Brunch-Gerichte gibt es bis 16 Uhr. Dazu kommen einige „After brunch“-Gerichte wie Sandwiches, Salate, Pasta und Flammkuchen, die ab 11 Uhr serviert werden.

Neben den üblichen Kalt- und Heißgetränken (Espresso für 2,50 Euro, Cappuccino für 3,80 Euro) mit allen nur denkbaren Milchalternativen oder Sirupzugaben (jeweils 0,50 Euro extra) sind auch Matcha Latte (6 Euro) oder weiße heiße Schokolade (4,70 Euro) darauf zu finden. Eine davon gibt es auch als „Iced“-Variante. Alkoholische Getränke gibt es dank Ausschankgenehmigung auch und sollen noch auf der Karte ergänzt werden.

Lisa wählt einen Latte Macchiato mit Spekulatius (4,70 Euro), ich einen Chai Latte (5,50 Euro, der großartig schmeckt. Für ein Frühstück ist es uns schon zu spät, auch wenn die mediterrane Frühstücksplatte (unter anderem mit gefüllten Weinblättern, Feta, Oliven, Tomaten-Gurken-Salat für 15,90 Euro) oder die Bowls (mit Früchten und Joghurt, 11,50 Euro) verlockend klingen. 

Wir entscheiden uns für eine Stulle, die es in verschiedenen Variationen gibt (Avocado, Lachs, Caprese, Hummus) und einen Flammkuchen. 

Wir müssen eine ganze Weile warten, bis die Kellnerin kommt und sich zerknirscht bei uns entschuldigt: „Ich habe euren Bon verbaselt. Tut mir leid. Was hattet ihr nochmal?“ Sie verspricht, sich schnell um unsere Bestellung zu kümmern. 

Entspannte und familiäre Atmosphäre

Tatsächlich kommen unsere Getränke und unser Essen danach recht zügig. Noch einmal entschuldigt sich die Bedienung mit dem Verweis darauf, dass es die ersten Tage nach der großen Neueröffnung seien und sich manches noch einspielen müsse. 

Für uns kein Problem. Wir sind eher überrascht darüber, wie entspannt alle trotz des hohen Gästeaufkommens sind. Die Mitarbeitenden sind gut gelaunt, sehr freundlich, es wird viel gelacht. Zwischen Personal und Gästen geht es teilweise sehr familiär zu, man scheint sich zu kennen, plaudert miteinander.

Das Familiäre steckt auch im neuen Namen: „Mana“ sei die Abkürzung des spanischen Ausdrucks für „hermana“ und bedeute Schwestern, erklärt Ana Demircan. Sie führt das 2021 eröffnete Café zusammen mit ihrer Schwägerin Viktoria und ihrem Bruder Camer Can Demircan.

Lisas Stulle (eine geröstete Scheibe Sauerteigbrot) ist üppig mit hausgemachtem Hummus bestrichen, mit Minzblättern, Granatapfelkernen, gehackten Nüssen und Balsamico garniert und wird mit Cocktailtomaten und frischer Salatbeilage serviert (11,90 Euro). Optisch und geschmacklich ein Genuss. 

Mein Ziegenkäse-Flammkuchen (14,90 Euro) kommt mit Crème fraîche, roten Zwiebeln und Walnüssen und – anders als auf der Karte angekündigt – mit getrockneten Tomaten statt mit Feigen, auch den Honig schmecke ich nicht heraus. Lecker ist er trotzdem. Der Teig ist dünn und am Rand angenehm kross. 

Eine Spezialität des Ladens sind offenbar „Eier Benedict“, denen die Karte eine eigene Seite widmet, und die wir mehrfach an Nachbartischen sehen. Wie die Stullen kommt das Sauerteigbrot mit Salatbeilage, Hauptzutat sind zwei pochierte Eier mit Sauce Hollandaise (alternativ auch mit Rühr- oder Spiegelei erhältlich), die unter anderem mit Avocado, Lachs oder Sucuk bestellt werden können (13,90 oder 14,90 Euro).

Weil wir ziemlich satt sind, entscheiden wir uns für einen Nachtisch in flüssiger Form und bestellen einen Iced Matcha Strawberry. Kennen wir bisher beide noch nicht und sind daher neugierig. Sieht interessant aus, ist mir aber etwas zu süß. Aber das ist natürlich Geschmackssache.

Mana by Espresso Perfetto
Hauptstraße 141-143
51465 Bergisch Gladbach
Instagram
Öffnungszeiten: So-Do 9-21 Uhr, Fr/Sa 9-23 Uhr
Hochstühle für Kinder sind vorhanden.
Das Café ist barrierefrei zu erreichen, der Weg zur Toilette führt allerdings über wenige Stufen.

Mal sehen, was wir beim nächsten Mal probieren. Auch wenn es hier und da noch etwas geruckelt hat, haben wir uns sehr wohlgefühlt und kommen bestimmt wieder.


Hinweis der Redaktion: Wir testen die Cafés und Restaurants anonym. Falls für die Geschichte erforderlich, geben wir uns nach dem Bezahlen zu erkennen. Die Rechnung zahlen wir selbst.

ist seit 2024 Redakteurin des Bürgerportals. Zuvor hatte die Journalistin und Germanistin 15 Jahre lang für den Kölner Stadt-Anzeiger gearbeitet. Sie ist unter anderem für die Themen Bildung, Schule, Kita und Familien zuständig und per Mail erreichbar: k.stolzenbach@in-gl.de

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  1. Gerne gelesen.

    Habe die Eröffnung auch von außen gesehen und werde dort mit Sicherheit auch im neuen Jahr einkehren.

    Ja, liebe Schlossstraße, so geht Fußgängerzone!

    Das nennt sich Lebensqualität!

    So einen gut besuchten Laden wie hier vorgestellt, kann ich mir in Bensberg auf dem “Boulevard der Begegnung” leider nicht vorstellen.

    Bin froh dank der Autofahrerlobby in Bensberg die Fußgängerzone in Bergisch Gladbach mit all ihren netten Geschäften und Restaurants für mich entdeckt zu haben

  2. Irgendwie süss, dass sich immer Kommentare finden lassen, die mit viel Phantasie, aber ohne Kenntnis vom wahren Sachverhalt abgegeben werden. Kein gemeinsames Foto von der Eröffnung !? Uiuiu. Was mag wohl der Grund sein. Mysteriös….
    Ne, bloß Urlaub
    Und: ” Nähe wird gemieden ”
    Das Café wird supergut besucht.
    Und zwar mit offenem Visier, nicht anonym.

    1. Hallo Bosbach,
      ich habe nicht geschrieben, dass das Cafe nicht (supergut) besucht wird. Aber egal wann ich bei Ihnen am Cafe vorbeigehe, Herrn Metten, Herrn Hartmann, Herrn Santelmann oder welchen Politiker auch sonst von nah und fern habe ich noch nie gesehen.

    2. Hallo Bosbach, ich habe noch eine Nachfrage zu Ihrem Kommentar. Wer war im Urlaub, Caroline Bosbach? War schon sitzungsfreie Zeit im Bundestag?

  3. Der Familie Bosbach einen guten Start! Bestimmt kann man dort demnächst auch politische Prominenz beim Kaffee treffen.

    1. Hallo Yvette, ich glaube die politische Prominenz wird man dort eher nicht beim Kaffee treffen. Eher glaube ich, dass man die Nähe zur Familie Bosbach meidet. (Nur zum besseren Verständnis: Viktoria Demircan ist die Schwester von Caroline Bosbach.)

      1. Interessant. Gibt es Streit? Oder wirbt es sich gerade schlecht damit? Bei der ersten Eröffnung gab es doch noch schöne gemeinsame Fotos auf allen Instagram-Kanälen.