Das Kreishaus. Foto: Thomas Merkenich

Die Gefahren durch klimabedingte Unwetter und die veränderte zivile Bedrohungslage wachsen – und damit auch die Anforderungen an den Rettungsdienst, die Leitstelle und den Brand- und Katastrophenschutz. Darauf reagiert der Kreis mit einer Neuordnung: Das bisherige Amt für Rettungsdienst, Bevölkerungs- und Brandschutz wird in die beiden Ämter Rettungsdienst und Leitstelle sowie Brand- und Katastrophenschutz aufgeteilt.

Wir veröffentlichen einen Beitrag des Rheinisch-Bergischen Kreises

Zum Jahreswechsel hat der Kreis Rhein-Berg das Amt für Rettungsdienst, Bevölkerungs- und Brandschutzin die Ämter Rettungsdienst und Leitstelle, Amt 38, sowie Brand- und Katastrophenschutz, Amt 37, aufgegliedert.

„Aus sicherheitspolitischer Sicht ist es wichtig, den Entwicklungen im Bereich des Zivil- und Katastrophenschutzes Rechnung zu tragen. Ein Neuzuschnitt der Ämter erhöht die Effizienz und Effektivität und sichert die Zukunftsfähigkeit der Gefahrenabwehr und der Notfallversorgung im Rheinisch-Bergischen Kreis. Somit stärken wir die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger, stellen uns den kommenden Herausforderungen proaktiv und sind für die Zukunft gut gerüstet“, erklärt Landrat Arne von Boetticher. 

Aufgrund der sicherheitspolitischen Gesamtsituation nimmt der Bereich des Zivil- und Katastrophenschutzes einen immer wichtigeren Stellenwert ein und bringt damit neue Herausforderungen für die Kreise mit sich. 

Hintergründe der Umstruckturierung

Ebenso kommt es zu steigenden Anforderungen im Bereich des Rettungswesens, beispielsweise durch eine Zunahme von Notrufen. Daneben geht auch die Einführung digitaler Systeme mit erhöhten Anforderungen an die Leitstelle und den Kreis als Träger des Rettungsdienstes einher. Eine zunehmend differenziertere Bewertung von Hilfeersuchen ermöglicht einen zielgenauen Einsatz der Ressourcen, um eine bestmögliche Versorgung sicherzustellen.

Mit einer ausschließlich für den Rettungsdienst und Leitstelle zuständigen Organisationseinheit setzt der Kreis ein Zeichen für mehr Vereinheitlichung und Qualität: Die Strukturen im Rettungsdienst werden weiter harmonisiert, beispielsweise wird die Vorhaltung von Arzneimitteln und Medizintechnik konsequent kreisweit nach dem aktuellen Stand von Sicherheit und Technik ausgerichtet.

Auf der anderen Seite können mit dieser fachlichen Neugliederung die Themen Brand- und Katastrophenschutz noch spezifischer und fokussierter betrachten werden. Durch deren Bündelung in einem eigenen Fachamt wird zudem die Vernetzung und Zusammenarbeit mit den kommunalen Feuerwehren und den Hilfsorganisationen gestärkt sowie den gestiegenen gesellschaftlichen, fachlichen und technischen Erwartungen an einen modernen und leistungsfähigen Brand- und Katastrophenschutz Rechnung getragen.

Wer ist verantwortlich?

Zudem folgt diese fachliche Zuordnung den unterschiedlichen, sehr komplexen Rechtsgrundlagen, nämlich dem Rettungsgesetz NRW und dem Gesetz über den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz, die sich beide derzeit in der Novellierung befinden.

Das neue Amt wird künftig durch den Kreisbrandmeister Manuel Packhäuser geleitet. Neben dem Fokus auf Brand- und Katastrophenschutz soll auch die Förderung und Stärkung des Ehrenamts einen hohen Stellenwert einnehmen.

Das Amt für Rettungsdienst und Leitstelle bleibt wie gehabt unter der Leitung des Verwaltungsfachmanns Thomas Hagen gemeinsam mit dem Ärztlichen Leiter Rettungsdienst, Dr. Florian Breuer. Neben dem Rettungsdienst werden hier auch weiterhin die Verwaltungs- und Ordnungsaufgaben für den Rettungsdienst, wie Gebührenkalkulation und -erhebung, wahrgenommen. Auch die Leitstelle bleibt hier angegliedert.

Rheinisch-Bergischer Kreis

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  1. Interessant wäre zu erfahren wie viele Stellen wir künftig als steuerzahlende Bürger dadurch zusätzlich zu schultern haben.

    1. Soweit zu sehen ist, hat der Kreis dafür im Moment eine Stelle neu geschaffen, nämlich die des Leiters des Amts für Brand- und Katastrophenschutz. Und diese Funktion übernimmt der bereits vorhandene Kreisbrandmeister.

      Ein bisschen merkwürdig finde ich es trotzdem, bei einer notwendigen und sinnvollen Reorganisation zuerst einmal nach den Kosten zu fragen.