Die Feuer- und Rettungsleitstelle in Bergisch Gladbach-Heidkamp – hier werden rund um die Uhr "112"-Notrufe entgegen genommen und Einsätze des Rettungsdienstes und der Feuerwehren koordiniert. Bildquelle: Rheinisch-Bergischer Kreis/Eva Burger

Mit dem neuen System “Emergency Eye” kann die Feuer- und Rettungsleitstelle des Rheinisch-Bergischen Kreises bereits seit Mai 2020 Notrufende schneller orten. Anfahrtswege können per GPS bestimmt werden. Rettungskräfte gelangen so schneller zum Einsatzort.

Um die Ortung der Anrufenden zu starten, sendet die Leitstelle per SMS einen Link auf das Handy der Notrufenden. Beim Öffnen des Links muss der Lokalisierung zugestimmt werden. Danach erfolgt per GPS eine schnelle Ortung.

„Wir haben bereits sehr gute Erfahrung mit Emergency Eye gemacht. Obwohl die Einsatzzahlen in der Corona-Zeit insgesamt gesunken sind, nutzen wir das System bisher durchschnittlich dreimal die Woche. Ich gehe davon aus, dass wir bald täglich damit arbeiten werden“, so der stellvertretende Leiter der Leitstelle Werner Eichholz.

Weitere Funktionen

Um die Notlage besser einschätzen zu können, kann sich die Leitstelle zusätzlich auf die Handykamera des Anrufenden schalten und ein Live-Video starten. Sollte sich die Leitstelle mit Anrufenden aufgrund von sprachlichen Barrieren nicht verständigen können, kann über das System zudem eine Chat-Verbindung mit Echtzeit-Übersetzungen aufgebaut werden.

Derzeit werden zehn Sprachen vom System erkannt, darunter Englisch, Französisch, Türkisch, Arabisch, Hebräisch und Russisch.

Werner Eichholz, stellvertretender Leiter der Leitstelle des Rheinisch-Bergischen Kreises, zeigt die Funktionen der neuen Software „Emergency Eye“ auf den Einsatzmonitoren, Foto: Rheinisch-Bergischer Kreis/Eva Burger

So geht´s

Eine Vorinstallation auf dem Smartphone ist nicht notwendig. Das Gerät muss jedoch eine Verbindung zum Internet haben. Das System funktioniert auch bei einer geringen Geschwindigkeit.

Sollte die Verbindung dennoch bei einem Einsatz nicht ganz einwandfrei funktionieren, wird der telefonische Kontakt zur Leitstelle nicht beeinflusst. Für die Notrufenden fallen selbstverständlich keine Kosten durch die Datenübertragung an.

„Ich freue mich, dass mit der Nutzung auch die Sicherheit auf unseren Wander- und Fahrradwegen steigt. Damit wird die Qualität der touristischen Freizeitgestaltung im Bergischen Land weiter verbessert“, so Kreisdirektor Dr. Erik Werdel.

RBK

Rheinisch-Bergischer Kreis

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