Symbolischer Spatenstich am AGM. Foto: Stadt GL

Am DBG und OHG konnte die Schulbau GmbH bereits Richtfest feiern, jetzt zieht sie mit dem offiziellen Spatenstich am Albertus-Magnus-Gymnasium (AMG) nach. Auch hier wird ein neues Klassenhaus gebaut, auch hier muss man zum Ende der Sommerferien für die Rückkehr zu G9 fertig sein. Eine knappe Kiste, räumen die Verantwortlichen ein.

Überall das gleiche Problem, der gleiche Zeitdruck: Die weiterführenden Schulen Bergisch Gladbachs sind voll ausgelastet. Trotzdem müssen alle Gymnasien nach diesen Sommerferien mit der Rückkehr zur neunjährigen Gymnasialzeit (G9) eine ganze Stufe mehr aufnehmen. Das ist zwar im Prinzip schon seit 2018 bekannt, doch an einigen Schulen wird bis zur letzten Minute gebaut.

Am AMG wird erst jetzt, knapp acht Monate vor dem Beginn des nächsten Schuljahres, mit dem Bau begonnen. Nach ersten Tiefbauarbeiten feierten jetzt Vertreter:innen der Stadt, der Schulbaugesellschaft, des Bauunternehmens Brüggemann und der Schule den obligatorischen symbolischen Spatenstich.

Bürgermeister Marcel Kreutz nutzte die Gelegenheit, um noch einmal seine Begeisterung für das Tempo des Schulbaus und die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten zu äußern. Das Projekt „AMG-Erweiterung“ kann überhaupt nur gelingen, weil die Stadt erneut auf den bereits bewährten Modulbau und das Unternehmen Brüggemann als Totalunternehmer setzt.

Dennoch gibt es keine Garantie, dass der enge Zeitplan aufgeht.  „Wir bewegen uns zeitlich weiterhin in einem hohen Risikobereich, insbesondere durch mögliche unvorhergesehene Ereignisse im Baugrund“, sagte Sebastian Rolko, Geschäftsführer der Schulbaugesellschaft. Er sei aber „optimistisch, auch weil wir mit einem starken Baupartner arbeiten und die Abläufe eng abgestimmt haben.“

Die Basisdaten des Gebäudes

Das neue Klassenhaus soll auf zwei Etagen und 592 Quadratmetern Fläche genug Platz für die Oberstufe des Gymnasiums bieten. Im Erdgeschoss werden sich vier Klassenräume und ein Differenzierungsraum befinden. Im ersten Geschoss werden diese von zwei Physik-, einem Informatik- und einem Materialraum ergänzt.

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AMG soll im Eiltempo erweitert werden

Die Baugenehmigung liegt noch gar nicht vor – und dennoch ist die Schulbaugesellschaft zuversichtlich, das neue Klassenhaus für das Albertus Magnus Gymnasium in weniger als einem Jahr fertig zu stellen. Dann muss der zusätzliche G9-Jahrgang untergebracht werden. Die Pläne wurden jetzt der Anwohnerschaft und Vertreter:innen beider Schulen vorgestellt.

Das Gebäude wird in der Modulbauweise komplett aus Holz errichtet, mit Wärmepumpe, PV-Anlage sowie Gründach ausgestattet, erfüllt alle energetischen Standards und ist (natürlich) barrierefrei.

In der weiteren Zukunft soll das Bestandsgebäude des AMG grundsätzlich saniert und erweitert werden. Außerdem soll ein Anbau errichtet werden. Wenn der einmal fertig ist, soll der Modul-Bau an die benachbarte Johannes-Gutenberg-Realschule übergeben werden.

DBG Klassenhaus als Blaupause

Das Unternehmen Brüggemann baut aktuell auch das neuen Klassenhaus am DBG, kann also auf viele Pläne und Erfahrungen zurückgreifen.

Auch am AMG wird die Erweiterung auf einer Fläche auf dem hinteren Teil des Geländes gebaut, die früher einmal ein Basketballplatz war, der schon brach lag. Zum Ausgleich verwandelt die Schulbaugesellschaft eine kaum genutzte Grünanlage in eine vielfach nutzbare „Ersatzschulhoffläche“ um.

Außerdem mussten dem Gebäude einige Bäume Platz machen. Diese sollen aber an anderer Stelle dafür neu gepflanzt werden, betont die Stadt in ihrer Pressemitteilung. Auch beim Verlegen von Leitungen gehe man sehr umsichtig vor, um den Baum- und Wurzelschutz zu gewährleisten.

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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