Foto: Klimafreunde Rhein-Berg e.V.

Mit einer öffentlichen Plakataktion in Bergisch Gladbach will der Klimafreunde Rhein-Berg e.V. auf die nicht nachlassende Bedeutung des Klima- und Umweltschutzes aufmerksam machen. Im Februar weisen Plakate in Schaukästen an Bushaltestellen und auf Großflächen auf den dringenden Handlungsbedarf hin und wollen die Bürgerinnen und Bürger zum Mitdenken ermutigen.

Wir veröffentlichen einen Beitrag der Klimafreunde Rhein-Berg

Mit Sorge verfolgen die Aktiven des Vereins Klimafreunde Rhein-Berg die Tendenzen einiger politischer Kräfte, die angestrebte Klimaneutralität hinauszuschieben und im Namen des Wirtschaftswachstums eine Politik des „Weiter-so“ zu propagieren.  Der Klimaschutz der letzten 10 bis 15 Jahre wird dann schon mal leicht als „überbetont“  bezeichnet.

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Foto: Klimafreunde Rhein-Berg e.V.

Die unselige Zielvorgabe der EU, die Klimaneutralität erst in 2050 zu erreichen, gilt einigen als ein anzustrebendes Modell. Aber die näherrückende Klimakatastrophe macht keine Pause. 

Auch einige der geplanten Maßnahmen der Regierung werden sich mit Sicherheit negativ auf das Klima auswirken: Zahlreiche neue teure Gaskraftwerke werden geplant.  Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie BMWE setzt damit auf althergebrachte fossile Stromerzeugung mit CO2-Ausstoß, statt auf moderne mit Nachhaltigkeit. Solar- und Windenergie werden ausgebremst und Klimaziele verfehlt. Ein Schelm, wer dahinter erfolgreiche Lobbyarbeit wittert.

Die Klimafreunde Rhein-Berg mahnen an, den weiterhin dringend notwendigen Klimaschutz nicht zu vernachlässigen. Man kann ihn gar nicht „überbetonen“. Schon im November 2025 haben Aktive des Vereins an vier Tagen in der Stadt mit Mahnwachen an diese Notwendigkeit erinnert.

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Klimafreunde mahnen: Klimaschutz darf kein Auslaufmodell werden

An vier Wochentagen im November haben sich Aktive des Klimafreunde Rhein-Berg e.V. bei Wind und Wetter mit Plakaten und adventlichem Lichterschein zu Mahnwachen in die Fußgängerzone gestellt. Anlass war der von der Politik ausgerufene „Herbst der Reformen“, der – so die Klimafreunde – kein Herbst des Rückschritts beim so notwendigen Klimaschutz werden darf. 

Die Plakate im öffentlichen Raum mit den Bildern der Kinder wollen uns als Erwachsene an unsere Verantwortung für eine kinder- und enkeltaugliche Zukunft erinnern. Denn es gilt „Kinder haften für ihre Eltern“: Wer heute nicht in den Klimaschutz investiert, belastet die nachkommenden Generationen mit einem unerträglichen Schuldenberg und einer zerstörten Welt. 

Wer diese Gedanken teilt, ist herzlich eingeladen, sich im Verein Klimafreunde Rhein-Berg e.V. zu engagieren. Die Klimafreunde bedanken sich zudem bei ihren starken Unterstützern, die diese Plakataktion ermöglicht haben

Die „Klimafreunde Rhein-Berg“, 2019 als Bürgerinitiative ins Leben gerufen, sind seit 2021 ein gemeinnütziger Verein. Gemäß dem Grundsatz „Global denken – lokal handeln“ wollen die Mitglieder vor Ort möglichst viele Menschen für das drängende Thema Klimaschutz sensibilisieren und fürs...

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  1. Tolle Aktion!
    Leider ist offenbar einem viel zu hohen Anteil unserer Politiker*innen die Zukunft ihrer Kinder und Enkel weniger wichtig als der aktuelle Profit und ihre nächsten Wahlergebnisse, anders ist die Rückwärtswendung in Sachen Klimapolitik nicht zu erklären. Und ehe jetzt wieder das Argument kommt, es nütze nichts, wenn nur wir hier in Deutschland und anstrengen, denn China…..: Das ist einfach falsch, wir sind längst nicht mehr der “Klimaschutz-Weltmeister”, sondern nur noch im Mittelfeld. China ist deutlich weiter als wir, nicht nur in der Elektromobilität.
    Übrigens: Vielleicht kennt noch jemand von den Älteren das von Klaus Staeck 1983 entworfene Plakat, das ein aus dem Weltraum aufgenommenes Foto der Erde zeigt, darunter der Slogan: “Die Mietsache ist schonend zu behandeln und in gutem Zustand zurückzugeben”. Hängt bei uns zuhause im Flur, ein Geschenk unserer Töchter. Es täglich anzuschauen, hilft.

  2. Wir brauchen mehr Speicher, nicht mehr EE.

    Dann würden auch keine Anlagen mehr abgestellt werden oder Gaskraftwerke gebraucht werden.

    Und wenn die Katastrophe so nah ist, warum dann keine saubere Kernenergie? Ist die Katastrophe doch nicht so groß?

    1. Ihr Kommentar ist kurz, knapp und irreführend. Wir brauchen beides – mehr Speicher und mehr EE. Alternativ die Kernkraft erneut ins Spiel zu bringen, ist fahrlässig. Wie kommen Sie auf “saubere” Kernenergie? Diese Hochrisiko-Technologie produziert hochradioaktiven Sondermüll, für den es weltweit kein sicheres Endlager gibt. Wollen Sie diesen schon bestehenden Müllberg mit neuen AKWs noch weiter erhöhen? Sie bescheren unseren Kindern, Enkeln und Ur-Enkeln damit eine “strahlende Zukunft”. Auch was die Kosten für diese Technologie betrifft, ist ein Fakten-Check nötig. Die Baukosten für moderne Atomkraftwerke (AKW) sind extrem hoch und steigen bei aktuellen Projekten in Europa und den USA stetig an. Ein einzelner moderner Reaktorblock kostet oft zweistellige Milliardenbeträge.

      Hier sind die wichtigsten Fakten zu den Baukosten:

      Großprojekte (Beispiele):
      Hinkley Point C (UK): Die Schätzungen für den Bau von zwei EPR-Reaktoren sind auf bis zu 46 Mrd. GBP (über 50 Mrd. Euro) gestiegen.
      Flamanville 3 (Frankreich): Der Bau dieses einen Reaktors dauerte 17 Jahre und kostete ca. 23,7 Mrd. Euro.
      Polen: Für das erste geplante AKW werden bis zu 42 Milliarden Euro an Baukosten geschätzt.
      Kosten pro Leistung: Die Investitionskosten (Capital Costs) für neue Kernkraftwerke liegen im Bereich von $5.500 bis über $8.100 pro Kilowatt (kW) installierter Leistung.
      SMR (Small Modular Reactors): Kleinere Reaktoren, die als “Mini-AKW” gelten, werden auf ca. 2 bis 3 Milliarden Pfund pro Stück geschätzt, jedoch gibt es noch keine kommerziellen Erfahrungen, die diese Preise bestätigen.

      Betriebs- und Folgekosten: Neben den Baukosten fallen hohe Kosten für den Rückbau stillgelegter AKW an, die oft im Bereich von einer Milliarde Euro oder mehr pro Werk liegen. Die verbaute “graue Energie” ist nicht recyclebar, sondern Sondermüll.

      Vergleich: Neue AKW sind in der Herstellung oft 2- bis 10-mal teurer als erneuerbare Energiequellen wie Wind- oder Solarenergie. Die Stromgestehungskosten (LCOE) für neue AKW sind deutlich höher als die von Erneuerbaren. Das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft hat in einer Studie die gesamtgesellschaftlichen, realen Kosten verschiedener Energieformen verglichen. Eine Kilowattstunde (kWh) Atomstrom kostet so bis zu 42,2 Cent. Die Windenergie liegt hingegen nur bei etwa 8,1 Cent/kWh. Also haben neue AKWs keinen Nutzen, nur Schaden. Einen toten Gaul satteln zu wollen, ist genauso unvernünftig.

      1. Ein weiterer Punkt, der gegen Kernenergie spricht: Sie erhöht wieder die Abhängigkeit von außereuropäischen Staaten, denn in Europa fördert nur die Ukraine in geringem Umfang Uran. Mit Abstand der größte Uranexporteur ist Kasachstan.

  3. Eine tolle Aktion! Aber die Frage ist, ob man dadurch genug Druck auf Entscheidungsträger-innen in der Politik aufbauen kann. Da denkt man mehr in Wahlperiodenzyklen und nicht weiter darüber hinaus. Arme Kinder, arme Enkel!