Fotos: JMD/KJA

Mit einem farbenfrohen, emotionalen und lebendigen Programm hat der Jugendmigrationsdienst Rhein-Berg seine Arbeit präsentiert. Der Abend unter dem Titel „Einblicke“ brachte Klient:innen, Ehrenamtliche, Mitarbeitende sowie Gäste aus Politik, Verwaltung und der regionalen Beratungslandschaft zusammen und zeigte, wie vielfältig, kreativ und kraftvoll die Arbeit mit jungen Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrung ist.

Wir veröffentlichen einen Beitrag der Katholischen Jugendagentur

Zur Eröffnung des Abends im Hermann-Löns-Forum begrüßte Thomas Fischer-Wesselmann, Geschäftsführer der Katholischen Jugendagentur gGmbH LRO, die Gäste und hob in seiner Ansprache die bedeutende Arbeit der Mitarbeitenden hervor. Besonders betonte er die Rolle des Jugendmigrationsdienstes (JM Rhein-Berg) bei der Unterstützung und Begleitung junger Menschen im Übergang zu Bildung, Ausbildung und gesellschaftlicher Teilhabe.

Durch das Programm führten Khazar Bagheri vom JMD und der Ehrenamtler Dennis Kamberovski.

Anschließend gab Lucrecia López, Einrichtungsleiterin des Jugendmigrationsdienstes Rhein-Berg, einen umfassenden Überblick über das breite Spektrum der Angebote des JMD: von individueller Beratung über Gruppenangebote bis hin zu Projekten zur Demokratieförderung.

Die Angebote des Jugendmigrationsdienstes (JMD), der eine Einrichtung der Katholischen Jugendagentur (KJA) und im Hermann-Löns-Forum in Hand beheimatet ist, finden Sie hier.

Respekt Coach Programm – gelebte Prävention

Die Mitarbeitenden Nina Engelbert und Frederic Jäger stellten die Beratungsarbeit vor – und holten dafür Klient*innen auf die Bühne, die ihre persönlichen Geschichten, Ziele und Perspektiven sichtbar machten. Die Beiträge machten deutlich, wie vielfältig die Hintergründe und Lebenswege der jungen Menschen sind, die im JMD Unterstützung finden.

Khazar Bagheri leitete über zum Thema Respekt-Coach-Programm. Ein Teilnehmer eines ihrer Gruppenagebote berichtete dafür von einem Workshop zum Thema „kritische Männlichkeit“, den er in der Schule besucht hatte. Sein  Beitrag zeigte, wie nachhaltig und lebensnah das Programm junge Menschen erreicht.

Kreative Beiträge aus aller Welt

Ein Höhepunkt des Abends waren die musikalischen und künstlerischen Darbietungen der jungen Teilnehmenden, die alle aus dem Umfeld des JMD kamen. Das Publikum erlebte:

  • einen gefühlvollen Gesangsvortrag aus der Ukraine der Sängerin Leyla,
  • ein Gitarrenstück aus der Türkei von Zidan, 
  • mitreißende Tanzeinlagen der Tanzgruppe „CLAS“
  • einen ausdrucksstarken Solotanz von Sofia
  • sowie einen bewegenden Redebeitrag von Maisam, der eindrücklich über den Alltag in Afghanistan unter der Herrschaft der Taliban berichtete und dabei die Brücke schlug zu den Herausforderungen junger Menschen mit Migrationsgeschichte in Deutschland.  

In einer aktiven Pause konnten sich die Gäste mit leckerem Fingerfood aus Syrien versorgen, in der Kunstausstellung verschiedene Bilder aus der JMD Kunsttherapiegruppe (unter der Leitung von Nataliia Kupina) anschauen und in den Ausgaben des Magazins „Young“ aus der Mädchengruppe aus Kürten (unter der Leitung von Evren Alparslan) blättern.

Rockiger Abschluss mit der Band „LiberTea“

Nach einem Sketch zum Thema „deutscher Behördenwahnsinn“ mit Yaroslav, Adolf und Damir begeisterte zum Abschluss die Rockband LiberTea mit drei energiegeladenen Stücken das Publikum. Die Bandmitglieder, die alle aus der Ukraine stammen, hatten sich über verschiedene Gruppenangebote des JMD kennengelernt – ein lebendiges Beispiel dafür, wie Musik Gemeinschaft schafft und neue Freundschaften entstehen lässt.

Der Abend zeigte: Der Jugendmigrationsdienst Rhein-Berg ist ein Ort, an dem junge Menschen Unterstützung, Perspektiven und Gemeinschaft finden – und an dem Vielfalt gelebt und vor allem gefeiert wird.

Junge Menschen von 6 bis 30 Jahren in ihrer individuellen Entwicklung zu stärken, zu begleiten und zu fördern, das ist das Ziel der Katholischen Jugendagentur Leverkusen, Rhein-Berg, Oberberg gGmbH (KJA LRO).

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