Überfluss auf der einen, Bedürftigkeit auf der anderen Seite: Bei der Bergisch Gladbacher Tafel setzen sich Ehrenamtliche und „Bufdis“ täglich dafür ein, diese Gegensätze miteinander in Einklang zu bringen. Wir haben sie bei der Abholung, Sortierung und Ausgabe der Lebensmittel begleitet – und einen Einblick in das komplexe System erhalten.

Jürgen Guttmann kennt seine Kunden. Und häufig auch deren Wünsche. Trotzdem fragt er zur Begrüßung „Bitte schön, was darf es sein?“ Seine tiefe Stimme klingt beruhigend. „Haben Sie Hähnchen?“, fragt die Frau, die an der Reihe ist. Guttmann nickt und greift ins Kühlregal hinter sich, reicht der Kundin eine Packung. Dann holt der 66-Jährige einen Schokoriegel unter der Theke hervor und gibt es dem Mädchen neben der Frau.

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Jürgen Guttmann bei der Ausgabe von Kühlware. Foto: Thomas Merkenich

„Schöne Woche noch“, verabschiedet er die beiden und wendet sich dem nächsten Kunden zu: „Was darf ich Ihnen Gutes tun?“ Der Mann mit dem langen Rauschebart und der schwarzen Baskenmütze ist seit 2013 regelmäßig bei der Bergisch Gladbacher Tafel im Einsatz.

Meistens ist er für die Kühlware zuständig. Heute hat er unter anderem abgepackte Sandwiches und belegte Brote im Angebot. Und natürlich jede Menge Joghurt, Aufschnitt, Käse. „Was immer gut nachgefragt wird, sind Butter, Eier, Milch und Fisch, am liebsten Lachs.“ 

Unter den Kund:innen gebe es viele Muslime, Schweinefleisch sei für sie tabu. „Auch in manchen Joghurts ist Gelatine, das muss man wissen.“ Guttmann versucht alle Wünsche zu erfüllen. „Ich liebe meine Kunden und gehe mit jedem respektvoll um. Das ist mir ganz wichtig. Sie sollen sich doch nicht schämen.“ 

Komplexe Organisation der Tafel

Es ist Dienstagnachmittag. Vor der Tür des Tafel-Gebäudes in einem Hinterhof an der Kalkstraße stehen Dutzende Menschen Schlange. Viele haben Einkaufstrolleys dabei. Noch sind diese leer. Später, wenn sie die einzelnen Stationen der Tafel-Ausgabe durchlaufen haben, kommen sie am Seitenausgang mit einem vollen Trolley (oder anderen Taschen) wieder heraus. 

Der Ablauf der Ausgabe folgt einem ausgeklügelten und komplexen System. Wie auch die gesamte Organisation der Bergisch Gladbacher Tafel. Über 200 Ehrenamtliche engagieren sich, um wöchentlich bis zu 900 Personen mit Lebensmitteln zu versorgen. 

„Bufdis“ kümmern sich um alles

„Hinter jeder Ausgabe stehen zwei Tage Arbeit. Montags um 8 starten wir die erste Tour, um Lebensmittel für die Ausgabe am Dienstag einzusammeln“, sagt Oskar Breideneichen, der sich mit der Tafel inzwischen bestens auskennt. 

Der 18-Jährige macht hier seit einem knappen Jahr seinen Bundesfreiwilligendienst und ist einer von aktuell fünf „Bufdis“. Während sich die Ehrenamtlichen zwischen einigen Stunden im Monat bis zu mehreren Tagen in der Woche engagieren, arbeiten die Bufdis Vollzeit.

“Bufdi” Oskar Breideneichen, Foto: Thomas Merkenich

Die Aufgaben der Tafel sind unterteilt in die Bereiche Touren, Sortierung, Ausgabe und Verwaltung. „Wir Bufdis machen alles“, erklärt Breideneichen. Sie steuern mit Lastwagen Supermärkte an, um die Ware abzuholen. Sie sortieren verdorbene Lebensmittel aus, räumen sie in Kisten und Regale, geben sie an die Kund:innen aus, die sich vorab angemeldet haben. 

„Die Tafel in Bergisch Gladbach ist personell gut aufgestellt und organisiert. Das ist nicht überall so, wie ich von Bufdis weiß, die in anderen Städten bei der Tafel arbeiten“, sagt Breideneichen. Er ist heute mit zwei Ehrenamtlichen für Tour 5 eingeteilt.

Festgelegter Tourenplan

Das Einsammeln der Lebensmittel erfolgt nach einem festgelegten Tourenplan: Montags bis samstags sind Tafel-Mitarbeiter:innen mit zwei Lastwagen unterwegs und holen Lebensmittel von 45 Geschäften ab, die diese nicht mehr verkaufen. Etwa weil das Haltbarkeitsdatum (fast) erreicht ist, einzelne Teile oder die Verpackung beschädigt sind.

Nicht jeden Tag sind die gleichen Läden dabei. Ein Klick auf das Tablet zeigt, welche Geschäfte auf welcher Tour angesteuert werden und wo sich diese befinden. „Man lernt die Stadt und alle Straßen gut kennen“, sagt Breideneichen.

Während er und sein Beifahrer Manfred „Manni“ Jäger auf den Fahrer warten, bereiten mehrere Ehrenamtliche die Ausgabe vor, die in rund zweieinhalb Stunden startet. Sie verschaffen sich einen Überblick über die Menge der Lebensmittel, die bereits da sind, räumen Konserven und haltbare Waren in Regale, stellen Körbe bereit, in die die Kund:innen später ihre Waren legen können. 

Lebensmittel einsammeln

Der eingeplante Fahrer fällt aus, kurzfristig springt Bufdi Clemens Hochreuter ein. Erste Station ist ein Lidl in Bensberg. Hochreuter parkt den Lkw am Seiteneingang, Breideneichen betritt das Geschäft durch den Haupteingang. „Die Tafel ist da“, ruft er einer Mitarbeiterin zu. Sie begleitet ihn zu einer alarmgesicherten Tür und öffnet diese mit einem Chip. 

„10 Kisten“, ruft Breideneichen nach einem kurzen Blick auf die Kartons, die sich im Lagerraum neben dem Ausgang stapeln. Sie sind für die Tafel-Abholung vorbereitet. Seine beiden Kollegen haben sich Handschuhe übergezogen und tragen zehn leere Kisten ins Lager, in das sie die unbeschädigten und noch haltbaren Lebensmittel für den Transport räumen. 

Das trifft bei weitem nicht auf alles zu. Die Ehrenamtler sortieren schon in den Lagern und auf den Parkplätzen der Geschäfte viele Lebensmittel aus, wie sich im Laufe der Schicht noch zeigen wird. Verschimmelte Tomaten oder matschige Beeren gehören dazu. 

Gesundheitsschutz und Hygieneschulung

„Wir haben strenge Auflagen in Sachen Gesundheitsschutz“, sagt Breideneichen. Alle neuen Mitarbeiter müssen eine Hygieneschulung durchlaufen. „Wir haben eine große Verantwortung unseren Kunden gegenüber und geben nur qualitativ einwandfreie Lebensmittel heraus.“

Salat mit Wurzeln und Erde dürfen etwa nicht von der Tafel ausgegeben werden. Anders sei es bei einem Netz mit Orangen, von denen eine zerdrückt ist: „Der Supermarkt kann das so nicht mehr verkaufen. Wir können die kaputte Frucht aussortieren und die intakten noch verteilen.“

Wir retten viele Lebensmittel, aber leider müssen wir auch viel wegwerfenOskar Breideneichen

Als nächstes steuern die Männer einen Edeka-Parkplatz an. „Lebensmittel retten. Menschen helfen“ ist auf dem Lastwagen neben dem orangefarbenen Tafel-Logo zu lesen.

Unter anderem wartet hier ein Einkaufswagen voller Kühlware auf die Tafel-Mitarbeiter – neben Fisch und Fleisch ist auch abgelaufene Milch darunter. Die Ehrenamtler stellen sie zusammen mit anderen Dingen in Kartons zurück vor das Lager. „Das erspart der Tafel Müllkosten“, sagt Jäger.

Auf ihrer weiteren Tour schleppen die Männer unzählige Kisten, schieben Rollwagen aus Lagern heraus, sortieren mit geübtem Blick matschiges Obst aus, füllen Mülltonnen mit verschimmelten Lebensmitteln, stapeln leere Kartons. „Wir retten viele Lebensmittel, aber leider müssen wir auch viel wegwerfen“, sagt Breideneichen. Dabei gehen die Lebensmittel vor der Ausgabe in die eigentliche Sortierung. 

Sortieren der Lebensmittel

Zurück am Tafel-Standort an der Kalkstraße hieven die Helfer die Lebensmittel-Kisten auf Rollwagen und fahren sie in das Gebäude. Dort geht es zu wie in einem Bienenstock. Ehrenamtliche und Bufdis wuseln umher. Jede und jeder scheint genau zu wissen, was wo zu tun ist.

Während im vorderen Bereich schon die Ausgabe beginnt, arbeiten im hinteren Bereich, für die Kund:innen nicht sichtbar, acht Ehrenamtliche an Sortiertischen. Neben jedem Tisch steht eine Mülltonne mit aufgeklapptem Deckel. Die Sortierer:innen prüfen alle Lebensmittel, entfernen welke Salatblätter und entscheiden, was in die Ausgabe und was in den Müll wandert. 

Die Ausgabe läuft nach einem festgelegten Schema ab. Alle Kund:innen bekommen am Eingang einen Rollwagen, auf denen zwei blaue und eine graue Kiste gestapelt sind. Zuerst kommt das „Lädchen“ mit der Sonderware, die Breideneichen vertretungsweise für einen Kollegen ausgibt. Heute sind es Eier, haltbare Milch, Speiseöl und Süßigkeiten. „Die hat die Tafel von Spenden gekauft.“

Wer wieviel bekommt

Weiter geht es von Brot und Backwaren ganz links über Obst und Gemüse bis hin zur Kühltheke auf der rechten Seite zu Jürgen Guttmann mit dem Rauschebart. Je nach Station dürfen die Kund:innen eine bestimmte Anzahl auswählen, zum Beispiel zwei Sorten Gemüse. Die Menge richtet sich nach der Größe des Haushaltes und danach, wieviel an dem Tag vorrätig ist. 

„Neulich hatten wir Bananen ohne Ende, heute haben viele Orangen“, sagt Ingrid, die für Obst und Gemüse zuständig ist. Sie ist „über 80“, wie sie sagt und seit 2011 als Ehrenamtliche bei der Tafel aktiv. „Die Arbeit hier macht Spaß und hält fit.“ Die Kund:innen seien überwiegend freundlich und dankbar. Einige seien selbst als Helfer:innen im Einsatz. 

Manni Jäger hat jetzt Feierabend. Es ist 15 Uhr, angefangen hat er um 9.30 Uhr mit dem Sortieren von Lebensmitteln. Der 69-Jährige ist „seit über 10 Jahren“ bei der Tafel als Helfer im Einsatz, so genau kann er das nicht sagen. Viermal in der Woche ist er auf Touren dabei. „Meine Frau meckert schon und sagt, dass ich mit der Tafel verheiratet bin.“

Ablauf der Lebensmittel-Ausgabe

Ein rotierendes System regelt die Lebensmittel-Ausgabe. Alle Kund:innen sind einer festen Gruppe zugeteilt. In einem Plan können sie nachsehen, an welchem Tag und zu welcher Uhrzeit sie an welcher Ausgabestelle dran sind. Dienstags und samstags finden die Ausgaben in der Gladbacher Innenstadt statt, donnerstags in Bensberg. 

Heute sind als erste die Gruppen A1 und A2 von 14.15 bis 14.55 Uhr dran, E3 und E4 als letzte von 16.55 bis 17.30 Uhr. „Das wechselt wöchentlich, so dass alle mal zuerst und mal zuletzt dran sind“, erklärt Breideneichen.

Zahlen und Fakten: Die Bergisch Gladbacher Tafel

Seit August 2007 gibt es die Bergisch Gladbacher Tafel in der Kalkstraße Lebensmittel an berechtigte Personen ab. Seit 2011 gibt es die weitere Ausgabestelle in der Reginharstraße.

7.492 Haushalte mit insgesamt 15.030 Personen haben seitdem einen Kundenausweis der Bergisch Gladbacher Tafel erhalten.

Bis zu 380 Haushalte mit bis zu 900 Personen holen aktuell pro Woche Lebensmittel an den beiden Ausgabestellen ab. Ein großer Anteil der Tafel-Kund:innen sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.

226 ehrenamtliche Mitarbeiter arbeiten bei der Tafel. Dazu kommen bis zu 7 Bundesfreiwillige. Aktuell sind es 5. Davon sind einige selbst Kund:innen. Im Durchschnitt leisten sie jeweils 8 Stunden im Monat.

Die Lebensmittel werden von 45 Geschäften und einem Lebensmittelhersteller gespendet.

Die Bergisch Gladbacher Tafel finanziert sich ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und den 2 Euro, die jeder Haushalt für jede Abgabe bezahlt. Der Verein Bergisch Gladbacher Tafel e.V. hat 97 Mitglieder.

Einmal pro Woche können die Kund:innen zur Ausgabestelle nach Bensberg oder Gladbach kommen, je nachdem, welche Postleitzahl sie haben. Nach fünf Wochen müssen sie eine Woche pausieren, weil die Anzahl der Kund:innen so hoch ist. „Immerhin: Aktuell haben wir keine Warteliste und können weiterhin neue Kunden annehmen“, sagt Breideneichen. In anderen Kommunen sei das nicht immer der Fall.

Nachweis über Bedürftigkeit

Auch an diesem Tag gibt es mehrere Neuanmeldungen in der Verwaltung, darunter eine Familie aus Afghanistan mit drei Kindern. Wer Lebensmittel bei der Tafel erhalten möchte, braucht einen Kundenausweis. Dafür muss er oder sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen, die auf der Internetseite der Gladbacher Tafel nachzulesen sind.

Als Nachweise gelten beispielsweise Bescheide über Bürgergeld oder andere Sozialleistungen, Renten- und Verdienstnachweise. Die Einkommensgrenzen hängen von der Haushaltsgröße ab. Die Ausweise werden für eine bestimmte Dauer ausgestellt. Wenn diese ablaufen, müssen die Kund:innen erneut einen Nachweis vorlegen. 

Am Eingang scannt ein Tafel-Mitarbeiter den Kundenausweis und gibt einen farbigen Zettel mit den Zahlen 1 bis 7 heraus, abhängig von der Größe des Haushaltes, den die Kund:innen an den einzelnen Stationen zeigen. „Die meisten sind Alleinstehende oder zwei Personen. Großfamilien sind nur wenige dabei“, sagt eine Ehrenamtliche. Pro Haushalt zahlen die Kund:inn zwei Euro. Neben Spenden und Mitgliedsbeiträgen, über die sich die Tafel finanziert, sind diese Abgaben eine weitere Finanzierungsquelle. 

Während draußen noch Kund:innen Schlange stehen, sind die Sortierer um 16 Uhr fertig mit ihrer Arbeit. „Wir waren spät dran heute, weil ein Fahrer ausgefallen ist“, sagt eine Helferin. Die Ausgabe läuft noch bis 17.30 Uhr. Alles hängt miteinander zusammen, die Tafel ist ein komplexes System. Und eines, in dem ein respektvoller Umgang miteinander an jeder Stelle spürbar wird. 


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ist seit 2024 Redakteurin des Bürgerportals. Zuvor hatte die Journalistin und Germanistin 15 Jahre lang für den Kölner Stadt-Anzeiger gearbeitet. Sie ist unter anderem für die Themen Bildung, Schule, Kita und Familien zuständig und per Mail erreichbar: k.stolzenbach@in-gl.de

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  1. Dass es nach mehr als 50 Jahren Wohlstandsbürgertum noch immer Obdachlose, verarmte Alte und Familien mit Kindern unterhalb der Armutsgrenze gibt und deren Anzahl nicht kleiner, sondern größer wird, ist eine Schande für unsere Gesellschaft!

    Dass sich eine Friedrich-Merz-Bundesregierung seit Monaten ihrer Erfolge rühmt, eine handvoll Sozialbetrüger in den Griff zu bekommen, indem sie mit einer alles entscheidenden Bürgergeldreform die schwer angeschlagenen Staatskassen vor dem Schuldenchaos bewahrt, ist ein Schlag in das Gesicht eines jeden demokratisch engagierten Wählers! Das ist auch keine Frage des Parteibuchs…

    Die Bürgergeldreform bringt finanziell überhaupt nichts – oder hat sich schon mal jemand deren Erfolgsrechnung mal etwas genauer angesehen? Sie hatte nur eine einzige Aufgabe: Der Ruf nach höherer Erbschafts- und einer Vermögenssteuer (die ihrem Namen gerecht werden könnte), sollte aus den Nachrichten verdrängt werden. Mit Erfolg, wie sich zeigt!

    Nur 1 % des Wohlstandseinkommens reichen aus, um die Einkommenssituation aller prekären Haushalte zu Verdoppeln!!! Das ist mathematisch bewiesen.

    Sogar Millionäre und Großverdiener, welche ihre Erträge mit Würde verdienen, empfinden die Falschverteilung der Produktivgewinne als schweren Systemfehler.

    Über all das sollten alle Bürger, welche bereit sind soziale Verantwortung zu übernehmen, an der Wahlurne noch einmal gründlich nachdenken…

    Den ehrenamtlichen Mitarbeitern der Tafeln und Obdachlosenhilfen zolle ich meinen tiefen Respekt – auch den Hauptamtlichen, die es ja auch gibt.

    MfG Dieter Richter