Was verbirgt sich hinter den Kulissen eines Museums? Das Schulmuseum Bergisch Gladbach beantwortet die Frage und lädt zu einer außergewöhnlichen Entdeckungsreise ein. Unter dem Titel „Was sich angesammelt hat …“ präsentiert das Haus in Katterbach seltene, ungewöhnliche und längst vergessene Objekte, die sonst im Verborgenen schlummern. Unser Fotograf hat einen ersten Blick in die Ausstellung geworfen.



Der Grundstein der Sammlung des Schulmuseums wurde bereits in den 1960er-Anfangsjahren von seinem Gründer Carl Cüppers gelegt. Durch eine aktuelle Inventur traten nun zahlreiche überraschende Fundstücke aus mehr als 60 Jahren wieder ans Licht.
Schulmuseum Katterbach – Sammlung Cüppers
Kempener Straße 187, Bergisch Gladbach-Katterbach
Tel. 02202 84247
info@das-schulmuseum.de
Website
Eintritt: 3 Euro, ermäßigt ein Euro
Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag, 10 bis 12 Uhr
An Feiertagen und während der Schulferien in NRW ist das Museum geschlossen. Besuche von Gruppen sind nach Vereinbarung jederzeit möglich.
Die Sonderausstellung zeigt eine charmante und skurrile Auswahl: Von historischen Alltagsgegenständen über kuriose Lehrmittel bis hin zu echten Raritäten erzählen die Objekte lebendige Geschichten vom Schulalltag vergangener Zeiten.

Was in drei Einmachgläser passt: Drei große Einmachgläser voller Knöpfe stehen gleich zu Beginn der Ausstellung. Sie veranschaulichen auf einfache Weise die Dimension des Archivs: Jeder Knopf steht für zehn Objekte beziehungsweise Bücher oder für eine Filmrolle. Wie groß der Bestand tatsächlich ist, wurde dem Leiter Dominik Olbrisch erst bewusst, als er vor rund anderthalb Jahren damit begann, das Depot systematisch zu sichten und zu inventarisieren.
Dabei stieß er nicht nur auf historische Lehrmittel, sondern auch auf Fundstücke, deren Herkunft oder ursprünglicher Einsatz heute kaum noch zu klären sind. Dass eine lebensgroße Krokodilshaut oder eine Dampfmaschine einst im Unterricht Verwendung fanden, erscheint noch plausibel.
Warum sich jedoch das bleischwere Gegengewicht eines Aufzugs im Archiv befindet, bleibt bis heute offen. Genau diese kleinen Rätsel verleihen der Ausstellung ihren besonderen Charme.




Die Schau versteht sich bewusst als „Werkstattblick“ und Work in Progress, erklärt Dominik Olbrisch, seit anderthalb Jahren Leiter des Museums. Sie werfe essenzielle Fragen auf: Wie ist eine solche Sammlung aufgebaut? Was befindet sich in den Depots und wie weit ist die Inventarisierung vorangeschritten?
Fünf Jahre nach der Neugestaltung der Dauerausstellung in der ehemaligen Lehrerwohnung Katterbach geht das Museum damit den nächsten großen Schritt. Während die Dauerausstellung nur einen Bruchteil der Schätze zeigt, öffnet das Haus nun sein Archiv für die Stadtgesellschaft.



Die Ausstellung ist Bestandsaufnahme und Startschuss zugleich: Sie markiert den Auftakt für künftig wieder regelmäßig wechselnde Sonderpräsentationen. Die Ausstellung ist noch bis zum 7. Februar 2027 zu sehen.
Begleitprogramm
- 3.9.: Einschulung – Langer Donnerstag (Aktionstag zum Schulstart)
- 6.9.: Familiensonntag (Eintritt frei)
- 4.10.: Familiensonntag (Eintritt frei)

Es war eine großartige Eröffnung. Danke an Dominik Olbrisch und sein gesamtes Team für liebevolle kreative und Aufarbeitung “alter” Schätze. Ich kann das Schulmuseum nur empfehlen. Es gibt viel zu entdecken. Für große und kleine Besucher:innen.
Das ist ja schön! Ich kann mich noch erinnern, dass Herr Cüppers einmal als Schulrat unsere Grundschulklasse besuchte – da hatte sogar unser Lehrer vorher ein wenig Bammel. Wir erlebten dann einen freundlichen älteren Herrn (aus unserer Sicht, er kann damals noch keine 50 gewesen sein), den wir auch gerne weitere Male begrüßt hätten.