Rund 200 Menschen sind am Donnerstagabend zum Schloss in Bensberg gekommen, das zum Treffen von Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuele Macron von einem sehr großen Polizeiaufgebot abgesperrt war. Darunter Schaulustige, viele Jugendliche und ein spontan formiertes „Bündnis gegen Sozialreformen“. Eine Fotoreportage.
Von Hubschraubern keine Spur, als der Konvoi schwarzer Limousinen mit Bundeskanzler Friedrich Merz gegen 18 Uhr von der Kadettenstraße in den Hof des Grandhotel Schloss Bensberg einbog. Das Schloss selbst war von einem sehr großen Aufgebot der Bereitschaftspolizei und von Beamten der Polizei Rhein-Berg gesperrt, doch die Schaulustigen konnten zunächst bis zum Eingangstor spazieren. Zu diesem frühen Zeitpunkt waren es vor allem Bensbergerinnen und Bensberger, die einen kurzen Blick auf das Geschehen werfen wollten.
Frankreichs Staatspräsident Emanuelle Macron dagegen verspätete sich deutlich und traf mit seiner Kolonne erst gegen kurz vor acht am Schloss ein. Dort hatte Marcel Kreutz, angetan mit der schweren goldenen Bürgermeisterkette, zuvor Gelegenheit für ein kurzes Gespräch mit Merz „über die finanzielle Lage der Kommunen in Deutschland und die aktuellen Herausforderungen“. Auch Vertreter:innen der Bergisch Gladbacher CDU trafen sich mit dem Kanzler.
Etwas weiter unten auf der Schlossstraße vor dem Amtsgericht hatte sich das „European Peace Projekt“ um die Künstlerin Isabelle Casel aufgebaut, um mit dem unübersehbaren Schriftzug „Frieden“, mit dem Verlesen von Manifesten, Tanz und Musik für den Frieden in Europa (und bedingungslose Gespräche mit Putin) zu werben.
Die Polizei zog den Sicherheitsstreifen um das Schloss nun weiter, die nach und nach eintreffenden Demonstranten und viele jugendliche Schaulustige wurden ein Stück weit die Schlossstraße hinab gebeten. Der Autoverkehr auf der Kadettenstraße blieb die ganze Zeit frei und selbst auf dem steilen Stück der Schlossstraße hinauf zum Schloss drängten sich noch lange Autos durch die Menge.
Hier versammelten sich gut 120 Personen, die dem Aufruf des „Bündnis gegen Sozialreformen“ gefolgt waren, viele davon mit Plakaten und Transparenten. Lena Müllhäuser, Psychotherapeutin in Bensberg, berichtete, dass sich das Bündnis in den vergangenen Tagen spontan gegründet hatte – um gegen die Honorarkürzungen für Psychotherapie und die Sozialreformen zu protestieren.
Den Kern dieser Demo bildete das Netzwerk der niedergelassenen Psychotherapeuthen Rhein-Berg. Sie sehen durch das Reformpaket die Grundversorgung der Menschen bedroht und kämpfen gegen die geplanten Kürzungen.
Die Linke Rhein-Berg und „Rösrath for Future“ hatten sich angeschlossen und stellten ebenfalls Redebeiträge, die vom Kampf gegen den Kapitalismus bis zum Schutz des Planeten reichten. Lautstark skandierten die Gruppe zum Abschluss „SchMerz lass nach“.
Weiter oben, an der Kadettenstraße, hatten sich vor allem Jugendliche eingefunden. Als der Konvoi von Macron eintraf, den viele offenbar für die Kolonne von Merz hielten, ertönte der vielfache Ruf „Raus aus Bensberg“.
Die diversen Veranstaltungen verliefen friedlich. Die Polzei holte lediglich zwei junge Männer aus der Menge, die offenbar dem linken Spektrum angehörten. Gegen sie wurde Anzeige wegen Beleidigung und Nötigung erstattet.


Fotos: Bundespresseamt
Im Schloss präsentierte Bürgermeister Marcel Kreutz den Gästen das Goldene Buch der Stadt, in das sich Präsident Macron und Kanzler Merz eintrugen – dann ging es zum Abendessen ins Sterne-Restaurant. Draußen zerstreute sich die Menge rasch, einige trafen beim Griechen oder Italiener wieder.
Merz und Macron, Kreutz und Kette
Am Rande der deutsch-französischen Konsultationen in Schloss Bensberg hatte auch Bürgermeister Marcel Kreutz einen kurzen Auftritt mit Kanzler Merz und Präsident Macron. Über die drei Herren ist alles bekannt – aber was hat es eigentlich mit dieser goldenen Kette auf sich, die für diesen besonderen Anlass aus dem Tresor geholt worden war?









































Man stelle sich vor, A. Weidel und M. Le Pen hätten sich auf Schloss Bensberg getroffen….. dann ….
Das kann leider alles noch auf uns zukommen, wenn die Damen und Herren der Regierung solche Bilder in einem Luxusschloss zeichnen.
Merz und Macron entfernen sich immer weiter von der Lebenswirklichkeit der Bevölkerung. Was die Wähler:innen wahrnehmen, ist folgendes Bild: Mit dem Hubschrauber ins Luxushotel, ein exklusives Abendessen vom Zwei-Sterne-Koch und Zimmer mit Aussicht auf den Dom. Getreu dem Motto: „Mitnehmen, was geht – erst recht, wenn andere zahlen.“
Das ist überhebliche Respektlosigkeit in Reinform. Da kann ich die Wut derjenigen absolut verstehen, die sich täglich krummlegen, um nur ihre Monatsmiete zusammenzukratzen, während Merz diesen Betrag für eine einzige Nacht in einem Zimmer verpulvert …
Wer so arrogant und respektlos mit der Bevölkerung umgeht, muss sich nicht wundern, dass die Umfragewerte in Frankreich und Deutschland stramm nach rechts zeigen. Leider gelingt es SPD, Grünen und Linken bisher kaum, die Wut und Angst der Menschen aufzufangen. So stehen tatsächlich alle Zeichen auf Sturm.
Vielleicht nehmen sich Weidel und Le Pen in 4 Jahren genau dieses Treffen zum Vorbild und statt einer Gegendemo, gibt es dann eine Begrüßungskundgebung der Faschisten. Wenn die Regierungen in Bund und Land so weiter machen, ..
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Tomás M. Santillán – Mitglied des Stadtrats Bergisch Gladbach Die Linke
Im Vereinnahmen anderer Gruppierungen sind sie wohl ganz groß.
SPD und Grüne würde ich mal aussen vor lassen.
Das sind wie die CDU seriöse Parteien die sehr ernst zu nehmen sind, und denen ich großen Respekt zolle.
Bei den Populisten von links und rechts sieht dies für mich anders aus
Luxus für die Mächtigen – Sparappelle für die Bevölkerung
Der Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron auf Schloss Bensberg soll ein Zeichen für Europa sein. Die Bilder sind perfekt inszeniert: Staatsprunk, ein gewaltiges Sicherheitsaufgebot und eines der teuersten Luxushotels Deutschlands als Kulisse.
Doch die entscheidende Frage lautet: Was kostet dieses Treffen die Steuerzahler?
Offizielle Zahlen gibt es nicht. Berücksichtigt man Hotel, Delegationen, Organisation und den enormen Sicherheitsaufwand, erscheint eine Gesamtsumme von rund einer Million Euro durchaus realistisch. Es handelt sich um eine Schätzung – sie verdeutlicht aber die Größenordnung eines solchen Staatsbesuchs.
Eine Million Euro für einen lockers Treffen von wenigen Stunden.
Während Millionen Menschen unter steigenden Mieten, hohen Lebensmittelpreisen und Sparprogrammen leiden, trifft sich die politische Elite im Luxus. Dieser Kontrast wirkt nicht nur abgehoben, sondern geradezu zynisch arrogant. Wer der Bevölkerung Verzicht predigt, sollte selbst mit gutem Beispiel vorangehen.
Es geht nicht um Neid. Es geht um Glaubwürdigkeit.
Besonders fragwürdig ist die Wahl des Veranstaltungsortes. Der Bund verfügt mit der Villa Hammerschmidt in Bonn (nicht weit) über einen repräsentativen Amtssitz, der jahrzehntelang für Staatsbesuche und hochrangige politische Gespräche genutzt wurde. Warum also ein Luxushotel? Ein Treffen in der Villa Hammerschmidt hätte denselben politischen Zweck erfüllt, wäre dem Anlass angemessen gewesen und hätte in Zeiten sozialer Unsicherheit ein deutlich bescheideneres und glaubwürdigeres Signal ausgesendet.
Stattdessen fällt die Entscheidung für ein exklusives Grandhotel – und damit für ein Bild, das viele Menschen als Symbol einer politischen Elite wahrnehmen, die sich immer weiter von ihrer Lebenswirklichkeit entfernt. Das ist Respektlosigkeit in Reinform.
Schloss Bensberg steht damit sinnbildlich für eine Politik, in der für die Mächtigen offenbar andere Maßstäbe gelten als für die Bevölkerung: Luxus für die Regierungsspitze, Sparappelle für alle anderen. Genau dieser Widerspruch zerstört Vertrauen in die Politik.
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Tomás M. Santillán – Mitglied im Stadtrat Bergisch Gladbach Die Linke
Marcel Scharge sagt:
17. Juli 2026 um 11:58
…….. sorry Herr Scharge, aber wenn ich Ihren Beitrag lese, gewinne ich den Eindruck, dass dem Vorstand des Kreisverbandes der Partei <Die Linke<, dem Sie als Kreisschatzmeister wohl angehören, heute morgen jemand etwas in den Kaffee getan haben muss – und Ihrer Parteikollegin Winterscheid ebenso. Ihre parteipolitischen Beiträge vermitteln nur Weltuntergangsstimmung, wo heute doch ein so schöner Tag ist.
Hätten Sie die Zeit nach 1945 bis zu Ihrer Geburt so erlebt wie ich, wüßten Sie und Ihre Genossen, dass die heutige Situation den vorangegangenen Jahrgängen paradisisch vorgekommen wären. Dass in unserem Staat nicht alles Gold ist, was glänzt oder auch nicht, wissen alle mündigen Bürger auch so.
Meine Bitte an Sie und Ihre Parteifreundin: Lassen Sie doch bitte Ihre überzogenen Kommentare sein – sie langweilen nur!
Ich finde den Beitrag gut und gar nicht langweilig. Endlich mal keine CDU Schleimerei, sondern kritisch und wahrheitsgetreu. Es liegt soo viel im Argen!
Um die Demokratie muss man kämpfen; sie bleibt nicht von selbst. Und es lohnt sich!
Das Wort „wahrheitsgetreu“ ist in diesem Zusammenhang allerdings mehr als diskussionswürdig.
Schön wäre, wenn Herr Merkenich heute noch einmal an den Platz des Geschehens zurückkehrt und Fotos von den Hinterlassenschaften der “Demonstranten” macht und die Verantwortlichen für die Kosten der Beseitigung des Mülls durch die Stadt herangezogen werden.
Ich war bis etwa 22 Uhr vor Ort. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Kundgebungen bereits aufgelöst. Dabei habe ich persönlich keine nennenswerten Hinterlassenschaften oder Vermüllung festgestellt.
Im Gegenteil: Mein Eindruck war, dass sich die Teilnehmenden insgesamt sehr diszipliniert verhalten haben – die vorgegebenen Bereiche wurden eingehalten, die Straße blieb frei und Schilder sowie Transparente wurden beim Verlassen wieder mitgenommen.
Das schließt natürlich nicht aus, dass später oder an anderer Stelle noch Müll angefallen ist. Das habe ich jedoch selbst nicht beobachtet. Ich glaube allerdings nicht, dass sich mögliche Einzelfälle mit den Müllmengen vergleichen lassen, die beispielsweise nach Karnevalsveranstaltungen oder Fußballspielen regelmäßig anfallen.
Lieber Herr Merkenich, ich kann dem Ersteller des Kommentars nur beipflichten.
Ich war heute Nachmittag selbst vor Ort und war von den Hinterlassenschaften mehr als erschrocken. Diese Hinterlassenschaft von Plakat und dem selben Haufen Windeln an genau der Stelle wo ihr Foto in ihrem Beitrag entstand, ist bis heute Spätnachmittag so geblieben.
Da Sie zuvor Fotos davon erstellt haben, ist es mir schleierhaft wie sie im späteren Verlauf der Auflösung der Menschen-Gruppierungen diese einfach übersehen haben sollten.
Man stolperte sprichwörtlich über den Haufen beim benutzen des Gehweges.
Ich selbst hatte daraufhin heute Nachmittag ihr Redaktionsteam angeschrieben, weil mich das genauso geärgert hat.
Am Ende habe ich den Haufen eingesammelt und entsorgt.
Also zu übersehen war das nun ganz bestimmt nicht.
Das ganze steht in keinster Weise zur schmälerung von Meinungsfreiheit oder auf das Recht der Versammlung. Ganz im Gegenteil, aber Müll in dem Ausmaß zu hinterlassen, das stellt so eine Demonstration in kein glaubwürdiges Licht.
Am Ende ist es doch auch nicht wichtig ob gesehen oder nicht.
Das gehört sich einfach nicht und fern von jeglicher Form eines vernünftigen Miteinander.
Und ja Karneval und Fußball ist natürlich da nicht besser, aber in diesem Fall geht es auch nicht darüber.
Mit dieser Argumentation lässt sich jede Kritik aushebeln, da es immer einen Fall geben wird, der im Verhältnis nichtig erscheint.
Lieber Herr Flosbach,
vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Offenbar ist diese Installation tatsächlich nach Ende der Versammlung nicht entfernt worden. Das ist ärgerlich und rücksichtslos. Ich hatte das so nicht wahrgenommen und war davon ausgegangen, dass sie – wie die übrigen Materialien – noch abgebaut würde.
Mein ursprünglicher Kommentar bezog sich allerdings auf meinen Gesamteindruck der Demonstrationen. Ich war rund vier Stunden vor Ort und habe die Aktionen und Kundgebungen insgesamt als sehr geordnet erlebt. Deshalb konnte ich die pauschale Darstellung, die Demonstrierenden hätten den Ort vermüllt und erhebliche Reinigungskosten verursacht, aus meiner eigenen Beobachtung nicht nachvollziehen.
Dass diese Installation hätte entfernt werden müssen, steht für mich ebenso außer Frage wie die Tatsache, dass auch vereinzelte Infoblätter nicht hätten liegenbleiben dürfen. An meinem Gesamteindruck der Veranstaltung ändert das allerdings nichts.
Ich meine zu wissen, dass eine Demonstration durch einen Verantwortlichen beantragt werden muss. Diesen wird man ja vermutlich ganz leicht für die Kosten der Müllentsorgung heranziehen können. Hoffentlich wird das auch gemacht, um die Allgemeinheit zu entlasten.
Eine Mischung aus unterstützenswerten und gruseligen Ansichten und Personen lässt sich den Bildern entnehmen. Ich finde da sollte schon mal jeder für sich selbst prüfen, mit wem und welchen Inhalten er oder sie sich dort gemein macht, wenn keine Abgrenzung stattfindet.
Zur Diskussion unten um den Begriff “menschenverachtend”: Ohne der Linken hier zu sehr zur Seite springen zu wollen ist es doch bezeichnend, dass die ca. 3.000 Todesopfer jährlich allein auf den Seerouten durch die europäische Abschottung offensichtlich so sehr normalisiert und/oder verdrängt sind, dass reflexartig “geh doch nach drüben” geschrien wird, wenn man das nennt, was es ist: menschenverachtend. Ebenso bezeichnend, dass diese Menschen der Linken zumindest hier ebenfalls nicht in den Sinn kommen, wenn sie ihre Wortwahl begründen soll.
Anlass der Proteste ist v.a. das “Reformpaket”, das Gesundheitsversorgung und Arbeitsbedingungen für viele Menschen massiv verschlechtert. Diese Politik ist nicht nur sozial unausgewogen und ökonomisch dumm, sondern auch politisch brandgefährlich, da sie die Unzufriedenheit mit den “etablierten” Parteien weiter verstärkt. Man kann sie m.E. durchaus als ‘menschenverachtend’ bezeichnen, auch wenn die Folgen nicht so unmittelbar tödlich sind wie bei der Abschottung der EU-Grenzen.
Kleine Korrektur: Einer der beiden von der Polizei “eingesammelten” jungen Männer trug ein Schild mit rechtsextremem Inhalt. Ob das der Grund für die Maßnahme war, weiß ich nicht.
Insgesamt eine erstaunliche Resonanz trotz kurzfristiger Ankündigung – 200 Personen ist m.E. sehr konservativ geschätzt.
Nach Angaben der Polizei wiederum tragen die beiden Männer Antifa-Shirts.
Das ist definitiv falsch.
Wir haben zwei ganz gute Hinweise, dass unsere Darstellung stimmt. Erstens die offizielle Auskunft der Polizei, die die entsprechenden Anzeigen geschrieben hat. Zweitens unser Aufmacherfoto – auf dem Sie die Konfrontation, die dann offenbar zur Anzeige geführt hat, erkennen können.
Vielleicht hätte ich klarer formulieren sollen: Dass *beide* Männer Antifa-Shirts trugen, ist mehr als unwahrscheinlich. Polizeiangaben hin oder her.
Sie schreiben selbst: “Ob das der Grund für die Maßnahme war, weiß ich nicht.” Dann sollte man auch nicht als Tatsache behaupten, das Schild habe einen rechtsextremen Inhalt. Das Schild trug den Schriftzug ‘Brandmauer nieder’. Darüber kann man politisch unterschiedlicher Meinung sein – das macht den Inhalt aber nicht automatisch rechtsextrem. Der Träger dieses Schildes wurde entgegen seiner Meinungsfreiheit von einem Antifa-Anhänger bedroht, “er solle sich verpissen, da man ihm sonst die Nase breche”, woraufhin die Polizei gegen ihn eine Anzeige aufnahm und einen Platzverweis aussprach.
Den beiden Staatsmännern hätte wohl etwas gefehlt, wenn diese übliche Staatsbesuchs-Folklore nicht stattgefunden hätte.
Danke an Thomas Merkenich für diese schöne Fotodokumentation, danke an Georg Watzlaweck für den tollen Bericht.
Den größten Dank geht an Lena Müllhäuser und das Bündnis gegen das Reformpakte für diese spontane Aktion. In drei Tagen sowas neben dem eigenen Leben auf die Beine zu stellen ist absolut lobenswert!
Und danke an alle, die die Demo unterstützt haben mit ihrer Anwesenheit und ihren Stimmen. Zu zeigen, dass wir immer mehr werden, die sich gegen die menschenverachtende Politik der Regierung auflehnen ist von großem Wert!
Naja “menschenverachtende Politik” ist ziemlich harter Tobak. Es gibt da ein paar nette Staaten wo ich den Ausdruck durchaus unterstützen würde.
Tausende Männer in einen Krieg schicken, aufgrund von Grossmachtsphantasien. Bomben auf Familien, Kinder Wohnhäuser werfen.
Das ist menschenverachtend !
Vielleicht leben sie einfach im falschen Land. Einem Land wo es noch Demokratie gibt.
Über Politik können wir uns streiten. Aber ” menschenverachtend ” ist diese Politik in unserem Land nur selten gewesen. Das letzte mal vor ca. 90 Jahren.
Leider scheinen sich einige diese Art der Politik wieder herbei zusehnen.
Vielleicht sollten Sie mit der Abrüstung beginnen – Verbal-
Im übrigen kommen wir mit der Mentalität ” Sparmaßnahmen jawohl ! Aber nicht an mir! ” nicht weiter.
Sehr geehrter Herr Sobotta, das haben Sie absolut treffend ausgedrückt und dem ist nichts hinzuzufügen. Diese linken Einstellungen und die absolute Vollkaskomentalität nicht nur für uns, sondern für die ganze Welt, kann selbst ein Land wie Deutschland ins Chaos bringen. Dagegen sollten einfach alle mal an einem Strang ziehen.
“Tausende Männer in einen Krieg schicken, aufgrund von Grossmachtsphantasien” aka neues Wehrdienstgesetz
“Bomben auf Familien, Kinder Wohnhäuser werfen” – wer sie herstellt macht sich mit schuldig
”Sparmaßnahmen jawohl ! Aber nicht an mir!” – die finanziellen Ressourcen sind da, nur nicht da, wo sie gerade abgeschröpft werden.
Was ist an der Politik denn “menschenverachtend”?
Sparen bei denen, die eh schon wenig haben? Schimpfen auf die vermeintlich “Schwächeren” anstatt mal in den eigenen Reihen zu schauen? Ignorieren der Bürger:innen? Kommunen in den Ruin treiben und somit den Alltag der Menschen immer mehr erschweren und es dann auf marginalisierte Gruppen schieben, die es zu schützen gillt?
Mir fällt da einiges ein….
Hallo Iwona Winterscheid, es gibt sicherlich Staaten, die Ihnen bei Ihrer Weltanschauung und politscher Meinung gerne Asyl oder zumindest den Aufenthalt gewähren. Vielleicht versuchen Sie es mal in Russland wenn es Ihnen in Deutschland nicht mehr gefällt.
Mir macht es Sorge, dass Sie die deutsche Politik als menschenverachtend bewerten und was auf die deutsche Bevölkerung zukommt, sollten Sie mehr Verantwortung in diesem Land haben.
Anno Nüm,
JA! Mir gefällt die Politik in Deutschland nicht mehr. Und JA, ich bezeichne es als Menschenverachtend. Wenn auf denen rumgeritten wird, die nichts dafür können, aber Reiche immer reicher werden, Personen wie Spahn Geld metaphorisch verbrennen und Menschen, die grauenvolles erlebt habe, einfach abgeschoben werden ist das für mich eine Verachtung von Menschenleben. Es gibt so viele Dinge, die gerade passieren, die für mich keine andere Bezeichnung mehr verdienen.
Deswegen bin ich politsch aktiv. Weil ich was ändern will. Und diese Demos zeigen, dass ich nicht alleine bin.
Dass ist das, was ich an diesem Land noch zu schätzen weiß. Dass ich und alle anderen offen und ehrlich ihre Meinung kundtun dürfen und auf die Straße können, um es hinauszurufen.
Mir vorzuschlagen, dann in Länder auszuwandern, in denen die Lage für die Menschen noch schlimmer ist, ist absolut unsinnig. Nur weil es woanders noch drastischer für die dort Lebenden aussieht bedeutet das für mich nicht, die Zustände hier hinzunehmen. Denn wenn es soweit ist, bereite ich in meinen Augen nur den Weg dahin mit vor.
Wenn Ihnen meine Meinung nicht passt, ist das Ihr Problem. Denn dann scheinen sie nicht zu erkennen, was hier passiert.
Na ja, Die Linke lebt (ebenso wie auch die AfD) bei der Akquise von Anhängern davon, die Verhältnisse in den schwärzesten Farben darzustellen, Unterschiede zu überhöhen und ein Gefühl der Benachteiligung zu vertiefen. Das ist simple Parteipropaganda, mehr nicht.
Wobei, die AfD ein “Wolf im Schafspelz” ist, mit eindeutig “bösen” Absichten, die wir ja schon alle kennen.
Die Linke jedoch eher, wenn auch manchmal aggressiv/mutig klingend, ein “Schaf im Wolfspelz”.
Und warum sollen die Ärmsten, darunter auch viele Kinder, nicht auch eine “Lobby” haben dürfen, wenn die Regierung zu schissig ist, eher bei den (aktiven und passiven) Wohlhabenden ins Portemonaye zu langen als bei denen die mit ihrem Gehalt/Bürgergeld am Limit sind.
Letztlich wollen sie doch auch nur die Macht, und dafür reiten sie auf der Verelendungstheorie herum, ob wahr oder nicht. Und was daraus entsteht, konnte man in der Weltgeschichte oft genug sehen – im besten Fall ging es allen in der Bevökerung nachher gleichermaßen schlecht (mit Ausnahme der Funktionäre natürlich).
Ich glaube nicht daran, dass Die Linke die Guten sind. Nur weil sie mit einer moralischen Attitüde auftreten (die man der AfD sowieso nicht abnehmen würde), sind sie nicht gutwilliger als beliebige andere Parteien.
Sicher wollen auch die “Linke” mitgestalten bzw. mehr Macht, das wollen alle. Das “Sozialismus” nicht funktioniert, schon allein, weil er einfach nicht der Natur des Menschen entspricht, werden die auch mit der Zeit gelernt haben.
Ein bisschen Mehr von “die Linke”, z.B. Gerechtigkeit würde Deutschland aber gut bekommen.
Schon allein als Gegenpol zur AfD. Denn diese “Nazis” bzw. “Arier-Rassisten” sind schon zu lange und zu erfolgreich, wie 1933 oder schon vorher, wieder dabei, “ein ganzes Volk wie ein Rudel Hunde auf Menschen scharf zu machen”**.
Das “Ding” mit dem Halten der Brandmauer kriegt die CDU sowieso nicht auf die Reihe, im Gegenteil, mit der gruseligen, entwürdigenden und erbarmungslosen Ab- oder Rückschieberei verstärken/bestätigen die die scheinbare Notwendigkeit, fürchte ich, auch noch.
**Sebastian Haffner,
Geschichte eines Deutschen
Die Erinnerungen1914 – 1933
Einen Gegenpol zur AfD sehe ich allerdings bei weitem lieber im Kreis der demokratischen Parteien und nicht bei den Linkspopulisten. Dass man gegen das Böse ist, macht einen nicht automatisch gut, sondern zuweilen einfach nur zu einer anderen Spielart extremer Kräfte.
Zu Zeiten beispielsweise, als während der Weimarer Republik Saalschlachten zwischen KPD und NSDAP stattfanden, hat die KPD damit auch alles andere getan, als die Demokratie zu stärken, obwohl sie sich eindeutig gegen den Ungeist des Nazismus positionierte.
Schon allein die Tatsache, dass Die Linke nicht willens oder in der Lage ist, die alten Veteranen der Mauerschützenpartei restlos auszusortieren, egal aus Unvermögen, heimlicher Sympathie oder taktischem Kalkül, würde sie für mich unwählbar machen (wenn sie das nicht ohnehin schon wäre).
Eben, und weil Die Linke ” sich eindeutig gegen den Ungeist des Nazismus positionierte”, finde ich, dass die Regierung die Zügel/Zusammenarbeit hier zumindest mal etwas lockern sollte bevor der Karren endgültig nach RECHTS in den DRECK fährt.
Die kommentierenden Herren wollen wissen, was an der Regierung menschenverachtend ist?
Mir scheint es, dass sie sich wenig aus der eigenen Blase bewegen und kaum Mitgefühl mit leidenden Menschen haben.
Arbeitende Menschen werden durch diese “Reformen” noch härter drangsaliert. Wir arbeiten uns alle schon den Rücken krumm und über unsere Belastungsgrenzen hinaus, was unsere Gesundheit (körperlich wie psychisch) nachhaltig zerstört. Man sehe sich nur die steigenden Krankheitsstand inkl. Diagnosen an. Dabei geht man natürlich nur auf die GKV drauf, die den Großteil der Bevölkerung trifft.
Gleichzeitig werden Therapieplätze für Kassenpatienten reduziert und geringer vergütet, was es bei dem jetzt schon katastrophalen Zustand nochmal unmöglicher macht, Hilfe zu kriegen.
Der 8 Stunden Tag den linke Arbeiterbewegungen erkämpft haben, wird quasi abgeschafft. Dann dürfen wir bis zu 13 Stunden am Tag arbeiten, um dann im Nachhinein unsere “Kapitalrente” zu kriegen, die kaum was wert ist. Gleich weg wird das Geld in Aktien von bspw Vonovia investiert, wo Black Rock Anteilseigner ist. Wer hat da nochmal vorher “gearbeitet”?
Dazu wird noch das Renteneintrittsalter angehoben und die abschlagsfreie Zahlungen nach 45 Jahren Lohnarbeit sind auch weg.
Diese “Grundsicherung”, die eh schon fast unterm Existenzminimum stattfindet, wird dann auch schrittweise gestrichen, sobald man Termine im Jobcenter verpasst. Mit Depressionen und Burn Out oder Angstattacken ist das super einfach zu stemmen.. wenn man dann keine Hilfe mehr bekommt, landet man direkt auf der Straße mit Chance auf frühzeitigen Tod, da man kein Geld für Essen, Miete, Medikamente etc. hat.
Wir schicken derzeitig Männer in Kriesen- und Kriegsgebieten, damit andere Menschen effizienter töten können. Gleichzeitig profitieren wir dann auch noch von den ganzen Waffenlieferungen mit denen diese Menschen in Kriegen und Genoziden Menschen töten.
Wenn wir uns mal vernünftig anschauen, wer am meisten von dieser Ausbeutung profitiert, sollte mal seinem Block noch oben zu den oberen 1% richten und nicht zur Seite oder nach unten treten.
Sie sollten schon dabei schreiben, da sie in der Linken aktiv sind….
@Schildgen touché. Das verändert den Inhalt meines Kommentars um 360°
360 Grad – diese Drehung würde mein guter alter Mathelehrer im Grabe vollführen, wenn er das läse (und läge dann dort genau so vorher).
@C.V. sie sind so nah dran, meinen Kommentar zu verstehen. Geben Sie bitte nicht auf!
Zitat
“Der 8 Stunden Tag den linke Arbeiterbewegungen erkämpft haben, wird quasi abgeschafft. Dann dürfen wir bis zu 13 Stunden am Tag arbeiten”
War für uns furchtbar. Vorher hatten wir wesentlich mehr Zeit unsere Arbeit zu erledigen. Es gab keine Kameradschaften mehr sondern nur noch Stress.
Gut als Berufsanfänger hatte ich 45 Stunden bei einer 6 Tage Woche und 14 Tage Urlaub.
12 Tage Erholungsurlaub und 2 Tage fürs Amt oder den Doktor.
Muss so auch nicht sein, aber Burnout etc war für uns unbekannt.
Zitat
“Gleichzeitig werden Therapieplätze für Kassenpatienten reduziert”
Ja, aufgrund der Arbeitszeitverdichtung wurden die Menschen durch Stress krank. Es entstand damals der für uns neumodische Begriff ” Burn out”
Als Kassenpatient dann zum Therapeuten. Lustiges Thema. Die haben auch früher schon lieber die Privatversicherten oder Selbstzahler genommen.
Das die sich heute aufeinmal erinnern, das es noch Kassenpatienten gibt. ….
Als Therapeut wäre ich wachsam und würde mich nicht von den Linken vor den Karren spannen lassen.
Ironie an:
Jetzt habe ich ich mich von “den da oben” 47 Jahre ausbeuten lassen und wurde 47 Jahre geknechtet
Ironie aus.
Nun lebe ich ein freies Leben, darf meine Meinung sagen, genieße meine Reisefreiheit und wenn ich als Kassenpatient so sehe was meine Krankenkasse bzw. die Solidargemeinschaft in den letzten Jahren mir alles gezahlt hat, um mir weiter ein gesundes und unbeschwertes Leben zu ermöglichen, dann bin ich dankbar und gerne bereit, auch höhere Beiträge oder Abschläge in Kauf zu nehmen.
Zitat
“Diese “Grundsicherung”, die eh schon fast unterm Existenzminimum stattfindet, wird dann auch schrittweise gestrichen, sobald man Termine im Jobcenter verpasst”
Ja, auch ich wurde im Zuge einer Stahlkrise arbeitslos. Vorher hatte ich mich noch mit dem Erwerb von Eigentum verschuldet.
Alle Termine im Arbeitsamt ( heute Jobcenter), konnte ich sehr gut wahr nehmen, hatte ja viel Zeit.
Im Gegenteil, ich habe denen die Tür eingerannt und war Stammgast im damaligen Berufsinformationszentrum.
Ergebnis war, dass mir alle Türen offen standen, die Mitarbeiter des Arbeitsamtes halfen wo es nur ging. Während einer beruflichen Neuorientierung wurde ich vom Staat bzw. der Solidargemeinschaft gefördert und ich behielt mein Eigentum und war noch über 20 Jahre glücklich in einem neuen Beruf, wo ich nochmal die Leiter hoch kletterte.
Diesem Staat und diesem Land bin ich sehr dankbar für alles.
Und wenn der gewählte Verteter dieses Staates einen anderen Staatsgast begrüßt, dann heisse ich in willkommen.
Was mir grosse Sorgen macht, das sind die Volksverführer, Aufwiegler und Populisten von Links und Rechts
@Walter Sobotta
Es spricht: ein augenscheinlich alter Mann.
Bei der Beschreibung ihrer Arbeitsbelastung bleibt die Care-Arbeit der Frau, die inzwischen zwar teilweise auch von anderen übernommen wird, außen vor. Natürlich könnten Sie argumentieren, dass Frauen früher ja noch nicht arbeiten mussten (beziehungsweise durften!). Aber das heute zu erwarten, ist denke ich auch in Ihren Augen absolut undenkbar.
Wir könnten hier jetzt eine feministische Analyse des Ganzen aufmachen, aber das würde den Rahmen sprengen und war auch nicht Thema der Demonstration. Ich wollte diesen Aspekt dennoch nicht unerwähnt lassen.
Dass der Acht-Stunden-Tag so unwillkommen gewesen sein soll, lese ich tatsächlich zum ersten Mal. Handelt es sich hierbei vielleicht um eine subjektive Betrachtung? Mit Blick auf die Geschichte wirkt das damalige Stimmungsbild jedenfalls deutlich anders.
„Burn-out“ war unbekannt? Nein. Die psychischen Belastungen wurden massiv verschwiegen. Vieles hatte noch keinen Namen und psychische Erkrankungen waren gesellschaftlich absolut tabuisiert.
Hier wird niemand „gespannt“. Die Therapeut:innen erkennen selbst, dass ihr Berufsfeld immer weiter verdrängt werden soll. Sie erleben täglich das Leid der Menschen und sehen, wie ihre Bedürfnisse vernachlässigt werden. Gleichzeitig wird die Zwei-Klassen-Medizin im Kassensystem immer weiter verschärft. Menschen, die sich private Leistungen leisten können, vor allem Wohlhabende, erhalten die bestmögliche Versorgung, während gesetzlich Versicherte zunehmend benachteiligt werden und selbst notwendige Behandlungen sowie Vorsorgeleistungen gestrichen werden.
Sehe nur ich, dass hier längere und häufigere Erkrankungen geradezu provoziert werden? Sehe nur ich die Abwärtsspirale, in die wir als Gesellschaft gerade geworfen werden?
Schön, dass Sie so privilegiert sind, dass Ihnen höhere Eigenanteile nichts ausmachen. Vergessen Sie aber bitte nicht diejenigen, die sich das nicht leisten können und deshalb notwendige Behandlungen gar nicht erst in Anspruch nehmen werden. Es geht hier um die Allgemeinheit. Und die leidet.
Sie sprechen viel von der Vergangenheit. Die Essenz Ihrer Aussagen lautet für mich: „Früher war alles besser“ und „Stellt euch nicht so an!“
Herr Sobotta, falls es Ihnen noch nicht aufgefallen ist: Früher ist vorbei.
Dass Sie mit Ihrem Engagement viele Türen eingerannt haben, sei Ihnen unbenommen. Doch diese Fähigkeit und vor allem diese Verbissenheit haben nicht alle. Ganz zu schweigen davon, dass nicht alle so privilegiert sind wie Sie und den heutigen Anforderungen aus den unterschiedlichsten Gründen gerecht werden können.
Ich selbst war vor 15 Jahren von einem Tag auf den anderen arbeitslos. Am nächsten Morgen bin ich früh aufgestanden und direkt zum Amt gegangen. An diesem Tag war ich in sieben verschiedenen Büros an drei unterschiedlichen Standorten. Niemand wusste, welche Unterstützung mir zustand. Die meisten schickten mich mit einem „Dafür sind wir nicht zuständig“ wieder weg. Nur weil ich hartnäckig geblieben bin und mich nicht abweisen ließ, erhielt ich am Ende wenigstens Arbeitslosengeld: 600 Euro.
430 Euro gingen für meine 35-Quadratmeter-Wohnung drauf. Die verbleibenden 170 Euro mussten für den Rest des Monats reichen.
Mein Glück oder besser: mein Privileg war, dass ich ein starkes Unterstützungsnetzwerk hatte, das mich drei Monate lang getragen hat. Außerdem war ich eine gesunde, alleinstehende Person.
Mehrfach fragte ich beim Amt nach, ob es weitere Unterstützungsmöglichkeiten gäbe, damit zumindest meine grundlegenden Lebenshaltungskosten bis zur neuen Arbeitsstelle gedeckt wären. Vergeblich.
Natürlich bin ich dankbar, dass meine Miete übernommen wurde und ich dadurch nicht obdachlos geworden bin. Aber ohne die private Unterstützung wäre ich entweder hoch verschuldet gewesen oder schlicht verhungert – in einer Wohnung ohne Strom und Heizung.
Auch das ist Realität. Und sie ist deutlich häufiger, als Ihre Erfolgsgeschichte vermuten lässt.
Gehen Sie hinaus. Sprechen Sie mit den Menschen. Dann werden Sie diese Realität kennenlernen. Oder schauen Sie Dokumentationen von Betroffenen, lesen Sie ihre Berichte und erweitern Sie Ihren Horizont.
Das empfehle ich Ihnen genauso wie den gewählten Vertreter:innen dieses Landes, die durch ihre Diäten und Nebeneinkünfte den Blick auf die Lebensrealität vieler Menschen offenbar längst verloren haben.
Und genau deshalb gehen wir auf die Straße: um Menschen wie Sie wachzurütteln und auf die Gesellschaft aufmerksam zu machen, die Sie umgibt.
@ Frau Winterscheid
Zitat
Wir könnten hier jetzt eine feministische Analyse des Ganzen aufmachen
Lass mal , bin ich zu alt für ;-)
„Es spricht: ein augenscheinlich alter Mann.“ – Ageismus? Check!
@Shildgen @Drucker @CV @Walther Sobotta
Kommt da auch noch was mit Inhalt auf die Ausführungen von Frau Winterscheid und Herr Scharge?
Oder bleibt es beim Cherrypicking?
Und Herr Sobotta:
Die Welt (oder auch „nur“ Deutschland) besteht aus ganz vielen Charakteren. Und alle sind von ein ganz bisschen bis komplett anders.
Hier nur von sich auszugehen und das auf andere projezieren zu wollen ist viel zu kurz gedacht und blendet einen sehr großen Anteil von Individuen aus.
Ich freue mich für Sie, dass Sie damals so standhaft waren in der schweren Zeit.
Sehr viele sind dies aber aus unterschiedlichsten Gründen nicht.
Und die soll man vor den Karren schmeißen?
Die Welt dreht sich weiter. Und somit auch Entwicklungen und Erkenntnisse.
Was vor vielen Jahren gut war, ist es heute oft nicht mehr.
Medizin (und dazu zählen Psychiatrie und Psychologie) hat in den letzten Jahrzehnten riesige Fortschritte gemacht.
Dazu zählt auch, dass das Hirn bis ins hohe Alter lernfähig und formbar ist (Stichwort Neuroplastizität).
Dazu zählt auch, dass man bis ins hohe Alter relativ gesund leben kann.
Wer sich mit mehreren Millionen auf der Kante als Teil der Mittelschicht sieht, hat den Bezug zur Realität völlig verloren.
Der Begriff „Menschenverachtend“ ist hart. Was Merz betreibt und mit seiner Politik befeuert ist Klassenkampf.
Letztendlich ist es aber genau das. Menschenverachtend. Und zwar die Unterschicht betreffend.