Rund 200 Menschen sind am Donnerstagabend zum Schloss in Bensberg gekommen, das zum Treffen von Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron von einem sehr großen Polizeiaufgebot abgesperrt war. Darunter Schaulustige, viele Jugendliche und ein spontan formiertes „Bündnis gegen Sozialreformen“. Eine Fotoreportage.
Von Hubschraubern keine Spur, als der Konvoi schwarzer Limousinen mit Bundeskanzler Friedrich Merz gegen 18 Uhr von der Kadettenstraße in den Hof des Grandhotel Schloss Bensberg einbog. Das Schloss selbst war von einem sehr großen Aufgebot der Bereitschaftspolizei und von Beamten der Polizei Rhein-Berg gesperrt, doch die Schaulustigen konnten zunächst bis zum Eingangstor spazieren. Zu diesem frühen Zeitpunkt waren es vor allem Bensbergerinnen und Bensberger, die einen kurzen Blick auf das Geschehen werfen wollten.
Frankreichs Staatspräsident Emanuelle Macron dagegen verspätete sich deutlich und traf mit seiner Kolonne erst gegen kurz vor acht am Schloss ein. Dort hatte Marcel Kreutz, angetan mit der schweren goldenen Bürgermeisterkette, zuvor Gelegenheit für ein kurzes Gespräch mit Merz „über die finanzielle Lage der Kommunen in Deutschland und die aktuellen Herausforderungen“. Auch Vertreter:innen der Bergisch Gladbacher CDU trafen sich mit dem Kanzler.
Etwas weiter unten auf der Schlossstraße vor dem Amtsgericht hatte sich das „European Peace Projekt“ um die Künstlerin Isabelle Casel aufgebaut, um mit dem unübersehbaren Schriftzug „Frieden“, mit dem Verlesen von Manifesten, Tanz und Musik für den Frieden in Europa (und bedingungslose Gespräche mit Putin) zu werben.
Die Polizei zog den Sicherheitsstreifen um das Schloss nun weiter, die nach und nach eintreffenden Demonstranten und viele jugendliche Schaulustige wurden ein Stück weit die Schlossstraße hinab gebeten. Der Autoverkehr auf der Kadettenstraße blieb die ganze Zeit frei und selbst auf dem steilen Stück der Schlossstraße hinauf zum Schloss drängten sich noch lange Autos durch die Menge.
Hier versammelten sich gut 120 Personen, die dem Aufruf des „Bündnis gegen Sozialreformen“ gefolgt waren, viele davon mit Plakaten und Transparenten. Lena Müllhäuser, Psychotherapeutin in Bensberg, berichtete, dass sich das Bündnis in den vergangenen Tagen spontan gegründet hatte – um gegen die Honorarkürzungen für Psychotherapie und die Sozialreformen zu protestieren.
Den Kern dieser Demo bildete das Netzwerk der niedergelassenen Psychotherapeuthen Rhein-Berg. Sie sehen durch das Reformpaket die Grundversorgung der Menschen bedroht und kämpfen gegen die geplanten Kürzungen.
Die Linke Rhein-Berg und „Rösrath for Future“ hatten sich angeschlossen und stellten ebenfalls Redebeiträge, die vom Kampf gegen den Kapitalismus bis zum Schutz des Planeten reichten. Lautstark skandierten die Gruppe zum Abschluss „SchMerz lass nach“.
Weiter oben, an der Kadettenstraße, hatten sich vor allem Jugendliche eingefunden. Als der Konvoi von Macron eintraf, den viele offenbar für die Kolonne von Merz hielten, ertönte der vielfache Ruf „Raus aus Bensberg“.
Die diversen Veranstaltungen verliefen friedlich. Die Polzei holte lediglich zwei junge Männer aus der Menge, die offenbar dem linken Spektrum angehörten. Gegen sie wurde Anzeige wegen Beleidigung und Nötigung erstattet.


Fotos: Bundespresseamt
Im Schloss präsentierte Bürgermeister Marcel Kreutz den Gästen das Goldene Buch der Stadt, in das sich Präsident Macron und Kanzler Merz eintrugen – dann ging es zum Abendessen ins Sterne-Restaurant. Draußen zerstreute sich die Menge rasch, einige trafen beim Griechen oder Italiener wieder.
Merz und Macron, Kreutz und Kette
Am Rande der deutsch-französischen Konsultationen in Schloss Bensberg hatte auch Bürgermeister Marcel Kreutz einen kurzen Auftritt mit Kanzler Merz und Präsident Macron. Über die drei Herren ist alles bekannt – aber was hat es eigentlich mit dieser goldenen Kette auf sich, die für diesen besonderen Anlass aus dem Tresor geholt worden war?










































@Ulla
Wir haben sicher keinen grund uns zu streiten, denn ich sehe das genauso wie Sie. Nur hat sich auch die politische Situation grundlegend geändert. Es gab Zeiten, da wollte die Mehrheit keine Planwirtschaft und keine Extremisten von links und rechts in der Regierung und mit Gesinnung, Moral und Empörung allein war kein “Staat zu machen”. Dennoch sind die zu akzeptieren, die sich an dem Besuch erfreut haben. Bei uns kann man das. Woanders muss man um sein Leben fürchten, wenn man die “Falschen” feiert. Einen schönen Sommer wünsche ich.
Erfreut und dankbar schaue ich auf die tolle Fotostrecke von Thomas Merkenich. Erfreut auch, dass es noch so etwas wie ein Demo-Potential – friedlich aber deutlich; klein aber fein – in unserer Provinz gibt. Selbst der Spruch: Jeder demonstriert auf seine Weise – sei es selbst mit Kindersch…e ;O) Passt schon.
Gesundheitliche Gründe verhindern für mich aktive Demoteilnahme. Als zufriedener und gut versorgter Rentner hätte ich gegen die unterschlagene Gesundheitsreform protestiert, und zwar mit einem Rasenmäher. Es wurde ja nicht anderes gemacht, als ein mehr als 40 Jahre altes “Kostendämpfungsgesetz” aus der Mottenkiste zu holen… Die heutige Politik agiert somit im wahrsten Sinne des Wortes mit “Abschreibung”. Sparpolitik lässt sich somit leicht in SparenWirUnsDiePolitik uminterpretieren. Oder kann es vielleicht sein, dass unsere Volksvertreter einfach nicht mehr auf “der Pfanne haben”….
Wie auch immer – abschließend wünsche ich dem sorgsamen Windelwegräumer, dass er seine Empörung durch Stolz ersetzt. Auch er hat einen unverzichtbaren Dienst an der Demokratie geleistet. Das meine ich ohne jede Ironie. Von mir also ein dickes Dankeschön auch an ihn.
Und an all diejenigen, welche sich hier wieder im üblichen KleinKlein die Köpfe Heißreden. Besser Reden als Schießen. Der respekttable Umgang mit dem polititschen Gegner dient der eigenen Würde. Welche den Rechtsnationalen aus genau diesem Grunde abgeht…Nicht nur Heute. Aber ich schweife mal wieder vom Thema ab, Sorry.
MfG Dieter Richter (75), ehem. Mitglied der Friedensgruppe Paffrath/Hand und ziemlich Demoerfahren
So viele Kommentare/Leserbriefe. Und das alles für… ja für was eigentlich? Schreiben wir lieber für sichere Schulwege. Oder geben bei genügend Kita-Plätzen nicht auf. Fände ich irgendwie zielführender… ;-)
Kritik an den luxuriösen staatlichen Treffen angesichts der Verhältnisse gab’s schon immer. Und die Verknüpfung mit Sachthemen auch. Weder das Feudalsystem noch der Marxismus-leninismaus haben die Verhältnisse grundlegend geändert. Marktwirtschaft und Demokratie immerhin verbessert. Und der Windelprotest? Jammern auf hohem Niveau.
Bitte bleiben Sie sachlich – und kommentieren Sie zur Sache. In diesem Beitrag geht es um Proteste zum Aufenthalt von Merz und Macron in Bensberg und um die Kritik an den Sozialreformen der Bundesregierung.
Weitere Kommentare, die damit nichts zu tun haben, werden gelöscht.
Da tun Sie aber auch wirklich Gutes, sich schützend vor Leute zu stellen, die ihre
p a r t e i p o l i t i s c h e n Überzeugungen – seien es die von rechts, halblinks oder ganz links – in diesem Forum über das Deckmäntelchen “Kommentare” an die Frau bzw. an den Mann bringen zu wollen. Tun Sie nicht so, als würde Ihnen das nicht auffallen. Deshalb nehme ich Ihr Statement (in anderer Sache) zu dem von Ihnen verfolgtem Ziel des Kommentar-Forums = nur Austausch der Meinungen zum Thema, und als Filterfunktion zu agieren inzwischen nicht mehr ab, wenn ich lese, was so alles am Rande in die Kommentare mit eingepackt wird. Was haben Weidel und Le Pen in 4 Jahren mit dem angesprochenen Thema zu tun??? Komisch, dass Sie das nicht störte.
Das zweierlei Maß in Ihrer Redaktion wäre ein nettes Thema für Ihre nächste Redaktionskonferenz, für eine eventuell neue Linie zu finden. Bleiben Sie fröhlich -und gesund.
So ganz können wir Ihren Gedankengang nicht nachverfolgen. Aber ganz unabhängig davon: wenn Sie sich auf einen Kommentar antworten, dann nutzen Sie bitte die Antwort-Funktion. Nur so lässt sich erschließen, worauf Sie sich beziehen.
Wir haben das in diesem Fall für Sie erledigt.
Man stelle sich vor, A. Weidel und M. Le Pen hätten sich auf Schloss Bensberg getroffen….. dann ….
Das kann leider alles noch auf uns zukommen, wenn die Damen und Herren der Regierung solche Bilder in einem Luxusschloss zeichnen.
Merz und Macron entfernen sich immer weiter von der Lebenswirklichkeit der Bevölkerung. Was die Wähler:innen wahrnehmen, ist folgendes Bild: Mit dem Hubschrauber ins Luxushotel, ein exklusives Abendessen vom Zwei-Sterne-Koch und Zimmer mit Aussicht auf den Dom. Getreu dem Motto: „Mitnehmen, was geht – erst recht, wenn andere zahlen.“
Das ist überhebliche Respektlosigkeit in Reinform. Da kann ich die Wut derjenigen absolut verstehen, die sich täglich krummlegen, um nur ihre Monatsmiete zusammenzukratzen, während Merz diesen Betrag für eine einzige Nacht in einem Zimmer verpulvert …
Wer so arrogant und respektlos mit der Bevölkerung umgeht, muss sich nicht wundern, dass die Umfragewerte in Frankreich und Deutschland stramm nach rechts zeigen. Leider gelingt es SPD, Grünen und Linken bisher kaum, die Wut und Angst der Menschen aufzufangen. So stehen tatsächlich alle Zeichen auf Sturm.
Vielleicht nehmen sich Weidel und Le Pen in 4 Jahren genau dieses Treffen zum Vorbild und statt einer Gegendemo, gibt es dann eine Begrüßungskundgebung der Faschisten. Wenn die Regierungen in Bund und Land so weiter machen, ..
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Tomás M. Santillán – Mitglied des Stadtrats Bergisch Gladbach Die Linke
…nein, nach Frau Winterscheid und Herrn Scharge jetzt nicht auch noch Kommentare von Tomás M. Santillán, Stadtrat in BG von der Partei “Die Linke” – das sprengt allmählich die Schmerzgrenze.
Sorry, Herr Santillán, aber was Sie da alles zu sagen haben, kommt mir nur als Bla-Bla-Gerede vor, das nur Ihrer persönlichen Reputation zu Gute kommen soll. Ich erkläre nachfolgend auch, wieso.
Ein Blick in Ihre Vita macht das deutlich. An dieser Stelle halte ich mal fest, dass Sie ein in Köln gebürtiger Argentinier sind – was ist in keiner Weise von mir negativ gemeint – ich komme später darauf noch mal zurück, weshalb.
Ihre politische Karierre ist schon erstaunlich: Erst Junge Union (CDU), dann Friedensbewegung, dann Opa’s SPD, und dann Austritt nach über 20 Jahren und Eintritt in die Partei “Die Linke” – wo Sie dann einen Posten erhielten – Mitglied des Stadtrats. Schon beachtenswert, der Wandel im politischen Leben im Laufe der Jahre!
Schaut man auf Ihre berufliche Vita, stellt man fest, dass Sie das Leben eines Normalbürgers – dessen Interessen Sie ja nachhaltig vertreten – m.E. nie erlebt haben: Nach dem Abitur ein Studium der Rechtswissenschaften (Jura) ohne dokumentiertem Abschluss, diverse Pöstchen im studentischen Bereich und danach etwas was ganz anderes, eine IT-Unternehmung – ja und dann nach dem Tode von Opa: Übernahme des Kölner Steak-Restaurants “EL Goucho” auf dem Hohenstauffenring! Eine tolle Geldquelle – sie sei Ihnen gegönnt. Ich hoffe nur, dass Sie ihre Mitarbeiter dort, alle gut über Tarif gut bezahlen!
Bitte hören Sie auf, mit Ihren sozialkritischen Sonntagsreden den wirklich bedürftigen Mitbürgern zu suggerieren, Sie seien einer von Ihnen. Sie haben eine feudale Geldquelle im Rücken! Zumal Sie politisch im sozialen Bereich bislang nichts bewirkt haben – außer den stimmungsmachenden Sonntagsreden.
Was ich Ihnen aber sehr hoch anrechne, war Ihr Engagement in Sachen der seitens der Stadt BG gewollten Cross-Border-Leasing in Bergisch Gladbach im Jahr 2003 = Privatisierung des städtischen Abwasserwerks, dass durch den erfolgreichen Bürgerentscheids Dank Ihrer Initiative verhindert wurde. Dafür gehört Ihnen immer noch Dank von uns Allen – denn sonst sähe BG noch erbärmlicher aus.
Und nun zu Argentinien, wo S i e anlässlich der WM 2026 auf Ihre Homepage Anti-Hass Beiträge veröffentlichen, die ich nicht weiter kommentieren will. Aber halten Sie es für dann richtig, dass Sie an anderer Stelle Ihrer Homepages “Vamos Argentina, hasta el titilo”, auf deutsch >Auf geht’s Argentinien, bis zum Titel<, offenbar in jubelndem argentinischen Patriotismus parlieren? Sie scheinen zu verdrängen, das auch WM-Fussball eine politische Komponente hat, und scheinen zu vergessen, dass England wegen Falkland und die Welt wegen der "Verschwundenen" (spanisch: Desaparecidos) etwa 30.000 Regimegegner, die während der Militärdiktatur zwischen 1976 und 1983 vom Staat entführt, gefoltert und ermordet und mit Flugzeugen, betäubt über dem Südatlantik "entsorgt" und später als Leichen an den Küsten Patagonien angespült wurden, ein Hühnchen zu rupfen hat – zusätzlich wurden rund 500 Babys geraubt und an regimetreue Familien übergeben. Weine Argentina! Bleiben Sie gesund, Herr Santillán und bitte, seien Sie bei zukünftigen Statements etwas zurückhaltender. Dann wären Sie m.E. glaubhafter. Nun will ich hoffen, dass mein Kommentar nicht wieder von der Redaktion konfiziert wird, denn ich habe nur Fakten widergegeben und den Angesprochenen nicht verunglimpft! Nur kritisch beleuchtet.
Im Vereinnahmen anderer Gruppierungen sind sie wohl ganz groß.
SPD und Grüne würde ich mal aussen vor lassen.
Das sind wie die CDU seriöse Parteien die sehr ernst zu nehmen sind, und denen ich großen Respekt zolle.
Bei den Populisten von links und rechts sieht dies für mich anders aus
@Walther Sobotta
Mir fehlt tatsächlich der Respekt vor der unsozialen Politik der Bundes- und Landesregierung. Solche Treffen auf Schloss Bensberg – mit Hubschrauber, Zwei-Sterne-Menü und Luxushotel – lassen ihn nur noch weiter schwinden. Mit diesen Bildern befeuert Friedrich Merz den Unmut in der Bevölkerung. Von ihm habe ich kaum etwas anderes erwartet, aber die Wähler:innen hatten eine andere Erwartungshaltung. Das spiegeln die Umfragen nun überdeutlich wider.
Wer Kritik äußert, vereinnahmt niemanden. Es reichen eine einfache Beobachtung und eine scharfe Analyse aus, damit sich jede und jeder eine eigene Meinung bilden kann. Am Ende entscheidet das jeder für sich ganz allein – und zieht bei der nächsten Wahl die Konsequenz auf dem Stimmzettel.
Welche Erklärung haben Sie dafür, dass sich die Regierungsparteien im absoluten Sturzflug bei der Wählergunst befinden? Ob ein “weiter so” einen Umschwung bringen kann.
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Tomás M. Santillán – Mitglied des Stadtrats Bergisch Gladbach Die Linke
@Tomás M. Santillán: “Übernahme des Kölner Steak-Restaurants “EL Goucho” auf dem Hohenstauffenring! Eine tolle Geldquelle – sie sei Ihnen gegönnt.”
Somit ist auch zu erklären, warum auf der Internetseite des Restaurant kein Impressum steht, obwohl es eine Impressumgspflicht gibt. (Ich konnte es zumindest nicht finden.)
@Manfredo: Danke für die Info, das stellt die linken Positionen des Herr Santillan bei mir stark in Frage.
Zur Sache: Tomás Santillán hat kein Restaurant in Köln übernommen, sondern arbeitet im Familienbetrieb mit. Das geht auch aus dem – tatsächlich vorhandenen – Impressum des Restaurants hervor.
Welche Erklärungen ich habe?
Politikverdrossenheit !
Politiker die uns nach Strich und Faden verar….
Die uns weismachen, sie kämpfen gegen ” die da oben”
und nun erfahre ich im Beitrag von @manfredo, dass sie Herr Santillán selber ein Teil dieses Establishment sind.
Wollte es nicht glauben, wird mir aber im Impressum dieses Luxussteakhauses bestätigt.
Sie predigen selber Wasser und schwelgen in sündhaft teuren Steaks.
Die ” Linken” in Bergisch Gladbach. Was für eine Farce :-))))
Ich wünsche Ihnen und Ihren Mitstreitern nach ihrer Demo noch wohl gespeist zu haben. War Frau Winterscheid auch dabei ?
Mir ist ihr Steakhause leider zu teuer :-(
“seriöse Parteien”
Ich kann den Unmut des Herrn Santillan, Betreiber eines Steakhauses in Köln, gut verstehen.
Für den Eigentümer/Vermieter einer Gewerbeimmobilie in guter Lage, ist das eine tolle “Geldquelle”, aber nicht für denjenigen, der die horrenden Mieten dort erst mal verdienen/abarbeiten muss und, das ist doch der traurige Witz, im Gegensatz zum “wohlhabenden” Nur-Vermieter, vom sauer erarbeiten Gewinn Gewerbesteuer zu zahlen hat.
Das die “etablierten Parteien” bezüglich Mieten für Gewerbeimmobilien grosszügig auf die Gewerbesteuer verzichten, während die fleissigen Betreiber diesbezüglich zur Kasse gebeten werden, DAS müssen die “etablierten” einem vielleicht einmal plausibel erklären, damit man es nicht als ungerecht empfindet, wenn nun ALLE sparen sollen, weil, auweia, die Stadtkassen leer sind.
@Anno Nüm
“auf dem Hohenstauffenring! Eine tolle Geldquelle”
“@Manfredo: Danke für die Info, das stellt die linken Positionen des Herr Santillan bei mir stark in Frage.”
Bei Manfredo tun sich immer mehr “Bildungslücken” auf. Man sollte auch aufpassen, wenn ein “Rechtspopulist” sich zu etwas äussert, nicht gleich “Danke” sagen sondern erstmal “hinterfragen”.
Liebe Ulla,
eventuell sollten Sie Ihre eigenen Bildungslücken bezüglich Gewerbesteuer erstmal stopfen, bevor Sie andere tadeln.
z.B. die “etablierten Parteien” verzichten nicht auf die Gewerbesteuer
@Herr Lesnik, wer ist denn dann verantwortlich?
@Redaktion
Das Impressum habe ich zwischenzeitlich auch gefunden, jedoch ist es nicht mit der Internetseite verlinkt. Man muss schon gezielt danach suchen bzw. es eingeben. Bei mir wird es zumindest nicht auf der Internetseite angezeigt als Menupunkt.
Anmerkung:
Es ist schon aufgefallen, dass die Linke KEINE Fraktion mit Herr Santillan gebildet hat? Vllt sollte man sich auch noch mal den Artikel https://in-gl.de/2025/10/09/linke-in-rhein-berg-geht-auf-distanz-zu-santillan/ zu gemüte führen
Auf der Startseite von el-gaucho.de gibt es oben links ein Inhaltsverzeichnis. Der letzte Eintrag lautet „Impressum“. Dahinter liegt ein Link, der führt direkt zum Impressum.
Ist auch am Ende egal, weil die GmbH Liquidiert wurde.
Das böse “Rumpelstilzchen” hat mich schon als Kind immer (auch im Traum) in Angst und Schrecken versetzt.
Sehr geehrter Herr Santillian
In den von Ihrer Partei favorisierten geht es bei Staatsbesuchen nicht anders zu. Mögliche Störer werden da weggesperrt. Lösungen für Probleme sind kompliziert. Extreme versprechen immer einfache Lösungen. Im Westen darf man diese wählen. Ich bin nicht für die. Aber eben für die Möglichkeit.
Luxus für die Mächtigen – Sparappelle für die Bevölkerung
Der Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron auf Schloss Bensberg soll ein Zeichen für Europa sein. Die Bilder sind perfekt inszeniert: Staatsprunk, ein gewaltiges Sicherheitsaufgebot und eines der teuersten Luxushotels Deutschlands als Kulisse.
Doch die entscheidende Frage lautet: Was kostet dieses Treffen die Steuerzahler?
Offizielle Zahlen gibt es nicht. Berücksichtigt man Hotel, Delegationen, Organisation und den enormen Sicherheitsaufwand, erscheint eine Gesamtsumme von rund einer Million Euro durchaus realistisch. Es handelt sich um eine Schätzung – sie verdeutlicht aber die Größenordnung eines solchen Staatsbesuchs.
Eine Million Euro für einen lockers Treffen von wenigen Stunden.
Während Millionen Menschen unter steigenden Mieten, hohen Lebensmittelpreisen und Sparprogrammen leiden, trifft sich die politische Elite im Luxus. Dieser Kontrast wirkt nicht nur abgehoben, sondern geradezu zynisch arrogant. Wer der Bevölkerung Verzicht predigt, sollte selbst mit gutem Beispiel vorangehen.
Es geht nicht um Neid. Es geht um Glaubwürdigkeit.
Besonders fragwürdig ist die Wahl des Veranstaltungsortes. Der Bund verfügt mit der Villa Hammerschmidt in Bonn (nicht weit) über einen repräsentativen Amtssitz, der jahrzehntelang für Staatsbesuche und hochrangige politische Gespräche genutzt wurde. Warum also ein Luxushotel? Ein Treffen in der Villa Hammerschmidt hätte denselben politischen Zweck erfüllt, wäre dem Anlass angemessen gewesen und hätte in Zeiten sozialer Unsicherheit ein deutlich bescheideneres und glaubwürdigeres Signal ausgesendet.
Stattdessen fällt die Entscheidung für ein exklusives Grandhotel – und damit für ein Bild, das viele Menschen als Symbol einer politischen Elite wahrnehmen, die sich immer weiter von ihrer Lebenswirklichkeit entfernt. Das ist Respektlosigkeit in Reinform.
Schloss Bensberg steht damit sinnbildlich für eine Politik, in der für die Mächtigen offenbar andere Maßstäbe gelten als für die Bevölkerung: Luxus für die Regierungsspitze, Sparappelle für alle anderen. Genau dieser Widerspruch zerstört Vertrauen in die Politik.
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Tomás M. Santillán – Mitglied im Stadtrat Bergisch Gladbach Die Linke
@Tomás M. Santillán “Berücksichtigt man Hotel, Delegationen, Organisation und den enormen Sicherheitsaufwand, erscheint eine Gesamtsumme von rund einer Million Euro durchaus realistisch”
Sie übersehen, ich hoffe unabsichtlich, dass diese “staatlichen” Ausgaben, solange Sie in Deutschland “ausgegeben” werden, zu mehr als die Hälfte (oder was schätzen Sie hier?) als Steuer-Einnahmen, Sozialabgaben etc. wieder in das deutsche Staatssäckel zurückfließen.
Ausserdem werden hiervon Gehälter + Abgaben bezahlt, die Miete + Nebenkosten usw. des Sterne-Betreibers bzw. Unterhalt/Instandhaltung des Schlosses usw.
Und nebenher hat der hohe Besuch vielleicht auch ein bisschen Werbung/Bekanntheit bei den Franzosen für unsere Stadt/das Schloss gebracht.
Ausserdem haben wir einen Gast seinem Stand und Ansehen entsprechend bewirtet und beherbergt und vielleicht hat er sich das so gewünscht, wer weis.
An dem ganzen kann ich persönlich jedenfalls nichts Verwerfliches entdecken.
Bitte überlegen Sie doch erstmal, bevor Sie hier weiter rummotzen oder schlimmstenfalls noch einen Aufstand anzetteln.
Wenn das Schloss nicht wirtschaftlich/hochpreisig betrieben werden kann, wird es, wie alle Gebäude, die lange leer und unbeheizt rumstehen, mit der Zeit verfallen. Dafür gibt es, leider, reichlich Beispiele in den neuen Bundesländern.
Es ist richtig, dass sich Sparappelle und Luxus in der Politik nicht so richtig vertragen. Aber so ganz ohne Glanz? Gibt’s nirgendwo. Haben die kein Geld? Das wäre die Reaktion des eingeladenen Gastes.
@Tom52
Ich finde jedoch, dass die Regierung als allererstes die Steuergesetzgebung einmal unter die Lupe nehmen lassen sollte und zwar bald und unbedingt durch eine unabhängige! Kommission (wenn es die nicht sowieso bereits gibt).
Da gibt es so einiges, wo man dran drehen könnte.
Wenn das Geld dann immer noch nicht reicht, kann man, SCHRITT 2! immer noch Sparen oder Mittel kürzen.
@Ulla
Natürlich wäre in der von Ihnen angesprochenen Richtung einiges zu tun. Aber wann dürfte es dann überhaupt glänzen bei Staatsbesuchen? Wenn die politisch Genehmen feiern oder der Haushalt ausgeglichen ist? Dann im Grunde doch nie und mit Niemandem auf staatlicher Seite. Egal welcher politischer Couleur.
Tom52 “wann dürfte es dann überhaupt glänzen bei Staatsbesuchen?”
Wenn der tatsächlich “arbeitende Teil” der Bevölkerung, die jüngere, nicht Wohlhabende Generation oder die, (warum auch immer) Erwerbslosen nicht das “Gefühl” haben, NUR sie müssten dafür den Gürtel enger schnallen, obwohl schon die täglichen Fixkosten (Essen, Trinken, Wohnen usw.) immer teurer bis unerschwinglich werden.
Die Regierung/Politik muss hier endlich mal gegensteuern und gerechter die Steuereinnahmen erheben bzw. entstandene Schieflagen korrigieren. Oder Privilegien abschaffen.
Die “Früheren Wirtschaftswunderzeiten” und “Heute” kann man längst nicht mehr vergleichen.
Die Einkommensquellen (z.B. Mieten, kleine und mittlere Gewerbetreibende/Existenzen, Kapitalvermögende) haben sich schon lange deutlich verschoben, ohne dass die Regierung hier mal drauf reagiert.
Das, z.B. so viele Geschäfte/Betriebe (nebst Arbeitsplätzen) sich nur noch lohnen, wenn die das Glück haben, entweder in den “eigenen” 4 Wänden wirtschaften zu können oder sie zumindest einen “anständigen” Vermieter haben, der einem nicht auch noch den letzten Blutstropfen auszusaugen versucht, dass ist m.E. alles eine Katastrophe.
Wenn diese ganzen Missstände/Schieflagen wenigstens mal angegangen würden, und dafür gibt es auch Fachleute, die das besser auszutarieren können und wissen was hier zu machen ist.
Dann würde man wenigstens wieder Licht am Ende des Tunnels erblicken
Marcel Scharge sagt:
17. Juli 2026 um 11:58
…….. sorry Herr Scharge, aber wenn ich Ihren Beitrag lese, gewinne ich den Eindruck, dass dem Vorstand des Kreisverbandes der Partei <Die Linke<, dem Sie als Kreisschatzmeister wohl angehören, heute morgen jemand etwas in den Kaffee getan haben muss – und Ihrer Parteikollegin Winterscheid ebenso. Ihre parteipolitischen Beiträge vermitteln nur Weltuntergangsstimmung, wo heute doch ein so schöner Tag ist.
Hätten Sie die Zeit nach 1945 bis zu Ihrer Geburt so erlebt wie ich, wüßten Sie und Ihre Genossen, dass die heutige Situation den vorangegangenen Jahrgängen paradisisch vorgekommen wären. Dass in unserem Staat nicht alles Gold ist, was glänzt oder auch nicht, wissen alle mündigen Bürger auch so.
Meine Bitte an Sie und Ihre Parteifreundin: Lassen Sie doch bitte Ihre überzogenen Kommentare sein – sie langweilen nur!
Ich finde den Beitrag gut und gar nicht langweilig. Endlich mal keine CDU Schleimerei, sondern kritisch und wahrheitsgetreu. Es liegt soo viel im Argen!
Um die Demokratie muss man kämpfen; sie bleibt nicht von selbst. Und es lohnt sich!
Das Wort „wahrheitsgetreu“ ist in diesem Zusammenhang allerdings mehr als diskussionswürdig.
Schön wäre, wenn Herr Merkenich heute noch einmal an den Platz des Geschehens zurückkehrt und Fotos von den Hinterlassenschaften der “Demonstranten” macht und die Verantwortlichen für die Kosten der Beseitigung des Mülls durch die Stadt herangezogen werden.
Ich war bis etwa 22 Uhr vor Ort. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Kundgebungen bereits aufgelöst. Dabei habe ich persönlich keine nennenswerten Hinterlassenschaften oder Vermüllung festgestellt.
Im Gegenteil: Mein Eindruck war, dass sich die Teilnehmenden insgesamt sehr diszipliniert verhalten haben – die vorgegebenen Bereiche wurden eingehalten, die Straße blieb frei und Schilder sowie Transparente wurden beim Verlassen wieder mitgenommen.
Das schließt natürlich nicht aus, dass später oder an anderer Stelle noch Müll angefallen ist. Das habe ich jedoch selbst nicht beobachtet. Ich glaube allerdings nicht, dass sich mögliche Einzelfälle mit den Müllmengen vergleichen lassen, die beispielsweise nach Karnevalsveranstaltungen oder Fußballspielen regelmäßig anfallen.
Lieber Herr Merkenich, ich kann dem Ersteller des Kommentars nur beipflichten.
Ich war heute Nachmittag selbst vor Ort und war von den Hinterlassenschaften mehr als erschrocken. Diese Hinterlassenschaft von Plakat und dem selben Haufen Windeln an genau der Stelle wo ihr Foto in ihrem Beitrag entstand, ist bis heute Spätnachmittag so geblieben.
Da Sie zuvor Fotos davon erstellt haben, ist es mir schleierhaft wie sie im späteren Verlauf der Auflösung der Menschen-Gruppierungen diese einfach übersehen haben sollten.
Man stolperte sprichwörtlich über den Haufen beim benutzen des Gehweges.
Ich selbst hatte daraufhin heute Nachmittag ihr Redaktionsteam angeschrieben, weil mich das genauso geärgert hat.
Am Ende habe ich den Haufen eingesammelt und entsorgt.
Also zu übersehen war das nun ganz bestimmt nicht.
Das ganze steht in keinster Weise zur schmälerung von Meinungsfreiheit oder auf das Recht der Versammlung. Ganz im Gegenteil, aber Müll in dem Ausmaß zu hinterlassen, das stellt so eine Demonstration in kein glaubwürdiges Licht.
Am Ende ist es doch auch nicht wichtig ob gesehen oder nicht.
Das gehört sich einfach nicht und fern von jeglicher Form eines vernünftigen Miteinander.
Und ja Karneval und Fußball ist natürlich da nicht besser, aber in diesem Fall geht es auch nicht darüber.
Mit dieser Argumentation lässt sich jede Kritik aushebeln, da es immer einen Fall geben wird, der im Verhältnis nichtig erscheint.
Lieber Herr Flosbach,
vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Offenbar ist diese Installation tatsächlich nach Ende der Versammlung nicht entfernt worden. Das ist ärgerlich und rücksichtslos. Ich hatte das so nicht wahrgenommen und war davon ausgegangen, dass sie – wie die übrigen Materialien – noch abgebaut würde.
Mein ursprünglicher Kommentar bezog sich allerdings auf meinen Gesamteindruck der Demonstrationen. Ich war rund vier Stunden vor Ort und habe die Aktionen und Kundgebungen insgesamt als sehr geordnet erlebt. Deshalb konnte ich die pauschale Darstellung, die Demonstrierenden hätten den Ort vermüllt und erhebliche Reinigungskosten verursacht, aus meiner eigenen Beobachtung nicht nachvollziehen.
Dass diese Installation hätte entfernt werden müssen, steht für mich ebenso außer Frage wie die Tatsache, dass auch vereinzelte Infoblätter nicht hätten liegenbleiben dürfen. An meinem Gesamteindruck der Veranstaltung ändert das allerdings nichts.
Ich meine zu wissen, dass eine Demonstration durch einen Verantwortlichen beantragt werden muss. Diesen wird man ja vermutlich ganz leicht für die Kosten der Müllentsorgung heranziehen können. Hoffentlich wird das auch gemacht, um die Allgemeinheit zu entlasten.
Eine angemeldete Versammlung hat, wie der Name schon sagt, eine Anmelderin (oder Anmelder). Das war im unteren Abschnitt nh. Amtsgericht der Fall. Oben, an der Ecke Schloßstraße/ Kadettenstraße, gab es eine lose “Ansammlung” von Menschen, die die Herren in ihren schwarzen Limousinen direkt begrüßen wollten. Dort gab es keine Redebeiträge, keine klare (gemeinsame) Botschaft und keine Anmelder:in – und dort blieb auch der Windelhaufen liegen. Theoretisch hätte die Polizei die Ansammlung wohl auflösen können, allerdings hätte das u.U. unschöne Bilder produziert und wurde mangels Gefährdung (zu recht) als unverhältnismäßig angesehen.
Eine Mischung aus unterstützenswerten und gruseligen Ansichten und Personen lässt sich den Bildern entnehmen. Ich finde da sollte schon mal jeder für sich selbst prüfen, mit wem und welchen Inhalten er oder sie sich dort gemein macht, wenn keine Abgrenzung stattfindet.
Zur Diskussion unten um den Begriff “menschenverachtend”: Ohne der Linken hier zu sehr zur Seite springen zu wollen ist es doch bezeichnend, dass die ca. 3.000 Todesopfer jährlich allein auf den Seerouten durch die europäische Abschottung offensichtlich so sehr normalisiert und/oder verdrängt sind, dass reflexartig “geh doch nach drüben” geschrien wird, wenn man das nennt, was es ist: menschenverachtend. Ebenso bezeichnend, dass diese Menschen der Linken zumindest hier ebenfalls nicht in den Sinn kommen, wenn sie ihre Wortwahl begründen soll.
Anlass der Proteste ist v.a. das “Reformpaket”, das Gesundheitsversorgung und Arbeitsbedingungen für viele Menschen massiv verschlechtert. Diese Politik ist nicht nur sozial unausgewogen und ökonomisch dumm, sondern auch politisch brandgefährlich, da sie die Unzufriedenheit mit den “etablierten” Parteien weiter verstärkt. Man kann sie m.E. durchaus als ‘menschenverachtend’ bezeichnen, auch wenn die Folgen nicht so unmittelbar tödlich sind wie bei der Abschottung der EU-Grenzen.
Kleine Korrektur: Einer der beiden von der Polizei “eingesammelten” jungen Männer trug ein Schild mit rechtsextremem Inhalt. Ob das der Grund für die Maßnahme war, weiß ich nicht.
Insgesamt eine erstaunliche Resonanz trotz kurzfristiger Ankündigung – 200 Personen ist m.E. sehr konservativ geschätzt.
Nach Angaben der Polizei wiederum tragen die beiden Männer Antifa-Shirts.
Das ist definitiv falsch.
Wir haben zwei ganz gute Hinweise, dass unsere Darstellung stimmt. Erstens die offizielle Auskunft der Polizei, die die entsprechenden Anzeigen geschrieben hat. Zweitens unser Aufmacherfoto – auf dem Sie die Konfrontation, die dann offenbar zur Anzeige geführt hat, erkennen können.
Vielleicht hätte ich klarer formulieren sollen: Dass *beide* Männer Antifa-Shirts trugen, ist mehr als unwahrscheinlich. Polizeiangaben hin oder her.
Sie schreiben selbst: “Ob das der Grund für die Maßnahme war, weiß ich nicht.” Dann sollte man auch nicht als Tatsache behaupten, das Schild habe einen rechtsextremen Inhalt. Das Schild trug den Schriftzug ‘Brandmauer nieder’. Darüber kann man politisch unterschiedlicher Meinung sein – das macht den Inhalt aber nicht automatisch rechtsextrem. Der Träger dieses Schildes wurde entgegen seiner Meinungsfreiheit von einem Antifa-Anhänger bedroht, “er solle sich verpissen, da man ihm sonst die Nase breche”, woraufhin die Polizei gegen ihn eine Anzeige aufnahm und einen Platzverweis aussprach.
Den beiden Staatsmännern hätte wohl etwas gefehlt, wenn diese übliche Staatsbesuchs-Folklore nicht stattgefunden hätte.
Danke an Thomas Merkenich für diese schöne Fotodokumentation, danke an Georg Watzlaweck für den tollen Bericht.
Den größten Dank geht an Lena Müllhäuser und das Bündnis gegen das Reformpakte für diese spontane Aktion. In drei Tagen sowas neben dem eigenen Leben auf die Beine zu stellen ist absolut lobenswert!
Und danke an alle, die die Demo unterstützt haben mit ihrer Anwesenheit und ihren Stimmen. Zu zeigen, dass wir immer mehr werden, die sich gegen die menschenverachtende Politik der Regierung auflehnen ist von großem Wert!
Naja “menschenverachtende Politik” ist ziemlich harter Tobak. Es gibt da ein paar nette Staaten wo ich den Ausdruck durchaus unterstützen würde.
Tausende Männer in einen Krieg schicken, aufgrund von Grossmachtsphantasien. Bomben auf Familien, Kinder Wohnhäuser werfen.
Das ist menschenverachtend !
Vielleicht leben sie einfach im falschen Land. Einem Land wo es noch Demokratie gibt.
Über Politik können wir uns streiten. Aber ” menschenverachtend ” ist diese Politik in unserem Land nur selten gewesen. Das letzte mal vor ca. 90 Jahren.
Leider scheinen sich einige diese Art der Politik wieder herbei zusehnen.
Vielleicht sollten Sie mit der Abrüstung beginnen – Verbal-
Im übrigen kommen wir mit der Mentalität ” Sparmaßnahmen jawohl ! Aber nicht an mir! ” nicht weiter.
Sehr geehrter Herr Sobotta, das haben Sie absolut treffend ausgedrückt und dem ist nichts hinzuzufügen. Diese linken Einstellungen und die absolute Vollkaskomentalität nicht nur für uns, sondern für die ganze Welt, kann selbst ein Land wie Deutschland ins Chaos bringen. Dagegen sollten einfach alle mal an einem Strang ziehen.
“Tausende Männer in einen Krieg schicken, aufgrund von Grossmachtsphantasien” aka neues Wehrdienstgesetz
“Bomben auf Familien, Kinder Wohnhäuser werfen” – wer sie herstellt macht sich mit schuldig
”Sparmaßnahmen jawohl ! Aber nicht an mir!” – die finanziellen Ressourcen sind da, nur nicht da, wo sie gerade abgeschröpft werden.
Echt jetzt? Sie vergleichen einen freiwilligen Wehrdienst in Deutschland mit den Rekrutierungsmethoden von Moskau? Ernsthaft? Dazu fällt mir echt nichts mehr ein. Und von welchen Großmachtphantasien sprechen sie? Fordert wieder jemand Lebensraum im Osten? Unglaublich, was sie da absondern.
Mit den Mitschuldigen meinen sie sicherlich Nordkorea und Iran. Oder meinen sie, dass unsere Waffenlieferungen an die Ukraine schuld sind für die Bombardierung ukrainischer Städte? Ach ja, Die Linke ist ja der Meinung, dass die Ukraine kapitulieren soll, damit die Orkhorden im ganzen Land Menschen vergewaltigen und abschlachten können, wie in Butscha. Das ist Menschenverachtend!
Beim letzten Punkt wäre ich bei ihnen. Trotzdem distanziere ich mich von Veranstaltungen der Linken, siehe erste beiden Punkte und neben der Fahne von Palästina möchte ich auch nicht demonstrieren. Was hat die mit den Sparmaßnahmen zu tun?
Was ist an der Politik denn “menschenverachtend”?
Sparen bei denen, die eh schon wenig haben? Schimpfen auf die vermeintlich “Schwächeren” anstatt mal in den eigenen Reihen zu schauen? Ignorieren der Bürger:innen? Kommunen in den Ruin treiben und somit den Alltag der Menschen immer mehr erschweren und es dann auf marginalisierte Gruppen schieben, die es zu schützen gillt?
Mir fällt da einiges ein….
Hallo Iwona Winterscheid, es gibt sicherlich Staaten, die Ihnen bei Ihrer Weltanschauung und politscher Meinung gerne Asyl oder zumindest den Aufenthalt gewähren. Vielleicht versuchen Sie es mal in Russland wenn es Ihnen in Deutschland nicht mehr gefällt.
Mir macht es Sorge, dass Sie die deutsche Politik als menschenverachtend bewerten und was auf die deutsche Bevölkerung zukommt, sollten Sie mehr Verantwortung in diesem Land haben.
Anno Nüm,
JA! Mir gefällt die Politik in Deutschland nicht mehr. Und JA, ich bezeichne es als Menschenverachtend. Wenn auf denen rumgeritten wird, die nichts dafür können, aber Reiche immer reicher werden, Personen wie Spahn Geld metaphorisch verbrennen und Menschen, die grauenvolles erlebt habe, einfach abgeschoben werden ist das für mich eine Verachtung von Menschenleben. Es gibt so viele Dinge, die gerade passieren, die für mich keine andere Bezeichnung mehr verdienen.
Deswegen bin ich politsch aktiv. Weil ich was ändern will. Und diese Demos zeigen, dass ich nicht alleine bin.
Dass ist das, was ich an diesem Land noch zu schätzen weiß. Dass ich und alle anderen offen und ehrlich ihre Meinung kundtun dürfen und auf die Straße können, um es hinauszurufen.
Mir vorzuschlagen, dann in Länder auszuwandern, in denen die Lage für die Menschen noch schlimmer ist, ist absolut unsinnig. Nur weil es woanders noch drastischer für die dort Lebenden aussieht bedeutet das für mich nicht, die Zustände hier hinzunehmen. Denn wenn es soweit ist, bereite ich in meinen Augen nur den Weg dahin mit vor.
Wenn Ihnen meine Meinung nicht passt, ist das Ihr Problem. Denn dann scheinen sie nicht zu erkennen, was hier passiert.
Na ja, Die Linke lebt (ebenso wie auch die AfD) bei der Akquise von Anhängern davon, die Verhältnisse in den schwärzesten Farben darzustellen, Unterschiede zu überhöhen und ein Gefühl der Benachteiligung zu vertiefen. Das ist simple Parteipropaganda, mehr nicht.
Wobei, die AfD ein “Wolf im Schafspelz” ist, mit eindeutig “bösen” Absichten, die wir ja schon alle kennen.
Die Linke jedoch eher, wenn auch manchmal aggressiv/mutig klingend, ein “Schaf im Wolfspelz”.
Und warum sollen die Ärmsten, darunter auch viele Kinder, nicht auch eine “Lobby” haben dürfen, wenn die Regierung zu schissig ist, eher bei den (aktiven und passiven) Wohlhabenden ins Portemonaye zu langen als bei denen die mit ihrem Gehalt/Bürgergeld am Limit sind.
Letztlich wollen sie doch auch nur die Macht, und dafür reiten sie auf der Verelendungstheorie herum, ob wahr oder nicht. Und was daraus entsteht, konnte man in der Weltgeschichte oft genug sehen – im besten Fall ging es allen in der Bevökerung nachher gleichermaßen schlecht (mit Ausnahme der Funktionäre natürlich).
Ich glaube nicht daran, dass Die Linke die Guten sind. Nur weil sie mit einer moralischen Attitüde auftreten (die man der AfD sowieso nicht abnehmen würde), sind sie nicht gutwilliger als beliebige andere Parteien.
Sicher wollen auch die “Linke” mitgestalten bzw. mehr Macht, das wollen alle. Das “Sozialismus” nicht funktioniert, schon allein, weil er einfach nicht der Natur des Menschen entspricht, werden die auch mit der Zeit gelernt haben.
Ein bisschen Mehr von “die Linke”, z.B. Gerechtigkeit würde Deutschland aber gut bekommen.
Schon allein als Gegenpol zur AfD. Denn diese “Nazis” bzw. “Arier-Rassisten” sind schon zu lange und zu erfolgreich, wie 1933 oder schon vorher, wieder dabei, “ein ganzes Volk wie ein Rudel Hunde auf Menschen scharf zu machen”**.
Das “Ding” mit dem Halten der Brandmauer kriegt die CDU sowieso nicht auf die Reihe, im Gegenteil, mit der gruseligen, entwürdigenden und erbarmungslosen Ab- oder Rückschieberei verstärken/bestätigen die die scheinbare Notwendigkeit, fürchte ich, auch noch.
**Sebastian Haffner,
Geschichte eines Deutschen
Die Erinnerungen1914 – 1933
Einen Gegenpol zur AfD sehe ich allerdings bei weitem lieber im Kreis der demokratischen Parteien und nicht bei den Linkspopulisten. Dass man gegen das Böse ist, macht einen nicht automatisch gut, sondern zuweilen einfach nur zu einer anderen Spielart extremer Kräfte.
Zu Zeiten beispielsweise, als während der Weimarer Republik Saalschlachten zwischen KPD und NSDAP stattfanden, hat die KPD damit auch alles andere getan, als die Demokratie zu stärken, obwohl sie sich eindeutig gegen den Ungeist des Nazismus positionierte.
Schon allein die Tatsache, dass Die Linke nicht willens oder in der Lage ist, die alten Veteranen der Mauerschützenpartei restlos auszusortieren, egal aus Unvermögen, heimlicher Sympathie oder taktischem Kalkül, würde sie für mich unwählbar machen (wenn sie das nicht ohnehin schon wäre).
Eben, und weil Die Linke ” sich eindeutig gegen den Ungeist des Nazismus positionierte”, finde ich, dass die Regierung die Zügel/Zusammenarbeit hier zumindest mal etwas lockern sollte bevor der Karren endgültig nach RECHTS in den DRECK fährt.
Ich würde dich echt bitten einmal vor dem Schreiben nachzudenken. Das was Sie schreiben ist nämlich menschlich abstoßend und ja, selbst menschenverachtend.
Menschenverachtend, weil man einer Person nicht nahelegen sollte, das Land zu verlassen, wenn die Meinung einem nicht passt.
Falsch, weil es nicht logisch begründbar ist, warum Menschen, denen die Politik im eigenen Land nicht gefällt dieses verlassen sollen. Als ob das ein Maßstab wäre. Glaube dann müssten Sie auch ausreisen, weil auch Sie sicherlich Aspekte der Politik in Deutschland nicht mittragen, wenn doch, dann wäre das in meinen Augen sehr besorgniserregen.
Anmaßend sind Sie übrigens auch. Woher wissen Sie, wie Iwona zum russischen Staat steht?
Und wenn jetzt kommt “linke=russlandfreundlich”, dann weiß ich echt nicht mehr, wie ich dem antworten soll. Weil ich bin extra erst beigetreten, als Sarah Wagenknecht weg war. Aber gut, ich glaub ein genaueres Nachfragen, wie Leute Aussagen meinen ist nicht mehr Teil eines normalen umgangs. Eher legt man Leute nach in ein Land auszuwandern, in dem man politisch verfolgt werden würde. Chappeau und danke für nichts.
Sich zu positionieren kann sehr unterschiedliche Gründe haben. Zum Beispiel den, dass man einen Konkurrenten nicht aus innerer Überzeugung bekämpft, sondern weil er dieselbe eher leichtgläubige, intolerante und schnell eingeschnappte Wählerschaft abzufischen versucht. Ideologisch sind es dann oft nur kleine Differenzen (wie es in jüngster Vergangenheit z.B. das Ranwanzen des BSW an die AfD zeigt).
Sich auf Die Linke einzulassen, weil sie als AfD-Verscheucher nützlich sein könnte, kann gut dazu führen, dass man den Teufel mit Beelzebub austreibt.
@T.mellenthin
Falls Sie mich meinten, ich habe keinen Rat gegeben sondern eine Alternative aufgezeigt.
@Drucker, wenn ich zwischen beiden wählen müsste, dann, ja dann würde ich doch zu “Die Linke” tendieren und hoffen….
Jedenfalls weis ich ganz sicher, dass ich niemals hier leben möchte unter einer Regierung, bestehend aus lauter Idioten, die Wert auf jemandens “Rasse” legen.
Ich hoffe doch sehr, dass wir nie in die Zwangslage geraten, uns zwischen Links- und Rechtspopulisten entscheiden zu müssen. Dass Die Linke nicht unsere Rettung vor dem braunen Sumpf ist, sondern sich lediglich moralischer gibt, zeigt die Geschichte. Aus der kann und sollte man lernen.
Lieber Herr Drucker,
Sie schreiben:
=== Zitat ===
“Einen Gegenpol zur AfD sehe ich allerdings bei weitem lieber im Kreis der demokratischen Parteien und nicht bei den Linkspopulisten”
=== Zitat Ende ===
Dass die Linke keine demokratische Partei sei, sagt zum Beispiel auch die faschistische AfD, die sich selbst als demokratische Partei und als Vorkämpferin der Meinungsfreiheit wähnt. Die AfD meint damit die Meinungsfreiheit ihre menschenfeindliche Propaganda verbreiten zu dürfen.
Was Sie vertreten, Herr Drucker, ist die reinste Hufheisentheorie, derzufolge die Extreme sich an den Polen treffen und gleich schlimm seien.
Meine 5 Cent dazu hatte ich schon 2019 bezüglich Essener Auseinandersetzungen geschrieben:
zitiert aus: https://www.linksdiagonal.de/2019/08/24/radikal-gut-extrem-boese-und-die-mitte-dazwischen/ :
Radikal Gut, Extrem Böse und die Mitte dazwischen …
Der Gebrauch des Wortes „Extremismus“, der den rechten und einen sogenannten „linken“ -Extremismus in eine Reihe stellt ist zu beklagen.
Denn Rechtsextremisten sind Nazisten, Faschisten und Menschenfeinde, die eine Ideologie der Ungleichheit und des Rechts des Stärkeren vertreten, und Andersdenkende mit Gewalt bedrohen.
Radikale Linke stehen dagegen, damit die „Mitte“ nicht immer weiter nach rechts rückt. Oder um es in die Sprache der Religion zu übertragen:
Links gleich Gut. Rechts gleich Böse. Dann würde auch niemand Extrem-Böse mit dem Radikal-Gut vergleichen, und die sogenannte Mitte zwischen Gut und Böse anstreben. Der Gegenpol zum Faschismus heißt Sozialismus, und dem Sozialismus zu neuem Ansehen zu verhelfen. Die Fehler, die in der Sowjetunion und der DDR gemacht wurden sind dabei natürlich zu vermeiden. Aber der real existierende Kapitalismus ist nicht in der Lage die Kriege in der Welt zu vermeiden oder die Umweltkatastrophe zu dämpfen und das Überleben der Menschheit zu sichern.
Einen schönen Sonntag noch.
Olaf Swillus
Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD)
Steht wohl für eine klassenlose, kommunistische Gesellschaft
Ohne Worte…….
Oder die Frage, bekommen sie wenigstens verbilligten Mittagstisch in Santillán’s Steaktempel
„Die Fehler, die in der Sowjetunion und der DDR gemacht wurden sind dabei natürlich zu vermeiden.“ – Und in China, Kambodscha, Nordkorea, Kuba, den sogenannten Ostblockstaaten, Jugoslawien, Albanien etc. pp. Überall, wo eine sozialistische oder kommunistische Gesellschaftsform etabliert werden sollte, ist letztlich eine Diktatur entstanden, die für die Menschen im jeweiligen Land meist dieselben Auswirkungen hatte wie eine faschistische Diktatur – nur der Kreis der Profiteure unterschied sich (ein wenig). Das ist Hufeisenpraxis.
Die kommentierenden Herren wollen wissen, was an der Regierung menschenverachtend ist?
Mir scheint es, dass sie sich wenig aus der eigenen Blase bewegen und kaum Mitgefühl mit leidenden Menschen haben.
Arbeitende Menschen werden durch diese “Reformen” noch härter drangsaliert. Wir arbeiten uns alle schon den Rücken krumm und über unsere Belastungsgrenzen hinaus, was unsere Gesundheit (körperlich wie psychisch) nachhaltig zerstört. Man sehe sich nur die steigenden Krankheitsstand inkl. Diagnosen an. Dabei geht man natürlich nur auf die GKV drauf, die den Großteil der Bevölkerung trifft.
Gleichzeitig werden Therapieplätze für Kassenpatienten reduziert und geringer vergütet, was es bei dem jetzt schon katastrophalen Zustand nochmal unmöglicher macht, Hilfe zu kriegen.
Der 8 Stunden Tag den linke Arbeiterbewegungen erkämpft haben, wird quasi abgeschafft. Dann dürfen wir bis zu 13 Stunden am Tag arbeiten, um dann im Nachhinein unsere “Kapitalrente” zu kriegen, die kaum was wert ist. Gleich weg wird das Geld in Aktien von bspw Vonovia investiert, wo Black Rock Anteilseigner ist. Wer hat da nochmal vorher “gearbeitet”?
Dazu wird noch das Renteneintrittsalter angehoben und die abschlagsfreie Zahlungen nach 45 Jahren Lohnarbeit sind auch weg.
Diese “Grundsicherung”, die eh schon fast unterm Existenzminimum stattfindet, wird dann auch schrittweise gestrichen, sobald man Termine im Jobcenter verpasst. Mit Depressionen und Burn Out oder Angstattacken ist das super einfach zu stemmen.. wenn man dann keine Hilfe mehr bekommt, landet man direkt auf der Straße mit Chance auf frühzeitigen Tod, da man kein Geld für Essen, Miete, Medikamente etc. hat.
Wir schicken derzeitig Männer in Kriesen- und Kriegsgebieten, damit andere Menschen effizienter töten können. Gleichzeitig profitieren wir dann auch noch von den ganzen Waffenlieferungen mit denen diese Menschen in Kriegen und Genoziden Menschen töten.
Wenn wir uns mal vernünftig anschauen, wer am meisten von dieser Ausbeutung profitiert, sollte mal seinem Block noch oben zu den oberen 1% richten und nicht zur Seite oder nach unten treten.
Sie sollten schon dabei schreiben, da sie in der Linken aktiv sind….
@Schildgen touché. Das verändert den Inhalt meines Kommentars um 360°
360 Grad – diese Drehung würde mein guter alter Mathelehrer im Grabe vollführen, wenn er das läse (und läge dann dort genau so vorher).
@C.V. sie sind so nah dran, meinen Kommentar zu verstehen. Geben Sie bitte nicht auf!
Zitat
“Der 8 Stunden Tag den linke Arbeiterbewegungen erkämpft haben, wird quasi abgeschafft. Dann dürfen wir bis zu 13 Stunden am Tag arbeiten”
War für uns furchtbar. Vorher hatten wir wesentlich mehr Zeit unsere Arbeit zu erledigen. Es gab keine Kameradschaften mehr sondern nur noch Stress.
Gut als Berufsanfänger hatte ich 45 Stunden bei einer 6 Tage Woche und 14 Tage Urlaub.
12 Tage Erholungsurlaub und 2 Tage fürs Amt oder den Doktor.
Muss so auch nicht sein, aber Burnout etc war für uns unbekannt.
Zitat
“Gleichzeitig werden Therapieplätze für Kassenpatienten reduziert”
Ja, aufgrund der Arbeitszeitverdichtung wurden die Menschen durch Stress krank. Es entstand damals der für uns neumodische Begriff ” Burn out”
Als Kassenpatient dann zum Therapeuten. Lustiges Thema. Die haben auch früher schon lieber die Privatversicherten oder Selbstzahler genommen.
Das die sich heute aufeinmal erinnern, das es noch Kassenpatienten gibt. ….
Als Therapeut wäre ich wachsam und würde mich nicht von den Linken vor den Karren spannen lassen.
Ironie an:
Jetzt habe ich ich mich von “den da oben” 47 Jahre ausbeuten lassen und wurde 47 Jahre geknechtet
Ironie aus.
Nun lebe ich ein freies Leben, darf meine Meinung sagen, genieße meine Reisefreiheit und wenn ich als Kassenpatient so sehe was meine Krankenkasse bzw. die Solidargemeinschaft in den letzten Jahren mir alles gezahlt hat, um mir weiter ein gesundes und unbeschwertes Leben zu ermöglichen, dann bin ich dankbar und gerne bereit, auch höhere Beiträge oder Abschläge in Kauf zu nehmen.
Zitat
“Diese “Grundsicherung”, die eh schon fast unterm Existenzminimum stattfindet, wird dann auch schrittweise gestrichen, sobald man Termine im Jobcenter verpasst”
Ja, auch ich wurde im Zuge einer Stahlkrise arbeitslos. Vorher hatte ich mich noch mit dem Erwerb von Eigentum verschuldet.
Alle Termine im Arbeitsamt ( heute Jobcenter), konnte ich sehr gut wahr nehmen, hatte ja viel Zeit.
Im Gegenteil, ich habe denen die Tür eingerannt und war Stammgast im damaligen Berufsinformationszentrum.
Ergebnis war, dass mir alle Türen offen standen, die Mitarbeiter des Arbeitsamtes halfen wo es nur ging. Während einer beruflichen Neuorientierung wurde ich vom Staat bzw. der Solidargemeinschaft gefördert und ich behielt mein Eigentum und war noch über 20 Jahre glücklich in einem neuen Beruf, wo ich nochmal die Leiter hoch kletterte.
Diesem Staat und diesem Land bin ich sehr dankbar für alles.
Und wenn der gewählte Verteter dieses Staates einen anderen Staatsgast begrüßt, dann heisse ich in willkommen.
Was mir grosse Sorgen macht, das sind die Volksverführer, Aufwiegler und Populisten von Links und Rechts
@Walter Sobotta
Es spricht: ein augenscheinlich alter Mann.
Bei der Beschreibung ihrer Arbeitsbelastung bleibt die Care-Arbeit der Frau, die inzwischen zwar teilweise auch von anderen übernommen wird, außen vor. Natürlich könnten Sie argumentieren, dass Frauen früher ja noch nicht arbeiten mussten (beziehungsweise durften!). Aber das heute zu erwarten, ist denke ich auch in Ihren Augen absolut undenkbar.
Wir könnten hier jetzt eine feministische Analyse des Ganzen aufmachen, aber das würde den Rahmen sprengen und war auch nicht Thema der Demonstration. Ich wollte diesen Aspekt dennoch nicht unerwähnt lassen.
Dass der Acht-Stunden-Tag so unwillkommen gewesen sein soll, lese ich tatsächlich zum ersten Mal. Handelt es sich hierbei vielleicht um eine subjektive Betrachtung? Mit Blick auf die Geschichte wirkt das damalige Stimmungsbild jedenfalls deutlich anders.
„Burn-out“ war unbekannt? Nein. Die psychischen Belastungen wurden massiv verschwiegen. Vieles hatte noch keinen Namen und psychische Erkrankungen waren gesellschaftlich absolut tabuisiert.
Hier wird niemand „gespannt“. Die Therapeut:innen erkennen selbst, dass ihr Berufsfeld immer weiter verdrängt werden soll. Sie erleben täglich das Leid der Menschen und sehen, wie ihre Bedürfnisse vernachlässigt werden. Gleichzeitig wird die Zwei-Klassen-Medizin im Kassensystem immer weiter verschärft. Menschen, die sich private Leistungen leisten können, vor allem Wohlhabende, erhalten die bestmögliche Versorgung, während gesetzlich Versicherte zunehmend benachteiligt werden und selbst notwendige Behandlungen sowie Vorsorgeleistungen gestrichen werden.
Sehe nur ich, dass hier längere und häufigere Erkrankungen geradezu provoziert werden? Sehe nur ich die Abwärtsspirale, in die wir als Gesellschaft gerade geworfen werden?
Schön, dass Sie so privilegiert sind, dass Ihnen höhere Eigenanteile nichts ausmachen. Vergessen Sie aber bitte nicht diejenigen, die sich das nicht leisten können und deshalb notwendige Behandlungen gar nicht erst in Anspruch nehmen werden. Es geht hier um die Allgemeinheit. Und die leidet.
Sie sprechen viel von der Vergangenheit. Die Essenz Ihrer Aussagen lautet für mich: „Früher war alles besser“ und „Stellt euch nicht so an!“
Herr Sobotta, falls es Ihnen noch nicht aufgefallen ist: Früher ist vorbei.
Dass Sie mit Ihrem Engagement viele Türen eingerannt haben, sei Ihnen unbenommen. Doch diese Fähigkeit und vor allem diese Verbissenheit haben nicht alle. Ganz zu schweigen davon, dass nicht alle so privilegiert sind wie Sie und den heutigen Anforderungen aus den unterschiedlichsten Gründen gerecht werden können.
Ich selbst war vor 15 Jahren von einem Tag auf den anderen arbeitslos. Am nächsten Morgen bin ich früh aufgestanden und direkt zum Amt gegangen. An diesem Tag war ich in sieben verschiedenen Büros an drei unterschiedlichen Standorten. Niemand wusste, welche Unterstützung mir zustand. Die meisten schickten mich mit einem „Dafür sind wir nicht zuständig“ wieder weg. Nur weil ich hartnäckig geblieben bin und mich nicht abweisen ließ, erhielt ich am Ende wenigstens Arbeitslosengeld: 600 Euro.
430 Euro gingen für meine 35-Quadratmeter-Wohnung drauf. Die verbleibenden 170 Euro mussten für den Rest des Monats reichen.
Mein Glück oder besser: mein Privileg war, dass ich ein starkes Unterstützungsnetzwerk hatte, das mich drei Monate lang getragen hat. Außerdem war ich eine gesunde, alleinstehende Person.
Mehrfach fragte ich beim Amt nach, ob es weitere Unterstützungsmöglichkeiten gäbe, damit zumindest meine grundlegenden Lebenshaltungskosten bis zur neuen Arbeitsstelle gedeckt wären. Vergeblich.
Natürlich bin ich dankbar, dass meine Miete übernommen wurde und ich dadurch nicht obdachlos geworden bin. Aber ohne die private Unterstützung wäre ich entweder hoch verschuldet gewesen oder schlicht verhungert – in einer Wohnung ohne Strom und Heizung.
Auch das ist Realität. Und sie ist deutlich häufiger, als Ihre Erfolgsgeschichte vermuten lässt.
Gehen Sie hinaus. Sprechen Sie mit den Menschen. Dann werden Sie diese Realität kennenlernen. Oder schauen Sie Dokumentationen von Betroffenen, lesen Sie ihre Berichte und erweitern Sie Ihren Horizont.
Das empfehle ich Ihnen genauso wie den gewählten Vertreter:innen dieses Landes, die durch ihre Diäten und Nebeneinkünfte den Blick auf die Lebensrealität vieler Menschen offenbar längst verloren haben.
Und genau deshalb gehen wir auf die Straße: um Menschen wie Sie wachzurütteln und auf die Gesellschaft aufmerksam zu machen, die Sie umgibt.
@ Frau Winterscheid
Zitat
Wir könnten hier jetzt eine feministische Analyse des Ganzen aufmachen
Lass mal , bin ich zu alt für ;-)
„Es spricht: ein augenscheinlich alter Mann.“ – Ageismus? Check!
@Shildgen @Drucker @CV @Walther Sobotta
Kommt da auch noch was mit Inhalt auf die Ausführungen von Frau Winterscheid und Herr Scharge?
Oder bleibt es beim Cherrypicking?
Und Herr Sobotta:
Die Welt (oder auch „nur“ Deutschland) besteht aus ganz vielen Charakteren. Und alle sind von ein ganz bisschen bis komplett anders.
Hier nur von sich auszugehen und das auf andere projezieren zu wollen ist viel zu kurz gedacht und blendet einen sehr großen Anteil von Individuen aus.
Ich freue mich für Sie, dass Sie damals so standhaft waren in der schweren Zeit.
Sehr viele sind dies aber aus unterschiedlichsten Gründen nicht.
Und die soll man vor den Karren schmeißen?
Die Welt dreht sich weiter. Und somit auch Entwicklungen und Erkenntnisse.
Was vor vielen Jahren gut war, ist es heute oft nicht mehr.
Medizin (und dazu zählen Psychiatrie und Psychologie) hat in den letzten Jahrzehnten riesige Fortschritte gemacht.
Dazu zählt auch, dass das Hirn bis ins hohe Alter lernfähig und formbar ist (Stichwort Neuroplastizität).
Dazu zählt auch, dass man bis ins hohe Alter relativ gesund leben kann.
Wer sich mit mehreren Millionen auf der Kante als Teil der Mittelschicht sieht, hat den Bezug zur Realität völlig verloren.
Der Begriff „Menschenverachtend“ ist hart. Was Merz betreibt und mit seiner Politik befeuert ist Klassenkampf.
Letztendlich ist es aber genau das. Menschenverachtend. Und zwar die Unterschicht betreffend.