Alle Preisträgerinnen und Preisträger mit Bürgermeister Marcel Kreutz. Fotos: Stadt GL

Zwölf Projekte sind in diesem Jahr für den Heimatpreis der Stadt Bergisch Gladbach vorgeschlagen worden. Ausgezeichnet wurden ein inklusives Tanzprojekt, ein jugendliches Theater-Ensemble und eine kurdische Kulturgruppe. Allen Projekten ist gemein, dass sie sich für kulturelle Vielfalt in ihrer Heimatstadt einsetzen.

Wir veröffentlichen eine Mitteilung der Stadt Bergisch Gladbach

Aus zwölf Bewerbungen wählte die neunköpfige Jury drei Projekte für den diesjährigen Heimat-Preis aus. Ausgezeichnet wurden Gruppen, die mit ihren eingereichten und nachahmenswerten Projekten einen wertvollen Beitrag für ihre Heimat in Bergisch Gladbach leisten. Die Preisverleihung nahm in diesem Jahr erstmals Bürgermeister Marcel Kreutz vor und würdigte die ausgewählten Preistragenden für ihr besonderes Engagement.

„Die Bewerbungen für den diesjährigen Heimat-Preis haben eindrucksvoll gezeigt, wie vielfältig das Engagement in Bergisch Gladbach ist. Sowohl thematisch als auch mit Blick auf die Altersstruktur der Engagierten war die Bandbreite der eingereichten Projekte sehr groß. Besonders freut mich, dass in diesem Jahr drei Gruppen ausgezeichnet werden, die sich mit großem Engagement vor allem für Kinder und Jugendliche einsetzen“, mit diesen Worten begrüßte er die anwesenden preistragenden Gruppen.

Folgende Gruppen wurden in diesem Jahr ausgezeichnet:

1. Platz: Tanztheater „Lichtgestalten“

Ihr Projekt „ForM“ verbindet Tanz, Theater und Fotografie mit der besonderen Geschichte des Zanders-Geländes und bringt dabei 20 Menschen mit und ohne Behinderung zusammen. Mit ihrem Projekt setzten sie ein Zeichen für gesellschaftlichen Zusammenhalt, kulturelle Vielfalt und gelebte Inklusion in Bergisch Gladbach. Dies wollen sie auch in zukünftigen Projekten mit ihrem Preisgeld in Höhe von 2.500 € ermöglichen.

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Magisches Foto-Shooting auf Zanders zur Ausstellung „For M“

Mit dem Projekt „For M“ reagiert das inklusive Ensemble Lichtgestalten emotional und tänzerisch auf Kürzungen im Bereich der Inklusion und der Kultur. Im November 2026 geht das Projekt als Ausstellung ins Kunstmuseum Villa Zanders, in den historischen Zanders-Hallen fand jetzt ein ungewöhnliches Foto-Shooting statt.

2. Platz: Junges Ensemble Bergisch Gladbach

Das junge Ensemble Bergisch Gladbach gibt mit seiner Theaterproduktion „PULS354“ jungen Menschen Raum, sich kreativ auszudrücken, ihre eigenen Stimmen zu finden und gesellschaftliche Themen sowie persönliche Gefühle auf die Bühne zu bringen. Gleichzeitig stärkt das Projekt das Jugend-Kulturzentrum Q1 als Ort für Kultur und Begegnung, fördert Gemeinschaft und ehrenamtliches Engagement und begeistert für das Theater. Das gewonnene Preisgeld in Höhe von 1.500 € soll in die Wiederaufnahme des Projekts im Herbst sowie in ein neues Projekt im Jahr 2027 fließen.

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Liebe? Eine Frage der Perspektive

Die Theatergruppe „Junges Ensemble“ reist mit ihrem Stück Puls 354 in die Herzen von Jung, Alt, Tier und Mensch. Jeder schaut unterschiedlich auf die Liebe. Und was sagt eigentlich das Herz zu dem ganzen Bohei?  Das Stück feiert am Freitag im Q1 Premiere, wir haben eine Probe besucht – und gerieten mitten hinein in einen emotionalen Kreislauf.

3. Platz: Tanz- und Kulturgruppe „Aryamara“

Mit der Tanz- und Kulturgruppe werden durch regelmäßige Tanz-, Musik- und Kulturangebote für verschiedene Altersgruppen die kurdische Kultur und Traditionen vermittelt und so ein offener Raum für Begegnungen zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft geschaffen. Ihr Ziel ist es, Gemeinschaft, gegenseitigen Respekt und kulturelle Vielfalt zu fördern. Das Preisgeld in Höhe von 1.000 € soll in Tanzkostüme, Materialien und die Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendarbeit fließen.

Auch in diesem Jahr wurde der Heimat-Preis vom Landesministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung in Höhe von 5000€ gefördert.

Hier werden offizielle Pressemitteilungen der Stadtverwaltung veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung des unabhängigen Bürgerportals iGL wieder.

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  1. Eine sehr gelungene Auswahl der Preisträger*innen, finde ich! Zum einen stehen jüngere Protagonisten im Vordergrund, zum anderen sind die “flüchtigen” kulturellen Angebote wie Tanz und Schauspiel so krass unterfinanziert, dass in diesem Bereich das Preisgeld besonders nötig ist. Außerdem gefällt mir der hinter dieser Preisvergabe stehende Heimatbegriff, der sich von Bauten, Bänken und Bäumen erweitert auf die kulturelle und gesellschaftliche Atmosphäre der Stadt. Glückwunsch an die Jury!