Foto: Ivan Toscanelli

Nosferatu – ein Name, der die Menschen seit Jahrhunderten in Angst und Schrecken versetzt. Regisseur Gisbert Franken und Gerd J. Pohl widmen dem Ahnherrn aller Vampire an zwei Terminen eine eigene Theater- und Filmcollage im Bergischen Löwen.

Professor Maximilian von Hassler hat sein Leben der Erforschung dieses Ungeheuers verschrieben und dafür viel Spott und Ablehnung erdulden müssen. Er hat sogar seinen Lehrstuhl an der Universität Greifwald und auch sein Amt als Priester verloren, weil die Obrigkeit nicht bereit war, seine angeblich abergläubischen und heidnischen Umtriebe zu dulden. 

Jetzt aber ist Professor von Hassler endlich in der Lage, Beweise für Nosferatus Existenz vorzulegen. Anhand alter Augenzeugenberichte wird er belegen, dass Nosferatu eben kein Hirngespinst und keine Märchengestalt ist, sondern bittere Wirklichkeit. In den mühevoll zusammengetragenen Dokumenten begegnen wir Nosferatu unter anderem im mittelalterlichen Gotland zur Zeit der großen Pest, im barocken Venedig und in den Trümmern Berlins kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs. Doch Professor von Hassler ahnt nicht, dass er längst vom Jäger zum Gejagten geworden und der Vampir ganz dicht hinter ihm ist…

Mit seiner Theatercollage „Nosferatu – ein Menuett der Schatten” geht Autor und Regisseur Gisbert Franken der Frage nach, woher diese unheimliche Gestalt eigentlich einst kam – und wo sie heute wohl sein könnte.

Die Uraufführung findet an einem denkwürdigen Datum statt: Auf den Tag genau vor 100 Jahren nämlich feierte Friedrich Wilhelm Murnaus Stummfilmklassischer „Nosferatu – eine Symphonie des Grauens” in Berlin Premiere, der den Namen Nosferatu auf der ganzen Welt berühmt gemacht hat. Und selbstverständlich will Gisbert Frankens Stück auch eine Hommage an Murnaus Film und an dessen legendären Nosferatu-Darsteller Max Schreck sein.

Max Schreck als Vampir Graf Orlok im Stummfilmklassiker “Nosferatu – eine Symphonie des Grauens”; Foto: Murnau-Stiftung Wiesbaden

An beiden Abenden – Theatervorführung und Film – werden außerdem vier „Nosferatu“- Originalgemälde ausgestellt, die Albin Grau, der Kostüm- und Kulissenbildner des Stummfilms, im Spätherbst 1921 nach Szenenbildern des gerade erst vollendeten Stummfilms geschaffen hat – ein filmhistorischer Schatz, wie man ihn nur selten zu sehen bekommt. 

Beteiligte Künstler und Produzenten

Gisbert Franken, Autor und Regisseur

Gerd J. Pohl spielt in einer Doppelrolle sowohl den Vampirjäger als auch Nosferatu selbst und stellt beim Vortrag von Gisbert Frankens meisterhaften Schauergeschichten einmal mehr seine stimmliche Wandlungsfähigkeit und Talent als Rezitator unter Beweis.

Jürgen Maaßen, der wohl bedeutendste Bildhauer des deutschen Puppenspiels der Gegenwart, gestaltete die lebensgroße Vampirfigur.

Die Band AmöbenPank: Manuele Klein, Detlev Weigand, Hans Gressler und Christa Liebach

Produktion: eremos-Literaturbühne und das Theater im Puppenpavillon, Bergisch Gladbach.

Veranstaltungsdaten

Nosferatu – ein Menuett der Schatten
Uraufführung am Freitag, 4.März 2022 um19:30
Bergischer Löwe, Konrad-Adenauer-Platz, Bergisch Gladbach

Nosferatu – der Film
Montag, den 7. März 2022, um 19:30 Uhr
Im Anschluss an die Vorführung gibt es ein Werkstattgespräch mit Nosferatu-Darsteller Gerd J. Pohl und dem Filmexperten Bernd Franco Hoffmann. 

Karten
für das Theaterstück 19,- Euro
für die Filmvorführung 5,- Euro
beides zusammen 21,- Euro
Vorverkauf: Theaterkasse im Bergischen Löwen, Telefon: 02202/29 46 18, per E-Mail
Mi.-Fr., 10-18:00 Uhr, Sa. 10-13:00 Uhr 

Es gilt 2G+; Zuschauer mögen bitte an entsprechende Nachweise und Mund-Nasen-Bedeckungen denken. 

*21.10.1970. Puppenspieler, Schauspieler, Autor, Regisseur und Rezitator. Seit 2009 Intendant des Theaters im Puppenpavillon in Bergisch Gladbach (Bensberg). Rheinisch-katholisch, Nichtraucher, Kölschtrinker.

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