Die Stationsstraße zwischen RheinBerg-Galerie und Busbahnhof hatte sich zu einem Unfallschwerpunkt entwickelt. Hauptsächlich Unfälle mit Personen, die dort die Straße überqueren. In den Tagen als die Galerie gebaut wurde – also jetzt schon vor etlichen Jahren – hatte man eine Fußgängerampel installiert, an der man die Stationsstraße überqueren konnte um dann an der Baustelle vorbei in die Fußgängerzone zu gelangen. Die RheinBerg-Galerie ist längst fertig, der Fußweg längst nicht mehr da, aber die Ampel steht da immer noch und gebietet: “Überqueren Sie die Straße gefälligst hier!”

Die Fußgänger wurden seit Jahren gezwungen, die Straße an einer völlig idiotischen Stelle zu überqueren. Dazu mit Wartezeiten die man einem Menschen, der seinen Bus kriegen will nicht antun sollte. Die man überhaupt keinem Menschen antun sollte weil sie die Geduld strapazieren, auch wenn man keine Eile hat. Welcher Fußgänger wartet da schon. Ich selbst habe da nur gewartet, wenn ich den Hund dabei hatte oder wenn Kinder da standen. Man soll ja ein gutes Beispiel geben. Es gab Lücken im Verkehr genug um mal eben bei Rot rüberzulaufen.

Eine andere Möglichkeit boten die Zebrastreifen am “kleinen Kreisverkehr” vor der Garageneinfahrt in die Galerie. Aber wer läuft schon die ganze Galerie entlang, um “mal eben” über die Straße zu huschen. Ich hab die Überwege nur benutzt, wenn ich den Hund dabei hatte, weil ich dann nichts riskieren wollte. Ohne Hund habe ich immer riskiert. Und anscheinend immer Glück gehabt.

Keine Möglichkeit die Straße zu überqueren gab es am rückwärtigen Ausgang der Galerie und an der Einmündung der Poststraße. Dort wollten die Leute zwar rüber aber dort durften sie nicht.

Nun wurde die Stadt wohl verpflichtet, ein Einsehen zu haben. Es seien nun der Verletzten und Toten genug. Man solle sich an die Pläne erinnern, die man damals hatte, aber bisher nicht umsetzen wollte. Und seit heute ist die Stationsstraße gesperrt, die Bagger sind angerückt und die Arbeiten laufen. Im iGL hatte ich davon gelesen, dass es heute losgeht und die Kamera mitgenommen, als das Bambam und ich in die Stadt mussten. Und so sieht das dort nun aus:

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Die Poller am Bürgersteig sind weg und der Straßenbelag wird entfernt.

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Die Straße ist nun auch für die Busse nicht befahrbar. Denen hat man diese “hohle Gasse” gebaut.

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Sieht abenteuerlich aus, wie die dort um die Ecken schaukeln.

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Es ist auch ein abenteuerliches Geschaukel, wenn man drin sitzt.

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Und ein Fremdling, der zur Paffrather Straße wollte, war kurz vor der Verzweiflung.

Aber in ca. 3 Wochen soll das alles vorbei sein. Und dann soll der KFZ-Verkehr nicht schneller dürfen als 20 km/h und die Fußgänger sollen dürfen wann und wo sie wollen. Ich freu mich drauf und bin sicher, dass das klappt. Aber es gibt auch Heulen und Zähneknirschen und Wahrsagungen, dass die Bewohner der Stadt dort alle im Chaos ihr Leben verlieren werden.

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