Rund 29 Millionen Euro soll der Rheinisch Bergische Kreis bis 2029 bei Bussen und Bahnen einsparen. Das hat der Kreistag mit Mehrheit beschlossen – und weitere Maßnahmenpakete in Auftrag gegeben. Für die Grünen gehen die Kürzungen deutlich zu weit, die CDU verteidigt sie.
Schlagwort: Verkehr
Bergisch Gladbach ist mehr per Rad unterwegs, weniger im Auto
Zehn Jahre nach der Verabschiedung des Mobilitätskonzeptes 2030 erlaubt eine umfangreiche Befragung eine Zwischenbilanz. Tatsächlich hat sich das Verkehrsverhalten verändert. Das führt die Stadtverwaltung auch auf eine Vielzahl von Projekten zurück.
Grüne: „ÖPNV in schwierigen Zeiten stabil halten“
Die Fraktion der Grünen im Stadtrat reagiert mit Sorge auf die Diskussion im Rheinisch-Bergischen Kreis, beim öffentlichen Busverkehr zu sparen. Angesicht der Finanznot sind sie bereit, maßvolle Einschränkungen mitzutragen. Das dürfe aber nicht zu Lasten der Linie 1 oder des SB40 gehen – die besonders wichtig sind, wenn die S 11 nicht fährt.
Zweites Gleis der S 11 soll 2031 gebaut werden
Seit 15 Jahren hofft Bergisch Gladbach auf ein zweites Gleis für die S 11, doch bislang wollte keiner der Verantwortlichen ein Datum für den Baustart oder gar die Fertigstellung nennen. Jetzt hat Dezernent Ragnar Migenda indirekt einen Zeitplan erkennen lassen. Für den Bau muss Bergisch Gladbach allerdings für bis zu anderthalb Jahre auf die S-Bahn verzichten.
Verkehr, kurz & knapp: Ein Konzept für die Buchmühle, gegen Kürzungen beim ÖPNV
Im Ausschuss für Mobilität und Verkehr gab es einige wichtige Neuigkeiten: Ein Zeitplan für die S 11, eine Idee für die Sanierung der Buchmühle und womöglich der ganzen Fußgängerzone – und viel Kritik an geplanten Kürzungen bei Bus und Bahnen. Zudem ging es um den Haushalt, um drei Bäume vor dem Rathaus, die Haltestelle am Markt und einiges mehr.
So sollen Unfall-Schwerpunkte sicherer werden
Die Unfallkommission benennt zwei neue Gefahrenstellen im Bergisch Gladbacher Stadtgebiet, an denen es jüngst vermehrt zwischen Pkw und Fahrrädern gekracht hat. Die Stadtverwaltung kündigt Verbesserungen für die Verkehrsführung für Radfahrer:innen an, um die Bereiche sicherer zu machen.
Polizei warnt vor Unfällen mit E-Rollern
In diesem Jahr hat sich die Zahl der schweren Unfälle mit E-Scootern vervierfacht. Besonders Jugendliche und sogar Kinder sind davon betroffen. Bei kaltem und nassen Wetter erhöht sich die Gefahr, warnt die Polizei Rhein-Berg – und kündigt verstärkte Kontrollen an.
Bergisch Gladbach – die wahre Autostadt
Gerne wird Wolfsburg – die Heimatstadt des Volkswagens – als die Autostadt Deutschlands bezeichnet. Aber Bergisch Gladbach kann mithalten, und einiges spricht dafür, Bergisch Gladbach den Titel „Autostadt“ zu verleihen. Auch wenn es fraglich ist, ob es für Bergisch Gladbach im Zeichen des angestrebten Mobilitätswandels eine Ehre ist.
Erste Schulstraße ist in Refrath erfolgreich gestartet
An der KGS In der Auen ist Bergisch Gladbachs erste Schulstraße eingerichtet worden. An Schultagen wird der Bereich vor der Schule zu festgelegten Zeiten für Autos gesperrt. Ziel ist es, den Schulweg für Kinder sicherer zu machen und Elterntaxis vor und nach Schulbeginn einzudämmen. Es handelt sich erst einmal nur um einen Verkehrsversuch auf Zeit.
Ein Lächeln gegen „zu schnell, zu laut“
Der Verkehr einer Landstraße ist auch bei Tempo 70 sehr laut. Extrem laut wird es, wenn es Schlaglöcher gibt und zu schnell gefahren wird. Wie laut Autos, LKW und Motorräder tatsächlich sind, das hat Wolfgang Maus in Herkenrath in einer gigantischen Messung dokumentiert. Die Stadt ist gegen den Krach nahezu machtlos, doch zusammen mit Maus hat sie jetzt am Ortseingang Herkenrath eine „Smiley“-Anlage aufgestellt, um die Tempo- und Lärmspitzen zu drosseln und weitere Daten zu sammeln.
CDU will Sicherheit am Nittumer Weg verbessern
Nach zwei Unfällen mit Personenschäden fordert die Fraktion der CDU Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer an der Kreuzung „Schlebuscher Straße / Nittumer Weg / In den Wiesen“ im Stadtteil Schildgen.
Grüne und SPD greifen CDU nach Eklat im Verkehrsausschuss an
Beschlüsse über acht wichtige Verkehrsprojekte standen am Dienstag im Ausschuss für Mobilität und Verkehrsflächen auf der Tagesordnung. Doch kurz nach Beginn der Debatte stellte sich heraus, dass der Ausschuss gar nicht beschlussfähig war. Versuche, das Manko zu heilen, scheiterten. Nun werfen Grüne und SPD der CDU vor, Straßensanierungen und weitere wichtige Entscheidungen gezielt zu blockieren.
Wie Kreutz und Felsch die Verkehrsprobleme lösen wollen
Eine Pendlerstadt mit schlechter ÖPNV-Anbindung, eine Großstadt, deren Straßen Hubbelpisten gleichen und deren Radwege gar keine sind: So lässt sich Bergisch Gladbachs Verkehrssituation zusammenfassen. Die Bürgermeisterkandidaten Marcel Kreutz und Alexander Felsch diskutieren im BürgerClub, was sich verbessern muss – und liefern sich einen hitzigen Schlagabtausch.
Weniger Lärm, mehr Sicherheit: Tempo 30 auf Richard-Zanders-Straße
Die Stadt ordnet auf der gesamten Richard-Zanders-Straße Tempo 30 an. Im ersten Teilstück argumentiert sie mit der Lärmreduzierung, im zweiten geht es um die Sicherheit der Kinder.
Flixbus-Haltestelle wandert von Refrath nach Bensberg
Der Fernbus N20 fährt von Amsterdam bis nach Medyka an der polnisch-ukrainischen Grenze und macht bei seiner Reise von West nach Ost auch an der Flixbus-Haltestelle in Bergisch Gladbach Station. Dieser Haltepunkt wird jetzt von Refrath zum Busbahnhof in Bensberg verlegt.
Welche Zukunft hat die untere Hauptstraße?
Sie gehört nicht zu den attraktivsten Bereichen von Bergisch Gladbach, daran konnte auch das dreiwöchige Aufstellen von Straßenbegleitmöbeln nichts ändern. Das Experiment hat jedoch die AG Verkehrswende der Klimafreunde Rhein-Berg zu Gedankenspielen angeregt, wie eine menschenfreundliche untere Hauptstraße aussehen könnte. Der Verkehr spielt dabei eine große Rolle.
Was Sie zur Sperrung der A4 am Wochenende wissen müssen
An den beiden nächsten Wochenenden kommt auf den Verkehr in Bensberg, Overath und Rösrath sowie im weitem südlichen Umfeld eine große Belastung zu: Die A4 wird zwischen den Anschlussstellen Bensberg/Moitzfeld und Untereschbach komplett gesperrt, der Verkehr über Land geführt. Die Kommunen haben einige Vorkehrungen getroffen – dennoch befüchten einige Anwohner Schlimmes.
Mehr Piktogramme für mehr Sicherheit im Radverkehr
Auf der oberen Hauptstraße hat die Stadt Bergisch Gladbach in beiden Fahrrichtungen zahlreiche Fahrrad-Symbole aufgetragen und einen Seitenstreifen markiert. Damit wurde die Hauptstraße keineswegs zur Fahrradstraße und es handelt sich keinesfalls um einen Radfahrstreifen. Wir sind der Sache nachgegangen.
Kommission identifiziert sieben Unfall-Schwerpunkte
Nach längerer Pause hat die Unfallkommission zweimal getagt und eine ganze Reihe von Stellen im Bergisch Gladbacher Gebiet benannt, an denen es häufiger kracht. Gleichzeitig benennt die Stadtverwaltung einige Maßnahmen, um diese Gefahrenstellen zu entschärfen. Allerdings sind auch viele Appelle an die Verkehrsteilnehmer:innen dabei.
Kreisverwaltung startet Umfrage zur Nutzung der Mobilstationen
19 Mobilstationen wurden in den vergangenen zwei Jahren im Kreis errichtet, die ermutigen sollen, das eigene Auto stehen zu lassen. Eine Umfrage soll nun Zufriedenheit und Nutzungsverhalten untersuchen. Die Kreisverwaltung bittet um rege Beteiligung. Teilnehmer haben die Möglichkeit, attraktive Preise zu gewinnen.
IG Schildgen: „Jedes Vertrauen in die Stadtverwaltung verloren“
Die Interessengemeinschaft Schildgen nimmt in einer Mitteilung zur Planung des Umbaus der Altenberger-Dom-Straße Stellung – und kritisiert die Stadtverwaltung hart. Sie habe die Parkraum-Untersuchung nur halbherzig durchgeführt und mache falsche Angaben. Den Untergang des Nahversorgungszentrums Schildgen nehme die Stadt in Kauf. Am Samstag informiert die Stadt vor Ort.
Durchgängig Tempo 30 auf der Altenberger-Dom-Straße
Die lange gewünschte Tempo-Reduzierung im Zentrum von Schildgen ist komplett: Nach dem Teilstück von der Kempener Straße bis zum Fahner Weg wurde jetzt auch auf dem unteren Teil bis zur Schlebuscher Straße Tempo 30 angeordnet. Für diesen Bereich musste die Stadt zunächst ein zusätzliches Lärmgutachten einholen. Eine weitere Ausdehnung der Tempo-30-Bereiche im Stadtgebiet bleibt jedoch schwierig.
Stadt: Mehr als genug Parkplätze an der Altenberger-Dom-Straße
In der schwierigen Debatte um die Neugestaltung der Altenberger-Dom-Straße in Schildgen hatte der Stadtrat die Verwaltung beauftragt, die Auslastung der Parkplätze entlang der Hauptverkehrs- und Einkaufsstraße sowie in den öffentlich zugänglichen Hinterhöfen zu prüfen. Die Ergebnisse liegen jetzt vor.
Doppelbaustelle führt zu erheblichen Verkehrs-Problemen
Ohne Ankündigung ist die Baustelle auf der Paffrather Straße am Montag voran gerückt, die Fahrbahn stadteinwärts ist nun bis zur Kreuzung mit der B 506 gesperrt. Wer aus Hand, Paffrath oder Schildgen in die Innenstadt will, soll die Baustelle eigentlich weitläufig umfahren; die meisten Betroffenen landeten statt dessen in einer zweiten Baustelle auf der Alten Wipperfürther Straße.
CDU will Pläne für Laurentiusstraße auf Eis legen
Für die CDU ist die Neugestaltung der Laurentiusstraße zugunsten des Fußverkehrs „reine Geldverschwendung“ und ein „grünes Prestigeprojekt“, daher solle das Vorhaben auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Eine andere Verwendung der dafür eingeplanten Mittel ist jedoch nicht so umsetzbar, wie die CDU es fordert, wendet die Stadt ein. FWG und FDP reagieren unterschiedlich.
SPD will Zuflussregelung für Schildgen und Katterbach prüfen
Um den Verkehr für die Stadtteile Schildgen und Katterbach erträglicher zu machen denkt die SPD darüber nach, den Zufluss über die Altenberger-Dom-Straße zu kontrollieren. Zunächst sollen die Auswirkungen im Rahmen einer Computer-Simulation geprüft werden.
Laurentiusstraße: Mehr Raum für Fuß- und Radverkehr, weniger Parkplätze
Nachdem der Plan, die Laurentiusstraße zur Fahrradstraße umzuwandeln gescheitert war, hat die Stadt mit der Politik neue Pläne für eine Aufwertung der schmale Straße in der Innenstadt geschmiedet. Die Aufenthaltsqualität soll verbessert, dem Fuß- und Radverkehr mehr Raum gegeben werden, ein Großteil der Parkplätze wegfallen. Diese Vorschläge werden jetzt präsentiert.
Anwohnerschaft klagt über zu hohes Tempo in der Wagnerstraße
In vielen Wohnvierteln in Bergisch Gladbach gilt bereits Tempo 30, was jedoch – vor allem auf den sogenannten Schleichwegen – häufig nicht eingehalten wird. In Schildgen haben jetzt zwei Anwohner eine Petition gestartet und bei Bürgermeister Frank Stein offene Ohren gefunden.
„Wir brauchen Radwege, für die man nicht mutig sein muss“
Mit Fahrrädern und bunten Luftballons für die Verkehrswende: Am Sonntag, 7. Mai, fährt wieder die Kidical Mass durch Bergisch Gladbachs Straßen. Melanie Baierl ist eine der Organisatorinnen der Kinder-Fahrraddemo. Im Interview hat sie uns verraten, warum sie das macht, was sie sich von der Stadt wünscht – und wie man mitmachen kann.
Wie fahren wir als Familie am besten?
Mein Mann und ich, wir besitzen ein Lastenrad, (neuerdings) ein Deutschlandticket und die Möglichkeit, ab und zu das Auto meiner Mutter auszuleihen. Wie benutzen wir diese Verkehrsmittel? Was sind die Vor-, was die Nachteile? Was braucht man als Familie hier in Bergisch Gladbach wirklich? Ein Selbsttest.
Bergisch Gladbach für Fußverkehrs-Check NRW zugelassen
Beim landesweiten Wettbewerb um einen professionellen „Fußverkehrs-Check“ des Verkehrsministerium ist Bergisch Gladbach unter die zwölf Teilnehmer gelangt. Bei der Umsetzung will sich die Stadt vor allem den Stadtteil Gronau vornehmen und dabei gleichzeitig auch die Bürgerbeteiligung vorantreiben.
Kommunal, kurz & knapp: Shuttle, Straßenbau, Schildgen, Schlossstraße
Der Ausschuss für Mobilität und Verkehrsflächen gibt grünes Licht für eine Verkehrsmittel der Zukunft: autonome Shuttle sollen in zehn Jahren Bensberg mit Moitzfeld und Kürten verbinden. Schwerer tut sich die Stadt mit dem Verkehr der Gegenwart: Straßensanierungen werden aufgeschoben, um Tempo 30 heftig gerungen. Wir fassen alle Debatten und (überraschend einmütigen) Entscheidungen zusammen.
Schulexpress soll Chaos der Eltern-Taxis lindern
Viel zu viele Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto zur Schule, erhöhen das Verkehrsaufkommen und sorgen rund um die Schulen für ein gefährliches Chaos. Der Bau der Sofortschulen in Hebborn und Refrath könnte diese Probleme noch verstärken. Die Stadt reagiert auf den Missstand und erprobt an der KGS In der Auen erstmals das Konzept des „Schulexpress”. Wir haben es uns genau angeschaut und mit der Erfinderin gesprochen.
Laurentiusstraße: Stein gibt Fahrradstraße auf
Bürgermeister Frank Stein zieht in der Debatte um die Laurentiusstraße die Notbremse und schlägt dem Stadtrat vor, den Verkehrsversuch in der Buchmühle abzubrechen. Statt dessen solle der vorherige Zustand dauerhaft wieder hergestellt werden, mit dem gegenläufigen Radverkehr. Damit würde das ganze Projekt einer Fahrradstraße an dieser Stelle beerdigt werden.
Laurentiusstraße: CDU fordert Abbruch des Verkehrsversuchs
Die CDU hatte die Umwandlung der Laurentiusstraße in eine Fahrradstraße grundsätzlich abgelehnt, jetzt macht sie Front gegen den laufenden Verkehrsversuch. Sie hält Bürgermeister Frank Stein, den Grünen, der SPD und auch der FDP „pure Ideologie und Symbolpolitik“ vor, die zu Chaos führe. Daher verlangt sie von Stein den sofortigen Abbruch des Versuchs und ruft die Bürger:innen zu Protestmails auf.
Laurentiusstraße: Versuch startet unspektakulär
Seit Montagfrüh ist die Fahrt durch die Laurentiusstraße gesperrt, ein großer Teil der Autofahrer:innen akzeptiert die virtuelle Barriere, meidet die Straße oder lässt sich über die Buchmühle ableiten. Allerdings ignorieren auch einige den neuen Schilderwald. Wir waren vor Ort und erläutern die Regeln und Hintergründe.
