Wok

Die Grüne Ladenstraße ist zwar ein wenig aus dem Blickfeld gerückt – aber gegenüber der neuen Fußgängerzone braucht sie sich gar nicht zu verstecken. Im Gegenteil, hier findet man, was man dort oft schmerzlich vermisst: Fachgeschäfte, kleinteiliges Pflaster (!) und nicht zuletzt diejenigen gastronomischen Einrichtungen, die man tagsüber am dringendsten benötigt.

Tatsächlich hat sich die Straße, die sich offiziell Altes Pastorat nennt, zwischen eben diesem und dem Espresso-Haus am oberen Ende zu einer kleinen Schlemmermeile für den Tagesgebrauch entwickelt.

Direkt hintereinander liegen der Metzger Vierling, das Nudelhaus und das Wo kWok. Alle drei bieten preiswerte Mittagsgericht, für fünf Euro wir man gut bedient und satt. Wir haben an diesem Tag Lust auf leichte asiatische Küche und wählen das Wok Wok. Um es vorweg zu sagen: es war eine gute Wahl.

Auf der kleinen Terrasse kann man unter Wärmelampen und roten Decken sitze, aber dafür war es uns dann doch etwas zu kalt. Der gerade mal vier mal sechs Meter große Innenraum ist sauber geteilt: Links finden maximal acht Personen Platz an kleinen Stehtischen, rechts hinter der Holztheke wirbeln die vier Köche an ihren Woks.

Hier wird tatsächlich frisch gekocht, jede Menge frisches geschnipselte Gemüse ist zu sehen, aber nichts vorgekochtes.

Das schmeckt man auch. Das Hähnchen-Curry hat eine angenehme Schärfe, gemildert durch die Kokosmilch – und eine riesige Portion von mindestens sechs verschiedenen Gemüsesorten. Die wurden im Wok nur knapp gegart und sind sehr knackig. Das ganze auf einem großen Porzellanteller serviert ist meilenweit von dem entfernt, was man sonst oft in den Pappschachteln der China-Imbisse bekommt. Die Portion ist sehr reichhaltig und kostet gerade mal 4,90 Euro. Überhaupt findet man auf der reichhaltigen Karte kaum ein Gericht über 5,50 Euro, da muss man sich schon Hummerkrabben extra bestellen, um diese Schallmauer zu durchbrechen.

Gar nicht mild war das Rind Szechuan Art, sondern wie auf der Karte versprochen richtig scharf. Genau das richtige, wenn man nach dem schnellen Lunch den Büroschlaf auslassen und gleich wieder durchstarten will.

Neben dem sehr preiswerten gebratenen Reis/Nudeln bietet die Karte eine ganze Reihe von Spezialitäten, die weitere Besuche erforderlich machen. Die Nachtischkarte ist etwas dünn (Gebackene Banane, sonst nix), der “Pott” Tee mit 2,50 Euro im Vergleich zu den Gerichten etwas teuer, aber sonst gibt es überhaupt nichts zu meckern.

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Gastronom

Mich interessiert, wo im Bergischen man gut Essen und Trinken kann. Darüber schreibe ich positiv kritisch, das andere verschweige ich. Tipps sind willkommen, bei den Kommentaren.

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