Am Rechner passten Schüler und Lehrer ihre dreidimensionale Figur weiter der Realität an, Foto: Alexander Schiele

In der dritten Dimension waren Schüler:innen der Otto-Hahn-Realschule unterwegs. Bei einem Workshop des zdi-Netzwerk MINT Rhein-Berg lernten die Jugendlichen, wie man aus Fotos seine eigene, dreidimensionale Figur am Computer erstellt und ausdruckt. Das Netzwerk bietet regelmäßig Veranstaltungen an, um Kinder für naturwissenschaftliche Themen zu begeistern.

Während der viertägigen Veranstaltung, die unter dem Motto „2D-Fotos sind lame – wir fotografieren uns in 3D!“ stand, bekamen die Teilnehmer:innen einen umfassenden Einblick in den gesamten Prozess der 3D Digitalisierung – von der Erstellung der Daten bis zum Ausdruck des 15 Zentimeter großen 3D-Zwillings.

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Vom Foto zur 3D-Figur

Los ging es mit dem Aufbau des Fotostudios, in dem sich Jugendliche aus den Klassen 8 und 9 im Rahmen einer Projektwoche gegenseitig mit ihren eigenen Handys aus vielen verschiedenen Perspektiven fotografierten, um möglichst detailreiche bildliche Informationen von sich selbst zu erhalten. Die Fotos wurden in nächsten Schritten auf den Rechner kopiert und mit einer Software bearbeitet.

Mit einem speziellen Programm erzeugten die Jugendlichen dann aus den bearbeiteten zweidimensionalen Fotos den dreidimensionalen Zwilling von sich selbst. Die noch rohen Abbilder wurden schließlich weiter verfeinert und ihren menschlichen Vorbildern möglichst genau angepasst. Nach einigen weiteren Arbeitsschritten schickten die Jugendlichen die Daten ihres digitalen Abbilds an den 3D-Drucker.

Jetzt war Geduld gefragt, da der Druck einige Stunden in Anspruch nahm. Am Ende dieses Prozesses hielten die Schüler:innen der Otto-Hahn-Realschule eine Figur von sich selbst in den Händen, die ein Abbild der Realität darstellt. „Das ist ein sehr interessantes Thema“, fasste Kursteilnehmerin Hanna zusammen, „schließlich ist inzwischen fast alles digital und hier können wir erleben wie es funktioniert.“ 

Kompetenzen entwickeln

„Es ist wichtig, dass sich die Jugendlichen mit 3D-Darstellungen auseinandersetzen“, sagt daher auch Kursleiter Simon Gasch von 8K Vision, „da in Zukunft im Rechner alles dreidimensional sein wird. Deshalb ist es ein faszinierendes Erlebnis, seinen digitalen Zwilling zu erstellen.“

Für die Lehrerin Mieke Overhage und ihren Kollegen Karim Okasha ist der Workshop eine willkommene Gelegenheit, um ihren Schüler:innen die „Möglichkeiten der Digitalisierung aufzuzeigen“ und ihnen die Chance zu geben, „in zukunftsweisende technische Berufsfelder einzutauchen und für sich selbst Perspektiven zu entwickeln.“

Das zdi-Netzwerk MINT Rhein-Berg im Internet: www.mint-rhein-berg.de

Der Workshop ist Teil des Angebots des zdi-Netzwerks MINT Rhein-Berg, das vielfältige Angebote macht, um Kinder und Jugendliche von der Kita bis zur weiterführenden Schule für naturwissenschaftliche Themen zu begeistern. Durch attraktive schulische und außerschulische Angebote vermittelt das zdi-Netzwerk MINT Rhein-Berg einen umfassenden Blick auf Forschungs- und Arbeitsfelder sowie Studien- und Berufsbilder im Bereich von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Tecknik.

Rheinisch-Bergischer Kreis

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  1. Die Aussage „da in Zukunft im Rechner alles dreidimensional sein wird” stimmt leider nicht. Die Grundrechenarten wären das Gegenbeispiel.