Die nächste Kabinett-Ausstellung im Kunstmuseum Villa Zanders befasst sich mit Bienen und ihren Produkten – und zwar in Werken von Joseph Beuys, Hede Bühl, Felix Droese und anderen Künstlern. Sie sensibilisiert für die Bedeutung des Umwelt- und Artenschutzes und zeigt gleichzeitig die Schönheit und Vielfalt der Kunst.

Wir veröffentlichen einen Beitrag des Kunstmuseums Villa Zanders.

Bienen haben die Menschen seit jeher fasziniert. Schon griechische und römische Philosophen wie Aristoteles oder Vergil haben über sie geschrieben. Auch in der zeitgenössischen Kunst finden sich Bienen und ihre Produkte wie Honig und Bienenwaben bei Joseph Beuys, Hede Bühl, Felix Droese, Michael Buthe, Timm Ulrichs und anderen Künstlerinnen und Künstlern wieder.

Eine Auswahl ihrer Werke steht im Mittelpunkt der Kabinett-Ausstellung, die ab Samstag, 13. Juli, im Kunstmuseum Villa Zanders in Bergisch Gladbach zu sehen ist. Gezeigt werden Werke aus der Sammlung von Prof. Hartmut Kraft, Psychoanalytiker, Kunstsammler, Autor und Kurator der Kabinett-Ausstellung.

Im Zentrum stehen Dokumente und Multiples von Joseph Beuys zur „Honigpumpe am Arbeitsplatz“ (1977) und die neue Skulpturengruppe der „Wabenköpfe“ (2015–2024) von Hede Bühl.

Die menschliche Fähigkeit ist nicht, Honig abzugeben, sondern zu denken, Ideen abzugeben. Das wird jetzt parallel gesetzt.Joseph beuys

Bislang kaum bekannte „Bienenwabenobjekte“ von Timm Ulrichs, Herbert Zangs und Bjoern Noergaard sowie Papierarbeiten u.a. von Felix Droese, Michael Buthe und Rolf Iseli runden die Ausstellung ab.

Die Ausstellung sensibilisiert für die Bedeutung des Umwelt- und Artenschutzes und zeigt gleichzeitig die Schönheit und Vielfalt der Kunst.

HONIG für Kunst und Gesellschaft.
Bienen und ihre Produkte in Werken von Joseph Beuys, Hede Bühl, Felix Droese u.a.

Kunstmuseum Villa Zanders
Konrad-Adenauer-Platz 8
51465 Bergisch Gladbach

Eröffnung: Freitag, 12.7.2024, 18 Uhr

Kurator: Prof. Dr. Hartmut Kraft

Es erscheint ein Katalog mit zahlreichen Abbildungen und ausführlichen Texten von Hartmut Kraft im Kettler Verlag, Dortmund (192 Seiten). Erhältlich für 29 € an der Museumskasse.

Die Kunstwerke bereiten den Boden für Überlegungen, die über die Kunst hinausgehen und im Katalogbuch zur Ausstellung ausführlich dargestellt werden: Kapitel zur Kunst wechseln sich ab mit Beiträgen zur Kultur- und Naturgeschichte der Bienen seit der Antike, zum „Bienenkönig“, zur Verteidigungsstrategie der Bienen und zum weltweiten Bienensterben.

Die Bienen brauchen den Menschen nicht – aber der Mensch braucht die Bienen, um eine blühende Umwelt zu erhalten und die Welternährung zu sichern.

Hede Bühl: Wabenkopf, 1987–2022. Mischtechnik auf Papier, Courtesy Prof. Dr. Hartmut Kraft

„Wir leben in einer Welt, in der die Natur rapide aus unserem Leben verschwindet, weil wir ihr keinen Raum mehr lassen. Für mich ist dieser dramatische Verlust und Verfall der Arten und ihrer Lebensräume die wahre Krise des 21. Jahrhunderts. Und auf sie gilt es mit allen Mitteln aufmerksam zu machen – etwa indem wir Pressemitteilungdiese eine Geschichte des Lebens erzählen,“ ist sich Matthias Glaubrecht, Professor für Biodiversität der Tiere an der Universität Hamburg, sicher.

Das städtische Museum wurde 1992 in der Gründerzeitvilla der Fabrikantenfamilie Zanders eröffnet und feiert 2017 sein 25jähriges Bestehen. Mit seiner einzigartigen Sammlung von „Kunst aus Papier“, der Kommunalen Galerie mit Malerei der Düsseldorfer Schule aus dem 19. Jhdt. sowie einem ambitionierten...

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