Dorothee Wasmuth, bislang Fraktionschefin der FDP im Stadtrat, schließt sich im Stadtrat der CDU unter Führung von Michael Metten (hinten) an. Achiv-Foto: Thomas Merkenich

Um die einzelnen Maßnahmen zum Thema Nachhaltigkeit innerhalb der Verwaltung zielgerichtet zu entwickeln und umzusetzen, fordern die Fraktionen von FDP und CDU in einem gemeinsamen Antrag die Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie. Dabei soll sich die Verwaltung an den „Zielen für nachhaltige Entwicklung“ der Vereinten Nationen orientieren. Sie umfassen alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit: Wirtschaft, Soziales und Umwelt.

Wir veröffentlichen eine gemeinsame Mitteilung der Fraktionen von FDP und CDU

Das bisher entwickelte Integrierte Klimaschutzkonzept (IKSK), dem keine vernetzte Strategie zugrunde liegt, muss sich den „Zielen für nachhaltige Entwicklung“ („Sustainable Development Goals“, SDG) unterordnen. Nur so ist es aus Sicht der Fraktionen von FDP und CDU möglich, die vorhandenen Ressourcen sinnvoll einzusetzen.

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Die gesamte Entwicklung soll unter Einbeziehung der 2023 in der Stadtverwaltung neu geschaffenen Projektmanagementstruktur aufgesetzt und begleitet werden. Diese Projektsteuerung sorgt für eine zielgerichtete Mittelverwendung und verhindert, dass Zeit und Geld für Aktivitäten verschwendet werden, die keinen Zielen folgen.

„Die Vereinten Nationen haben bereits 2015 diese SDG’s entwickelt, an denen sich bereits viele Kommunen orientieren. Auch hier zeigt sich Bergisch Gladbach als late follower“ so Dorothee Wasmuth, Fraktionsvorsitzende der FDP im Rat.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Michael Metten bemängelt: „Aufgrund der fehlenden, strategischen Zielausrichtung sind wir in Bergisch Gladbach gegenüber ökonomischen, ökologischen oder sozialen Herausforderungen und Krisen in dieser Zeit nicht gut aufgestellt“.

Eine zentrale Forderung im gemeinsamen Antrag ist wegen der engen und zwingenden Verknüpfung von Ressourceneinsatz und Haushalt, die Erarbeitung der Strategie und die Etablierung eines Nachhaltigkeitsmanagements dem Zuständigkeitsbereich des Stadtkämmerers zuzuweisen.

Dokumentation

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  1. Vielleicht bin ich zu dumm, aber ich verstehe den Inhalt nicht. Die beiden Parteien möchten, dass eine Strategie für Nachhaltigkeit erstellt wird? Eigene Vorschläge werden nicht erwähnt? Ich verstehe unter Nachhaltigkeit weniger Ressourcenverbrauch (u.a. weniger Verkehr) und mehr Grün (u.a. weniger Versiegelung). Ein Zufall, dass es hier heißt, Wirtschaft, Soziales und Umwelt? Richtig sollte es umgekehrt sein: Umwelt, Soziales und Wirtschaft

  2. Ein sehr weitsichtiges Vorhaben von CDU und FDP!
    Zugleich finde ich bemerkenswert, wie sich Bündnis 90/DIE GRÜNEN die Butter vom Brot nehmen lässt und nun in einem Dilemma steckt: Sie können aus strategischen Gründen wohl nicht dafür stimmen, aber aus parteiprogrammatischen Gründen auch nicht dagegen.
    Es ist eindeutig Wahlkampf!