Mit der Inszenierung von Christina Ketterings „Schwarze Schwäne” hatte das Theas-Ensemble DéJE-vu im vergangenen Jahr einen großen Erfolg gefeiert. Jetzt wird das Stück noch einmal in den Räumen des bib International College gezeigt. Ein intensives Kammerspiel, das trotz seiner tiefen Tragik viele komische Momente hat.

Das DéJE-vu ist mittlerweile fester Bestandteil der Gladbacher Kulturszene, dennoch ist es nicht jedem ein Begriff. Gegründet wurde das Ensemble 2017 am THEAS Theater von der freiberuflichen Theaterregisseurin Kristin Trosits, die 2009 schon das Junge Ensemble mitgründete. Die Darstellenden des DéJE-vu sind ehemalige Mitglieder des Jungen Ensembles, die über dessen Altersbegrenzung hinaus weiterhin mit Leidenschaft Theater spielen wollen.

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Während sich das Junge Ensemble durch die Besonderheit auszeichnet, die gespielten Stücke vorher selbst zu schreiben, hat sich Kristin Trosits mit dem DéJE-vu zum Ziel gesetzt, „gesellschaftsrelevante Texte von bekannten Dramatiker*innen an außergewöhnlichen Orten in Bergisch Gladbach auf die Bühne zu bringen“. So bespielten sie in der Vergangenheit etwa die Stadtbibliothek und das historische Verwaltungsgebäude der ehemaligen Papierfabrik Zanders.

Die Örtlichkeiten werden meist inhaltlich zum Stück ausgesucht. In „Schwarze Schwäne“ geht es um zwei Themen: Altenpflege und künstliche Intelligenz. Passend zu letzterem wird das Stück also im bib International College inszeniert, wo sonst Auszubildende und Student*innen vor allem im Bereich Informatik lernen.

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„Schwarze Schwäne“ feiern Premiere

Die Nachwuchstalente des Theas Theaters zeigen am Samstag zum ersten Mal ihr Stück „Schwarze Schwäne“ – und wie immer hat sich das Ensemble DéJE-vu für die Aufführungen einen passenden Ort ausgesucht: das bib International College. Denn es geht um Künstliche Intelligenz und einen Pflegeroboter. Unsere Autorin war bei der Generalprobe dabei.

Dass sich die Räumlichkeiten doch sehr von einer üblichen Bühne unterscheiden, merkt man den Darstellerinnen Alina Mörsberger und Viktoria Mudry nicht an. Sie spielen sich mit einer Selbstverständlichkeit zwischen Tischen und Computern entlang, die selbst die Zuschauenden die ungewohnte Sitzsituation vergessen lässt. 

Das Stück außerhalb des klassischen Theaterraumes zu inszenieren bereitet Kristin Trosits viel Freude. „Ich liebe es mitneuen Räumlichkeiten umgehen zu müssen und sie kreativ in das Spiel zu integrieren.“

Fotos: Philipp J. Bösel

An Leidenschaft mangelt es im DéJE-vu niemandem. Die Darsteller*innen proben über vier Monate hinweg einmal wöchentlich für jeweils vier Stunden und das neben Ausbildung, Studium oder Berufsleben. Leidenschaft, Neugier und Energie sind auch, was Kristin Trosits an der Arbeit mit Jugendlichen und Laien so begeistert. 

„Das sind Eigenschaften, die im Profibereich manchmal abhanden kommen, weil Zeitdruck und Überlastung den Alltag beherrschen“, sagt sie. „Die Arbeit mit den Jungendlichen/Laiendarsteller*innen gibt mir immer viel Kraft.“

Auf die Frage, wieso man sich das Stück angucken sollte, antwortete sie wie folgt: „Schwarze Schwäne“ ist ein intensives Kammerspiel, das trotz seiner tiefen Tragik viele komische Momente hat und dadurch unglaublich abwechslungsreich ist. Da ist für jeden was dabei!“

Wer sich angesprochen fühlt, sollte sich Karten sichern. „Schwarze Schwäne“ wird insgesamt fünfmal am bib International College aufgeführt. Am 30. März und 13. April um 18.00 Uhr und am 05., 11. und 12. April jeweils um 20.00 Uhr. 

Die Karten sind ausschließlich über den Vorverkauf des THEAS Theaters und Billetto erhältlich, es gibt keine Abendkasse. Das bib International College befindet sich in der Hauptstraße 2, 51465 Bergisch Gladbach. Die Parkplätze vor Ort dürfen genutzt werden.

Ich bin Eva Birkemeier, 18 Jahre alt und seit 2018 leidenschaftlicher Theaterer im Jungen Ensemble des THEAS Theaters. Meine Freizeit habe ich schon immer mit kreativen Dingen - primär dem Schreiben - verbracht und im Jungen Ensemble habe ich einen Ort gefunden, an dem ich dieses Hobby mit anderen teilen...

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