Psychotherapeut:innen demonstrieren in Düsseldorf vor dem Landtag gegen die Honorarkürzungen. Foto: Dustin Fornefeld

Die Wartelisten für einen Psychotherapie-Platz sind lang, Patient:innen müssen sich in Bergisch Gladbach bis zu einem Jahr gedulden, bevor sie mit einer Behandlung beginnen können. Nun kürzen die gesetzlichen Krankenkassen die Honorare. Dadurch steigt für Therapeut:innen der Anreiz, mehr privat Versicherte zu behandeln – um wirtschaftlich arbeiten zu können.

Schon jetzt müssen Menschen mit psychischen Problemen monatelang auf einen Therapieplatz warten. „Ich habe aktuell in meiner Praxis Wartezeiten von über einem Jahr bis zu Beginn einer Behandlung“, sagt Mark Alcock, niedergelassener Psychotherapeut mit Praxis in Bensberg. „Ich muss regelmäßig schwer belastete Menschen abweisen oder nach einem Erstgespräch mit der Hoffnung, woanders einen Platz zu finden, wieder nach Hause schicken.“

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Die mehr als angespannte Versorgungssituation für Menschen mit psychischen Erkrankungen könnte sich künftig noch verschärfen, fürchten Psychotherapeut:innen und Kassenärztliche Vereinigungen. Der Grund: Ab heute (1. April) werden ihre Honorare um 4,5 Prozent gekürzt. Seit der Entscheidung des Erweiterten Bewertungsausschusses am 11. März 2026 gehen deutschlandweit Psychotherapeut:innen auf die Straße. 

Foto: Dustin Fornefeld

Steigende Kosten, sinkendes Honorar

„Honorarkürzungen statt eines angemessenen Inflationsausgleichs sind eine Frechheit und eine Zumutung für uns“, findet Alcock. „Während die Lebenskosten für meine Familie und mich steigen, in der Praxis alles teurer wird und in allen Gehaltsverhandlungen Gehälter steigen, wird bei uns gekürzt.“ Ohne Vorbereitungszeit verlören alle ambulant tätigen Psychotherapeuten, die mit den gesetzlichen Krankenkassen abrechnen, sofort Geld. 

„Die Kolleg:innen im Rheinisch-Bergischen Kreis sind zu Recht empört. Sie wissen nicht, wie sie die Einnahmeneinbußen ausgleichen können“, berichtet Gerd Kienast, psychologischer Psychotherapeut, der für die KV in der Kreisstelle Rhein-Berg die Psychotherapeut:innen vertritt. „Die Behandlungszeit für eine Therapiestunde kann ja nicht auch um 4,5 Prozent gekürzt werden, um mehr Patient:innen zu versorgen.“

Steigende psychische Belastung

Eigentlich gebe es angesichts der bereits ausgelasteten Praxen auch im Rheinisch-Bergischen Kreis einen steigenden Bedarf an Psychotherapie, so Kienast. Hinzu komme, dass Krankschreibungen aus psychischen Gründen zunähmen. Und immer mehr Kinder und Jugendliche hätten psychische Erkrankungen wie Angststörungen, Depressionen, AD(H)S oder Essstörungen. Die Kürzungen betreffen auch Kinder- und Jugendtherapeut:innen.

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Angesichts solcher Entwicklungen kritisieren Psycholog:innen wie Alcock und Kienast die Kürzungen scharf. „Dadurch steigen die Anreize, nur noch die geforderte Mindestanzahl an gesetzlich versicherten Patient:innen zu übernehmen und den Rest mit Privatversicherten oder Selbstzahler:innen aufzufüllen“, sagt Alcock. Oder durch Leistungen wie Coaching oder Paartherapie, die ohnehin privat bezahlt werden müssen.

Vorgegebene Anzahl an Therapiestunden

Dazu muss man wissen: Wer als Therapeut:in einen Kassensitz hat, verpflichtet sich, eine festgelegte Mindestanzahl von Behandlungsstunden für gesetzlich Versicherte anzubieten: Im Fall von Alcock mit einem halben Kassensitz sind es 12,5 Stunden (bei einem ganzen Sitz sind es 25 Stunden). Auf durchschnittlich 18 bis 20 Patientenstunden kommt er tatsächlich pro Woche. „Ich behandle aktuell ausschließlich gesetzlich Versicherte“, sagt Alcock. 

Um die Verluste durch die beschlossenen Kürzungen auszugleichen, müsste er in Zukunft zwei bis drei Therapiestunden pro Woche durch privat Versicherte oder Selbstzahler ersetzen. „Diese Behandlungsplätze würden dann für gesetzlich versicherte Patienten wegfallen“, rechnet Alcock vor. In seinem Fall wären das 10 bis 20 Prozent seiner Behandlungskapazitäten.

Höhere Honorare für privat Versicherte

Der Bedarf dafür wäre da: „Ich habe bereits wiederholt Anfragen privater Dienstleister erhalten, die Therapieplätze vermitteln“, berichtet Alcock. Manche privaten Kassen hätten eigens solche Vermittlungsservices für ihre Versicherten. Die Honorare für privat Versicherte liegen deutlich höher: bei Kurzzeittherapien (24 Sitzungen) beispielsweise 40 bis 50 Prozent über dem, was für gesetzlich Versicherte gezahlt wird.

Alcock ist wichtig zu betonen: „Ich werde keine Patienten aus laufenden Behandlungen entlassen, das werden auch keine Kolleg:innen tun.“ Er arbeite aus Überzeugung in einem sozialen Beruf. „Den übe ich sehr gerne und mit Leidenschaft aus. Ich will meine Arbeit nicht von Faktoren wie Geldbeutel oder Versicherungsstatus abhängig machen.“ Doch die Notwendigkeit, private Leistungen anzubieten, steigen – um Praxen wirtschaftlich tragfähig zu halten.

Wir arbeiten an unseren KapazitätsgrenzenMark Alcock

Die Therapiesitzungen sind auf 50 Minuten festgelegt. „Wir können nicht einfach schneller oder effizienter arbeiten“, sagt Alcock. Zu jeder Stunde Patientenarbeit kämen zudem eine Reihe unbezahlter Aufgaben wie Vor- und Nachbereitung, Dokumentation, Praxisverwaltung.

Viele Kolleg:innen hätten keine Möglichkeiten, die Einkommens-Verluste durch Mehrarbeit auszugleichen. „Wir sind ein frauendominierter Beruf, ich bin als einziger Mann in unserer Praxisgemeinschaft mit vier Frauen. Wir alle haben kleine Kinder, eine Kollegin ist alleinerziehend. Wir arbeiten an unseren Kapazitätsgrenzen“, so Alcock.

Psychotherapie spart Geld

Kienast befürchtet, dass die Kürzungen zu noch längeren Wartezeiten für gesetzlich Versicherte führen. „Dabei kann eine frühzeitige ambulante Behandlung in vielen Fällen dazu beitragen, eine teurere stationäre Aufnahme zu verhindern.“ 

Psychotherapie spart letztlich Geld und entlastet das Gesundheitssystem, wie auch Alcock bestätigt. Lange Wartezeiten hingegen förderten das Risiko, dass sich psychische Erkrankungen verschlimmern oder chronisch werden. Und Alcock erlebt regelmäßig, dass die stationären Kapazitäten für seine Patient:innen ausgelastet seien. Auf Tagesklinikplätze müssten sie teilweise über Monate warten, zeitnahe Aufnahmen seien oft nicht möglich.

Fehlende Wertschätzung

Kienast und Alcock erleben im Austausch mit Kolleg:innen viel Wut, Enttäuschung und das Gefühl fehlender Wertschätzung. „Wir sind strukturell unterbezahlt und sind die am schlechtesten bezahlte Fachgruppe der kassenärztlichen Versorgung“, sagt Alcock. 

Nach einem Studium folge eine privat finanzierten Therapeuten-Ausbildung, die zwischen 20.000 und 100.000 Euro koste. Hinzu kämen Kosten für die Übernahme einer Praxis mit Kassenzulassung. Der 36-Jährige hat im vergangenen Jahr 60.000 Euro dafür gezahlt. Viele Kolleg:innen starteten verschuldet ins Berufsleben und „haben bis Mitte 30 in keinerlei Altersvorsorge eingezahlt“.

Das Vertrauen in die gesetzlichen Krankenkassen schwinde, ebenso die Planungssicherheit, so Alcock. „Die Kassen ignorieren den massiv gestiegenen Bedarf an Psychotherapeuten, der wissenschaftlich belegt und nach Pandemie, Kriegen und Krisen im Alltag sichtbar wird.“

Die Therapeut:innen wehren sich weiter. Eine Petition gegen die Honorarkürzungen haben bereits mehr als 500.000 Menschen unterzeichnet. „Psychische Erkrankungen gehören bereits heute zu den häufigsten Ursachen für Arbeitsunfähigkeit und Frühverrentung“, heißt es darin. Gerade deshalb sei seine starke ambulante psychotherapeutische Versorgung „entscheidend für die Stabilität unseres Gesundheitssystems und unserer Gesellschaft“. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat eine Klage gegen die Kürzungen eingereicht.

ist seit 2024 Redakteurin des Bürgerportals. Zuvor hatte die Journalistin und Germanistin 15 Jahre lang für den Kölner Stadt-Anzeiger gearbeitet. Sie ist unter anderem für die Themen Bildung, Schule, Kita und Familien zuständig und per Mail erreichbar: k.stolzenbach@in-gl.de

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  1. Interessant in dem Zusammenhang wäre ja, was eine Therapiestunde aktuell tatsächlich kostet bzw. was die Kasssen dafür zahlen. Schließlich ist es ein Unterschied, ob von einem üppigen oder einem sehr knappen Einkommen 4,5% abgezwackt werden – ob es also um eine Existenzbedrohung oder um Jammern auf hohem Niveau geht.

  2. Psychische Erkrankungen betreffen alle Altersgruppen – doch besonders alarmierend ist die Entwicklung bei Kindern und Jugendlichen.

    Man muss es so deutlich sagen: Diese Entwicklung ist politisch hausgemacht.

    Jahrelang wurde es versäumt, Kinder und Jugendliche wirksam vor exzessiver Handynutzung und digitalen Dauerreizen zu schützen – trotz bekannter Risiken. Prävention bleibt aus, Verantwortung wird weiter vertagt.

    Und jetzt, wo die Folgen sichtbar sind – steigende psychische Erkrankungen und überlastete Praxen – wird ausgerechnet unter politischer Verantwortung bei der Psychotherapie gekürzt.

    Das ist ein fatales Signal.

    Während Australien längst mit klaren Regeln reagiert, bleibt man hierzulande im Abwarten. Gleichzeitig laufen international milliardenschwere Klagen gegen große Plattformen wegen ihrer Wirkung auf junge Menschen.

    Und Deutschland?
    Diskutiert – und kürzt.

    Die Konsequenzen sind absehbar: weniger Therapieplätze, längere Wartezeiten, mehr Druck auf Familien.

    Erst wegsehen. Dann kürzen. Dann wundern.

    Na, danke!

    1. @Elena, den “Sehr guter, informierter Beitrag!” habe ich jetzt auf Ihre Empfehlung hin gelesen.

      Das dieser Personenkreis die Kürzung um 4,5% als “Ehrabschneidend” empfindet kann ich wohl nachempfinden. Aber mehr auch nicht.

      4,5 % Kürzung bedeutet ja eigentlich, auf sagen wir mal EUR 1.000,00 gerechnet, haben die real nur EUR 22,oo – 23,00 (nach Steuern) weniger zum Ausgeben in der Tasche.
      Und kann man den “Verlust” von 4,5% nicht (unbemerkt?) bei den privilegierteren Privatpatienten vielleicht wieder reinholen z.B. durch eine Erhöhung des Stundensatzes?
      Oder 1 Therapie-Stunde am Tag mehr abarbeiten, damit die Warteschleife auch mal etwas kürzer wird? Vielleicht manchmal auch 7 Patienten/Tag?

      Eine Bekannte (Einzelkämpferin) hat früher auch Psychotherapie angeboten (gerne auch Bachblütentherapie).
      Sie hatte einen “Patientendurchlauf” von nur 5 – 6 pro Tag!! mit naturgemäß vielen Kunden in der Warteschleife wobei sie sich, das muss man sagen, ihre Patienten z. T. auch bewusst ausgesucht/abgewiesen hat (keine Alkoholiker!) mit Hinweis auf die lange Wartezeit oder das Ausgebucht sein.

      “in der Praxis” wird alles teurer und “in allen Gehaltsverhandlungen Gehälter steigen”
      Wozu benötigt man als Psychotherapeut, bei 5, 6 oder 7 Patienten am Tag, eigene Angestellte (außer zeitweise eine Reinigungskraft)?
      Und ein teures Behandlungszimmer oder eine teure Praxiseinrichtung, wie bei Medizinern, benötigt man auch nicht, soviel ich weis.

      1. 4,5% Kürzung bedeutet vor allem, 4,5% weniger Einkommen für die gleiche Arbeit und zwar in Zeiten, in denen es eine starke Erhöhung der allgemeinen Lebenshaltungskosten gibt. Ich glaube, Sie haben eine falsche Vorstellung von der Lebensrealität vieler Psychotherapeut*innen.

        Der Verdienst steht im Verhältnis zur Ausbildungszeit in einem sehr schlechten Verhältnis. Bei jeder Tarifeinigung, bei der am Ende ein Minus stünde, würden doch die meisten eher verständnislos den Kopf schütteln als zu sagen “Naja, die kommen schon klar.”

        Ich vermute, Ihre Bekannte ist keine psychologische oder ärztliche Psychotherapeutin, sonst würde sie nicht so einen Unsinn wie Bachblüten anbieten. Als Heilpraktikerin ist sie soweit ich weiß frei, ihr Honorar mit den Hilfesuchenden frei zu vereinbaren. Von daher ist dieser Fall aus mehreren Gründen ungeeignet für einen Vergleich.

      2. Es geht also ums Prinzip. Trotzdem sind ein paar konkrete Zahlen nicht schlecht, um eine valide Diskussionsgrundlage zu schaffen. Ein Artikel des Deutschen Ärzteblatts bringt sie meiner Ansicht nach recht ausgewogen zu Papier:
        https://www.aerzteblatt.de/news/kassen-psychotherapeuten-konnen-auf-190000-euro-jahresumsatz-kommen

        @Ulla: Jemand, der Hokuspokus wie Bachblüten anbietet, dürfte tatsächlich kaum mit einem ernsthaft arbeitenden Psychotherapeuten vergleichbar sein.

      3. 1. Mit Ihrer Vermutung liegen Sie falsch.
        2. Und nein, ich kenne nicht die “Lebensrealität VIELER Psychotherapeut*innen” nur die eine Frau kannte ich.

        Ich weiß nur, und das wissen SIE vermutlich nicht, dass von jeder Gehaltserhöhung, die ich als Arbeitnehmerin bekommen habe, nach allen, ständig steigenden Abzügen (u.a. die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung) jämmerlich wenig übrig geblieben ist.
        Und aus dem Topf “Krankenversicherung” werden dann u.a. Psychotherapeuten (aller couleur, gute und schlechte) bezahlt. Ok.
        Aber, und nicht nur nach meinem Empfinden, wird es auch nicht gehen, dass allein und nur die Arbeitnehmer die immer weiter steigenden KV-Beiträge auf sich nehmen/schultern müssen, das können die auch garnicht.
        Aus diesem KV-Topf wurden in der Vergangenheit Psychotherapeut:innen bisher vermutlich (zu?) üppig bedacht und die KV-Vergütungen werden nun mässig/erstmalig geschrumpft, na und?
        Die Leistungen, die Arbeitnehmer:innen aus ihrer gesetzliche KV bezahlt bekommen, werden vermutlich auch bald weiter beschnitten werden.

      4. Ihre Wut richtet sich an die falschen Adressat*innen. Ich kann als Arbeitnehmer und als jemand, der das Zeitgeschehen verfolgt sehr gut nachvollziehen, wie sich die Lebenshaltungskosten entwickelt haben. Ich habe dabei von Tariferhöhungen profitiert um einen Teil der gestiegenen Kosten abzufedern.

        Auch Menschen, die 7 bis 10 Jahre in Ihre Berufsausbildung (Studium und anschließende Psychotherapeut*innenausbildung) und danach durchschnittlich 86.000 Euro vor Steuern und Versicherungen im Jahr verdienen (laut dem von Drucker geteilten Artikel) gönne ich einen Anstieg ihrer Vergütung zumindest um die Inflationsrate.

        Das sind mit Sicherheit zum allergrößten Teil nicht „die Reichen, die auch endlich mal beitragen sollen“ – die werden natürlich weiterhin nicht behelligt. Und auch im Gesundheitssystem gibt es sicherlich andere Kostentreiber.

      5. “Ihre Wut richtet sich an die falschen Adressat*innen”
        Ich empfinde keine Wut, weder gegen Arbeitnehmer, Selbständige oder Reiche, egal ob oder wie lange sie studiert haben bzw. studieren mussten, um ihren Wunsch-Berufsabschluss in der Tasche zu haben, das ist/bleibt ja jedem selbst überlassen und kann man sich (im Idealfall) aussuchen wie man will.

        Ich als Rentnerin (nicht-studierte) und eher Zahlenmensch als Sie, sehe aber schon den Reformbedarf bei den gesetzlichen Kranken-/Rentenkassen.
        Wenn seit Jahren seitens der Regierung nur herumgetrödelt/um den heißen Brei herumgeredet wird statt die Beseitigung des Ausgabenüberhangs ernsthaft in Angriff zu nehmen, DAS macht mich dann fuchsig.
        Und wenn die “Beseitigung” dann nicht gleichmäßig passiert oder möglich ist, fabriziert man wieder Neid-Debatten.

        Als Rentnerin wäre ich, ganz uneigennützig und nur um des lieben Friedens willen, dafür und fände es sogar gerecht, den “Bestandsrentnern” und den “Bestandspensionären” einen %-Satz als Solidarbeitrag zwecks Unterstützung der Rentner mit geringen Einkommen bzw. Auffüllung der gesetzlichen Rentenkasse im allgemeinen abzuverlangen, denn hier stimmt die Einnahmen-Seite, aus lange bekannten Gründen, auch schon Lange nicht mehr.