Foto: Stadt GL

Markierungsarbeiten auf der Hermann-Löns-Straße haben Anfang der Woche begonnen, nachdem zuvor punktuell die schadhafte Fahrbahndecke zwischen dem Duckterather Weg und dem Wupsi-Busdepot erneuert wurde. Damit werde ein weiterer wichtiger Schritt zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und Radinfrastruktur in Bergisch Gladbach vollendet.

Wir veröffentlichen einen Beitrag der Stadt Bergisch Gladbach

Auf weiten Strecken der Hermann-Löns-Straße werden nach Abschluss der Arbeiten beidseitige Radschutzstreifen für mehr Sicherheit und Sichtbarkeit des Radverkehrs sorgen. Wo die Randschutzstreifen aufgrund der Platzverhältnisse nicht möglich sind, werden Piktogrammketten aufgebracht, die auf die gemeinsame Nutzung der Fahrbahn hinweist.

Zusätzlich werden entlang der verbliebenen Parkplätze Sicherheitstrennstreifen markiert, um das Risiko sogenannter Dooring-Unfälle zu verringern. Auch an der Kreuzung Hermann-Löns-Straße/Franz-Hitze-Straße wird es verbesserte Bedingungen für den Radverkehr geben: Aufgeweitete Aufstellflächen ermöglichen Radfahrenden ein sicheres und sichtbares Einordnen.

„Die zeitnah abgeschlossenen Maßnahmen markieren einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zu einer sicheren und modernen Radverkehrsinfrastruktur in unserer Stadt“, erklärt Ragnar Migenda, Erster Beigeordneter der Stadt Bergisch Gladbach. „Mit der Verbesserung dieser zentralen Verbindung setzen wir ein deutliches Zeichen für nachhaltige Mobilität.


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Die nächste Ausbaustufe ist bereits geplant: In einem zweiten Schritt folgen bauliche Maßnahmen zur Verbesserung des Fußverkehrs. An der Kreuzung Hermann-Löns-Straße/Damaschkestraße werden in Kürze Querungshilfen in Form von Mittelinseln installiert. Diese Maßnahme wurde im Rahmen des Fußverkehrschecks 2023 gemeinsam mit der Öffentlichkeit entwickelt.

Auch das noch nicht umgestaltete Teilstück der Hermann-Löns-Straße soll künftig fahrradfreundlich gestaltet werden. Voraussetzung hierfür ist jedoch zunächst eine vollständige Sanierung der Fahrbahn. Darüber hinaus hängen weitere Maßnahmen von den geplanten Baumaßnahmen rund um den zweigleisigen Ausbau der S11 ab.

Parallel dazu arbeitet die Stadtverwaltung aktuell an der Planung einer weiteren wichtigen Radverbindung: der Route F2, die Refrath und Bensberg miteinander verbinden soll und das Radwegenetz in Bergisch Gladbach künftig sinnvoll ergänzen wird.

Alle Informationen rund um das Radverkerkehrsnetz sind unter www.bergischgladbach.de/radverkehrsnetz zu finden.

Hier werden offizielle Pressemitteilungen der Stadtverwaltung veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung des unabhängigen Bürgerportals iGL wieder.

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  1. Guten Tag,
    Die fahrradfreundliche Umgestaltung der Hermann-Löns str ist eine deutliche Verbesserung und Aufwertung der Mobilitätswende.
    Leider wird das Parkverbot auf den Radstreifen nicht eingehalten , woraus sich ein erhöhtes Unfallrisiko bei der Umfahrung der parkenden Autos für Radfahrende ergibt.
    Daher die Bitte stärkere Kontrollen des Parkberbotes durchzuführen und mit entsprechenden Bußgeldern zu belegen. Vielen Dank

    1. Der Bußgeldkatalog sieht dafür sogar einen Punkt in Flensburg vor. Im Schnitt stehen da also immer 6 Punkte…

    2. Das Problem ist, dass die alten Straßenmarkierungen nicht entfernt wurden.
      Dadurch ist die Markierung jetzt verwirrend und widersprüchlich.
      Das sollte schnellstmöglich nachgeholt werden, damit das Parken nicht “einreißt”!

  2. Um die gefährliche „Rennstrecke“ auf der Hermann-Löns-Straße weiter zu entschärfen, wäre zusätzlich über eine durchgehende Begrenzung auf Tempo 30 nachzudenken :-)

  3. An der Hermann-Löns-Straße scheinen mir Schutzstreifen insofern “akzeptabel”, als die Straße weitgehend gerade und übersichtlich ist, und auch nicht allzu stark befahren. Positiv ist der Wegfall der Fahrbahnparkplätze um die Franz-Hitze-Straße – das erleichtert den Begegnungsverkehr (gerade mit LKW) in der engen S-Kurve enorm.

    Für andere, stärker befahrene Hauptstraßen stimme ich U. Wegmann unbedingt zu:
    “Schutz”streifen sind die schlechteste und gefährlichste (aber billigste) Form der Radverkehrs-Infrastruktur und sollten nur dort eingesetzt werden, wo es absolut nicht anders geht, insbes. bei kurzen(!) Engstellen aufgrund von Abbiegespuren oder in Einbahnstraßen in Gegenrichtung.

    Ein besonderes Problem in Bergisch Gladbach ist, dass es noch alte, viel zu schmale “Schutz”streifen im Türbereich parkender Autos gibt, die von den neuen Sicherheitstrennstreifen (Bsp. Obere Hauptstraße) nicht zu unterscheiden sind.
    Auf ersteren *soll* gefahren werden – letztere sollen Radfahrer *meiden*. Wer soll das verstehen?

  4. 5 Regeln – Schutzstreifen für Radfahrende

    Gerne möchte wir diese Mitteilung nutzen und auf die verschiedensten Regelungen in Bezug auf Schutzstreifen für Radfahrer*innen eingehen.

    ➡️ Schutzstreifen nur in Fahrtrichtung rechts nutzen
    ➡️ Autofahrende dürfen auf dem Schutzstreifen nur bei Bedarf / beim Ausweichen des Gegenverkehrs fahren -> sind an Ampeln freizuhalten
    ➡️ beim Überfahren durch KFZ dürfen Radfahrer nicht gefährdet werden
    ➡️ der Mindestüberholabstand von KFZ zu Radfahrenden innerorts von 1,5m muss eingehalten werden
    ➡️auf Schutzstreifen darf von KFZ nicht gehalten / nicht geparkt / nicht geladen werden

    Wir halten folgenden sachlich fundierten Artikel dafür als sehr geeignet:
    https://www.stvo2go.de/schutzstreifen-regeln

    1. Unter Berücksichtigung auch ohne Schutzstreifen geltender Verkehrsregeln hätte der Schutzstreifen dann nur folgende eigene Funktionen:

      ➡️ Autofahrende dürfen auf dem Schutzstreifen nur bei Bedarf / beim Ausweichen des Gegenverkehrs fahren -> sind an Ampeln freizuhalten
      ➡️auf Schutzstreifen darf von KFZ nicht gehalten / nicht geparkt / nicht geladen werden

      Ist das so?

      1. Im Prinzip ja. Außerdem erinnert er Autofahrende an die einfache Tatsache, dass Radfahrende ebenfalls die Straße nutzen können/dürfen/sollen und schafft etwas mehr Sichtbarkeit des Radverkehrs.

        Aus der Perspektive eines regelmäßigen Radfahrers: Schutzstreifen erscheinen mir als die schlechteste Variante der Verkehrswende-Simulation. Ich werde öfter auch Schutzstreifen gefährlich nah überholt als im einfachen Mischverkehr ohne weitere Markierungen.

      2. Ja Sebastian, daß ist genau das, was ich in meiner Antwort an Anno Nüm zu Ausdruck gebracht habe.
        Zudem kommt hinzu , daß in vielen Fällen der Straßenrand eine gefährliche Zone ist. Bis zu ca. 20 cm unter Fahrbahnniveau abgesenkte Wassereinläufe, verursachen das Radfahrer zu gefährlichen Schlenkern Richtung Fahrbahnmitte gezwungen werden.
        Anstelle von „Schutzstreifen“ erst einmal die wirklichen Gefahren beseitigen wäre geboten.

      3. Ja, wie wahr. In der Realität haben Schutzstreifen oft nur einen einzigen – unerwünschten! – Effekt: Autofahrer halten die Begrenzungslinie für die Linie, bis zu der sie beim Überholen von Radfahrern getrost heranfahren dürfen.

  5. Applaus Appplaus!
    Dann können wir ja unsere Kinder nicht nur die neue gemachte Paffrather Strasse sondern auch die Hermann Löns Strasse ganz beruhigt mit dem Fahrrad fahren lassen. Endlich!
    Es ist an Lächerlichkeit und Peinlichkeit kaum mehr zu überbieten, was in dieser Stadt als Beitrag zur „Mobilitätswende“ und als „sichere und moderne Radverkehrsinfrastruktur“ für Radfahrende verkauft wird.
    Immer nur die billigsten und konfliktärmsten Lösungen werden angegangen. Bloß den Autofahrenden nichts zumuten und bloß keine Finanzmitteln in die Hand nehmen scheint mir eher Priorität zu haben als ernsthaft Menschen in dieser Stadt zum Radfahren zu animieren.
    Das hat nichts mit „moderner“ Stadtentwicklung zu tun, das ist die Fundamentierung der autofixierten Verkehrspolitik der 60/70er Jahre.
    Und das ist keine Meinung eines Radikalen sondern die eines Familienvaters, der sehr gerne mit dem Rad zur Arbeit fahren würde und seine Kinder auf sicheren Radwegen zur Schule wüsste. Beides ist nicht möglich, die gemachten Erfahrungen zeigen deutlich: Radfahren in dieser Stadt ist eine Gefahr für Leib und Leben, daran ändern auch ein paar weißen Striche auf der H-L-Strasse nichts.

    1. Hallo U Wegmann,
      wenn Sie auch mit dem Rad unterwegs wären hätte ich auch schon als Radfahrer ein Stück mehr Sicherheit für mich.

    2. Ich nehme an, Sie geben auch keine Bestellung im Internet auf. Wenn doch, wie kommt die Ware zu Ihnen nach Hause?
      Auf Schutzstreifen darf z.B. von KFZ nicht gehalten/ nicht geparkt/ und kein Ladevorgang abgewickelt werden.

      1. Hallo Wolfang Schultz,
        doch, gelegentlich kaufe ich auch online ein. Aber auch dazu gibt es Möglichkeiten, dass der Pakatdienst nicht zu mir nach Hause kommen muss. Ich kann mir die Zustellungen auch an Stationen abholen.
        Diese Aussagen zu den Paketdiensten sind vollkommen daneben und gehen mir inzwischen total auf den Nerv. Auch Sie als Privatperson dürfen nicht auf einem Schutzstreifen Ihr Fahrzeug abstellen und Paketdienstfahrer haben keine Sonderrechte. Von mir aus darf die Zustellung der Pakete mit 10 Euro Extrakosten berechnet werden und der Zusteller muss dann dafür Strecke laufen von einem Parkplatz bis zur Lieferanschrift.

      2. Hallo Anno Nüm
        Meine Zeilen waren eine Antwort auf den Kommentar von Herrn Wegmann.
        Ja, eine Abholung an einer Station ist möglich und sinnvoll. Meine Erfahrung ist jedoch, die meisten Lieferungen werden nach Hause bestellt.
        Es ging mir darum, ohne es direkt auszusprechen, auch Schutzstreifen bringen Probleme mit sich.
        Miteinander wäre wichtig. Ich erlebe jeden Tag das Schutzstreifen, so schön das Wort auch klingt, nur relativen Schutz bedeuten (Beispiel: Zu dichtes überholen).
        Und für den Lieferdienst bleibt die Frage, wo das Fahrzeug abstellen. Die Antwort ist oft genug zu beobachten: Bürgersteig, Radweg, Schutzstreifen Einmündung.
        Übrigens, Meine Aussage KFZ schließt alle ein. Warum ihr Hinweis?