Foto: Thomas Merkenich

Frank Samirae und Thomas Klein von der „Bürgerpartei GL“ haben nicht nur zwei Sitze im Stadtrat, sondern auch Mandate im Integrationsrat erhalten.

Mit 1241 Stimmen (2,39 Prozent) hat die Bürgerpartei GL zwei Mandate im Stadtrat gewonnen, die an die ersten beiden Personen auf der Reserveliste dieser Wählervereinigung gehen: Thomas Klein, der auch als Bürgermeisterkandidat (3,28 Prozent) antrat, und Frank Samirae, dem Gründer und Vorstandsvorsitzenden.

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Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt hatten diese Personen auf der Liste „Alle für Bergisch Gladbach“ auch für den Integrationsrat kandidiert – die mit 31,4 Prozent die meisten Stimmen und vier der 13 Mandate errungen hat. Hikmet Demirhan, Platz drei der Liste, war wie Samirae und Klein bei der Stadtratswahl auf der Liste der Bürgerpartei angetreten. Auch dem Integrationsrat können Aufwandsentschädigungen und Verdienstausfälle geltend gemacht werden.

Aktualisierung 18.9.: Niloofar Aghazadeh, die auf der Liste „Alle für Bergisch Gladbach“ auf Platz 1 steht, stellt fest, dass sie sich ausdrücklich ohne Parteizugehörigkeit zur Wahl gestellt habe. Sie erklärt: „In unserer Liste waren selbstverständlich unterschiedliche Personen vertreten, darunter auch solche, mit denen wir bereits in der letzten Wahlperiode zusammengearbeitet haben. Dies jedoch bedeutet keinesfalls, dass wir eine Parteiliste darstellen. Im Gegenteil: Wir haben bewusst untersagt, dass Parteien uns offiziell vorstellen oder für uns werben.“

Auf Platz zwei (und ebenfalls vier Mandate) kam das Bündnis für Vielfalt und Chancengleichheit in Bergisch Gladbach, das vom bisherigen Vorsitzenden des Integrationsrats angeführt wird.

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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  1. Da hat sich Herr S. dann über die “Hintertür” reingezeckt und kann dann wieder Verdienstausfälle geltend machen. Im Rat kann er das ja zum Glück nicht, weil die BGL keine Fraktionsstärke hat. Aber den Zusatzverdienst (den wir alle mit zahlen) hat er sich für die nächsten Jahre gesichert. Schande!!!

    1. Doch kann er, wenn Sitzungen sind, kann er auch als “Einzelperson/ Teil einer Wählergemeinschaft” Verdienstausfall geltend machen. Nur hat er ja keine Aufgaben als Fraktionsvorsitzender, was ihn sonst zusätzliche Zeit gekostet hätte.

  2. Die Wahl zum integrationsrat war sehr schlecht beworben worden. Es haben nicht alle wahlberechtigten eine Infopost dazu erhalten meines Wissens nach und es sollte viel klarer sein, zu welchen Parteien die Listen zuzuordnen sind. Die meisten, die wählen durften, wussten nichts davon.

  3. Die Bürger Partei ist keinen Partei und hat es geschafft mit KI generierten Plakaten und Unwahrheiten Plätze zu ergattern, während sie sich überhaupt nicht aktiv einbringt dafür aber jeden Cent aus der Stadtkasse für persönliche Vergütungen herauspresst. Warum wurde das so wenig kommuniziert? Wir brauchen in Bergisch Gladbach mehr Problembewusstsein für solche Geldmacher-Vereinigungen. Jedenfalls kann ich das nur so schreiben, nachdme ich den Artikel über diese Partei hier auf der Seite gelesen habe.

  4. Offenbar haben hier einige Bürger verstanden, dass die Stadt nicht nur die Verwaltung, sondern auch die Politik bezahlen muss. Sonst kommt es unter Umständen vor, dass sich die Politik anderweitig bezahlen lässt, von Parteispenden aus der Wirtschaft mal abgesehen.

    1. Falsch!!! Stadtratstätigkeit ist ein EHRENAMT, für das man eine Aufwandsentschädigung erhält und bei Bedarf Verdienstausfälle vergütet bekommt (daher legen seriöse Parteien ihre Sitzungen auch auf Arbeitszeitrandgebiete) . Stadtratstätigkeit ist kein Beruf, mit dem der Lebensunterhalt oder Luxus bestritten werden soll.

  5. Ein Fazit aus dieser Kommunalwahl: Erstelle Plakate und Videos mit KI, arbeite in den politischen Gremien nicht mit und werde trotzdem gewählt.

    Und danach beginnt das große Abkassieren.

      1. Wieso schlechter Verlierer? Die Bürger “Partei” (ist keine offizielle Partei) ist eine Farce und darüber wurde gut berichtet. Die Bürger:innen wurden mit KI-Plakaten manipuliert. Ich finde das einen Skandal!