In seinen letzten Amtstagen nimmt Noch-Bürgermeister Frank Stein wiederholt den Spaten in die Hand, um das Startsignal für Bauprojekte zu geben – wenn auch in einigen Fällen nur symbolisch. Er setzt damit ein Zeichen für Kinder, Jugendliche und Familien – in Hand, Schildgen und zweimal an der Saaler Mühle.

Spatenstich reiht sich in diesen Tagen an Spatenstich. Der scheidende Bürgermeister Frank Stein lächelt in die Kameras, flankiert von Verantwortlichen aus Verwaltung und Schulbaugesellschaft, manchmal ist auch sein Nachfolger Marcel Kreutz dabei.

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Es sind die letzten Amtstage Steins. Am 1. November übernimmt Kreutz seinen Posten offiziell. Jedes Richtfest, jede Einweihung (Kita Reiser) und jeder Spatenstich (Glasfaser-Ausbau, Kita Schulstraße, Laurentiusstraße, DBG Klassenhaus) sind eine willkommene Gelegenheit zu zeigen: Es geht voran mit den Bauprojekten in der Stadt, wenn auch häufig mit Verzögerung.

Vier Zukunftsprojekte für Kinder und Jugendliche

Am Dienstag legte Stein einen Spatenstich-Marathon hin – bei regnerischem Wetter nahm er im eineinhalb-Stunden-Rhythmus einen Spaten in die Hand, schippte für Fotos Sand oder Steine, zum symbolischen Auftakt von vier Bauprojekten: ein Mensa- und OGS-Gebäude an der Grundschule in Hand, eine Kita in Schildgen, ein Klassenhaus für das Otto-Hahn-Gymnasium und der Skatepark an der Saaler Mühle.

Marcel Kreutz (3. von links) und Frank Stein (4. von links) gemeinsam mit Jugendlichen und weiteren Akteuren beim symbolischen Spatenstich am Skatepark. Foto: Stadt GL

Dabei geht es Stein zufolge um vier Zukunftsprojekte für Kinder und Jugendliche, um bessere Bildungs- und Freizeitangebote für die junge Generation. Die ist dem 62-Jährigen, selbst Vater zweier erwachsener Kinder, besonders wichtig, wie er an diesem Tag mehrfach betont. Daher sei es ihm ein „Herzenswunsch“ gewesen, diese Spatenstiche noch selbst vorzunehmen. 

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Stein zieht Bilanz: „Kompromiss ist die Seele der Demokratie“

Zum Ende seiner fünfjährigen Amtszeit blickt Bürgermeister Frank Stein im Video-Interview auf seine Arbeit in Zeiten von Krisen, auf prägende Erlebnisse und emotionale Begegnungen zurück. Der 62-Jährige spricht über Erfolge und Misserfolge. Und auch darüber, warum manche Dinge langsamer voran kommen als gewünscht.

„5 Jahre ohne Vorbild“: Was Steins Verwaltung erreicht hat

In einer 44-seitigen Broschüre führt das Büro von Noch-Bürgermeister Frank Stein auf, womit sich die Stadtverwaltung fünf Jahre lang beschäftigt hat. Wir haben die Bilanz, die zugleich eine Chronik ist, gemeinsam mit Stein durchgeblättert. Neben Eigenlob gibt es ein paar Neuigkeiten und einige große Entscheidungen, die der neue Stadtrat treffen muss.


„Ich bin super glücklich und stolz, dass das heute so möglich ist“, sagt Stein und lobt das Engagement und die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten. Seine letzten Amtstage nutzt Stein auch dafür, um die Erfolge der in seiner Amtszeit gegründeten Schulbaugesellschaft zu loben: „Das Portfolio kann sich sehen lassen.“

Mensa und OGS-Gebäude für die GGS Hand

Los geht es morgens an der GGS Hand. Stein marschiert gut gelaunt auf die Baustelle auf dem Schulhof, den Spaten trägt er lässig auf der Schulter. Er winkt Kindern zu, die das Geschehen neugierig beobachten. Gebastelte Kunstwerke baumeln am Bauzaun. 

Auf dem Schulhof der Gemeinschaftsgrundschule entsteht ein zweistöckiges Mensa- und OGS-Gebäude und schafft sowohl für Unterricht als auch für den Offenen Ganztag zusätzliche Räume, „die wir ganz dringend brauchen“, so Schulleiterin Barbara Dortmann. Lange habe die Schulgemeinde darauf gewartet und dafür gekämpft. 

Im Untergeschoss entsteht die Mensa mit Küche, die multifunktionalen Räume im Obergeschoss werden vormittags für den Unterricht und nachmittags für Angebote der OGS genutzt. Schon seit der Einführung des Offenen Ganztags teilen sich Schule und OGS die Räume, „anders wäre es nicht gegangen“, sagt Dortmann. 

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Die Bauarbeiten für das Gebäude in Stahl-Modulbauweise laufen seit gut zwei Wochen, die Fertigstellung ist für Sommer/ Herbst 2026 vorgesehen. Die modulare Bauweise verkürze nicht nur die Bauzeit, sondern sei auch nachhaltig, erläutert Sebastian Rolko, Geschäftsführer der Schulbau GmbH. Die einzelnen Module könnten bei Bedarf wieder demontiert und an anderer Stelle wieder aufgebaut werden.

Die 24 Raummodule werden in einem Werk in Rheinland-Pfalz passgenau vorgefertigt und per Lastwagen nach Hand geliefert, wo sie innerhalb einer Woche aufgebaut werden, bevor der Innenausbau beginnt. 

Der Neubau mit einer Bruttogrundfläche von 822 Quadratmetern erhält ein begrüntes Flachdach, eine Photovoltaikanlage und wird über eine Wärmepumpe energieeffizient beheizt. Die Kosten werden mit 6,8 Millionen Euro beziffert.

„Wir bauen hier sehr dicht an der Nachbarschaft und sind sehr darauf bedacht, die Einschränkungen für die Anwohnerschaft so gering wie möglich zu halten“, sagt Rolko. Für die Anlieferung der Module müsse die Sankt-Konrad-Straße allerdings etwa eine Woche gesperrt werden, vermutlich Anfang Dezember.  

Kita Nittumer Weg in Schildgen

Nächste Station der Spatenstich-Tour ist der Nittumer Weg in Schildgen: Auf einem städtischen Grundstück, das zuvor als Parkplatz genutzt wurde, entsteht für 4,6 Millionen Euro eine Kita mit drei Gruppen und 50 Plätzen. Träger wird PariSozial Bergisches Land. 

„Das Grundstück ist sehr klein, das bedeutet immense Herausforderungen“, erläutert Rolko. Das dreistöckige Gebäude umfasst eine Bruttogrundfläche von 781 Quadratmetern. Die kleine Fläche führt zu einer architektonischen Besonderheit: Teile des Flachdachs werden als Außen-Spielplatz für die Kinder genutzt.

Die Kita wird in sogenannter Holztafelbauweise errichtet: Die Holzbauelemente werden im Werk vorgefertigt, die ab Frühjahr 2026 in kurzer Zeit vor Ort montiert werden.  Nur die Bodenplatte besteht aus Beton. Auch hier werden ein Gründach, eine Photovoltaikanlage und eine Wärmepumpe installiert, um den Energiebedarf nachhaltig zu decken. Die Fertigstellung ist für Dezember 2026 geplant – bei einem reibungslosen Bauverlauf, betont Rolko. 

Im Vorfeld der Planungen hatte es wegen der wegfallenden Parkplätze Beschwerden von Anwohner:innen gegeben. „Dort, wo Flächen knapp sind, entstehen Konflikte. Aber ich bin sicher, das wird sich einspielen“, sagt Stein und fügt hinzu: „Kinder tun jedem Stadtteil gut.“

Klassenhaus OHG

Dann macht sich der Spatenstich-Tross auf Richtung Saaler Mühle. Dort wird für das Otto-Hahn-Gymnasium ein neues Klassenhaus für die Stufen 5 und 6 gebaut. Dadurch entstehen im bereits modernisierten Hauptgebäude dringend benötigte Unterrichtsräume für die Rückkehr zu G9, also dem Abitur nach neun (statt acht) Jahren. 

Der Erweiterungsbau mit rund 1950 Quadratmetern Bruttogrundfläche entsteht in Holz-Hybrid-Modulbauweise: Das ist eine Kombination aus Stahlrahmen als Tragwerk und Holz-Elementbauweise für Wände und Decken. Diese Bauweise vereint Rolko zufolge Stabilität und Nachhaltigkeit mit einer besonders kurzen Bauzeit durch die Vorfertigung der Module. Dieses Gebäude soll nach Prüfung von sieben Standorten auf dem Schulgelände mit einer Grundfläche von 1685 Quadratmetern am östlichen Rand auf einer Tartanbahn gebaut werden. 

Das Gebäude wird mit begrüntem Dach, Photovoltaikanlage und Wärmepumpe ausgestattet und soll im Sommer 2026 fertig sein. Die Kosten liegen bei 8,5 Millionen Euro.

Skatepark Saaler Mühle

Für das Finale des Spatenstich-Marathons haben es Stein, Rolko, die Beigeordneten Thore Eggert und Stephan Dekker nicht weit. Der geplante neue Skatepark an den Otto-Hahn-Schulen ist allerdings das Projekt, das noch am wenigsten fortgeschritten und die meisten Unwägbarkeiten bereithält. 

In der vergangenen Woche erst wurde die Baugenehmigung erteilt, nun sucht die Schulbau GmbH eine Baufirma. Das ambitionierte Ziel lautet: Fertigstellung im ersten Halbjahr 2026. „Das ist zu schaffen“, glaubt Rolko, auch wenn er fest mit Klagen aus der Anwohnerschaft rechnet. 

„Der Skatepark ist mir sehr wichtig, ich habe mich dafür stark gemacht. Daher wollte ich den Spatenstich unbedingt machen, auch wenn ein juristisches Nachspiel zu erwarten ist“, sagt Stein. „Ich halte das persönlich und politisch für ein sehr wichtiges Signal.“ Hier entstehe nichts gänzlich Neues, sondern etwas Verrottetes werde erneuert.

Auf einer rund 800 Quadratmeter großen Fläche soll eine inklusive, barrierefreie Skateanlage den sanierungsbedürftigen, mehr als 30 Jahre alten Skatepark ersetzen. Sie soll nicht nur von Skateboarder:innen genutzt werden, sondern auch von Inline Skater:innen, BMX-, Scooter- und Rollstuhl-Sportler:innen. Der marode Bolzplatz soll einer modernen Multicourt-Anlage für verschiedene Ballsportarten weichen. Versiegelte Brachflächen sollen entsiegelt und umgestaltet, Bäume gepflanzt werden.

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Alte Rampen, neue Konflikte – der Streit um den Skatepark in Frankenforst

In Frankenforst ist die Sanierung des Skateparks immer wieder ein heiß umstrittenes Thema. Zuletzt hatten sich bei der Podiumsdiskussion am OHG Kandidaten für die Kommunalwahl für die Sanierung ausgesprochen. Doch wie genau sieht das ganze jetzt aus? Wie stichhaltig sind die Argumente der Kritiker – und was muss passieren, damit die Sportanlage doch noch Realität wird.

In Workshops wirkten Kinder, Jugendliche und Vereine an der Planung und Gestaltung mit. Auch Kritik und Bedenken von Anwohner:innen wurden Rolko zufolge berücksichtigt. Anders als bei den drei anderen Projekten ist nicht die Schulbaugesellschaft Bauherr, sondern die Stadt selbst. Die Kosten liegen bei 1,2 Millionen Euro.

Der scheidende Bürgermeister wagt sich für Fotografen und das städtische Social-Media-Team sogar kurz selbst auf ein Skateboard, bevor er dann – gemeinsam mit seinem Nachfolger Marcel Kreutz – zum letzten Mal zum Spaten greift.

Auch wenn es auf der Wiese und ohne Baustelle besonders symbolisch ist, unterstreicht es das Anliegen des 62-Jährigen: „Meine Generation der Boomer ist zahlenmäßig die größte, auch bei Wahlen. Die Jüngeren haben keine Lobby. Sie müssen wir in den Mittelpunkt stellen.“ Sagt es und sticht mit dem Spaten ein Loch in die Wiese. Als eine seiner letzten offiziellen Amtshandlungen.

Wie es um weitere Bauprojekte steht

Kita Schulstraße

Kürzlich wurde das Richtfest der neuen Kita Schulstraße gefeiert. In Sand entsteht eine viergruppige Einrichtung mit 70 Betreuungsplätzen. Träger wird die Fröbel Bildung und Erziehung gGmbH.

Das eingeschossige Gebäude wird in ökologisch nachhaltiger Holztafelbauweise errichtet. Nach Abschluss der Rohbauarbeiten beginnt der Innenausbau. 

Die ursprünglichen Pläne hatten eine Inbetriebnahme im März 2025 vorgesehen. Nach Verzögerungen ist die Fertigstellung nun für August 2026 geplant. Kosten: rund 6 Millionen Euro. Bauherr ist die Schulbau GmbH.

Kita Jakobstraße

In der Innenstadt ist eine viergruppige Kita mit 70 Plätzen unter der Trägerschaft von Fröbel geplant. Ursprünglich sollte diese im Juni 2025 an den Start gehen. Doch „wegen noch nicht geklärter Erschließung ergibt sich eine längere Wartezeit auf die Baugenehmigung“, teilt die Verwaltung auf Nachfrage mit. Der Baustart ist demnach für Frühjahr 2026 geplant, die Fertigstellung für das 1.Quartal 2027.

Erweiterung Schulzentrum Kleefeld 

Die Schulbaugesellschaft ist auch für den Anbau des Schulzentrums Kleefeld federführend. Auf zwei Etagen und einer Bruttogeschossfläche von 915 Quadratmetern entstehen fünf Klassenräume, drei Gruppenräume, zusätzliche Vorbereitungsräume und Toiletten für die Hauptschule. 4,6 Millionen Euro investiert die Stadt in die Erweiterung.

Das Richtfest wurde im Februar gefeiert, laut Stadt befinden sich die innen und außen „in der Schlussphase“. Die Fertigstellung habe sich durch den Ausfall eines Fachingenieurbüros um dreieinhalb Monate verzögert und ist nun für Dezember 2025 geplant.

Kita Am Fürstenbrünnchen

Gegen den Bau einer Kita am Rand der Bienen- und Blumenwiese, auch als „Lenawiese“ bekannt, hatte sich massiver Protest der Anwohnerschaft formiert. Nachdem der Rat die Baupläne im Juli 2024 bekräftigt hatte, kündigten Nachbarn Klagen gegen das ökologisch und baurechtlich umstrittene Projekt an. Seitdem stagniert das Vorhaben.

Ursprünglich sahen die Planungen einen Neubau mit drei Gruppen vor. Es sollten 50 Betreuungsplätze geschaffen werden. Die Verwaltung hält an dem Vorhaben fest und plant, einen Bauantrag zu stellen.

ist seit 2024 Redakteurin des Bürgerportals. Zuvor hatte die Journalistin und Germanistin 15 Jahre lang für den Kölner Stadt-Anzeiger gearbeitet. Sie ist unter anderem für die Themen Bildung, Schule, Kita und Familien zuständig und per Mail erreichbar: k.stolzenbach@in-gl.de

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  1. Vor Jahren war ich mit meinen Söhnen beim Bürgermeister, damals noch Lutz Urbach, weil sie sich für einen besseren Skatepark einsetzen wollten. Sie waren damals keine 15 Jahre alt. Der Bürgermeister fand das Projekt gut. Daher freut es mich, dass es endlich an die Umsetzung geht. Meine Jungs sind jetzt über 30 Jahre alt. Es wär schön, wenn in der Politik nicht alle Entscheidungen so lange bis zur Realisierung warten müssten.

    1. Dauert länger, man muss ja auf vielen Fotos posieren ;)
      Diesen Quatsch mit Spatenstich-Fotos sollte man abschaffen.

      1. Es scheint manchen Bürgern in Bergisch Gladbach einfach nicht möglich zu sein, sich einfach einmal über einen Erfolg zu freuen. Dieses Dauergenörgel werde ich definitiv im Ruhestand nicht vermissen und wünsche Ihnen auch zukünftig viel Freude an konstruktiver politischer Debatte .

      2. Der Erfolg wird ja nicht geringer, wenn man nicht mit zig Verwaltungsmitarbeitern zu einem Außentermin für ein Foto fährt.

        Persönlich alles Gute.

      3. lt KI: “Die Aussage „alles quatsch“ kann auf Neid hindeuten, wenn sie dazu dient, den Erfolg oder das Glück einer anderen Person zu entwerten. Sie kann aus einem Gefühl der Unzulänglichkeit oder geringen Selbstwertgefühl entstehen, da man die Errungenschaften der anderen Person nicht anerkennen möchte, weil sie sie selbst nicht hat, so LinkedIn. In diesem Fall wird das, was die andere Person erreicht hat, pauschal als unwichtig oder bedeutungslos abgetan, anstatt sich mit den eigenen Leistungen zu beschäftigen”

      4. Hier gibt es nur eines, was wirklich “Quatsch” ist: Ihre Kommentare.
        Wenn Sie nichts Sinnvolles zu sagen haben, dann lassen Sie es doch einfach!

        Ich kann zwar selbst nur Skat spielen, aber finde es toll, dass der neue Skatepark jetzt endlich kommt – und die anderen Bauprojekte auch. Verwaltung und Bürgermeister leisten gute Arbeit und bringen unsere Stadt voran – selbstverständlich dürfen und sollen Fortschritte öffentlich kommuniziert und auch mal gefeiert werden!

      5. Ulla, die KI ist nicht das Evangelium. Die betet nur nach, was sie anderswo aufgesammelt hat – ob es nun stimmt oder nicht – und manchmal erfindet sie auch einfach etwas.

      6. @ Frank Stein, auf diesen Tag habe ich vier Jahre gewartet. Heute ist Ihr letzter Tag als Verwaltungschef. Am Nachmittag werden so einige Sektkorken knallen.
        Diese Antwort zeigt, wie Sie die Verwaltung geführt haben: patzig, beleidigt und selbst gerne mal austeilend. Die Stimmung in den Stadthäusern ist so schlecht wie nie zuvor.

      7. Frank Stein – Ihre Bemerkung zum “Dauergenörgel” und manche Bürger in Bergisch Gladbach zum Abschluss Ihrer Amtszeit finde ich sehr ungewöhnlich und eher wenig sympathisch, ebenso ungewöhnlich finde ich, dass es eine Broschüre mit recht viel Eigenlob gibt (was kostet sowas überhaupt und ist es in Zeiten leerer Kassen notwendig so etwas erstellen zu lassen?).

        Es ist in der Politik völlig normal, dass man nicht auf 100%ige Zustimmung stößt. In all den Jahren habe ich in öffentlichen Diskussionen noch nie einen Beitrag bzw. Kommentar von Ihnen gelesen, weder hier, noch in der Politik Facebook Gruppe. Und nun eine Art kleine “Abrechnung”? Das was für Sie Erfolge sind, sind für manche Bürger vielleicht Projekte, die nicht auf deren Zustimmung stoßen.

        Unter Ihrem Kommentar sollte übrigens auch der übliche Hinweis stehen (“Bürgermeister von/bis”).

      8. Als Bürgermeister sollte man wirklich über dem alltäglichen Querulantentum stehen und sich nicht öffentlich eingeschnappt zeigen. Man kann sich auch am Ende seiner Amtszeit noch konziliant geben.

        Rein sachlich kann ich die Anmerkung allerdings verstehen. Es melden sich in den „sozialen“ Medien ständig Leute zu Wort, die ohne Hintergrundwissen Dinge abwerten oder sich durch Verwaltungsmaßnahmen persönlich angegriffen fühlen und dabei nur ihre eigenen Bedürfnisse sehen. Letztlich krähen sie nur ihre eigene Ignoranz hinaus.

        Natürlich nervt das, aber ebenso natürlich lässt man sich als Amtsträger deswegen nicht auf ein persönliches Hickhack ein.