Oliver Mensch (Geschäftsführer August Dohrmann GmbH), Ragnar Migenda (Erster Beigeordneter), Frank Stein (Bürgermeister), Matthias Kasprzak (Oberbauleiter Asphaltbau, Dohrmann), Wibke Krause (Mobilität und Stadtentwicklung), Nicole Schumann (Planung, Bau von Verkehrsflächen). Foto: Stadt GL

Der symbolische Spatenstich für den Umbau der Laurentiusstraße wurde so kurzfristig für Montagmorgen anberaumt, dass für eine Einladung der Medien keine Zeit mehr war. Tatsächlich starten soll das umstrittene, mehrfach aufgeschobene Projekt am 6. Oktober und wird knapp ein Jahr andauern. Noch schneller als die Stadt mit ihrer Pressemitteilung war der Anlieger Felix Nagelschmidt, der die Stadt und Bürgermeister Frank Stein in einer eigenen Mitteilung scharf kritisiert.

Wir veröffentlichen eine Mitteilung der Stadt Bergisch Gladbach

Die Neugestaltung der Laurentiusstraße geht in die Umsetzungsphase: Mit dem heutigen Spatenstich ist der offizielle Startschuss für die anstehenden Bauarbeiten gefallen. Nachdem die renommierte Baufirma August Dohrmann GmbH für die Durchführung der Maßnahme gefunden wurde, steht fest, dass die Umsetzung kurzfristig beginnen kann.

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Die Bauarbeiten beginnen am 6. Oktober 2025 und werden voraussichtlich bis zum 1. September 2026 andauern. Während dieser Zeit wird es abschnittsweise zu Einschränkungen kommen. Die Stadt Bergisch Gladbach bittet alle Anwohnenden sowie Verkehrsteilnehmenden um Verständnis. Über die einzelnen Bauphasen wird regelmäßig auf der städtischen Internetseite, durch Pressemitteilungen sowie über Hauseinwürfe informiert.

Die Arbeiten gliedern sich in drei Bauabschnitte:

  • Abschnitt 1: Konrad-Adenauer-Platz bis zur Zufahrt Parkhaus (voraussichtlich bis Februar 2026)
  • Abschnitt 2: Zufahrt Parkhaus bis Am Broich (Im Anschluss an Abschnitt 1)
  • Abschnitt 3: Am Broich bis Ecke Odenthaler Straße (Im Anschluss an Abschnitt 2)

„Ein großer Dank gilt den Kolleginnen und Kollegen, die dieses Projekt mit viel Engagement vorangetrieben haben“, betont Ragnar Migenda, Erster Beigeordneter der Stadt Bergisch Gladbach. „Mit der Neugestaltung stärken wir die Verkehrssicherheit und Aufenthaltsqualität bei gleichzeitiger Erneuerung der Gehwege und Straße im Herzen unserer Stadt.“

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Nach drei knapp drei Jahren harter Debatten hat der Ausschuss für Verkehrsflächen und Mobilität den Umbau der Laurentiusstraße beschlossen. Nicht zur Fahrradstraße, sondern zu einer Straße, dieFußgängern mehr Platz einräumt. Die CDU blieb bei ihrem Nein, die Mehrheit fiel dennoch überraschend groß aus. Eine Niederlage musste die CDU auch bei der Altenberger-Dom-Straße hinnehmen. Zudem auf der Tagesordnung: Die Paffrather Straße und die KVB.

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Nachdem der Plan, die Laurentiusstraße zur Fahrradstraße umzuwandeln gescheitert war, hat die Stadt mit der Politik neue Pläne für eine Aufwertung der schmale Straße in der Innenstadt geschmiedet. Die Aufenthaltsqualität soll verbessert, dem Fuß- und Radverkehr mehr Raum gegeben werden, ein Großteil der Parkplätze wegfallen. Diese Vorschläge werden jetzt präsentiert.

Die Laurentiusstraße liegt im Zentrum von Bergisch Gladbach, unmittelbar angrenzend an die Fußgängerzone und das Rathaus. Durch die geplanten Veränderungen wird sie zu einem modernen Straßenraum, der allen Verkehrsteilnehmenden besser zugutekommt:

  • Mehr Platz für Fußgängerinnen und Fußgänger: Der stadtauswärts führende Gehweg wird deutlich verbreitert und barrierefrei gestaltet.
  • Sicherer Radverkehr: Ein Radschutzstreifen in Gegenrichtung der Einbahnstraße verbessert die Bedingungen für Radfahrende.
  • Neue Aufenthaltsqualitäten: Zusätzliche Bäume, Grünflächen, Möglichkeiten für Außengastronomie und Sitzgelegenheiten laden künftig zum Verweilen ein.
  • Verbesserte Fahrbahn: Eine neue Asphaltdecke erhöht den Komfort für Kfz- und Radverkehr gleichermaßen und verringert zudem Schallemissionen.

Bürgermeister Frank Stein sagt: „Dieses Projekt begleitet mich seit meinem Amtsantritt vor fünf Jahren. Es freut mich sehr, dass es nun in die Umsetzung geht. Nach Fertigstellung wird ein positiver Effekt für ganz Bergisch Gladbach zu sehen sein und ich werde mit großer Freude als ‚normaler‘ Bürger diese Straße nutzen – egal ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem PKW.“

Hinweis der Redaktion: Erst am späten Nachmittag verschickte das Pressebüro der Stadt diese Mitteilung. Bereits am Vormittag hatte der Immobilienmakler und Anrainer der Laurentiusstraße, Felix Nagelschmidt, in einer eigenen Mitteilung auf den Spatenstich aufmerksam gemacht. In dieser Mitteilung warf er Bürgermeister Frank Stein vor, ihn persönlich in die Irre geführt zu haben; die Stadt insgesamt betreibe mit dem Projekt Geldverschwendung.

Wir haben Stein und die Stadt um eine Stellungnahme gebeten, die bislang aber noch nicht vorliegt; wir reichen Nagelschmidts Kritik und die Reaktion am Dienstag nach.

Mit der Neugestaltung der Laurentiusstraße setzt die Stadt Bergisch Gladbach einen weiteren wichtigen Baustein für eine sichere, lebenswerte und zukunftsorientierte Innenstadt.

Hier werden offizielle Pressemitteilungen der Stadtverwaltung veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung des unabhängigen Bürgerportals iGL wieder.

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  1. In der Erinnerung vom 6.10. steht, dass die Laurentiusstraße “bis zur Einmündung Buchmühlenparkplatz” gesperrt sei. Das könnte vielleicht bei Parkplatzbenutzern zu dem Irrtum führen, dass man diesen auch noch über die Laurentiusstraße verlassen könnte. Dem ist nicht so und es wird auch nicht durch ein Schild darauf hingewiesen. Man bemerkt es erst, wenn man sich in der schmalen Straße ohne Wendemöglichkeit hinter der Kurve befindet.

  2. Felix Nagelschmidt ist der größten Heuchler den es in Gladbach gibt. Man könnte ihn sogar als Lobbyisten einordnen. Trotz Zugeständnisse für Parkplatz vor seinem Büro posaunt er populistischen Quatsch. Ein SUV Autofahrer kann nur gegen dieses Projekt sein…

    1. In Kurzform, lieber Anwohner:
      Heuchler: nein
      Lobbyist: ja, ehrt mich sehr. Irgendeiner muss Autofahrer- und Anwohnerinteressen vertreten, wenn es die Politik nicht hinbekommt
      Parkplätze: leider nein, Wortbuch des Bürgermeisters
      SUV: Van, Porsche und Fahrrad, ich mag keine SUVs

      1. Felix, interessant wie du ‚Lobbyist‘ plötzlich als Ehrenzeichen verkaufst. Wer sich selbst so nennt, bestätigt ja eigentlich genau die Kritik: Einzelinteressen über Allgemeinwohl. Und Van + Porsche als Beweis, dass du keine SUVs magst? Klingt eher nach Luxusflotte als nach Bodenständigkeit. Grüße aus dem Proletariat

    2. Sind Sie, Herr “AnwohnerGladbachs”, zu feige oder stufen Sie sich als zu prominent ein, um unter Ihrem persönlichen Namen zu schreiben? Herrn Nagelschmidt als “den größten Heuchler, den es in Bergisch Gladbach gibt”, zu beschimpfen, grenzt nach meinem Empfinden an eine justiziable Äußerung.

      Für mich ist Ihr Wortbeitrag sehr schäbig, Mr. Unbekannt.

      1. @ Josef Schlösser: Warum halten Sie sich nicht an Ihre Aussage?
        Josef Schlösser schrieb am: 9. September 2025 um 14:14
        “… Übrigens werde ich künftig auf Pseudonym-Schreiber/-innen nicht mehr reagieren.”

    3. Liebe Redaktion,
      da wird jemand, der unter Klarnamen schreibt (Felix Nagelschmidt) anonym als Heuchler beschimpft, und Sie greifen nicht ein?
      Hätte das „Motzepeter“ mit zum Beispiel Herrn Vossebrecker getan, wäre die Geduld vermutlich nicht so ausgeprägt.

    4. AnwohnerGladbachs, was haben Sie eigentlich per se gegen SUV’s ? Schon mal Naturschutzprojekte, Imkerei und Landschaftsschutz mit einem E-Auto oder Fahrrad betrieben?

      Schon mal darüber nachgedacht, dass nicht alle Menschen gleich leben? Wenn ein Stadtmensch einem die Welt erklärt…

      Sie werden es nicht glauben, aber es gibt SUV-Fahrer, die eine Menge mehr für die Umwelt tun, als so mancher Radfahrer, der meint, damit die Welt zu retten und noch nie selbst ein regionales Produkt hergestellt hat.

      1. Also, zunächst einmal gibt es auch elektrisch betriebene SUVs, das ist also kein Vergleichsmaßstab. Zum anderen hat sicher niemand etwas dagegen, Geländewagen dafür zu verwenden, wofür sie erfunden werden.

        Eine ganz andere Sache ist es, wenn Stadtbewohner vorwiegend in der Stadt mit einem übergroßen, spritschluckenden und bei Unfällen gefährlicheren Försterauto-Verschnitt umherkurven, von denen sich zudem sehr viele für die von Ihnen skizzierten Einsatzszenarios gar nicht eignen würden, weil sie weder Vierradantrieb noch Differentialsperre besitzen.

        Wenn der Imker, Landschaftsbauer oder Naturschützer mit seinem Dienstwagen auch zum Einkaufen fährt, ist dagegen überhaupt nichts einzuwenden. Wenn aber die Vorstadtförsterin einzig mit dem SUV herumgurkt, um ihre Kinder vor dem Schultor abzuladen oder sich die Nägel machen zu lassen, dann ist das völlig sinnbefreit und belastet nur Umwelt und Mitmenschen.

  3. Hatten Sie Angst, die fotografierten Damen und Herren, der Jubelsturm der Bevölkerung über die 2 Millionen teure Umwandlung der L-Str. könne sie erdrücken? Das ist mal wieder ein Beispiel, dass GL durch Hilfe von Bürgermeister und Verwaltung eigentlich Schilda heißen müsste, die vielen Fehlentscheidungen geben das her.

    1. Nein, die hatten Angst, dass Sie als einsamer Mahner daneben stehen und den Volkszorn auf sie herabregnen lassen könnten.

  4. Hallo Redaktion, liegt Ihnen die Mitteilung von Herrn Nagelschmidt vor..? Veröffentlichung möglich?

    1. Wie geschrieben: Die Mitteilung liegt uns vor, wir warten aber die Stellungnahme der Stadt zu den Vorwürfen ab.

      1. Liebe Redaktion,
        Sie hatten angekündigt, den Brief von Herrn Nagelschmidt am Dienstag zu veröffentlichen, wenn die Reaktion der Stadt vorliegt.
        Wo bleibt denn nun der Brief von Herrn Nagelschmidt (es ist Donnerstag)?
        Oder kann die Stadt bei Ihnen durch das Ignorieren einer Anfrage die Veröffentlichung eines kritischen Bürgerbriefes verhindern?

      2. Das Thema ist komplex, die Vorwürfe massiv, daher sind Rückfragen erforderlich – und wir haben auch noch ein paar andere dringende Themen abzuarbeiten. Sie können sich den Brief aber bestimmt auch direkt bei Herrn Nagelschmidt abholen.

      3. Stimmt, das kann ich, und hier ist der Brief von Felix Nagelschmidt:

        „In wenigen Tagen wird in Bergisch Gladbach ein neuer Stadtrat gewählt. Heute erfolgte dazu passend warum auch immer in aller Hektik und ohne Beteiligung von Öffentlichkeit und
        Presse ein symbolischer Spatenstich für den Umbau der Laurentiusstraße – obwohl
        nach der Ankündigung des Beigeordneten Migenda viele Fragen offen bleiben und die
        Anwohner seit Jahren ohne echte Beteiligung immer wieder vor vollendete Tatsachen
        gesetzt werden.
        Bereits im Jahr 2022 hatte mir Bürgermeister Frank Stein persönlich und nachweislich den Erhalt der Stellplätze vor den Häusern Laurentiusstraße 80–84 fest zugesagt. Auf diese Zusage habe ich mich verlassen. Die finalen Pläne sehen jedoch den ersatzlosen Wegfall dieser Stellplätze vor. Die Einsicht in den internen Mailverkehr der Verwaltung hat zwischenzeitlich gezeigt, dass dieser Wortbruch von Anfang an eingeplant war. Ich wurde von Bürgermeister Stein bewusst mit falschen Versprechungen beruhigt, um Widerstand zu vermeiden.
        Noch schwerer wiegt die Kostenexplosion. Nach mehrfach gescheiterten Ausschreibungen hat die Stadt angeblich einen lokalen Unternehmer mit dem Umbau beauftragt – für knapp 1,8 Mio. Euro. Zum Vergleich: Eine reine Erneuerung der Asphaltdecke von rund 5.000 m² Fläche und anschließende Markierung hätte weniger als 500.000 Euro gekostet. Damit werden ca. 1,3 Mio. Euro Steuergeld zusätzlich ausgegeben. Diese Mittel hätten dringend in die Sanierung unserer Schulen fließen können, anstatt in ein völlig überdimensioniertes
        Prestigeprojekt.
        Hinzu kommt, dass die Finanzierung bis heute unklar ist. Die Anlieger wurden bewusst im Unklaren gelassen, ob und in welchem Umfang sie über KAG-Beiträge oder andere Umlagen zur Kasse gebeten werden. Ich empfinde es als respektlos, dass ich womöglich mitzahlen soll, ohne jemals erfahren zu haben, ob und in welcher Höhe mich die Stadt irgendwann später belasten wird.
        Besonders gravierend sind die Folgen für die Zukunft der Innenstadt. Durch den Wegfall
        zahlreicher Stellplätze wird die Erreichbarkeit für Kunden, Handwerker und Lieferanten massiv eingeschränkt. Damit sinkt die Attraktivität für Gewerbetreibende, und die Gefahr von Leerständen und Ladensterben in der Straße wächst. Gleichzeitig werden für viel Geld die Gehwege verbreitert – eine bewusste und rein ideologiebetriebene Maßnahme, die
        keinen realen Bedarf deckt, sondern lediglich Stellplätze vernichtet und zusätzliche Kosten
        verursacht. Hinzu kommt, dass die Umgestaltung längst mit einfachen Mitteln gelöst wurde: Die gegenläufige Befahrbarkeit der Einbahnstraße für Radfahrer wurde durch einfache Markierungen und Beschilderung etabliert und wird von allen Verkehrsteilnehmern akzeptiert. Es ist deshalb nicht mit einer Verbesserung durch den nun geplanten teuren Komplettumbau zu rechnen.
        Für mich ist die Laurentiusstraße längst zum Sinnbild einer gescheiterten Stadtpolitik
        geworden. Geplante Täuschungen, explodierende Kosten, intransparente Finanzierung und die bewusste, rein ideologiegetriebene Vernichtung von Stellplätzen prägen dieses Prestigeprojekt der Ampelkoalition.“

      4. Im folgenden veröffentlichen wir vorab die Antwort der Stadtverwaltung auf entsprechende Frage. Für uns ist der Sachverhalt damit aber noch nicht abschließend geklärt, denn das veröffentlichen von Briefen und Stellungnahmen erübrigt aber nicht die journalistische Aufarbeitung. Dafür brauchen wir aber noch Zeit.

        „Frage: Der Anlieger Felix Nagelschmidt behauptet öffentlich, Bürgermeister Stein habe ihn mit der Zusicherung, Stellplätze vor seinem Büro zu erhalten, geplant getäuscht. Er belegt das mit Auszügen aus internem Mailverkehr nach Einsicht. Wie beurteilt die Verwaltung diesen Vorwurf?

        Der Vorwurf ist haltlos. Im Bereich der Häuser Laurentiusstr. 78 und 80 sind drei Parkplätze zukünftig eingeplant. Mehr Stellplätze waren nicht in diesem Bereich nicht möglich, da u.a. aufgrund der Schleppkurven (Fahrbereiche) der Müllabfuhrfahrzeuge dort nicht unter zu bringen waren. Dies wurde mit Herrn Nagelschmidt seinerzeit auch so kommuniziert.
        Zudem ist vorgesehen, zwei dieser Parkplätze mit E-Ladesäulen auszustatten.

        Frage: Herr Nagelschmidt behauptet zudem, eine reine Wiederherstellung der Oberfläche plus Markierung würde 500.000 Euro kosten. Ist diese Angabe einigermaßen zutreffend?

        Diese Aussage ist irreführend. Die geltenden Vorschriften der ERA und RAST erlauben hier keine „reine Wiederherstellung der Oberfläche plus Markierungen“, da Mindestbreiten von Gehwegen und Mindestabstände u.a. parkender Fahrzeuge zu Radfahrenden im Bestand nicht eingehalten werden. Die nun beschlossene Umgestaltung der Laurentiusstr. trägt den aktuellen Regelwerken, Standards, Sicherheits- oder Verkehrsbedürfnissen soweit wie möglich Rechnung.

        Frage: Herr Nagelschmidt behauptet zudem, die Anlieger würden bewusst im Unklaren gehalten, ob sie über das KAG herangezogen werden. Wie ist da der aktuelle Stand, gibt es eine klare Aussage, ob und unter welchen Bedingungen / Fristen die Freistellung gesichert ist?

        Wie bereits auf entsprechende Nachfragen im zuständigen Ausschuss für Mobilität und Verkehr (AMV) berichtet, geht die Verwaltung nach wie vor davon aus, dass auf Grundlage des Kommunalabgabengesetz NRW (KAG) die privaten Anlieger nicht zur Gebührenpflicht heran gezogen werden. Die für die Abrechnung der Laurentiusstraße anzuwendende Förderregelung besagt jedoch in der Förderrichtlinie, dass ein Rechtsanspruch auf Förderung nicht besteht. Es gibt bis heute keine Aussage der Landes NRW, wie es zu verfahren beabsichtigt, falls im konkreten Fall ein Förderanspruch besteht, aber die veranschlagten Fördermittel im Landeshaushalt ausgeschöpft sind. Auf diese Unwägbarkeit hat die Stadt leider keinen Einfluss.

  5. Eine lebenswerte und zukunftsorientierte Innenstadt, wobei die Enklave der oberen und unteren Hauptstraße aufwertet wird.

  6. Der Umbau der Laurentiusstraße ist das letzte Armutszeugnis des alten Bürgermeisters Stein und seine Gehilfen
    Migenda.
    Stein wird gehen Migenda wird bleiben

    Beste Grüße

    Dieter Wein

  7. Es ist schon bemerkenswert, welche Prioritäten diese Stadt mit der Bekanntgabe des Startschusses für die einjährige Sanierung und Umgestaltung der Laurentiusstraße setzt. Eine solche kostenintensive Maßnahme ist nach meinem Dafürhalten – mit Blick auf den Kita-Mangel, die überfälligen Schulsanierungen und -neubauten sowie die Reparaturbedürftigkeit vieler maroder Straßen –
    wahrlich keine dringliche.

    Und wenn die Erschließung und Gestaltung des riesigen Zanders-Areals weiterhin im Planungs- und Ankündigungsstatus verharrt, könnte das eines nicht so fernen Tages in ein finanzielles Fiasko münden. Denn die Rückzahlungspflicht der emensen Kreditkosten für den Erwerb des Areals in Millionenhöhe fällt Monat für Monat an. Das summiert sich.

    Aber die Laurentiusstrasse ist nun dran. Verstehe das, wer wolle.

  8. Wenn es eines sinnfälligen Zeichens bedurft hätte, zu zeigen, dass diese Maßnahme bei vielen Bürgern auf Unverständnis trifft, dann dieser peinlich-heimliche erste Spatenstich

  9. Ich nehme noch Wetten entgegen: Zum 1. September 2026 wird die Straße nicht fertig sein!
    Wer traut sich und hält dagegen?

  10. Bin als Anwohner nun mal gespannt wie diese Umgestaltung laufen wird.
    Ich habe aber schon länger eine Frage hierzu:
    Mir würde als Anwohner des Laurentiusviertel ein Parkausweis zustehen, welchen ich bei der Stadt beantragen könnte (benötige diesen aber glücklicherweise nicht).
    Es fallen nun ja wieder einige Parkplätze der Umgestaltung zum Opfer.
    Gibt es eine Übersicht / Anzahl der ausgestellten Parkausweise für diesen Bereich?
    Und werde diese einfach bei Bedarf ausgehändigt oder gibt es eine begrenzte Anzahl von diesen Parkausweisen? Werden vielleicht sogar demnächst bestehende nicht verlängert?
    Ich glaube ja nicht, dass ich hier eine aussagekräftige Antwort bekommen werden, aber wollte meine Frage trotzdem mal teilen. Schönen Tag!

      1. Ja, okay … verstanden! Aber es ändert ja nichts an der Frage.
        Es sind Parkgenehmigungen in Ausnahmefällen ausgegeben wurden und es fallen nur weiter e Parkplätze weg. Ggfs. für neue Mieter keine Plätze mehr?

      2. Aus dem Bauch heraus würde ich mal sagen, dass Ihre Mieter, wenn sie denn einen “Ausnahmefall”Parkplatz benötigen, diesen SELBST beantragen werden und dann eine Lösung gefunden werden muss.

        Sie als Vermieter werden schließlich auch nicht ihr Mietobjekt (für einen Ausnahmefall) von vornherein behinderten-/altengerecht gestalten (mit Aufzug, ohne Treppen etc.).

        Im Falle der Laurentiusstraße ist es doch so, dass die Straße so eng ist, dass hier nicht auch noch für alle Anlieger und deren Familienmitglieder Parkplätze auf der Straße sein können.

      3. Hallo Ulla,
        Danke für deine Erläuterung.
        Ich brauche aber gar keinen Parkplatz. Ich habe einfach nur die Vermutung, dass die Stadt weiter diese Genehmigungen erteilen und sich bezahlen lässt, aber niemand die Anzahl der ausgehändigten Genehmigungen prüft oder ggfs. sogar limitiert weil es ja weniger Parkplätze werden.

      4. Hallo G.Korff,
        soweit ich weiß, bezieht sich eine solche Genehmigung nicht auf die Laurentiusstraße. Auf dem Buchmühlenparkplatz darf man dort nach meinem Wissensstand auch mit der Ausnahmegenehmigung sein Fahrzeug abstellen. Diese Ausnahmegenehmigung ist nicht wie ein “Privatparkplatz” zu werten und zu verwechseln. Wenn man das will, muss man sich vermutlich um einen Platz in einem der Parkhäuser oder auf einem Privatgrundstück bemühen. Es ist nicht Aufgabe der Bürgerschaft und Verwaltung, Privatpersonen Parkmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen.

      5. @G.Korf:Entschuldigung, habe ich dann wohl falsch verstanden.

        “Anzahl der ausgehändigten Genehmigungen” “Werden vielleicht sogar demnächst bestehende nicht verlängert?”

        Hier müsste man zunächst einmal herausbekommen, bei welchen es sich um “versprochene” Genehmigungen/Parkplätze handelt und von WEM und WOFÜR man die bekommen hat.
        Grundsätzlich bin ich natürlich FÜR die Einhaltung von Versprechen, z.B. als Belohnung für “herausragende Leistungen”.

        Wenn diese Genehmigungen in der Vergangenheit lediglich zum eigenen Vorteil erschlichen oder erkauft werden konnten, muss man sich dann an das gemachte Versprechen (vom Vorgänger?) halten? Finde ich nicht.

  11. Heureka! Was lange währt, wird endlich gut – das gilt nicht immer, aber zumindest nach vielen Irrungen und Wirrungen im Fall der “L-Straße”!

    Eine kleine Korrektur: Die Bedingungen für Radfahrende “verbessern” sich nicht, sondern verschlechtern sich (leicht). Breitere Bürgersteige bedeuten eine schmalere Fahrbahn – und das macht die Nutzung des (bereits vorhandenen) Schutzstreifens in Gegenrichtung tendenziell gefährlicher.

    Dennoch finde ich die Umgestaltung gut und richtig, da diese Fußgängern und Geschäften zugutekommt – und das scheint mir in so zentraler Lage das Wichtigste. Warum ein Immobilienmakler eine Aufwertung ablehnt, die absehbar zu einem Anstieg von Grundstückswerten führt, muss ich nicht verstehen.

    1. Also sooo viele Geschäfte sind in der Laurentiusstraße ja nun nicht angesiedelt, Herr Kleinert.
      Und da für Anlieferungen auch keine Möglichkeiten geschaffen werden, ist der Standort für den Handel in Zukunft auch relativ begrenzt. Ein Punkt, auf den Herr Nagelschmidt sehr zu recht hingewiesen hat. Passend zum vorhandenen Tätowierstudio und der Shisha-Bar käme vielleicht dann ein Nagelstudio in Frage. Damit würde sich der rote Faden in der grünen Ideologiepolitik auch bei uns weiter fortsetzen.