Die Klimafreunde Rhein-Berg verfolgen mit Sorge einige Planungen und Maßnahmen der Bundesregierung, die sich auf das Klima auswirken. Mit vier Mahnwachen wollen sie in den nächsten Wochen dafür werben, den dringend notwendigen Klimaschutz nicht zu vernachlässigen.

Wir veröffentlichen einen Beitrag des Klimafreunde Rhein-Berg e.V.

Ist Klimaschutz politisch „überbetont“? Oder gibt es nach wie vor drängenden Handlungsbedarf, u.a. für die Ausbauziele der Erneuerbaren Energien? Ist das Primat der Wirtschaft vor dem Klimaschutz wirklich unsere Rettung? Oder müssen nicht Wirtschaft und Klimaschutz Hand in Hand gehen und sich wechselseitig verstärken?

Mit Sorge verfolgt der Klimafreunde Rhein-Berg e.V. einige Planungen und Maßnahmen der Regierung, die sich auf das Klima auswirken: 

Eine große Anzahl neuer teurer Gaskraftwerke wird geplant, die subventioniert werden und Vorrang erhalten, statt großer Batteriespeicher für nachhaltig erzeugten Strom. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie BMWE setzt auf althergebrachte fossile Stromerzeugung mit CO2-Ausstoß, statt auf moderne mit Nachhaltigkeit. Solar- und Windenergie werden ausgebremst und Klimaziele verfehlt.

Mahnwachen für den Klimaschutz
Fußgängerzone Bergisch Gladbach am Konrad-Adenauer-Platz auf Höhe der Hauptstraße 185

  • Di 11.11.2025
  • Mi 19.11.2025
  • Mo 24.11.2025
  • Fr 28.11.2025

jeweils von 16 bis 18 Uhr

Führt u.a. die beabsichtigte Abschaffung der Einspeisevergütung nach EEG nun zu einem „Reiche-Knick“, nachdem der „Altmaier-Knick“ von 2012 dem Ausbau der Solarenergie einen Einbruch bescherte und das Land u.a. rund 100.000 Arbeitsplätze kostete?

Die Klimafreunde Rhein-Berg wollen anmahnen, den weiterhin dringend notwendigen Klimaschutz nicht zu vernachlässigen. Dazu werden Aktive des Vereins an vier Tagen im November in der Stadt zu Mahnwachen präsent sein und an diese Notwendigkeit erinnern. 

Denn: Wer heute nicht in den Klimaschutz investiert, belastet unsere Kinder und Enkel mit einem unerträglichen Schuldenberg und einer zerstörten Welt. Klimaschutz ist ein Menschenrecht.

Wer diese Fragen und Gedanken teilt, ist eingeladen vorbei zu schauen. Sicher ergibt sich das ein oder andere Gespräch. 

Hintergrund: Klimafreunde Rhein-Berg e.V.

Die „Klimafreunde Rhein-Berg“, im Frühjahr 2019 als Bürgerinitiative ins Leben gerufen, sind seit Herbst 2021 ein gemeinnütziger Verein. Gemäß dem Grundsatz „Global denken – lokal handeln“ wollen die Mitglieder des e.V. vor Ort möglichst viele Menschen für das drängende Thema Klimaschutz sensibilisieren und fürs Mitmachen begeistern. Rund 100 Bürger*Innen engagieren sich derzeit bereits in den Arbeitsgruppen der Klimafreunde zu den Themen Energie, Verkehrswende, Gesundheit, Baumschutz, Wirtschaft und konnten so bereits zahlreiche lokale Klimaschutz-Projekte anregen und erfolgreich umsetzen. Die erfolgreiche Gründung der BürgerEnergie Bergisch Gladbach eG z.B. ist eine Initiative der Klimafreunde. Weitere Mitstreiterinnen und Mitstreiter sind herzlich willkommen.

Die „Klimafreunde Rhein-Berg“, 2019 als Bürgerinitiative ins Leben gerufen, sind seit 2021 ein gemeinnütziger Verein. Gemäß dem Grundsatz „Global denken – lokal handeln“ wollen die Mitglieder vor Ort möglichst viele Menschen für das drängende Thema Klimaschutz sensibilisieren und fürs...

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  1. Wahrhaftig eine “Luftnummer”, hochlabil, als Ganzes inhaltlich extrem instabil, passend zur Begrifflichkeit. Nur die gefühls-trächtige Letternhülse scheint fest zu sein.
    Klimafreund, was ist das denn? Reziprok wird es wohl nicht gemeint sein, wie man die zwischenmenschliche Beziehung , aka Freundschaft, versteht.
    Und, was ist denn das Klima von oder in Bergisch Gladbach? Hört es an der Stadtgrenze auf? Selbstgemacht oder importiert? Oktroiert oder gewollt?
    Gekauft oder geschenkt?
    Wenn man so “luftig” formuliert, stimmen viele zu, weil keiner genau weiß, was gemeint wird.
    Demagogie eben.
    Robert Peters

    1. Hallo Herr Peters, was wollen Sie eigentlich mit Ihrem “luftigen” Kommentar sagen? Wir Klimafreunde merken genau und präzise an, was die Bundesregierung exakt falsch macht, indem neue Gas-Kraftwerke gefördert werden sollen, statt den Ausbau der erneuerbarenbaren Energien voranzubringen.

      Um die Klimaziele von Paris 2015 überhaupt noch erreichen zu können und eine Erderwärmung von mehr als 2,8 Grad zu vermeiden, wird es deutliche Investitionen in die Zukunft brauchen. Wenn wir das nicht jetzt tun, werden die Klimafolgeschäden um das Zehnfache steigen. Wer bezahlt das? Unsere Kinder und Enkel?

      Das betrifft uns in Bergisch Gladbach auch. Wie stellen wir uns im Blick auf die Energie- und Wärmewende zukünftig auf? Wie stellen Sie Ihren Beitrag für eine gelingende Energie- und Wärmewende her? Wir sind, neben der Stadt, alle sehr persönlich gefragt, welchen Beitrag wir selbst leisten können.

      Ich für meinen Teil habe mich entschieden, mit PV-Anlage und Batterie-Speicher und E-Auto. Es liegt an jedem von uns selbst, was wir einbringen.

      Demogogie? Was genau wollen Sie damit sagen oder verhindern? Es geht, auch auf dem Hintergrund der COP 30 in Brasilien, um unser Überleben in einer enkeltauglichen Zukunft. Eines ist mir klar: Nur gemeinsam werden wir die Energie- und Wärmewende hinbekommen. Worauf noch warten?

      1. Wer ideologisch co2-arme Kernkraftwerke abreißt und verteufelt, kann es mit dem “Klima” nicht so ernst meinen.

        Und die Gaskraftwerke werden nun als back-up benötigt, da genau die Bubble immer nur die Subventionierung/Förderung von Produktionskapazitäten gefordert hat, aber nie an die Speicherung der überschüssigen Energie dachte. Wenn die Windräder bei Sonne nicht still stehen müssten, wären wir schon viel weiter und günstiger.

        Noch haben die Kernenergietechnisches Know-How, siehe aktuelle World Nuclear Exhibition, das sollte wir zeitnah nutzen. Kernenergie, EE und die Spitzen speichern (Tesla etc.)

      2. Ja, Kernkraftwerke sind CO2-arm, aber man kann sie nicht auf diese Eigenschaft reduzieren, sondern muss im Rahmen einer Risiko-Nutzen-Abwägung weit mehr berücksichtigen als nur die Vorteile.

        Ich bin nicht grundsätzlich gegen die Nutzung von Kernkraft, aber dann sollten es modernere Konzepte wie Flüssigsalzreaktoren und/oder der Einsatz dezentraler Kleinreaktoren sein. Da gibt es aber noch einiges zu erforschen – wahrscheinlich wird der Aufbau einer hinreichenden Speicher-Infrastruktur für erneuerbare Energien schneller gehen (da gibt es derzeit etliche Ausschreibungen mit jeweils deutlich mehr Bewerberfirmen, als benötigt werden).

      3. Ungeklärt ist insbesondere noch das “Wohin” mit den Resten von radioaktiven Abfällen?
        Sina Meyer, wer bezahlt eigentlich diese unglaublich aufwändigen Transporte und vorläufigen Einlagerungen, dieses hin und her von Zwischenlager zu Zwischenlager?
        Keiner möchte diese Abfälle in seiner persönlichen Umgebung verbuddelt wissen.
        Und diese mit gefährlichen Substanzen gefüllten Behälter, die man anfangs einfach und billig im Ärmelkanal oder in den Meeren versenkt hat, lösen sich bereits heute auf und der freigesetzte Inhalt landet in irgendeiner Form (unsichtbar) auf unseren Tellern.