Vor dem Rathaus wird die Laurentiusstraße erneuert. Foto: Redaktion

Der Fachbereich Finanzen hat sich im vergangenen Jahr unter der Leitung von Bernhard Bertram mit der Umsetzung der Grundsteuerreform beschäftigt, aber auch umfassende Projekte zur Digitalisierung der eigenen Arbeit voran getrieben und eine neue Steuer eingeführt. Mit diesem Beitrag setzen wir die Dokumentation über die Bilanz 2025 der Stadtverwaltung Bergisch Gladbach fort.

Wir veröffentlichen eine Mitteilung der Stadt Bergisch Gladbach (Teil 2)

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Einer der Schwerpunkte innerhalb des Fachbereichs Finanzen war 2025 die erfolgreiche, weitestgehend reibungslose und langfristig geplante Umstellung des zentralen Finanzsystems und Rechnungswesenverfahrens „Infoma newsystem“ auf die cloudbasierte Version „Infoma online“. Mit der kaum spürbaren Veränderung für die Gesamtverwaltung geht eine Kostenersparnis einher, die trotz eines erweiterten Funktionsumfanges sowie einer Modernisierung des gesamten Finanzsystems erreicht werden kann.

Voraussichtlich im Frühjahr 2026 wird mit dem Projekt „Aufstellung und Einführung des digitalen (Eingangs-) Rechnungsworkflows“ begonnen. Aktuell wird die Etablierung eines papierlosen Workflows für Ausgangsrechnungen und Bescheide ohne Vorverfahren mittels der Faktura App als Schnittstellenmodul getestet, in konkreter Einführung stehen aber auch das Modul „eAkte“ zur digitalen Aktenführung, sowie die Einführung des Moduls zur Mitteilungsverordnung (elektronische Meldungen an die Finanzbehörde) an.

Mit der Umsetzung der aufgezeigten Maßnahmen ist ein wichtiger Baustein für optimierte und digitalisierte zukunftsgerichtete Prozessabläufe sowie für fachämterübergreifende Anwendungen des Finanzsystems gelegt.

Ein weiteres erfolgreiches internes Projekt ist die umfangreiche Aktualisierung der Dienstanweisung zu § 32 der Verordnung über das Haushaltswesen der Kommunen im Land Nordrhein-Westfalen (KomHVO NRW). Sie beschreibt Arbeitsabläufe und definiert Sicherheitsstandards, um die ordnungsgemäße Erledigung der Aufgaben der Finanzbuchhaltung, der Stadtkasse und der Vollstreckung sicherzustellen. Sie wird in Kürze veröffentlicht.

In der Abteilung Kommunalsteuern verlief die Umsetzung der Grundsteuerreform trotz der Einführung differenzierter Hebesätze planmäßig und im vorgesehenen Zeitrahmen. Die hierfür erforderlichen technischen Hürden wurden mit großem Engagement und nicht unerheblichem Aufwand überwunden.

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Was Sie zur Grundsteuer 2026 wissen müssen

Ab dem 9. Januar verschickt die Stadt Bergisch Gladbach die neuen Bescheide für die Grundsteuer. Zu diesem Thema gab es zuletzt einige Nachrichten, die Fragen aufwerfen: Was hat es mit dem Gelsenkirchener Urteil auf sich? Wie wirkt sich die Hebesatz-Erhöhung in Bergisch Gladbach aus? Wir erklären, was Sie erwartet – und wie Sie reagieren können.

Auch die Stadtkasse bestätigt die problemlose Umstellung; es ergab sich daraus die Notwendigkeit, den bekannten Zahlungstermin für die Grundbesitzabgaben vom 15.02.2025 auf den 22.04.2025 zu verschieben.

Zahlreich eingegangene Widersprüche und Anfragen richteten sich allerdings gegen die Bewertung der Grundstücke; aufgrund der bestehenden Zuständigkeiten musste in diesen Fällen regelmäßig an die Finanzbehörde verwiesen werden, denn die Abteilung Kommunalsteuer ist bei der Festsetzung der Grundsteuer allein an die vom Finanzamt übermittelten Bewertungsgrundlagen gebunden.

Die Beherbergungssteuer wurde durch umfassende Informations- und Unterstützungsmaßnahmen reibungslos und nutzbringend umgesetzt. Die erzielten Einnahmen leisten einen Beitrag zur Entlastung der angespannten Haushaltslage. 

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Seit April gelten fünf Prozent Steuer auf Übernachtungen

Auch in Bergisch Gladbach wird seit Anfang des Monats eine Bettensteuer erhoben. Alle Anbieter von Übernachtungsmöglichkeiten, von Privatzimmern bis Hotels, müssen diese Steuer von ihren Gäste einziehen. Damit auch die Anbieter erfasst werden, die bislang Vermittlungsportale anonym genutzt haben, sollen diese Portale jetzt die Daten offenlegen. Wer sich nicht anmeldet muss mit einem Bußgeld rechnen.

Die Geschäftsbuchhaltung, die bereits über einen langen Zeitraum von Personalvakanzen betroffen war und aktuell noch ist, wird voraussichtlich im Frühjahr 2026 planstellenkonform besetzt sein. Dank des außerordentlichen Engagements des Teams konnte das laufende und notwendige Geschäft bis dato weitestgehend aufrechterhalten werden. 

Abteilung Betriebswirtschaft

Das Sachgebiet Zentrales Controlling begleitete erfolgreich den Gründungsprozess einer neuen Energiegesellschaft, welche zukünftig die Wärme- und Kälteversorgung des Zanders-Areals übernehmen soll. 

Im Beteiligungscontrolling wurde eine neue Softwarelösung eingeführt, die die Erstellung des rund 250-seitigen Beteiligungsberichts künftig erheblich effizienter gestaltet. Die neue Software automatisiert die Datenaufbereitung, erstellt intelligente Verknüpfungen und minimiert Übertragungsfehler, so dass neben einem weiteren Schritt im digitalen Wandel auch eine signifikante Qualitätssteigerung in der Berichterstattung gewährleistet wird. 

Das Sachgebiet Kosten- und Leistungsrechnung konnte trotz eingeschränkter personeller Kapazitäten sämtliche Gebührenkalkulationen für Abwasserbeseitigung, Abfallbeseitigung, Straßenreinigung und Winterdienst fristgerecht erstellen. 

In der Abteilung Wohnungswesen, die in das neue Stadthaus an der Bensberger Straße umziehen wird, wurde erfolgreich das Zentrale Dokumentenmanagementsystem (DMS) etabliert. Die Abteilung fungiert innerhalb des Fachbereichs Finanzen somit als Pionierin hinsichtlich der Transformation zu den „Neuen Arbeitswelten“.

Die im Dezember 2024 eingeführte Wohnraumschutzsatzung sorgt im Aufgabenbereich „Wohnungsaufsicht / Wohnungskontrolle“ für neue und zusätzliche Herausforderungen, die sich absehbar auch auf personellen Ressourcen auswirken und einen fachbereichsübergreifenden Austausch erforderlich machen.

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Stadt will Wohnraum (ein wenig) schützen

Um gegen die Zweckentfremdung von Wohnraum besser vorgehen zu können, schlägt die Stadtverwaltung eine Schutzsatzung vor. Aus Personalmangel verzichtet sie aber darauf, aktiv gegen längerfristigen Leerstand vorzugehen. SPD und Grüne akzeptieren das – verlangen aber, insgesamt schneller vorzugehen.

Die erfolgreiche Anwendung der Satzung wird allerdings zielorientiert die Wohnraumversorgung der Bevölkerung in der Stadt Bergisch Gladbach gewährleisten und Wohnraum vor ungenehmigter Zweckentfremdung schützen.   

Hier werden offizielle Pressemitteilungen der Stadtverwaltung veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung des unabhängigen Bürgerportals iGL wieder.

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