Die Schilder im Hasenweg sollen nicht verschwinden, sondern zunächst nur verhängt, die Bodenmarkierung durchgekreuzt werden. Foto: Redaktion

Der Fachbereich 6 (Stadtplanung) unter Leitung von Marc Höhmann hat einen extrem breit gefächerten Aufgabenbereich – von Denkmalschutz, Mobilität, Bauaufsicht und Stadtentwicklung bis hin zur Sanierung von Straßen. Für 2025 kann sie einige wichtig Fortschritte melden. Mit diesem Beitrag setzen wir die Dokumentation über die Bilanz der Stadt fort.

Wir veröffentlichen einen Beitrag der Stadt Bergisch Gladbach

Die Untere Denkmalbehörde (UD) hat unter anderem die Eigentümer von Schloss Lerbach intensiv und konstruktiv in Fragen der denkmalgerechten Restaurierung des seit Jahren leerstehenden bedeutenden Denkmals beraten und die Abstimmungen mit dem Landschaftsverband Rheinland (Obere Denkmalbehörde) koordiniert. Ziel ist die Erlangung einer denkmalrechtlichen Genehmigung für die Baumaßnahme. Das Großprojekt wird auch im Jahr 2026 weiter intensiv durch die Untere Denkmalbehörde bearbeitet.

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Beim Denkmal Schloss Bensberg unterstützte die Untere Denkmalbehörde bei der kompletten Fassadenüberholung, sodass es in neuem Glanz erstrahlt.

Auf Zanders wurde die Naturstein- und Metallsanierung des Werkstors eng begleitet. Die Fertigstellung der Arbeiten erfolgte im September 2025. Im Büstengarten werden aktuell sukzessive die maroden Mauern saniert, was unter Aufsicht der Unteren Denkmalbehörde geschieht. Nach erfolgten Abstimmungen mit Planern und dem LVR-ADR kann zum Ende des Jahres außerdem der Bauantrag für die Umgestaltung der Alten Zentralwerkstatt gestellt werden. Auch für die Maßnahmen zur Interimsnutzung durch die Karnevalsvereine steht die Untere Denkmalbehörde in ständigem Austausch mit den Verantwortlichen.

Die als denkmalverdächtig identifizierten Gebäude aus dem Denkmalpflegeplan der Stadt Bergisch Gladbach werden sukzessive besichtigt und bearbeitet. Dementsprechend wurde zum Beispiel das Objekt „Kath. Kirche St. Josef in Heidkamp“ in die Denkmalliste der Stadt Bergisch Gladbach eingetragen.

FB 6-2 Gestaltungsbeirat

Im Jahr 2025 wurden vier reguläre Sitzungen des Gestaltungsbeirats im Spiegelsaal des Bergischen Löwen durchgeführt. In diesem Zeitraum präsentierten Bauherren mit ihren Planerinnen und Planern dem Beirat zwölf neue Bauprojekte. Nach eingehenden Diskussionen sprachen die Beiräte für jedes vorgestellte Bauprojekt eine Empfehlung aus. Darüber hinaus fand eine Sondersitzung statt.

Am 27. August 2025 fand – zum zweiten Mal nach der erfolgreichen Premiere 2024 – der „Bergisch Gladbacher Dialog zur Baukultur — Umbaukultur“ in der Grube Weiss statt.

Die Veranstaltung, die von der Geschäftsstelle des Gestaltungsbeirats gemeinsam mit dem Gestaltungsbeirat konzipiert und organisiert wurde, bot wie schon im Vorjahr eine Plattform, um Chancen und Herausforderungen der Umbaukultur zu diskutieren, neue Netzwerke zu knüpfen und das Bewusstsein für nachhaltige Stadtentwicklung zu stärken.

Der Dialog soll konkrete Impulse setzen – für eine Baukultur, die Altes und Neues vereint, Ressourcen schont und dabei die Lebensqualität aller im Blick behält. Ziel der Veranstaltung war es, neue Netzwerke zu knüpfen, das gegenseitige Verständnis zu stärken, die Rolle und Möglichkeiten des Gestaltungsbeirats sichtbar zu machen sowie das Bewusstsein für baukulturelle Themen und die Bedeutung gestalterischer Qualität zu schärfen. Die Veranstaltung und die Chance, in den Dialog zu treten, wurden von Teilnehmenden und Veranstaltern als voller Erfolg gesehen. Eine Fortsetzung dieses Formats ist geplant.

FB 6-3 Mobilitätsdatenmanagement / E-Mobilität

Der bedarfsgerechte Ausbau öffentlicher Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge hat im Jahr 2025 stark Fahrt aufgenommen. Bis Ende 2025 werden stadtweit und insbesondere in den Wohnquartieren knapp 90 neue Ladepunkte realisiert. Anfang 2026 folgen weitere circa 30 öffentliche Ladepunkte.

FB 6-60 Mobilität und Stadtentwicklung

In der Stadtentwicklung stand 2025 unter anderem die erstmalige Erarbeitung und Implementierung einer Wohnraumschutzsatzung für das Stadtgebiet in Zusammenarbeit mit den Fachabteilungen Bauaufsicht und Wohnungswesen im Vordergrund.

Ebenso wurden Vorbereitungen zur Neudarstellung der Flächennutzungsplan-Weißflächen sowie zu einem räumlichen Steuerungskonzept für Freiflächen-Solaranlagen getroffen.

Auf überörtlicher Ebene wurden Stellungnahmen zum sachlichen Teilplan Erneuerbare Energien der Bezirksregierung Köln sowie zur 3. Änderung des Landesentwicklungsplans NRW koordiniert und erarbeitet. Darüber hinaus wurde die bestehende interkommunale Zusammenarbeit im Rahmen der Kooperation Köln und rechtsrheinische Nachbarn fortgeführt.

Auf Seiten der Statistikdienststelle rückte 2025 vermehrt die methodische Betreuung, Vorbereitung, Durchführung und Auswertung verschiedener interner und externer Umfragen in den Fokus (z. B. Elternbefragung Kita, Rad macht Schule, Mobilität und Nachhaltigkeit Musikschule, Spiel- und Freizeitflächen in Bergisch Gladbach).

Zudem standen im Frühjahr 2025 kleinräumig aufbereitete Zensusdaten (Zensus 2022) zur Verfügung. Die Daten zu den Themenbereichen Bevölkerung, Bildung und Erwerbstätigkeit, Gebäude und Wohnungen sowie Haushalte konnten dadurch nicht nur für die Stadt Bergisch Gladbach im Vergleich zu umliegenden Kommunen und Nordrhein-Westfalen aufbereitet werden, sondern erstmals auch auf kleinräumiger Ebene und damit für die einzelnen Stadtteile.

Im Jahr 2025 stand für die Abteilung Mobilität 6-600 vor allem das Thema „mehr Sicherheit für Kinder im Straßenverkehr“ im Fokus. Besonders erfreulich ist die Einrichtung der ersten Schulstraße an der KGS In der Auen, die sich bereits nach kurzer Zeit als sehr wirksame Maßnahme erwiesen hat und den morgendlichen Verkehr deutlich beruhigt. Auch an vielen anderen Schulen wurden Verbesserungen umgesetzt; weitere Schulstraßen befinden sich derzeit in Prüfung.

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Erste Schulstraße ist in Refrath erfolgreich gestartet

An der KGS In der Auen ist Bergisch Gladbachs erste Schulstraße eingerichtet worden. An Schultagen wird der Bereich vor der Schule zu festgelegten Zeiten für Autos gesperrt. Ziel ist es, den Schulweg für Kinder sicherer zu machen und Elterntaxis vor und nach Schulbeginn einzudämmen. Es handelt sich erst einmal nur um einen Verkehrsversuch auf Zeit.

Drei Schulstraßen in Hand sollen Wege für Kinder sicherer machen

Viele Kinder werden von ihren Eltern mit dem Auto zur Schule gebracht und abgeholt. Das sorgt immer wieder für gefährliche Situationen. Um den Schulweg sicherer zu gestalten, werden nach den Weihnachtsferien drei Straßen rund um die beiden Grundschulen in Hand morgens und nachmittags für den Autoverkehr gesperrt. Mit Hilfe der Eltern.

Parallel dazu wurden für mehrere Kitas – darunter in der Schulstraße, dem Nittumer Weg, dem Reiser/Mondsröttchen und der Jakobstraße – Verkehrskonzepte entwickelt, die sowohl kurzfristige Entlastungen als auch spätere bauliche Anpassungen vorsehen.

Auch beim Radverkehr hat sich einiges getan. Mit den ersten Fahrradstraßen auf der Radroute F2 – am Hasenweg, in der Nachtigallenstraße und in der Siegenstraße – nimmt das Radverkehrsnetz der Stadt spürbar Gestalt an. Zusätzlich wurden Projekte angestoßen, die den Radverkehr im Alltag komfortabler machen, wie die neue Radabstellanlage in Refrath.

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Weniger Autos, mehr Sicherheit

Reichlich rote Farbe und viele Schilder haben Hasenweg und Nachtigallenstraße zwischen Refrath und Frankenforst gründlich verändert: Die ersten beiden Fahrradstraßen in Bergisch Gladbach sollen die Sicherheit im Radverkehr stärken und zum Klimaschutz beitragen. Ein Ortstermin zeigt, dass vor allem das Parkverbot den Straßen gut tut.

Für mehr Sicherheit und weniger Belastung im Wohnumfeld sorgten außerdem neue Tempo-30-Abschnitte. Vor allem die Mülheimer Straße und die Richard-Zanders-Straße wurden aus Lärmschutzgründen und zum Schutz stark genutzter Schul- und Freizeitwege von Kindern auf Tempo 30 reduziert.

Ein Blick auf die Straßenbauprojekte zeigt, dass zahlreiche größere Vorhaben entscheidend vorangekommen sind. So bilden beispielsweise die Entwicklungen an der Altenberger-Dom-Straße, der Leverkusener Straße und der Paffrather Straße die Grundlage dafür, wichtige Verkehrsachsen moderner, barrierefreier und verkehrssicherer zu gestalten. Dies gilt auch für die Laurentiusstraße, mit deren Umbau 2025 begonnen wurde.

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Laurentiusstraße: Stadt feiert Spatenstich allein

Der symbolische Spatenstich für die Laurentiusstraße wurde so kurzfristig anberaumt, dass für eine Einladung der Medien keine Zeit mehr war. Tatsächlich starten soll das umstrittene, mehrfach aufgeschobene Projekt am 6. Oktober und knapp ein Jahr andauern. Noch schneller als die Stadt mit ihrer Mteilung war der Anlieger Felix Nagelschmidt, der die Stadt und Bürgermeister Frank Stein scharf kritisiert.

Für die Zukunft trägt auch das neu erarbeitete Maßnahmenprogramm – das neben zeitlicher Priorisierung auch neue Standards in Hinblick auf Sicherheit, Barrierefreiheit und Komfort berücksichtigt – zu einer effizienteren Umsetzung der Projekte bei.

Nicht zuletzt gab es auch beim öffentlichen Verkehr deutliche Fortschritte. Sowohl der Ausbau der S11 als auch die geplante Kapazitätserweiterung der Linie 1 haben wichtige Schritte nach vorne gemacht und verbessern langfristig die Anbindung Bergisch Gladbachs an den regionalen Schienenverkehr.

Der barrierefreie Ausbau von Bushaltestellen kann auf Grundlage des beschlossenen Ausbaukonzepts nun spürbar schneller und konsequenter umgesetzt werden.

FB 6-61 Stadtplanung

Auch 2025 trieb die Abteilung 6-61 Stadtplanung maßgebliche Bebauungsplanverfahren voran. So wurde der Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan Nr. 2168 – Odenthaler Straße/Hauptstraße – gefasst. Damit wurden die Planungsgrundlagen für den Bau eines Parkhauses und einer Seniorenpflegeeinrichtung durch den Investor geschaffen.

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EVK baut Campus rund um den Quirlsberg kräftig aus

Früher eine Klinik, bald ein kompletter Gesundheitscampus: Das Evangelische Krankenhaus weitet mitten in Bergisch Gladbach sein Netzwerk medizinischer Versorgung aus – von ambulanter Behandlung bis zur Pflege im Alter. Die nächsten Schritte stehen kurz bevor: Neue OP-Säle, ein zweites Parkhaus und ein Seniorenzentrum entstehen, eine Hausarztpraxis kommt, die Notaufnahme wird optimiert. Und das ist längst nicht alles.

Rechtskraft erlangte der Bebauungsplan 5584 – Bockenberg 3, wodurch der Weg frei wurde für den Bau einer Betriebs-Kita der Firma Miltenyi Biotec.

Wichtige Weichenstellungen zur Schaffung neuer Schulkapazitäten erfolgten unter anderem mit dem Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan BP 4110 – Goethestraße II und der sich anschließenden frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung. Damit wurden die planungsrechtlichen Voraussetzungen für den Neubau einer Grundschule an der Goethestraße im Stadtteil Herkenrath geschaffen.

Im Fokus der Stadtplanung stand zudem der Neubau einer Rotationsschule in Heidkamp. Hierzu wurde im Planungsausschuss Ende November 2025 der Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan Nr. 2350 – Schule am Lerbacher Weg – gefasst.

Das Team der Stadtplanung stieg außerdem intensiv in die Planungsprozesse für den Neubau der Integrierten Gesamtschule Paffrath (IGP) ein. Das zurückliegende Jahr umfasste vor allem vorbereitende Maßnahmen wie die Grundlagenermittlung für den IGP-Neubau sowie fachübergreifende Abstimmungen zum Projekt.

Durch den Abschluss des Bebauungsplanverfahrens Nr. 5345 – Mobilhof am Technologiepark – im Jahr 2024 wurde der Grundstein gelegt für den Neubau des Busbetriebshofs der Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) neben dem Technologiepark Bergisch Gladbach. 2025 startete die Bauphase: So konnte bereits die Erschließungsstraße zum zukünftigen Betriebshof ausgebaut werden. Die Bautätigkeiten auf dem Betriebsgrundstück sind in vollem Gange.

Wegweisende Fortschritte verzeichneten zentrale Projekte der Informellen Planung. So konnte das Strategische Entwicklungskonzept (StEK) Gronau am 26. Juni 2025 im Stadtentwicklungs- und Planungsausschuss verabschiedet werden. Das Konzept und der zuvor durchgeführte umfangreiche partizipative Erarbeitungsprozess erfuhren ein außergewöhnlich hohes Maß an Wertschätzung im zuständigen Gremium und in der beteiligten Öffentlichkeit.

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StEK Gronau schließt Beteiligung mit konkreten Vorschlägen ab

Zehn Maßnahmen hat die Stadtplanung gemeinsam mit engagierten Bürger:innen im Rahmen des Strategischen Entwicklungskonzeptes (StEK) Gronau erarbeitet – in den Bereichen Freiraum, Städtebau, Klima, Wassermanagement und Vernetzung. Die Ergebnisse wurden jetzt bei einem Workshop vorgestellt. Das letzte Wort hat der Stadtrat.

Das StEK Gronau legt künftige Entwicklungsleitlinien für den Stadtteil anhand zehn konkreter Maßnahmen fest, die in den kommenden Jahren möglichst mit Fördermitteln umgesetzt werden sollen. Den Auftakt machen neue Bänke im Stadtteil, die zeitnah aufgestellt werden und deren Standorte unter Mitwirkung der aktiven Stadtteilbevölkerung eruiert wurden.

Mit der zum Jahresende 2025 vorgesehenen Öffnung der Schloßstraße und dem Abschluss eines Großteils aller Umbaumaßnahmen wurde ein Meilenstein des Integrierten Handlungskonzepts (InHK) Bensberg erreicht. Mit dem Umbau der Parkanlage am Deutschen Platz sowie der Neugestaltung des Quartiersplatzes am Bockenberg befinden sich weitere zentrale Projekte des InHK Bensberg in Vorbereitung, die im kommenden Jahr angegangen werden. Ebenso finden die Vorbereitungen zur Umgestaltung der beiden Tunnelmaßnahmen „An der Stadtbahn“ und am „Erna-Klug-Weg“ statt, sodass auch diese Maßnahmen im kommenden Jahr umgesetzt werden können.

Nach rund einjähriger intensiver Vorbereitungsphase hat die Stadtplanung der Politik Ende 2025 umfassende Ergebnisse zur Untersuchung der Alten Stadthäuser und der Stadtkanten an der Gohrsmühle vorgelegt. Die Vorbereitungsphase schuf eine wichtige Grundlage für einen künftigen Entwicklungsfahrplan der Grundstücke. Die Entscheidung über einen möglichen Erhalt von Teilen der Alten Stadthäuser soll gemäß Vorschlag der Stadtplanung in einem Konzeptvergabeverfahren erfolgen.

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Von den Stadthäusern zum „Zanders Quartier am Park“

So schnell lässt Johannes Ditsche nicht locker: Seine Ideen für eine neue Nutzung der alten Stadthäuser stoßen in der Politik noch auf wenig Resonanz, seine Vision treibt er dennoch weiter voran. In Vorfeld der Ratssitzung hat er jetzt den Fraktionen ein Konzept unter neuem Namen geschickt, „für eine schnelle, bezahlbare und nachhaltige Umsetzung – und für eine Stadtentwicklung, die spürbare Verbesserungen für die Gemeinschaft schafft“.

Für die Entwicklung der Stadtkanten an der Gohrsmühle schlug die Verwaltung eine Teilnahme am Förderprogramm NRW.URBAN vor. Die Entscheidung wurde nach einer ersten Debatte auf den nächsten Planungsausschuss im Jahr 2026 vertagt.

FB 6-62 Geoservice

In der Abteilung 6-62 Geoservice lag ein Schwerpunkt im Jahr 2025 wieder auf der Mitarbeit bei diversen Schulbau-Projekten und auf der Grundstücksbewertung für zahlreiche städtische Projekte.

Ein Jahr voller anspruchsvoller Aufträge liegt hinter dem Sachgebiet Vermessung und Geoinformation, die mit Präzision und Teamgeist gemeistert wurden. So hat sich das Sachgebiet auch 2025 wieder als unverzichtbarer interner Dienstleister für zahlreiche städtische Projekte bewährt. Mit Engagement, Fachkompetenz und modernster Technik wurden wichtige Grundlagen für die Stadtentwicklung geschaffen.

  • Schulbauprojekte im Fokus: Die Vermessungsleistungen waren zentral für die Umsetzung zahlreicher Bauvorhaben der Schulbau GmbH.
  • Barrierefreiheit und Mobilität: Für den barrierefreien Umbau der Bushaltestellen im Stadtgebiet werden sämtliche Bushaltestellen vermessen. So wird eine Umgestaltung auf aktuellen und verlässlichen Plangrundlagen ermöglicht – ein wichtiger Beitrag zur inklusiven Mobilität.
  • Infrastrukturprojekte: Beim Ausbau der S11 wird mit der Erstellung von Plangrundlagen begonnen – ein Projekt mit großer Bedeutung für die regionale Verkehrsanbindung.
  • Kultur und Digitalisierung: Zur Konzeptionierung der Neugestaltung des Bergischen Museums wurden durch Laserscanning präzise 3D-Aufmaße mehrerer Gebäude erstellt. Damit wird ein Beitrag zur digitalen Erfassung und kulturellen Weiterentwicklung geleistet.
  • Stadtentwicklung Zanders-Gelände: Die Konversion des Zanders-Geländes nimmt Gestalt an. Hier wird unter anderem bei der Sanierung der Alten Zentralwerkstatt und der Planung des Bildungscampus mit Plangrundlagen unterstützt.

In der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses sind nach einem Rückgang des Umsatzes in 2024 im vergangenen Jahr wieder deutlich mehr Kaufverträge eingegangen. Die Zahl der Kaufverträge für Immobilien wird voraussichtlich wieder das übliche Maß von circa 1.200 Kauffällen pro Jahr erreichen.

Die Versendung der Grundsteuerbescheide auf Grundlage der neuen Grundsteuerwerte führte Anfang des Jahres zu vermehrten Anfragen und Beschwerden zu den Bodenrichtwerten an die Geschäftsstelle.

Im Sommer hat mit der Einführung der Befragung der Erwerber von Immobilien über das System ZE-online ein weiterer Schritt hin zur Digitalisierung der Geschäftsprozesse stattgefunden und wird von den Käufern gut angenommen.

Die kommunale Bewertungsstelle ist seit Anfang des Jahres vermehrt mit der Bewertung von Gewerbeflächen, unter anderem für die Umsetzung der S11-Planungen, befasst. Gleichzeitig beschäftigen die Entwicklungen auf dem Zanders-Areal die kommunale Bewertungsstelle. Die jeweiligen Bewertungen sind elementar für die künftigen kommunalen Projekte und Finanzen.

Das kommunale Geodatenmanagement bildet die Grundlage für eine moderne, digitale Verwaltung. Neben den Fachabteilungen erfasst und pflegt es raumbezogene Daten, die über das Geoportal bereitgestellt werden. Diese Informationen unterstützen Entscheidungen im kommunalen Umfeld und fördern Transparenz sowie Bürgerbeteiligung. Durch kontinuierliche Pflege und Digitalisierung werden Datenqualität, Effizienz und Service für Verwaltung, Politik und Öffentlichkeit stetig verbessert.

In diesem Zuge leistet das Sachgebiet Geodatenmanagement kontinuierlich einen wesentlichen Beitrag zur Sicherstellung einer aktuellen, qualitätsgesicherten und nutzerorientierten Geodateninfrastruktur. Im Smart City Index 2025 erhielt das Geoportal zum wiederholten Mal mit 100 Punkten die volle Punktzahl.

Ein weiteres Arbeitsfeld, das sich in den vergangenen Jahren entwickelt hat, sind 360°-Panoramatouren. Diese wurden 2025 für das Schulmuseum Katterbach und für die städtischen Friedhöfe erstellt. Letztere münden in der Entwicklung einer neuen Friedhofs-App mit neuen Funktionen und Design.

Auch wurden 2025 einige Schulprojekte mitbegleitet – sei es in der Schulverwaltung, wenn es darum ging, die Schulweglängen im Rahmen der Einschulung von circa 1.000 Kindern zu berechnen, oder beim Schulneubau und der Integration in den Bestand (Erstellung von 3D-Schattensimulationen für städtische Schulbauprojekte).

FB 6-63 Untere Bauaufsicht

Die Zahl der bei der Bauaufsicht eingehenden Anträge war im Jahresverlauf im Vergleich zu den Vorjahren nahezu konstant.

Vor einer großen Herausforderung steht die Bauaufsicht bei der Einführung einer nutzerorientierten, effizienten und innovativen Digitalisierung. Die bei der Bauaufsicht verwendete Bauverwaltungssoftware wird hierfür weiter komplementiert, mit dem Ziel, alle in der Bauaufsicht geführten Verfahren nach und nach vollumfänglich digital abzubilden. Hierzu gehören unter anderem die Einführung der digitalen Bauakte, die Einführung eines Verfahrens zur vollumfänglichen digitalen Abwicklung von Baugenehmigungsverfahren bis hin zur Einführung einer digitalen Baulastenauskunft.

Die Einführung in das digitale Verfahren wird kommunikativ flankiert durch den im vergangenen Jahr gestarteten Dialog „Bauaufsicht trifft Architektenschaft“. In diesem Rahmen wird zukünftig niedrigschwellig über die Fortschritte und Erfordernisse des digitalen Genehmigungsverfahrens informiert.

Die Digitalisierung des Bauaktenarchivs wird voraussichtlich im ersten Quartal 2026 starten.

FB 6-64 Verkehrsflächen

Die Neugestaltung der Schloßstraße in Bensberg, das zentrale Projekt im Rahmen des Integrierten Handlungskonzepts (InHK), konnte 2025 mit dem Abschnitt vom zentralen Platz vor der SchlossGalerie bis zur Gartenstraße und Am Stockbrunnen fast fertiggestellt werden. Rechtzeitig zum Sommer konnte das Wasserspiel vor der SchlossGalerie in Betrieb genommen werden. Zum Jahresbeginn 2026 wird die neue Spindeltreppe errichtet, die beide Ebenen der Schloßstraße miteinander verbindet.

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Die Schlossstraße ist wieder offen

Der grundlegende Umbau der Bensberger Einkaufsstraße ist weitgehend abgeschlossen – seit Donnerstag können Autos die Schlossstraße wieder ganz durchqueren, auch vom Stockbrunnen aus ist die Zufahrt möglich. Jetzt gilt es nur noch, den ruhenden Verkehr zu regeln.

Auch wenn noch einzelne abschließende Arbeiten im neuen Jahr durchgeführt werden müssen, wird sich die Schloßstraße zum Frühjahr im versprochenen „Glanz“ präsentieren und eine neue Aufenthalts- und Gestaltungsqualität bieten.

Während im September die Arbeiten zur Neugestaltung der Laurentiusstraße vor dem alten Rathaus in Gladbach begonnen wurden, konnte im November auch der Auftrag zur Erneuerung des ersten Teilstücks der Altenberger-Dom-Straße in Schildgen erteilt werden. Nach der Winterpause wird mit der grundhaften Erneuerung und Umgestaltung des Teilstücks zwischen Leverkusener Straße und dem Ortsausgang nach Odenthal begonnen.

Die Erneuerung weiterer kommunaler Straßen wurde auch 2025 fortgesetzt. Neben der Erneuerung von Fahrbahndecken verkehrswichtiger Straßen wie der Dombach-Sander-Straße und der Ommerbornstraße wurden auch weniger frequentierte Verbindungsstraßen wie der Herkenfelder Weg, der Diepeschrather Weg, Wildphal und der Asselborner Weg auf längeren Abschnitten erneuert, sodass die dort aufgestellten Schilder „Straßenschäden“ jetzt nach langer Zeit endlich wieder abgebaut werden können.

Zusätzlich wurden auch Anliegerstraßen wie der Kradepohlsmühlenweg und der Neuenhauser Weg ausgebaut, die Johann-Wilhelm-Lindlar-Straße in einem Teilstück mit einer neuen Fahrbahndecke versehen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Abteilung liegt in der Koordination und Überwachung der Versorgungsträger, wo jährlich rund 2.000 Einzelaufbrüche und Leitungstrassen begleitet und überprüft werden. Mittels einer umfassenden Datenbank kann jede Baustelle sofort zugeordnet und der aktuelle Sachstand ermittelt werden.

Hier werden offizielle Pressemitteilungen der Stadtverwaltung veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung des unabhängigen Bürgerportals iGL wieder.

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  1. “Die als denkmalverdächtig identifizierten Gebäude aus dem Denkmalpflegeplan der Stadt Bergisch Gladbach werden sukzessive besichtigt und bearbeitet.”
    “Bearbeitet” heißt in den meisten Fällen: zum Abbruch und Neubebauung freigeben.

  2. Tolle Fahrradstraße im Hasenweg und weiterführenden Straßen. Der PKW-Verkehr hat zugenommen und ist zügiger unterwegs, da die Straßen ja jetzt frei sind… Es darf nicht mehr geparkt werden und alle Rechts-vor-links-Regelungen sind entfallen. Stattdessen hat man eine schön freie Umgehungsstraße geschaffen. Danke!