Martin Gerstlauer mit Alexander Pfister und Gisbert Schweizer von der Vereinigung zur Erhaltung und Pflege heimatlichen Brauchtums. Foto: Susanne Schröder

Mit der Montanus-Plakete zeichnet die Vereinigung zur Erhaltung und Pflege heimatlichen Brauchtums diejenigen aus, die sich in besonderer Weise für die Heimat, das Brauchtum und das kulturelle Erbe einsetzen. Was kaum jemand so ausdauernd und intensiv getan hat, wie Martin Gerstlauer.

Im Bergisch Gladbacher Rathaus ist die 43. Montanus-Plakette verliehen worden. Alexander Pfister, seit einem Jahr Vorsitzender der Vereinigung zur Erhaltung und Pflege heimatlichen Brauchtums e. V. Bergisch Gladbach, begrüßte dazu zahlreiche Gäste. Unter ihnen waren die stellvertretende Bürgermeisterin Brigitta Opiela, der stellvertretende Landrat des Rheinisch-Bergischen Kreises, Klaus-Dieter Becker, die Bundestagsabgeordnete Caroline Bosbach mit ihrem Vater Wolfgang sowie zahlreiche bereits ausgezeichnete Montanus-Ritter.

Mit der Montanus-Plakette werden Menschen, Vereine, Organisationen und Gesellschaften geehrt, die sich in besonderer Weise für die Heimat, das Brauchtum und das kulturelle Erbe in Bergisch Gladbach und der Region einsetzen. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die Dauer einer Mitgliedschaft oder die Zahl übernommener Ämter, sondern das persönliche Engagement und die Wirkung des Einsatzes für die bergische Heimat.

+ Anzeige +

Seit 1974 im organisierten Karneval aktiv

In diesem Jahr ging die Auszeichnung an Martin Gerstlauer. Seit mehr als fünf Jahrzehnten ist er dem Brauchtum und insbesondere dem Karneval eng verbunden. Über viele Jahre engagierte er sich ehrenamtlich dafür, Veranstaltungen zu organisieren, Menschen zusammenzubringen und gemeinsames Feiern zu ermöglichen.

Seine ersten Erfahrungen im organisierten Bergisch Gladbacher Karneval sammelte Gerstlauer 1974 im Elferrat der CDU-Karnevalssitzung. 1983 war er Bauer im Dreigestirn. Von 1994 bis 2013 führte er als Sitzungspräsident durch die Karnevalssitzungen im Peter-Landwehr-Haus, um nur einige Stationen zu nennen.

Die wichtigste Auszeichnung für einen Menschen, der sich für das Brauchtum einsetzt, liegt nicht in einer Schatulle. Sie zeigt sich darin, dass Menschen seinen Namen kennen.Alexander Pfister

Auch die Brauchtumsvereinigung prägte Gerstlauer maßgeblich. Im Jahr 2000 wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt, vier Jahre später übernahm er den Vorsitz. Insgesamt 21 Jahre stand er an der Spitze des Vereins, bis er das Amt 2025 an Alexander Pfister weiterreichte.

Gerstauer organisierte Veranstaltungen, traf Entscheidungen, vermittelte zwischen unterschiedlichen Interessen und setzte sich dafür ein, Traditionen zu bewahren und zugleich weiterzuentwickeln.

Martin Gerstlauer im Kreis der Mitglieder der Vereinigung zur Pflege und Erhaltung heimatlichen Brauchtums. Foto: Susanne Schröder

Darüber hinaus leitete er 21 Jahre lang die Karnevalssitzung für Menschen mit und ohne Behinderung. Mit klaren Worten, Humor und dem richtigen Gespür für den jeweiligen Moment verstand er es, sein Publikum zu erreichen.

In seiner Laudatio hob Alexander Pfister hervor, dass sein Vorgänger das Brauchtum nicht nur bewahrt, sondern aktiv gestaltet und an kommende Generationen weitergegeben habe. Zahlreiche Ehrungen hätten sich im Laufe der Jahre bereits angesammelt.

Doch Pfister betonte: „Die wichtigste Auszeichnung für einen Menschen, der sich so lange für das Brauchtum eingesetzt hat, hängt nicht an einer Uniform und liegt nicht in einer Schatulle. Sie zeigt sich darin, dass Menschen seinen Namen kennen.“

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.